Inhaltverzeichnis
1. Einleitung 2
1.1. Zur Abgrenzung des Themas 3
1.2. Zeitliche Abgrenzung 4
1.2.1. Thematische Abgrenzung 5
1.2.2. Relevanz des Themas 5
1.3. Problemdarstellung 5
1.3.1. Fragestellungen 6
1.3.2. Die Methodik und Vorgehensweise 6
2. Theortische auseiandersetzung 7
2.1. Die Religion als Phänomen 7
2.2. Säkularismus 9
3. Die gegenwärtige politische und ethnische Lage im Kosovo 10
3.1. Über die Orientierung und Religion im Kosovo 12
4. Umfrage: Der Einfluss der Religion im Kosovo-Jugend 17
5. Zusammenfassung 28
6. Literaturverzeichnis 30
7. Abbildungverzeichnis 32
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1. Einleitung
Diese Arbeit befasst sich mit der Religionsrole im Kosovo 1 . Mit dieser Seminararbeit will deshalb versuchen, den Ursachen von Religionsrole im Kosovo auf den Grund zu gehen.
Das erste Kapitel soll den theoretischen Teil und die Wahrnehmung vieler Forscher erläutern, wie sie die Religion sehen und verstehen, betrachtet aus dem theoretischen Aspekt. D.h. auf Grundlage von zwei verschiedenen Perspektiven, soll die Wichtigkeit, die Rolle und die Essenz der Religion besser verstanden werden. Gleichzeitig soll auch die Definition des Begriffs Religion von verschiedenen Autoren verglichen werden. In einem anderen Punkt werde ich mich mehr auf umstrittenen und erforschten Definition konzentrieren: die Säkularisierung. Handelt es sich um zwei gleiche oder mehrere verschiedene Ausdrucke. Welche Unterschiede gibt es?
Im zweiten Kapitel werde ich versuchen so klar und genau wie möglich die bestehende Situation in der kosovarischen Gesellschaft zu beschreiben und analysieren. Der Fokus soll also auf die Orientierung der Gesellschaft auf die demokratischen und westlichen Werte gerichtet, die religiösen Verhältnisse zwischen den Ethnien; das Verhältnis Religion und Jugend, in was für einem Maß praktiziert und nimmt die kosovarische Jugend die Religion wahr.
Im dritten Kapitel soll hauptsächlich die durchgeführte Umfrage über die Orientierung der Jugend, ihre religiöse Unterordnung und die Feststellung dessen, was für einen Einfluss die Religion im Leben der kosovarischen Gesellschaft hat, erörtert werden.
Es wurden, in Bezug auf die Religion im Kosovo, keine bedeutende Fragen gestellt und interessanteweise fast nicht genung politische und akademische Diskussionen geführt. Obwohl dieses Thema, sowohl in den Medien, als auch in der sozialwissenschaftlichen Diskussion, eine sehr große Bedeutung hat.
1 Fläche- 10.887km, Bevölkerung(Z.1991): 1.956.196, 90% Albaner, 10% Serben, Monenegrana , Türken, Bosnjaken, Roma etc. Sprachen: Albanisch, Serbisch, Religionen: sunnitische Muslime, Serbisch-Orthodoxe, Hauptstadt: Prishtina. Vgl. Der Fischer Weltalmanach: Zahlen Daten und Fakten-2001. Frankfurt am Main, 2000, S. 420-421
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1.1. Zur Abgrenzung des Themas
Das Religionsthema ist sehr breit. Ich werde absichtlich den historischen Hintergrund weglassen, weil das Thema dieser Arbeit sich mit den gegenwärtigen Problemen beschäftigt, ohne Überlegungen auf die vergangenen Ereignisse und deren Bedeutung. Obwohl es sehr schwierig ist, eine Arbeit über die Religion zu schreiben ohne die Geschichte des Gebiets zu erzählen. Weil ein solcher historischer Abriss viele Ausgangspunkte haben kann, werde ich hier nur kurz ein paar bedeutungsvolle Ereignisse erwähnen:
¾ Nicht nur der ethnischen Albaner im Kosovo, sondern in allen “albanischen Gebieten” in denen, die Albana leben auch heute noch. Viele Wissenschaftler und Forscher wie Alexander Sipcevic behaupten, dass ihre Herkunft aus der illyrischen Stämme - “Illyrian peoples” 2
¾ Die „berühmte“ Schlacht auf dem Amselfeld 1389
¾ Der Berliner Kongress 1878, die Anerkennung der Unabhängigkeit Serbiens ( ohne Kosovo) und Montenegros, die Gründung der albanische Liga von Prizren für mehr Autonomie innerhalb des Osmanischen Reiches.
¾ Die Unabhängigkeitserklärung Albaniens vom 28. 11. 1912, die erst 1913 in London anerkannt wurde, aber ohne Kosovo und andere albanische Gebiete.
¾ Nach den Balkan-Kriegen (1912-1913) wurde im Friedensvertrag von London 1913 der Kosovo zwischen Serbien und Montenegro aufgeteilt. Mazedonien ging an Serbien.
¾ Nach 1945 wurde der Kosovo unter Tito’s Regime gebracht.
¾ Die neue Verfassung von 1974, die mehr Autonomie für den Kosovo bedeutete, dauerte nur bis 1989 mit der Abschaffung der Autonomie des Kosovo und
2 Bideleux,Robert and Jeffries,Ian: The Balkans. A post-Communist history. Routledge, New York. 2007 S. 513
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Vojvodina. Durch eine Verfassungsänderung wurde der Autonomiestatus des Kosovo aufgehoben. 3
¾ Mitte 1991/92 der Zerfall des alten Jugoslawien mit Slowenien-, Kroatien- und Bosnienkrieg.
¾ Ende 1997 und Anfang 1998 begann der offene Konflikt zwischen der Befreiungsarmee des Kosovo (UCK) und den serbischen Sicherheitskräften. 4
¾ 1999 begin der NATO Luftangriffe gegen Bundes Republik Yugosllawien
¾ Ab 1999 bis 2008 Fremdeverwaltung des Kosovo durch UNMIK 5
¾ 17.02. 2008 Unabhnägikeits Erklärung des Kosovo
Um die Gegenwartsbezogenheit des Themas bzw. um einen zeitgemäßen Bezug schreiben zu können, ist es notwendig eine ordentliche zeitliche und thematische Abgrenzung vorzunehmen.
1.2. Zeitliche Abgrenzung
Es ist das Förderlichste für dieses Thema, es soweit wie möglich zeitlich abzugrenzen, weil ohne eine feste zeitliche Abgrenzung, die ganze Problemdarstellung nicht so präzise zu analysieren wäre. Ich hätte so das Thema nie auf dem Punkt bringen können. Ich fange mit den gegenwartigen Lage im Kosovo- der Beziehung zwischen Religion, jugend und Politik.
3 Vgl. beispielsweise Malcolm Noel “Kosovo A Short History“ London, 1998, S. 201-323.
4 Vgl. Jandl Gerhard: Der Kosovokonflikt - mögliche und wahrscheinliche Verhandlungslösungen, S. 10. In: Riegler Henriette(Hg.) (2000): Der Kosovokonflikt - Bestandsaufname und Lösungsszenarien. Arbeitspapier 28, Österreichisches Institut für Internationale Politik. Wien
5 UN- Resolution 1244 des Sicherheitsrates und die Schaffung einer internationalen militärischen und zivilen Präsenz in Konfliktraum. Bei der Erfüllung der Aufgaben gemäß der UNSCR 1244 ist der SRSG befugt, Gesetze in Form von Anordnungen und ergänzender Instrumente (Verwaltungsrichtlinien) zu erlassen. In diesem Kontext wurde gemeint: die NATO(d. h. militärische Faktor oder Kosovo Force - KFOR, die Hauptaufgabe der KFOR die militärische und öffentliche Sicherheit), die UNMIK, die OSZE, und die EU (politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche Faktor).
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1.2.1. Thematische Abgrenzung
Meine Untersuchungen werden sich, wie schon dem Thema meiner Seminararbeit zu entnehmen ist, hauptsächlich auf den einfluss der Religion in der kosovarischen jugend bzw. politisch-institutionellen berich beschränken und eine Analyse und Darstellung des gesamten Verlaufes dieses Prozesses bringen.
Die vorliegende Seminararbeit versucht, die konzeptionellen Probleme und den Entwicklungsgang (ausschließlich im Post-Konflikt Kosovo) der Religion in Verknüpfung mit dem Konzept der sekularisierung der gesellschaft darzustellen.
1.2.2. Relevanz des Themas
Aus diesem Grund ist es wesentlich, sich mit diesem Thema explizit auseinander zu setzen, um den Prozess zu analysieren. Die These, die diese Arbeit begleitet, heißt entsprechend: Welchen einfluss hat die Religion in der Gesellschaft bzw. Kosovarischen Jugend und Institutionen bzw. Politischen Entscheidungsprozessen?
Ich habe Interesse das Thema sowohl aus gesellschaftlichen, als auch aus wissenschaftlichen Aspekten zu betrachten bzw. zu forschen wie sich die Ereignisse in Zukunft entwickeln werden
1.3. Problemdarstellung
Mein Fokus, ist eine Analyse über die Auswirkung der Religion im Kosovo bzw. kosovarischen Gesellschaft im Allgemein, und die politische Szene. Das bedeutet, dass die Formulierung des Problems, Forschungsziel und Inhalt des Themas ist, über die Religion im Kosovo, Ermittlung und Weltsicht der kosovarischen Gesellschaft zur Religion
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1.3.1. Fragestellungen
Durch die vorliegende Arbeit werde ich mich bemühen, bei einigen Fragestellungen, so genau wie möglich, die Festlegung eines Bildes, bzw. einer Realität darzustellen.
¾ Welche Rolle spielt die Religion im gesellschaftlichen und politischen Leben in Kosovo?
¾ In wie weit ist die kosovarische Jugend auf die religiösen Rituale konzentriert?
¾ Was für Weltanschauungen haben die Kosovaren über die europäische Orientierung?
1.3.2. Methodik und vorgehensweise
Die Methodik der Forschungsarbeit, ist an erster Stelle auf den theoretischen Aspekt konzentriert, über die Weltanschauungen der Religion und Säkularisierung. Die Angaben auf diesem Bereich wurden hauptsächlich aus den Büchern, Interviews und verschiedenen Texten zusammengestellt. Ebenso, im zweiten Teil der Arbeit stehen die gesammelten und analysierten Angaben, in Zusammenhang mit der faktischen Situation vor Ort.
Im dritten oder wichtigsten Teil dagegen habe ich mit einer Forschung zu tun, die die Analyse dieser Angaben umfasst, die aus 605 Fragebogen mit je 16 Fragen herausgehen. Ich habe mich entschieden, die Fragebögen zu verwenden, damit ich die Dynamik der Veränderungen auf der Ebene der Kenntnissen und Einstellungen über die Religion und die politischen Entwicklungen in Kosovo erforschen kann.
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2. Theoretische Ausereindarsetzung
2.1. Die Religion als Phänomen
Die Religion als eigenes Thema, wird in den meisten Fällen und bei vielen Autoren als ein gesellschaftliches, politisches oder kulturelles Thema behandelt und diskutiert. Nicht in ihrer genaueren Definition, sondern als ein theoretisches Form. Weil die Religion selbst als ein Phänomen sehr alt ist, und daher als Thema oder Bezugspunkt sehr komplex ist. Gleichzeitig ist sie auch ein sehr interessantes Phänomen für‘s Studium. Die Mehrheit der Autoren, die sich mit der Religion befasst haben, sind nicht zur annähernden Definition kommen können, gesehen aus dem theoretischen Aspekt. Viele Autoren also haben sich bemüht, den Effekt oder die Wirkung der Religion, die Idee, die Existenz oder das Verhältnis zwischen der Religion und dem Staat, der Religion und der Politik erforschen können. Einige Autoren sind sich einig, dass theoretisch gesehen, die Religion ein herausforderndes Thema ist, um sie zu studieren.
Der Autor Otto Moduro definiert „die Religion“ 6 aus dem soziologischen Aspekt folgendermaßen: die Religion im Verhältnis zur Macht und Gesellschaft hat vielerlei Bedeutungen: Perhaps, then, “religion” could be redefined as that social arena where a constant srtuggle is waged to define, on the one hand, whose lives are worth respecting and protecting (i.e. whose lives are, “scared” and whose are not), and, on the other hand, who holds the legitimate capacity to perform such definition- shifting sands where today’s legitimate “religion” might become tomorrows’s subversive “politics”; somebady’s “priest” someone else’s “witch”; and one region’s “god” its neighbor’s “demon”, depending on the state of the power relations between the different groups involved in the strife. 7
Unterdessen hat die Autorin, Kennick Victoria eine sehr interessante Ansicht, weil sie glaubt, die Religion habe eine äußerst positive Wirkung auf die Gesellschaft: Religion is
6 Vgl. Maduro, Otto: On the Theoretical Politics of Defining “Religion” Social Copmass. SAGE Publications. In: http//scp.sagepub.com. S. 601-602 , 2002
7 Ebd. Maduro, Otto: S. 603
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a cultural force that can stabilize society, and exert a powerful effect on people over many generations(...). 8
In seinem Buch “Wozu Religion” erläutert Eugen Drewemann das Bedürfnis der Religion als etwas Essentielles für die Menschen, was sehr interessant ist, einige natürliche Phänomene zu verstehen: Ich glaube, dass die Religion, dass das Sprechen von Gott überhaupt deswegen notwendig ist, weil wir zur Beantwortung von absolut menschlichen Fragen einen Hintergrund brauchen, der in der Natur nicht enthalten ist. 9
Der Autor ist jedoch der Meinung, dass aufgrund der Angst vor dem Unbekannten, die bei den Menschen herrscht, ist die Religion oder die religiösen Weltanschauungen in den meisten Fällen sehr emotional. 10
Ein sehr interessanter Blickwinkel präsentiert Jonatnan Fox, was den Unterschieden zwischen der Ethnizität, Religion und der Zivilisation betrifft. 11 Seiner Ansicht nach, sind die Zivilisation und die Religion nicht das Gleiche. 12 Die slawischen Völker zum Beispiel gehören verschiedenen Religionen zu, haben eine gemischte Ethnie und gehören verschiedenen Zivilisationen (Westlich und orthodox- Vergleich Abb. 5.) Markus Weingardt auf der anderen Seite, vertritt die Meinung, dass die Religion auch eine Rolle hat, oder eine Friedensführende Rolle bei den Konflikten spielen kann, oder auch bei der Vermeidung von Konflikten. 13 Die Analyse und die Beschreibung der Religion durch einige Autoren, stellt lediglich eine Miniatur dessen dar, wie viele verschiedene Ansichten, Einstellungen und Betrachtungspositionen über die Religion gibt.
8 Urubshurov, Kennick Victoria: Introducing World Religion. S. 10. E-book. ISBN: 978-0-980-1633-0-8
9 Drewermann, Eugen: Wozu Religion? Sinnfindung in Zeiten der Gier nach Macht und Geld. Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2001. S. 29
10 Vgl. Ebd. S. 95-96
11 Vgl. Fox Jonatnan: Clash of civilizations or clash of religions. Which is a more important determinant of ethnic conflict? Ethnicities. SAGE Publications. In: http//etn.sagepub.com/cgi/content/abstract/1/3/295. S. 298, 2001
12 Vgl. Ebd. Fox, Jonatnan. S. 304
13 Vgl. Weingardt A. Markus : Das Friedenspotential von Religionen in politischen Konflikten. Beispiele erfolgreicher religionsbasierter Konfliktintervention. S. 299- 309. In: (Hrsg.) Brocker Manfred und Hildebrandt Mathias: Friedensstiftende Religionen? Religion und die Deeskalation politischer Konflikte. 1 Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008
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Arbeit zitieren:
Dritero Arifi, 2009, Welchen Einfluss hat die Religion im Leben der kosovarischen Gesellschaft?, München, GRIN Verlag GmbH
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