Inhalt
Einleitung 2
1 Entwicklung der Unfallzahlen im alpinen Skisport 4
2 Entwicklung der Anzahl der Kollisionsunfälle 5
3 Entwicklung der Verletzungslokalisation 6
4 Der Schneesporthelm:
eine Antwort auf die Entwicklungen 9
Zusammenfassung 11
Literatur 12
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Einleitung
„Schneller als die Fallgeschwindigkeit kannst nimmer sein und da sind wir ja schon fast. Es ist ein Wahnsinn.“
Der dreimalige österreichische Weltmeister Karl Schranz hat mit diesem Ausspruch die Entwicklungstendenz im alpinen Skisport gut umrissen. Die Geschwindigkeit der Sportler auf Brettern nimmt stetig zu. Dies ist vor allem der technischen Weiterentwicklung des Materials zuzuschreiben. Auch im Breitensportbereich führt der gleiche Grund zu einem Anstieg der durchschnittlichen Fahrtgeschwindigkeit. Doch die Kehrseite des Geschwindigkeitszuwachses ist ein erhöhtes Unfallrisiko. In der Tat fällt es einigen Freizeitsportlern schwer, diese hohen Geschwindigkeiten zu kontrollieren, da die konditionellen Voraussetzungen fehlen. Die Folge sind Stürze und zum Teil schwere Unfälle. Gerade in der vergangenen Skisaison entfachte ein prominentes Beispiel in Deutschland eine heftig geführte Debatte. Ein Artikel der Wochenzeitschrift Die Welt vom 4. Januar 2009 lautet wie folgt.
„[...] Althaus´ Unfall war nicht der einzige, der sich in den vergangenen Wochen in den Alpen ereignete. Am Freitag fuhr ein Skifahrer eine 17-Jährige in Brand in Vorarlberg um und verletzte sie am Rücken. Am Samstag vor einer Woche prallte im Österreichischen Mittersill ein 57-Jähriger Mann aus Klings in Thüringen mit einem 19-Jährigen Schüler aus München zusammen. Der 57-Jährige trug keinen Helm, erlitt einen offenen Schädelbruch und starb. Der Schüler dagegen war mit Sturzhelm gefahren und kam mit einem Schädelbasisbruch ins Krankenhaus. In Italien kam an Weihnachten ein 51-Jähriger auf der Piste nach einer Kollision mit einem 16-Jährigen ums Leben. “
Eine derartige Berichterstattung suggeriert dem Leser, dass es immer gefährlicher wird, sich auf den Skipisten der Alpen zu bewegen. Man könnte der Vermutung erliegen, dass die Gesamtanzahl der Unfälle zunimmt. Scheinbar kommt es auf den Pisten zu erschreckend vielen Zusammenstößen von Skifahrern. Eine solche Kollision überleben dann nur diejenigen, die einen Sturzhelm tragen. Damit man solche Meldungen richtig einschätzen kann, muss man folgende Fragen stellen: Steigt die Zahl der Kollisionen auf den Pisten tatsächlich? Ist ein Schneesporthelm beim Skifahren nötig?
Um diese Fragen nüchtern zu beantworten, sollte man sie zunächst einordnen. In der folgenden Diskussion werden wir uns anfangs mit den aktuellen Unfallzahlen beschäftigen. Damit erhält man einen Überblick. Danach wird sich zeigen, wie groß die tatsächliche Zahl Seite 2/12
von Kollisionen ist. Im Anschluss soll ein Versuch unternommen werden, die Bedeutung von Sturzhelmen für den modernen Skifahrer zu erarbeiten. Dabei sollen die Vorteile von Helmen klar formuliert werden.
Zur qualitativen Beantwortung der gestellten Fragen werden drei Veröffentlichungen die Primärquellen darstellen. Dabei handelt es sich einmal um den Unfallbericht Sicherheit im Skisport: Unfälle und Verletzungen im alpinen Skisport - Zahlen und Trends 2007/2008, der von der Auswertungsstelle für Skiunfälle der ARAG in Zusammenarbeit mit der Stiftung Sicherheit im Skisport erstellt wurde. Des Weiteren wird ein Artikel der Zeitschrift Orthopädie& Rheuma mit dem Titel Verletzungstrends beim Skisport - Schnell und schneidig in die Klinik als Grundlage für die Diskussion dienen. Der eben genannte Artikel bezieht sich maßgeblich auf Beiträge zum IX. Internationalen Kongress für Wintersportmedizin vom 11. bis 14.01.2007 in Garmisch-Partenkirchen. Bei der dritten Quelle handelt es sich um eine gemeinsame Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Sicherheit im Sport (Deutschland), der Beratungsstelle für Unfallverhütung (Schweiz), des Kuratorium für Verkehrssicherheit (Österreich) und der EuroSafe Taskforce Sports Safety.
Damit ist klar, dass die Antworten auf die oben gestellten Fragen in erster Linie nur Relevanz für den deutschen Sprachraum haben. An dieser Stelle wird davor gewarnt, internationale Verallgemeinerungen zu postulieren, da signifikante landestypische Unterschiede bestehen. Trotzdem wird es spannend sein zu sehen, ob die eingangs beschriebene Erwartungshaltung, welche durch die Medien generiert ist, von diesen seriösen Statistiken getragen wird. Es ist allerdings einzusehen, dass im Rahmen dieser Arbeit die Diskussion nicht zum Abschluss gebracht werden kann. Es ist vielmehr im Interesse dieses Aufsatzes einen konstruktiven Beitrag zu leisten und vielleicht einen Impuls für die fortlaufende Debatte zu geben.
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Arbeit zitieren:
Matthias Müller, 2009, Sicherheit im alpinen Skisport, München, GRIN Verlag GmbH
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