Forschungsinteresse 3
Zentrale Fragestellung. 8
Struktur der deutschen Landwirtschaft: 10
Die Player der sekundären Wertschöpfungskette des primären Sektors in Deutschland: 14
Die Verbände/Kammern/Agrarberatung 14
Der BMR (Bundesverband der Maschinenringe) 15
Der agrarischer Lands Maschinen/Landtechnik Handel 15
Die gemeinsame europäische Agrarpolitik unter dem Einfluss sich wandelnde Agrarmärkte:17
Momentane Situation: 17
Handlungsaspekte und Zielsetzungen der GAP 18
Die gemeinsamen Marktordnungen: 18
Die Entwicklung des ländlichen Raums: 20
Die Reform der GAP. 21
Die Akteure der europäischen Landwirtschaftspolitik. 24
Die Europäische Kommission. 24
Das Europäische Parlament. 25
Der Rat der E.U 25
Policy Prozessstruktur europäischer Entscheidungsfindung im Bereich der Agrarpolitik 26
Entscheidungsstrukturen : 26
Strukturen der Eckpfeiler europäischer Agrarpolitik 26
Die gemeinsamen Marktordnungen (GMO) 26
Die Entwicklung des ländlichen Raums. 30
Detailfragen der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 31
Die Agrarreform im Hinblick auf die europäische Agenda 2000 31
Probleme und Folgefragen der EU Osterweiterung (EU 25) 33
Schlussbemerkung und Ausblick: 34
Abk ürzungsverzeichnis: 36
Literaturverzeichnis : 37
Internetquellen:......................................................................................................................... 39
2
Forschungsinteresse
Der primäre Sektor in der EU hat in den vergangenen Jahren einen fundamentalen Paradigmenwechsel erlebt. Ganz verschiedene Faktoren wirken auf die europäische Landwirtschaft ein, als da zu nennen wären, die rasant wachsende Weltbevölkerung ungelöste Fragen einer nachhaltigen Energieversorgung, die Beobachtung einer Verlangsamung der möglichen jährlichen Produktionssteigerung sowohl in der Pflanzen - als auch in der Tierproduktion, Missernten in Asien. Nicht zuletzt sich verändernde Ansprüche der mehrheitlich wohlhabenden westeuropäischen Endkonsumenten an die Produktion, stellen die zunehmend globalisierte Landwirtschaft vor spannende Herausforderungen. Diese werden in der Wahrnehmung der Bevölkerung bzw. des Konsumenten und der Politik in den nächsten Jahren große Beachtung finden.
1 http://www.fh-lueneburg.de/u1/gym03/expo/jonatur/wissen/biologie/gentech/chancen.gif
3
"Auf Grund der kontinuierlich wachsenden Weltbevölkerung und des in einigen Ländern signifikant steigenden Lebensstandards nimmt der Bedarf an Lebens- und Genussmitteln deutlich zu. Dieser Trend wird sich in Zukunft, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, fortsetzen.
Die Nachfrage-Seite wird daher eine weitere Verteuerung bei Weizen, Kaffee & Co unterstützen. Wesentlich wichtiger für die Kursentwicklung ist allerdings die Angebots-Seite, weil der Bedarf zwar zunehmen wird, aber nicht so schnell, dass diese Tatsache kurzfristig wirklich ins Gewicht fällt. Und gerade in punkto Ernte-Erträgen haben sich bei einigen Agrar-Rohstoffen die Aussichten in den vergangenen Wochen erheblich eingetrübt." 3
2 http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.water-
asar.de/Bilder/graphik_bevoelkerungswachstum.jpg&imgrefurl=http://www.water-asar.de/hintergrundinformationen3.html&h=479&w=760&sz=49&hl=de&start=9&usg=__-
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bev%25C3%25B6lkerungswachstum%26gbv%3D2%26hl%3Dde
3 http://www.wallstreet-online.de/nachrichten/nachricht/2273440.html
4
Die europäische und insbesondere die deutsche Landwirtschaft ist lange Zeit das Schmuddelkind und zugleich das Sorgenkind unseres Wirtschaftsgefüges gewesen. Durch Entwicklungen an den internationalen Rohstoffmärkten insbesondere der Hausse die ab 2004 entstanden ist, hat der primäre Sektor eine 180° Wende erlebt. Auf einmal stellt sich die Landwirtschaft nicht mehr nur als Klotz im europäischen Wirtschaftsgefüge dar, sondern ihr wird, gefördert durch weltweite Hamsterkäufe, eine nie da gewesene Popularität zu teil.
Die sprunghaften Preisanstiege der vergangenen Ernten haben dazu geführt, das der gesamte Markt, inklusive sekundäre 4 Wertschöpfungskette, durchatmen konnte und z.B. die Preise im Bereich der Pflanzenschutzprodukte und Düngemittel um teilweise mehr als 100 % gesteigert haben.
Durch globale Missernten, insbesondere in Asien und im so genannten "Wheat Belt“ (Weizen Gürtel) im zentralen Bereich der vereinigten Staaten und eine Steigerung der nachgefragten Agrargüter revitalisiert sich der primäre Sektor in Deutschland und Europa. O.g. Missernten in den USA auf der einen Seite und auf der anderen Ernteausfälle im asiatischen Raum, verbunden mit einer zunehmenden Verwestlichung der Asiaten welche dazu führt, dass sich Weizen zunehmend als Substitut für Reis entwickelt, heizten diese Entwicklungen noch zusätzlich an.
4 Hinweis: Die sekundäre Wertschöpfungskette umfasst hierbei alle Bereiche, angefangen von den direkten
Nutznießern landwirtschaftlicher Produktion bis hin zur Agrarberatung vgl.
http://www.agrarberatung-hessen.de
5
In diesem Jahr stellen sich die Verhältnisse gänzlich anders dar. Die o.g. Preissteigerungen im Bereich der Pflanzenschutzmittel/Düngemittel und der restlichen landwirtschaftlichen Zulieferindustrie kompensieren sich schon im letzten Jahr über die erhöhten Agrarrohstoffpreise.
In diesem Jahr zeigt sich, dass sich der Boom auf hohem Niveau etwas abschwächt, "die europäische Kommission rechnet mittlerweile mit einer Rekordernte in der Europäischen Union. In diesem Erntejahr wird das Getreideaufkommen auf mittlerweile 301 Millionen t geschätzt - 43 Millionen t, beziehungsweise rund 16% mehr als im Jahr 2007 und 9% mehr als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahren". 6
An diesem 180° Richtungswechsel im Bezug auf die Marktsituation lässt sich sehr gut die eingeschränkte Prognostizierbarkeit der globalen Agrarrohstoffmärkte sehr gut erkennen.
5 http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.agrarberatung-
hessen.de/markt/aktuell/0101_2008q2/01012008052001a.gif&imgrefurl=http://www.agrarberatung-
hessen.de/markt/aktuell/0101_2008q2/01012008052001.html&h=319&w=470&sz=58&hl=de&start=76&usg=_
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ff%2Bpreis%26start%3D60%26gbv%3D2%26ndsp%3D20%26hl%3Dde%26sa%3DN
6 landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen Lippe, Nummer 33, S. 11, Rekordernte in Europa, Münster, 2008
6
Im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen bestehen vorsichtige, aber dennoch berechtigte, Hoffnungen durch vorgenannte Entwicklungen, unter der Bedingung einer zunehmenden Melioration, Technisierung, Mechanisierung und Effizienzsteigerung die Landwirtschaft zu Endsubventionieren.
Dazu fehlt jedoch in den Köpfen der Politik und vieler Landwirte die Bereitschaft die Landwirtschaft nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten zu verfolgen und diese stärker den internationalen Märkten zu überlassen. Hierbei erweisen sich die im Primären Sektor in der Vergangenheit geschaffenen Strukturen als sehr beständig und schwer zu kippen.
7 http://www.hoelzel.at/thema/archiv/usa/for_thema/pdf/wirtschaftskarte.pdf
7
Zentrale Fragestellung
Zentrales Anliegen vorliegende Arbeit stellt die Schilderungen des Ist - Zustandes und zukünftiger Perspektiven der deutschen Landwirtschaft im europäischen Wandlungsprozess dar.
Welche Perspektiven bieten sich den deutschen Landwirten und den ihr zuarbeitenden Unternehmensbereichen wie zum Beispiel Maschinenringe, Agrargenossenschaften und Verbände in der Zukunft, unter dem Aspekt einer Globalisierung der Märkte einer sich ausweitenden Fokussierung auf Umweltschutz und Verbraucherschutzfragen? Nicht zuletzt sind es ethische Aspekte einer verantwortungsvollen Agrar- und Ernährungswirtschaft die Berücksichtigung finden und finden werden.
"Die sich derzeit andeutenden Änderungen im Konsumverhalten der Bürger werden sich in Zukunft weiter verstärken. Während der Reisverzehr zurückgehen wird, wird der Verbrauch an Milch, Gemüse, Fleisch, Eiern und Fisch weiter steigen". 8
Inwieweit werden die heimischen Landwirte die Tatsache, dass, sich Weizen zunehmend als Substitut für Reis in Asien manifestiert für sich nutzbar machen können?
8 Agrar- Potenziale nutzen!, Herausforderung für Landwirte und Gesellschaft, DLG Verlag, Frankfurt am Main
2006
8
Arbeit zitieren:
Wendt-Dieter Frhr. von Gemmingen, 2008, Die Agrarrohstoffmärkte im Umbruch, München, GRIN Verlag GmbH
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