Outdoortraining, was begrifflich der Erlebnispädagogik zuzuordnen ist, wird oft
belächelt und kritisiert. Die Wirksamkeit ist umstritten (vgl. Schuler, 2001, S.
267). Das ist einer der Gründe, weshalb wir uns dieses Themas angenommen
haben. In dieser Seminararbeit möchten wir klären:
- Was versteht man überhaupt unter Erlebnispädagogik und
Outdoortraining?
- Was ist so besonders daran?
- Ist ein Transfer in den beruflichen Alltag möglich und wenn ja, wie wird
dieser sichergestellt?
- Was verbirgt sich hinter den Übungen?
Anschließend möchten wir die Durchführung und Bedeutung von
Outdoortraining am Beispiel DaimlerChrysler Werk Wörth erläutern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
3. Geschichtliches
4. Erlebnispädagogik
4.1 Merkmale der Erlebnispädagogik
4.2 Wirkmodelle der Erlebnispädagogik
4.3 Ziele der Erlebnispädagogik
5. Outdoortraining
5.1 Formen des Trainings
5.2 Ziele des Trainings
5.3 Phasen des Trainings
6. Übungen
6.1 Interaktionsspiele
6.2 Natursportarten
7. Sicherheit
8. Trainerkompetenz
9. Reflexion und Transfer
10. Kritik zu Erlebnispädagogik und Outdoortraining
11. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Anwendung von Erlebnispädagogik und Outdoortraining im Kontext der Personalentwicklung, mit besonderem Fokus auf die Wirksamkeit und die Möglichkeiten des Transfers in den beruflichen Alltag.
- Grundlagen und Definitionen der Erlebnispädagogik und des Outdoortrainings
- Methoden und Wirkmodelle zur Steuerung von Lernprozessen
- Anforderungen an Trainerkompetenz und Sicherheitskonzepte
- Kritische Analyse der Wirksamkeit und Transfermöglichkeiten
Auszug aus dem Buch
Metaphorisches Modell
Mit dem metaphorischen Ansatz nach Bacon werden neue Perspektiven eröffnet. Man begnügt sich nicht mehr mit einer Reflexion im Anschluss an die Aktion. Das zu lösende Problem wird bereits im Vorfeld metaphorisch in die Aktion eingerahmt. Die erlebnispädagogischen Aktivitäten werden möglichst exakt auf die persönlichen Ziele und Lebenssituationen der TeilnehmerInnen abgestimmt, indem Strukturgleichheiten zwischen der konkreten Situation und der Alltagssituation der Teilnehmer geschaffen und vermittelt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Leitung entsprechende Informationen über die Teilnehmer einholt, um das Programm entsprechend planen zu können. Notwendig sind außerdem Qualifikationen im Bereich Tiefenpsychologie oder Psychodrama. Die durchgeführten Aktivitäten werden mittels passender Metaphern beschrieben und begleitet. Je stimmiger die Strukturgleichheiten sind, umso besser werden Analogien von den Teilnehmern erkannt und Sinnzusammenhänge gebildet. Einer Verstärkung des Transfers dient eine anschließende Reflexion, bei der die Teilnehmer diskutieren und relevante Zusammenhänge für den Alltag erkennen können. Durch dieses Vorgehen verschiebt sich der Schwerpunkt wieder mehr in die Aktion, wodurch eine Überbetonung der Reflexion danach vermieden wird (Senninger, 2000, S.12; Paffrath/Salzmann/Scholz, 1999, S. 66f).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die kritische Debatte um die Wirksamkeit von Outdoortraining und definiert die zentralen Fragestellungen der Seminararbeit.
2. Begriffsdefinitionen: Dieses Kapitel nähert sich einer einheitlichen Begriffsbestimmung der Erlebnispädagogik und grenzt das Outdoortraining als Teilgebiet ab.
3. Geschichtliches: Es wird die historische Entwicklung der Erlebnispädagogik von ihren frühen Wurzeln bis hin zum modernen Konzept von Kurt Hahn nachgezeichnet.
4. Erlebnispädagogik: Dieser Abschnitt erläutert die charakteristischen Merkmale, gängige Wirkmodelle und die Zielsetzungen innerhalb der pädagogischen Methode.
5. Outdoortraining: Hier werden spezifische Formen, Ziele und Phasen des Outdoortrainings im Kontext der betrieblichen Weiterbildung detailliert beschrieben.
6. Übungen: Das Kapitel präsentiert praktische Beispiele für Interaktionsspiele und Natursportarten zur Anwendung in der Gruppenarbeit.
7. Sicherheit: Es werden die essenziellen Anforderungen an ein umfassendes Sicherheitskonzept und die Verantwortlichkeiten des Trainers thematisiert.
8. Trainerkompetenz: Dieses Kapitel analysiert die notwendigen Qualifikationen und Kompetenzbereiche, die für eine erfolgreiche Durchführung von Trainings erforderlich sind.
9. Reflexion und Transfer: Es werden Methoden diskutiert, die sicherstellen sollen, dass das im Training Gelernte nachhaltig in den beruflichen Alltag übertragen wird.
10. Kritik zu Erlebnispädagogik und Outdoortraining: Dieser Teil setzt sich kritisch mit den Risiken, der Belastbarkeit und den Grenzen der Wirksamkeit dieser Methoden auseinander.
11. Fazit: Das Fazit fasst den Nutzen der Arbeit zusammen und gibt eine Einschätzung zur Zukunft von erlebnisorientierten Lernansätzen in Unternehmen.
Schlüsselwörter
Erlebnispädagogik, Outdoortraining, Personalentwicklung, Transfer, Reflexion, Teamfähigkeit, Trainerkompetenz, Sicherheit, Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit, Führungskompetenz, Teamentwicklung, Interaktionsspiele, Lernziele, Sozialkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Einsatz von Erlebnispädagogik und Outdoortraining als pädagogische Methoden in der Personalentwicklung und betrieblichen Bildung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit beleuchtet theoretische Grundlagen, geschichtliche Hintergründe, Methoden der Durchführung, Trainerqualifikationen sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Transferwirksamkeit in die Praxis.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein Verständnis für den Nutzen und die Möglichkeiten dieser Trainingsformen zu schaffen und zu klären, wie ein erfolgreicher Transfer von erlernten Inhalten in den Berufsalltag gelingen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Konzepte, Modelle und Forschungsergebnisse zur Erlebnispädagogik und zum Outdoortraining.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Definition, Historie, Merkmale, verschiedene Wirkmodelle, praktische Übungsformen, Sicherheitsaspekte und die Analyse notwendiger Trainerkompetenzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erlebnispädagogik, Transfer, Reflexion, Team- und Persönlichkeitsentwicklung sowie Kompetenzmanagement charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Reflexion beim Transfer?
Reflexion ist ein essenzieller Baustein, um das Erlebte zu verarbeiten und eine Brücke zwischen der künstlichen Lernsituation und dem beruflichen Alltag zu schlagen.
Warum wird der Trainerkompetenz ein eigenes Kapitel gewidmet?
Die Qualität und Kompetenz des Trainers wird als Schlüsselkomponente für den Erfolg einer Maßnahme gesehen, da er nicht nur steuert, sondern auch für die Sicherheit und den Reflexionsprozess verantwortlich ist.
Wie bewertet der Autor den Nutzen für Unternehmen?
Der Autor sieht in der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen einen hohen Nutzen, warnt jedoch vor überhöhten Erwartungen an kurzzeitige Abenteuer-Events und betont die Notwendigkeit einer zielgerichteten Vor- und Nachbereitung.
Welche Bedeutung hat das metaphorische Modell?
Das metaphorische Modell dient dazu, bereits während der Übung Analogien zum Berufsalltag herzustellen, um das Bewusstsein für bestimmte Fragestellungen, wie etwa Führungsstile, frühzeitig zu schärfen.
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- Daniel Rieck (Author), 2005, Outdoortraining und Erlebnispädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140945