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"Elternmitwirkung" in der Schule

Zu den Grenzen der Beteiligung

Title: "Elternmitwirkung" in der Schule

Term Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 1

Autor:in: Robert Griebsch (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Es ist allgemein bekannt, dass Eltern das Recht haben, auf die Geschehnisse in der Schule Einfluss zu nehmen. Doch ist weniger bekannt, welche Grenzen diese Mitwirkung hat. Aus diesem Grund werde ich im Laufe meiner Hausarbeit darstellen, welche rechtlichen, aber auch moralischen Grenzen den Eltern gesetzt werden können.

Die praktische Bedeutung meines Themas spiegelt sich beispielsweise in dem teilweise rüden Auftreten einiger Eltern während Versammlungen oder Einzelgesprächen wider. Hier wurde bewusst einiges getan, um die Kompetenzen der Eltern zu
beschränken. Für die Wissenschaft und die damit verbundene Forschung ist die Definition von Grenzen für Eltern ebenfalls interessant, da man hier die Partizipation als Grundrecht
klar eingrenzt. Eltern haben zwar Rechte, aber eben auch Pflichten und Grenzen, an die sie sich halten müssen.

Unbedingt nötig ist, darauf hinzuweisen, dass der Begriff der „Elternmitwirkung“ nur bedingt korrekt ist. Auch Günther Hoegg führt die Veränderungen der familiären Verhältnisse und das daraus resultierte Umdenken an, was deutlich in den meisten
Schulgesetzen erkennbar sei. Hier werde nicht mehr von „Eltern“, sondern von den „Erziehungsberechtigten“ gesprochen. Die Eltern der Kinder müssen nicht zwangsläufig die Erziehungsberechtigten sein.
Wenn ich in meinen Ausführungen von „elterlicher Beteiligung“ spreche, dann meine ich stets auch die Beteiligung derer, die durch bestimmte Umstände als Beziehungsberechtigte gelten (vgl. Hoegg 2006: 70).
Trotz der neuen Verhältnisse ziehe ich es vor, von der „Elternmitwirkung“ zu sprechen, da die Wahrscheinlichkeit, dass die Eltern der Schülerinnen und Schüler gleichzeitig die
Erziehungsberechtigten sind, in der Bundesrepublik Deutschland sehr viel höher ist, als der durchaus vorkommende Fall, dass andere Erziehungsberechtigte für die Kinder verantwortlich sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Legitimation der „elterlichen“ Beteiligung

2.1. Partizipation als demokratisches Grundrecht

2.2. Rechtliche Organisation am Beispiel des Landes Sachsen-Anhalt

3. Die Rechte und Pflichten der „Eltern“

4. Ebenen und Formen der Mitwirkung

5. Grenzen der Mitwirkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die rechtlichen und moralischen Rahmenbedingungen der Elternmitwirkung an Schulen, wobei insbesondere die Grenzen dieser Beteiligung im Kontext der gesetzlichen Erziehungsberechtigung analysiert werden.

  • Rechtliche Legitimation von Elternbeteiligung als demokratisches Grundrecht
  • Analyse der gesetzlichen Organisation am Beispiel des Landes Sachsen-Anhalt
  • Unterscheidung zwischen kollektiven und individuellen Elternrechten sowie Pflichten
  • Darstellung verschiedener Ebenen und Formen der Mitwirkung im Schulalltag
  • Diskussion der notwendigen Kompetenzabgrenzung zwischen Elternhaus und Schule

Auszug aus dem Buch

3. Die Rechte und Pflichten der „Eltern“

Wie bereits erwähnt ist im Artikel 6, Absatz 2 des Grundgesetzes geregelt, dass die Eltern ihre Kinder nach eigenem Ermessen erziehen können. Dennoch wird der Staat als Wächter über die Erziehung aktiv und kann die Erziehung ergänzen oder auch ersetzen. Avenarius verweist auf den Artikel 1, Absatz 3 SGB VIII und den Artikel 1666 des BGB (vgl. Avenarius 2001: 73).

Im Schulwesen allerdings, so fügt Avenarius an, ist der Staat nicht nur auf seine Wächterfunktion begrenzt, sondern hat in dieser Institution den Erziehungsauftrag, der in diesem Bereich dem elterlichen Recht auf Erziehung gleichgestellt ist. Dennoch sei der Staat in der Pflicht, die vielfältigen Erziehungspläne der Eltern zu akzeptieren, sowie deren Anschauungen – insofern sie nicht im Konflikt mit dem Gesetz stehen – zu tolerieren (ebd.).

Hoegg unterscheidet in seinen Ausführungen zwischen kollektiven und individuellen Rechten. Ein kollektives Recht sei beispielsweise die Gründung von Vertretungen in den einzelnen Schulklassen (und darüber hinaus). Diese Vertretungen müssten über wichtige Entscheidungen informiert bzw. zu diesen Entscheidungen befragt werden und sollten in die Unterrichtsplanung einbezogen werden (Hoegg 2006: 71f.). Hoegg unterscheidet weiter zwischen den Fällen, bei denen die Erziehungsberechtigten Stimmrecht haben (grundsätzlich in allen Gremien) und bei denen sie nur eine beratende Funktion haben (z.B. bei Entscheidungen über die Versetzung einzelner Schüler) (vgl. Hoegg 2006: 72f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der schulischen Elternmitwirkung ein und stellt die Relevanz der Untersuchung von Grenzen dieser Beteiligung heraus.

2. Legitimation der „elterlichen“ Beteiligung: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche Verankerung der Elternpartizipation als demokratisches Grundrecht und analysiert beispielhaft die Umsetzung im Schulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt.

3. Die Rechte und Pflichten der „Eltern“: Hier werden die kollektiven und individuellen Rechte der Eltern sowie deren gesetzliche Pflichten im Hinblick auf den Erziehungsauftrag der Schule dargelegt.

4. Ebenen und Formen der Mitwirkung: Dieses Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Gremien, Mitbestimmungsformen und Voraussetzungen für eine gelungene Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus.

5. Grenzen der Mitwirkung: Der letzte inhaltliche Abschnitt thematisiert die Notwendigkeit einer klaren Kompetenzabgrenzung, um eine Übersteigerung elterlicher Machtansprüche zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Elternmitwirkung, Erziehungsberechtigte, Schulgesetz, Partizipation, Elternvertretung, Schulrecht, Grundgesetz, Erziehungsrecht, Mitbestimmung, Schulpflicht, Kompetenzabgrenzung, Schulelternrat, Bildungsauftrag, Kooperation, Konfliktmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen dem gesetzlichen Recht der Eltern auf Mitwirkung an der Schule und den notwendigen Grenzen dieser Beteiligung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die rechtliche Legitimation, die Rechte und Pflichten der Eltern, die verschiedenen Formen der Mitwirkung sowie die Abgrenzung zum staatlichen Erziehungsauftrag.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum und wo klare Grenzen der elterlichen Partizipation notwendig sind, um einen effizienten Schulbetrieb und eine professionelle Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf einschlägigen rechtswissenschaftlichen und pädagogischen Publikationen sowie Schulgesetzen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Legitimation der Beteiligung, die Differenzierung von Rechten und Pflichten, eine Übersicht der Mitwirkungsformen und die Analyse der Grenzen dieser Mitwirkung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Elternmitwirkung, Erziehungsberechtigte, Partizipation, Mitbestimmung, Schulrecht und Kooperation zwischen Elternhaus und Schule.

Warum wird der Begriff „Elternmitwirkung“ im Text kritisch hinterfragt?

Der Autor weist darauf hin, dass rechtlich korrekter von „Erziehungsberechtigten“ zu sprechen ist, da die biologischen Eltern nicht zwangsläufig die gesetzlich Erziehungsberechtigten sein müssen.

Wie unterscheidet der Autor zwischen kollektiven und individuellen Rechten?

Kollektive Rechte beziehen sich auf die Mitbestimmung in Gremien und Klassenvertretungen, während individuelle Rechte die direkte Mitsprache bei Belangen des eigenen Kindes umfassen.

Welche Rolle spielt das Schulgesetz von Sachsen-Anhalt?

Es dient als konkretes Fallbeispiel, um die gesetzliche Organisation von Elternvertretungen und deren Aufgabenbereiche detailliert aufzuzeigen.

Was ist das Ergebnis der Untersuchung zu den Grenzen der Mitwirkung?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass klare gesetzliche Regelungen und gegenseitiger Respekt essenziell sind, um die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus erfolgreich zu gestalten.

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Details

Title
"Elternmitwirkung" in der Schule
Subtitle
Zu den Grenzen der Beteiligung
College
Martin Luther University  (Institut für Pädagogik)
Course
Schulrecht
Grade
1
Author
Robert Griebsch (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V141013
ISBN (eBook)
9783640503926
ISBN (Book)
9783640503803
Language
German
Tags
Elternmitwirkung Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Griebsch (Author), 2006, "Elternmitwirkung" in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141013
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