Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Jugend und Jugendpartizipation 2
2.1 Definition „Jugend“ 2
2.2 Was versteht man unter „Jugendpartizipation“? 3
2.3 Studien zum Interesse der Jugend an Politik 3
2.4 Erwartungen der Jugendlichen von der Politik. 4
3 Das Jugendparlament als Möglichkeit der Jugendpartizipation. 5
3.1 Definition „Jugendparlament“ 5
3.2 Fallbeispiel: Das Kinder- und Jugendparlament Wolfen 6
4 Didaktische und methodische Begründung für den gewählten Gegenstand 8
4.1 Didaktische Begründung 8
4.2 Methodische Begründung. 10
5 Quellen- und Literaturverzeichnis. 11
1
1 Einleitung
In meiner Sachanalyse werde ich aus fachwissenschaftlicher Hinsicht Stellung zum Thema „Jugendpartizipation“ nehmen.
Ich werde zunächst versuchen, die Begriffe „Jugend“ und „Jugendpartizipation“ zu definieren, werde anschließend einige Studien zur Beteiligung von Jugendlichen im gesellschaftlichen und politischen Leben präsentieren (es erschien mir als ratsam, damit klar wird, welche Bedeutung alternative Partizipationsmöglichkeiten für Jugendliche haben, zu denen auch die Jugendparlamente gehören) und anschließend klären, was ich Jugendliche aus Sicht der Forscher von der Politik wünschen. Im weiteren Verlauf stelle ich den Begriff „Jugendparlament“ vor, werde ein Fallbeispiel („Kinder- und Jugendparlament Wolfen“) charakterisieren und zum Abschluss die didaktische und methodische Begründung liefern, warum dieses Thema unbedingt zum Unterrichtsgegenstand in einer achten Klasse werden sollte.
2 Jugend und Jugendpartizipation
2.1 Definition „Jugend“
Um Jugendpartizipation und die Möglichkeiten der Partizipation zu untersuchen, muss man sich zunächst klar machen, welche Altersgruppen der Begriff „Jugend“ einschließt. Die 13. Shellstudie aus dem Jahr 2000 schlägt vor, alle 15- bis 24-jährigen als Jugendliche zu definieren. 1 Allerdings, so Ulrich von Alemann, existiert keine endgültige Definition, um die Grenzen der Altersgruppen zu bestimmen. 2 Ich werde mich in meinen Ausführungen auf die, von der 13. Shellstudie vorgeschlagene Altersgrenze konzentrieren, da die Altersgruppe der 15-jährigen in der Regel die achte Klasse besucht und ich in meiner Unterrichtsstunde verdeutlichen wollte, welche Möglichkeiten der Partizipation die Schüler einer achten Klasse haben.
1 vgl. Deutsche Shell AG (Hrsg.), Jugend 2000, Opladen 2000.
2 vgl. Alemann, Ulrich von, Einführung in die Thematik, in: Alemann, Ulrich von, Morlok, Martin,
Godewerth, Thelse (Hrsg.), Jugend und Politik: Möglichkeiten und Grenzen politischer Beteiligung der
Jugend, Baden-Baden 2006, S. 9-13, hier: S. 9.
2
2.2 Was versteht man unter „Jugendpartizipation“?
Nachdem geklärt ist, welche Altersgruppen man als Jugendliche bezeichnet, ist es nun von Nöten, den Begriff Jugendpartizipation genauer zu beleuchten. Laut Zeitpfeil e.V., einem Verein, der politisches und zivilgesellschaftliches Handeln fördern möchte, stellt Jugendpartizipation „Schnittstellen und Reibungsflächen zwischen Jugend- und Erwachsenenwelt her. Dies bedeutet ein spezielles Verhältnis, bei dem ‚gleiche Augenhöhe’ nicht einfach herstellbar ist und Jugendliche die Erfahrung machen können, dass sie nicht unbedingt ernst genommen werden oder auch instrumentalisiert werden. Jugendpartizipation kann keine Einbahnstraße sein, da Erwachsene Anteil an der Kultur der Jugendlichen nehmen müssen, um überhaupt in Dialoge eintreten zu können. Vor allem dürfen keine Illusionen bei Jugendlichen geweckt werden, sonst kann Partizipation zu einer frustrierenden Erfahrung werden und Verdrossenheit erzeugen.“ 3 Die freie Enzyklopädie Wikipedia bezeichnet Jugendpartizipation als „Oberbegriff für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen“. Laut Wikipedia gehen Sozialforscher davon aus, dass die Jugendlichen es schwer haben, ihre Interessen durchzusetzen, da diese Generation (so auch besagte 15-jährige) in gewählten Parlamenten faktisch nicht vertreten werden. Es sei also notwendig, Jugendliche durch Initiativen am politischen Alltag teilhaben zu lassen. 4
2.3 Studien zum Interesse der Jugend an Politik
Um die verschiedenen Partizipationsmöglichkeiten der Jugendlichen genauer zu beleuchten, sollte man zunächst betrachten, welches Interesse die Jugendlichen an Politik und anderen Organisationen laut der Shell-Studie von 2000 haben. Diese beschreibt, dass 1991 noch 57 % der 15- bis 24-jährigen politisches Interesse hatten, 1999 waren es nur noch 43 %. 5 Alemann fügt hinzu, dass diese Daten die Einzelheiten kaschieren würden. So sei in den neuen Bundesländern das politische Interesse noch weiter zurückgegangen als im ehemaligen West-Deutschland, außerdem sei das Interesse der jungen Frauen noch deutlich unter dem der jungen Männer. Alemann
3 Zeitpfeil - Begriff und Praxis der Jugendpartizipation,
http://www.zeitpfeil.org/projekte/Partizipation/Begriff-Partizipation,
abgerufen am: 03.06.2007.
4 vgl. Jugendpartizipation - Wikipedia,
http://de.wikipedia.org/wiki/Jugendpartizipation,
abgerufen am: 03.06.2007.
5 vgl. Deutsche Shell AG (Hrsg.), a.a.O., S. 264.
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Arbeit zitieren:
Robert Griebsch, 2007, Jugendpartizipation in Form von Jugendparlamenten, München, GRIN Verlag GmbH
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