Inhaltsverzeichnis
1. Israel und Palästina: Ungleiche Beziehungen. 2
2. Kurzer Abriss der Geschichte bis zur Ersten Intifada. 2
3. Die Erste Intifada und ihre Folgen 3
4. Der Friedensprozess von Oslo 3
4.1 Kernpunkte des Oslo-Friedensprozesses. 4
4.2. Kritikpunkte der Abkommen. 4
4.3. Bewertung des Friedensprozesses. 5
4.4. Endgültiges Scheitern des Friedensprozesses 6
5. Schlussbemerkungen. 7
6. Literatur. 8
7. Internetrecherche 9
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1. Israel und Palästina: Ungleiche Beziehungen
Israelis und Palästinenser leben nebeneinander auf einem Gebiet, das in etwa 2/3 der Fläche der Schweiz umfasst. Beide Völker leben in direkter Nachbarschaft, und dennoch ist die Beziehung zwischen ihnen von einer großen Ungleichheit geprägt. Israel kann aufgrund seiner wirtschaftlichen Stärke und Dominanz in der Region als „Land des Nordens“ betrachtet werden, während die palästinensische Gesellschaft durch ihre schwache Stellung gegenüber der Besatzungsmacht zum „Süden“ gezählt werden kann. Die Dominanz Israels gegenüber den Palästinensern schöpft sich aus u.a. aus der finanziellen Unterstützung vor allem der USA und spiegelt sich nicht nur ökonomisch, sondern mitunter auch auf gesellschaftlicher, sozialer und menschlicher Ebene wider.
Seit der Staatsgründung Israels 1948 und der Besetzung des Westjordanlandes sowie des Gazastreifens kam es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Völkern.
Ich möchte in der folgenden Arbeit versuchen, die ungleiche Beziehung zwischen Israel und Palästina zu untersuchen, wobei ich dazu die Erste Intifada 1987 und den sich anschließenden Oslo-Friedensprozess als Schwerpunktthema genauer betrachten werde. Meine Analyse stützt sich vor allem auf die Werke zweier Autoren: Adel S. Elias, ein in Deutschland lebender Araber mit seinem Werk „Dieser Krieg heißt Frieden. Israel und Palästina - die feindlichen Brüder“ und von Uri Avnery, einem bekannten israelischen Journalisten und Politiker „Zwei Völker, zwei Staaten. Gespräch über Israel und Palästina“. Ziel und Zweck dieser vergleichenden Buchbesprechung soll sein, die Positionen und Reaktionen der israelischen und palästinensischen Seite im Hinblick auf den Oslo-Friedensprozess darzustellen.
2. Kurzer Abriss der Geschichte bis zur Ersten Intifada
Obwohl Juden und Araber schon seit Jahrhunderten friedlich nebeneinander auf dem heutigen Gebiet Israel siedelten, kam es mit dem Abzug der britischen Mandatsmacht 1948, unter deren Verwaltung Palästina bis dahin bestand, zur Eskalation. Grund hierfür war die massenhafte Einwanderung meist europäischer Juden, die seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland Schutz vor der Judenverfolgung suchten. Die seit Ende des 19. Jahrhunderts bestehende politische Bewegung des Zionismus, die die Schaffung einer jüdischen Heimat in Palästina vorsah, ermöglichte vielen jüdischen Zuwanderern einen Neuanfang und führte 1948 schließlich zur Gründung Israels (vgl.: Brenner 2005). Obwohl bereits 1947 ein Teilungsplan der UN für einen jüdischen und palästinensischen Staat
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existierte, wurde dieser von beiden Seiten nicht akzeptiert und daher nie in die Tat umgesetzt (Ries 2002: 588). Statt dessen kam es zum ersten Krieg zwischen Arabern (mit Unterstützung Syriens, Jordaniens und Ägyptens) und der neu gegründeten israelischen Armee. In der Folgezeit kam es immer wieder zu weiteren Kriegen zwischen Israelis und Arabern, etwas dem Sinai-Krieg 1956 und dem so genannten „Sechs-Tage-Krieg“ 1967 bei dem Israel die ägyptische Halbinsel, das Westjordanland, den Gazastreifen und die Golanhöhen unter seine Kontrolle brachte (vgl. Timm 2008: 79f).
3. Die Erste Intifada und ihre Folgen
Das Wort „Intifada“ hat seine Wurzeln im Arabischen und bedeutet in etwa „abschütteln“ oder „sich erheben“ und wurde überraschenderweise schnell in den israelischen Sprachgebrauch übernommen, wodurch die historische Bedeutung, die diesem Ereignis in Israel beigemessen wird, sichtbar wird.
Die Erste Intifada, der Aufstand der Palästinenser in den besetzten Gebieten, wurde durch eine Reihe folgenschwerer Ereignisse ausgelöst: Anfang Dezember 1978 wurde ein israelischer Geschäftsmann von Palästinensern erstochen. Zwei Tage später starben in der Nähe des Ortes Dschebalija vier palästinensische Arbeiter bei einem Zusammenstoß mit einem israelischen LKW, was als Vergeltungsakt interpretiert wurde und den Beginn der Ersten Intifada markierte: Ab diesem Zeitpunkt breitete sich die Intifada von Dschebalija nahe Gaza-Stadt wie ein Lauffeuer im Westjordanland und im Gazastsreifen aus. Steine und Molotow-Cocktails flogen, Reifen brannten, israelische Soldaten gaben scharfe Schüsse ab (vgl. Schreiber 1990: 14ff). Die Todesopfer stiegen in den folgenden Wochen vor allem auf palästinensischer Seite an. War am Anfang von „Unruhen“ in israelischen Medien die Rede, wurde doch bald klar, dass die Situation eskaliert war und massiver Widerstand gegen die Besatzungsmacht zu erwarten war (vgl. ebd.). Israelische Produkte wurden boykottiert, Steuern und Abgaben verweigert, Flugblätter verteilt, etc.... Die Intifada ließ sich nicht mehr stoppen, eine politische Lösung musste her.
4. Der Friedensprozess von Oslo
„Verhandlungen sind der einzige Weg zur Lösung des arabisch-israelischen Konflikts und damit auch des Palästinenserproblems - Verhandlungen mit Jordanien und den Palästinensern der Gebiete.“
(Verteidigungsminister Jitzhak Rabin am 23. Dezember 1987, 14 Tage nach Beginn der Intifada.. In: Schreiber 1990: 19)
„Was wir heute tun, ist mehr als die Unterzeichnung eines Abkommens, es ist eine Revolution. Gestern ein Traum, heute eine Verpflichtung.“
(Schimon Peres anlässlich der Unterzeichnung der Grundsatzerklärung von Oslo. Zit. n.: Elias 1997: 15)
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Arbeit zitieren:
Simone Hembach, 2009, Die Erste Intifada und der Friedensprozess von Oslo, München, GRIN Verlag GmbH
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Amelia Thomas, Michael Kohn, Miriam Raphael, Dan Savery Raz, Anne Bacmeister, Dorothee Büttgen, Berna Ercan, Eva-Maria Hilble, Jürgen Kucklinski, Marion Matthäus
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