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Inhaltsverzeichnis
Einleitung 04
Ramachandran und Hirnstein: „The Science of Art. A neurological theory
of aethetic experience, in: Journal of Cousciousness“
Einf ührung, Konzept und Vorgehensweise 06
Die Suche nach dem Wesen in den Dingen 07
Peak -Shift-Effect 09
Essenzen lassen nicht erkennen 10
„Art and the Brain“ - Semir Zeki
K ünstler sind Neurobiologen 12
Schlussfolgerungen 16
Bibliographie 18
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Einleitung
Es wäre nicht vermessen zu sagen, dass die Frage, was ist Schönheit, bereits Generationen von Denkern verschiedenster Strömungen beschäftigt hat. Vor allem in der philosophischen Disziplin, der Ästhetik, ist über Jahrhunderte versucht worden, Erklärungen und Regeln aufzubringen, um dem Phänomen des Schönen auf den Grund zu gehen. 1 Mit welcher Systematik können beispielsweise Aussagen bewertet werden wie: „Ich finde dieses Gemälde, anders als jene Skulptur, schön“. Eine vielversprechende Lösungsmöglichkeit bieten die erst seit einiger Zeit vielseitig betriebenen Diskussionen innerhalb des neuen wissenschaftlichen
Forschungszweiges, der Neuroästhetik. Der interdisziplinäre Zusammenschluss von Neurobiologie und Ästhetik verfolgt das Ziel, Erkenntnisse der Geisteswissenschaften für die Erforschung des menschlichen Gehirns zu nutzen. Bisher gestaltete sich die Basis neurobiologischer Literatur zum Thema Kunst und Schönheit sehr übersichtlich. Inzwischen jedoch ist das Interesse gewachsen, die Beziehung zwischen Kunst und Gehirn genauer zu studieren, herauszufinden, wie sich ideale Schönheit in den Hirnaktivitäten darstellt, welches Verhältnis zwischen Schönheit und Belohnung oder Lust besteht und schließlich wie sich Kreativität im Gehirn niederschlägt. Die vorliegende Arbeit rückt zwei auf diesem Gebiet seit langem etablierte Beiträge zum einen von Semir Zeki sowie zum anderen von Ramachandran und Hirnstein in einen Vergleich. Dieser soll sich an der Fragestellung orientieren, welchen Stellenwert die Autoren der Kunst mit Blick auf einen konstruktiven Austausch zur Neurobiologie einräumen. Dazu werden beide neuroästhetischen Konzepte zunächst besprochen und die Unterschiede und Parallelen der jeweiligen Kunstdefinitionen vorgestellt. Abschließend wird die Analyse zu dem Ergebnis gelangen, dass Ramachandran, Hirnstein und Zeki in ihren Beschreibungen, was Kunst ist und leistet, nicht weit voneinander entfernt liegen: Ihre Überlegungen erweisen sich als stark verkürzt und funktionalistisch und veranlassen zu der Annahme, dass wichtige historisch-philosophische Debatten für die wissenschaftliche Reflexion unberücksichtigt blieben.
Fachliche Ergänzung für die nachfolgende Erörterung war zum einen die Dissertation von Imke Kreiser, die einen übergeordneten Vergleich zwischen den Künsten, der Malerei, Musik und Dichtung gegenüber der Neurobiologie herstellt und gleichsam
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eine Theorie zum Verständnis ästhetischer Wahrnehmung unter den gegenwärtigen neurobiologischen Erkenntnissen formuliert. Als Einstiegs- und Überblickslektüre zur Theoriengeschichte über konkurrierende Forschungsmeinungen empfahl sich zum anderen der Sammelband der Autoren Rentschler, Herzberger und Epstein. 2 Spannend und ebenso nützlich, insbesondere als Kompass, um die zum Teil schwierigen und komplexen neurobiologischen Zusammenhänge begreifen zu können, zeigten sich die Publikationen von Gerhard Roth. Verwiesen sei unter anderem auf seine älteren Werke, so zum Beispiel: „Das Gehirn und seine Wirklichkeit“ 3 aus dem Jahr 1997 oder „Aus Sicht des Gehirns“ 4 aus dem Jahr 2003.
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Ramachandran und Hirnstein: „The Science of Art. A
neurological theory of aethetic experience“
Einführung, Konzept und Vorgehensweise
Kann man die Frage nach dem Schönen wissenschaftlich untersuchen und gibt es Regeln, mit denen sich sinnvolle Prognosen erstellen lassen, die einem aufzeigen, wann wir einen Gegenstand als ästhetisch einordnen und angenehm empfinden? 5 Folgt man den Ausführungen von Ramachandran und Hirnstein in ihrer 1999 veröffentlichen Untersuchung „The Science of Art“ können beide Fragen positiv beantwortet werden. „The details may vary from culture to culture and may be influenced by the way one is raised, but it doesn’t follow that there is no genetically specified mechanism - a common denominator underlying all types of art.“ 6 Obwohl jede Kultur ihre unterschiedlichen Vorstellungen von Schönheit und ein anderes, weil aus einer individuellen historischen Entwicklung resultierendes Verständnis von Kunst besitzt, so Ramachandran und Hirnsteins einführende Überlegung, ist nicht auszuschließen, dass sich übergreifende, durch die Wissenschaft bestimmbare Kriterien anführen lassen können. Ihr Ansatz sieht deshalb vor, eine Kunsttheorie zu entwerfen, wonach Kunst auf der Grundlage einer logischen Konzeption und nachvollziehbarer Muster analysierbar ist, welche zweitens rational in Bezug auf ihre Ursache und Wirkung begriffen und drittens in ein Verhältnis zu neurobiologischen Erkenntnissen gebracht werden kann. Gleichfalls räumen sie zu Beginn ihrer Untersuchung ein, dass sie sich von einem anarchistischen Standpunkt vergleichbar der populären Zuspitzung „Anything goes“ distanzieren möchten und umgekehrt der Auffassung sind, dass Künstler bewusst oder unbewusst verschiedenen Gesetzen folgen, um bestimmte visuelle Regionen in unserem Gehirn anregen zu können, sodass wir unmittelbar ein Wohlbefinden in der Betrachtung des Gegenstandes verspüren. Anknüpfend daran besteht ihre methodische Vorgehensweise darin, eine Auswahl all jener Merkmale in Bildern zu erstellen, die für gewöhnlich als schön bezeichnet werden, um in einem weiteren Schritt nach einem möglicherweise zugrundeliegenden Gesetz zu fragen und schließlich eine Erklärung über die Zusammenhänge zu geben. „Our approach to art […] will be to beginn by simply
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Arbeit zitieren:
André Schmiljun, 2008, Die Rolle der Kunst im Spiegel der Neuroästhetik, München, GRIN Verlag GmbH
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