Inhaltsverzeichnis
1. 1 Einführung
2. erfahren der Demoskopie 1 V
2 1. Das quantitative Verfahren 2
2.1.1. Entwicklung des Fragebogens 4
2.2. Das q 7 ualitative Verfahren
2.3. Stichpr benverfahren 9 o
2 3.1. Zufallsstichprobe 9
2.3.2. Nicht-zufällige Auswahlverfahren 10
3. Fazit: Qua 10 ntitatives vs. qualitatives Verfahren
Literaturverzeichnis 11
1. Einführung
Erst mit dem Aufkommen der sozialwissenschaftlichen Forschung konnte man präzisere Aussagen über Meinungen auf der Basis von statistischen Auswertungsverfahren machen. Die Umfrageforschung ermöglicht beispielsweise das Messen von Einstellungen zu politische Themen, verschiedenen gesellschaftlichen Trends, wie Konsum- oder Freizeitaktivitäten,. Die Interviews, noch Befragungen oder Meinungsumfragen genannt dienen zur möglichst präzisen Erhebung von Daten und Informationen. Zu unterscheiden sind hier Befragungen, die ein und dieselben Fragen an möglichst viele Befragte stellen und sogenannte quantitative Umfragedaten gewinnen, und solche, die qualitativ auf die Ermittlung von Hintergründen und von Expertenwissen gerichtet sind. 1
„Jedes Interview ist Kommunikation, und zwar wechselseitige, und aber auch ein Prozess. Jedes Interview ist Interaktion und Kooperation. Das „Interview“ als fertiger Text ist gerade das Produkt des „Interviews“ als gemeinsamem Interaktionsprozess, von Erzählperson und interviewender Person gemeinsam erzeugt - das gilt für jeden Interviewtypus. (...) Interviews sind immer beeinflusst, es fragt sich nur wie. Es geht darum, diesen Einfluss kompetent, reflektiert, kontrolliert und auf eine der Interviewform und dem Forschungsgegenstand angemessenen Weise zu gestalten.“ 2
Fakt ist, dass im 1991 35 Prozent der erwachsenen Einwohner der Bundesrepublik Deutschland gleich 28 Millionen mindestens einmal oder mehrfach von einem Interviewer bei einer Bevölkerungs-Umfrage befragt worden waren und hatten ein demoskopisches Interview erlebt. Mittlerweile finden demoskopische Interviews täglich auf der ganzen Welt statt und im Durchschnitt wird nur jedes fünfte Interview verweigert.
2. Verfahren der Demoskopie
In den Sozialwissenschaften werden zwei Forschungsrichtungen unterschieden: das quantitative und qualitative Verfahren. Die quantitative Forschung sucht nach Gesetzmäßigkeiten und allgemein-gültigen Prinzipien des menschlichen Handelns, während die qualitative Forschung versucht, einzelne Ereignisse zu verstehen, weil Menschen nicht nach Regeln, Rollen oder Normen handeln. Besonders relevant für die demoskopische Datenerhebung sind quantitative, standardisierte Befragungen von Personen auf der Grundlage von Fragebögen.
2.1. Das quantitative Verfahren
Das „demoskopische Interview“: ist eine mündliche, standardisierte Befragung von Personen, die nach statistischen Prinzipien ausgewählt sind. 3 Ziel dieses Interviews ist das Rohmaterial einer empirischen Untersuchung zu liefern: Fragen der Interviewer, Antworten der Befragten, Aufzeichnungen der Interviewer über die Beobachtungen beim Befragten und in der Umgebung, bilden die Grundlage der Forschungsergebnisse. An der empirischen Untersuchung sind meistens zahlreiche Personen in
aufeinanderfolgenden Phasen beteiligt: Auftraggeber bzw. Sponsor der Studie, Forscher, oft eine Forschergruppe: Soziologen, Psychologen, Wirtschaftswissenschaftler, Statistiker, Mathematiker -, Leiter der Interviewer-Organisation, Interviewer, Befragte, Spezialisten elektronischer Datenverarbeitung.
Typisch für das demoskopische Interview ist, dass es nach „Schema F“ geführt wird 4 : Umgangssprachlich wird von Schema F gesprochen, wenn etwas bürokratischroutinemäßig, stereotyp, mechanisch oder gedankenlos abläuft. 5
Mit einem standardisierten Interview, bei dem für alle Personen die gleichen Fragen, meist mit den gleichen Antwortvorgaben, gestellt werden, erhofft man sich eine Gleichheit der Interviewsituation. Bei wechselnden Formulierungen der Frage wäre es möglich, dass sich die Interpretation der Frage von Person zu Person verändert. Es soll also erreicht werden, dass unterschiedliche Stimuli, die schließlich in der Datenauswertung nicht überprüft werden können, möglichst ausgeschlossen werden. Durch den Wechsel der Frageformulierung könnte man nicht mehr nachvollziehen, ob der Unterschied der Antwort von der einen Person zur anderen durch eine unterschiedliche Meinung bzw. Einstellung der beiden Personen entstanden ist, oder durch die unterschiedliche Frageformulierung: 6
Durch die Standardisierung der Interviewsituationen erhält man im Idealfall eine Vergleichbarkeit der Antworten. Hier ist noch auf das Problem der Interviewsituation und ihre Auswirkungen auf das Antwortverhalten einzugehen. Insbesondere der Interviewer selbst kann Einfluss auf das Verhalten der befragten Person haben. Aus diesem Grund sollte er sein eigenes Verhalten so neutral wie möglich gegenüber des Befragten und des Themas gestalten. 7
Zur Verdeutlichung dieses Effekts ein Beispiel: Befragt werden sollen Einkommensschwache und Sozialhilfeempfänger über ihre Einstellung zu Konsumgütern. Der Interviewer tritt mit einem teuren Anzug auf und macht verächtliche Bemerkungen, nachdem die Befragten geantwortet haben. Die Befragten wollen ungern vor dem Interviewer zugeben, dass sie sich in der Wahl ihrer Konsumgüter von ihm unterscheiden. 8 Diese Verzerrung bedeutet auch einen Verlust der Standardisierung, womit eine exakte Beziehung zwischen der situativen Verhaltensdisposition und dem tatsächlichen Verhalten nicht gemessen werden kann. Um diesen Effekt zu verhindern, bzw. zu vermindern, ist es sinnvoll, die Interviewer vor der Befragung zu schulen.
Arbeit zitieren:
Boyana Marinova, 2009, Das Demoskopische Interview, München, GRIN Verlag GmbH
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