Inhaltsverzeichnis
1. 1 Einführung
2. D ie Biographie von Carl Hundhausen 1
3. H undhausens Verständnis von Public Relations 3
4. Theoretische Ansätze 5
4 1. Werbung um öffentliches Vertrauen 5
4.2. Prinzipien der Public Relations 6
4.3. Theorie und Systematik der PR-Kommunikation.
Leits ätze der PR-Arbeit 7
5. Fazit 10
Literatu rverzeichnis 11
1. Einführung
Die Geschichte der Public Relations als Beruf ist wesentlich kürzer als das Denken und Handeln in Kategorien, die heute unter der Bezeichnung Öffentlichkeitsarbeit subsumiert werden. Zur Geschichte des Begriffs Public Relations ist festzuhalten, dass der Begriff schon von Thomas Jefferson benutzt worden ist.
Die Ursprünge der PR liegen in den USA. Zum ersten Mal taucht der Begriff Public Relations wahrscheinlich im Jahr 1882 auf, in Deutschland berichtet Hundhausen Ende 1937 unter dem Titel „Public Relations“ in der „Deutschen Werbung“, dem Zentralorgan der NS-Reichsfachschaft Deutscher Werbefachleute (NSRDW). Seinem Artikel stellt er folgende Definition voran: "Public Relations ist die Kunst, durch das gesprochene oder gedruckte Wort, durch Handlungen oder durch sichtbare Symbole für die eigene Firma, deren Produkt oder Dienstleistung eine günstige öffentliche Meinung zu schaffen." Auf die selbstgestellte Frage, ob der Begriff neu sei, wird von Hundhausen geantwortet: „Der alte Krupp hat das unvergängliche Wort geprägt: Der Zweck der Arbeit soll das Gemeinwohl sein. Eine solche Losung für Werk und Arbeit ist praktische Public Relations Policy.“ Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist es 1947 wiederum Hundhausen, der den Begriff in Deutschland in einem Aufsatz Public Relations als erster benutzt. In einem Artikel in der Westdeutschen Wirtschaftskorrespondenz bemerkt Hundhausen: „Die Verwendung des Begriffs Public Relations wurde als unerwünscht verboten, dafür prägte man in geistiger Verarmung den Begriff Innerbetriebliche Werbung…“ 1
2. Die Biographie von Carl Hundhausen
Über das Leben von Carl Hundhausen existiert eine ausführliche Biographie mit dem Titel: „Carl Hundhausen: sein Leben, sein Werk, sein Lebenswerk“ 2 von Eva-Maria Lehming. In dieser Monographie zeichnet die Autorin den Lebensweg von Hundhausen zunächst chronologisch nach und stellt anschließend verschiedene Rollen Hundhausens heraus: die des PR-Theoretikers, des PR-Praktikers und die des Buchautoren und Herausgebers 3 . Anhand dieser Aufzählung wird bereits die Vielfältigkeit des Schaffens von Hundhausen deutlich.
Carl Hundhausen wurde am 1. November 1893 in Gelsenkirchen-Ückendorf geboren. Nach dem Abschluss der Volkschule im Jahr 1908 arbeitet er zunächst ein Jahr lang im Kolonialwarengeschäft seines Vaters, bevor er 1909 mit einer dreijährigen Schuhmacherlehre anfängt. Mitte 1914 tritt er als Geselle bei verschiedenen Werkstätten in die Schuhmacherei von Krupp ein. Im November 1915 wird Carl Hundhausen Soldat und bereits im Februar 1916 so schwer verwundet, dass er erst im Oktober wieder ausrücken kann. 1919 wurde Hundhausen Korrespondent (Sachbearbeiter) in der Kasse des Versorgungsamtes Essen. 4
Später sucht er beim Firmeninhaber Gustav Krupp von Bohlen und Halbach um eine Bürotätigkeit nach und wurde Schreibgehilfe in der Finanzabteilung. 1919 holt er
1 Vgl..Hundhausenn(1969)::PubliccRelations..TheorieeunssSystematik..S.144..
2 Lehming,,EvaaMariaa(1997)::CarllHundhausen::seinnLeben,,seinnWerk,,seinnLebenswerk..PubliccRelationssinn Deutschland..
3 Vergl..ebd..S..253ff.
4 Vergl..ebd..S..14ff.
zunächst die Mittlere Reife nach und macht nach erfolgreicher Bewerbung um ein Firmenstipendium das Abitur. 5
Somit kann Hundhausen im Alter von 28 Jahren ein Universitätsstudium an der Universität Köln beginnen. Während seines Studiums bleibt er bei Krupp beschäftigt. Im Hauptstudium besucht er viele Vorlesungen bei Prof. Dr. Eugen Schmalenbach, der nachhaltigen Einfluss auf Hundhausens betriebswirtschaftliches Denken hat. 6
Anfang 1925 macht er sein Examen, und entwickelt seine Examensarbeit zu einer Dissertationsschrift weiter, mit der er unter dem Titel „Innerbetriebliche Standortfragen“ Ende 1925 zum Dr. rer. pol.: Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften promoviert. 7
1926 wandert Hundhausen nach New York aus, wo er vier Jahre lang als Wallstreet-Banker arbeitet. Die hier gewonnen Kenntnisse und seine ersten Berührungen mit der amerikanischen Werbe-Mentalität legt er 1929 in seiner Publikation „Kundenwerbung amerikanischer Banken“ 8 dar 9 .
Zwei Jahre später wird Hundhausen Verkaufsdirektor für Pfefferminz und Drops der Dr. Hillers AG. Hier gestaltet er einen einheitlichen Auftritt der Firma unter einem bestimmten Logo auf Briefbögen, Rechnungsquittungen und Verkaufsautos. 1935 etabliert er eine Werkszeitschrift.
Von 1931 bis 1944 publiziert Hundhausen ca. 100 Zeitschriftenbeiträge, auch in der nationalsozialistischen Wochenzeitschrift „Das Reich“. In seinen Beiträgen geht es hauptsächlich um betriebswirtschaftliche Probleme, die allerdings auch propa-gandistische Elemente enthalten. Auf einer Reise in die USA 1937 kommt Hundhausen erstmals mit dem Begriff Public Relations in Berührung. 10 1941 nutzt er seine gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse, um in den Fächern Betriebswirtschaft und Werbung zu habilitieren und wird ein Jahr später als Privatdozent an die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt a.M. berufen.
Im Jahr 1944 kehrt Hundhausen wieder zu Krupp zurück und wird dort zunächst kaufmännischer Leiter der WIDIA-Fabrik, bevor er 1954 die Leitung der Abteilung „Presse und Werbung“ übernahm und später Leiter der Stabsabteilung „Volkswirtschaft / Presse / Werbung“ in der Konzernleitung wird. 11 Nach der Gründung des Zentralausschuss der Werbewirtschaft (ZAW und des Bund Deutscher Werbeberater und Werbeleiter e.V.) im Jahr 1953 gehört Hundhausen zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) und ist bis Mitte 1960 deren erster Vorsitzender. Neben seiner Tätigkeit bei Krupp hat er noch verschiedene Lehraufträge: die Themenfelder seiner Vorlesungen und Seminare sind Absatzwirtschaft, Public Relations und Werbewirtschaft. 12
Am 15.04.1977 stirbt Carl Hundhausen im Alter von 84 Jahren.
5 Vergl..ebd..S..14f.
6 Vergl..ebd..S..16ff..
7 Vergl..ebd..S..20f..
8 Hundhausen,,Carll(1929)::KundenwerbungamerikanischerrBanken,,Berlin..
9 Lehming,,EvaaMariaa(1997)::CarllHundhausen::seinnLeben,,seinnWerk,,seinnLebenswerk..PubliccRelationssinnDeutschland,, Wiesbaden..S..21ff.
10 Vergl..ebd..S..30..
11 Vergl..ebd..S..48..
12 Vergl..ebd..S..68.
Arbeit zitieren:
Boyana Marinova, 2009, Das Modell von Carl Hundhausen, München, GRIN Verlag GmbH
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