Fallstudie Fernsehmarkt
„Ist das nun eine gute Nachricht oder das Signal für eine Krise? Der Internet Konzern Google übernimmt ein Unternehmen mit 67 Mitarbeitern und bezahlt dafür etwa 1,65 Milliarden Dollar.“
Dies waren die einführenden Worte der Zeitschrift „Die Zeit“ zur Übernahme von YouTube durch Google im Jahre 2006. Seither wurde der Medienmarkt auf den Kopf gestellt
Im Rahmen der vorliegenden Fallstudie wird sich der Medienlandschaft aus einem etwas anderen Blickwinkel genähert. Im ersten Teil wird die Medienlandschaft beschrieben. Anhand der Ausführungen wird dem Studenten eine konkrete Aufgabe zur Analyse des Fernsehmarktes gestellt. Im zweiten Teil der Arbeit wurde eine so genannte Teachinnote erstellt, anhand derer dem Unterrichtenden eine Musterlösung an die Hand gegeben wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Fallstudie Fernsehmarkt
1.1 Die Fernsehlandschaft in Deutschland
1.2 Definition, Abgrenzung und Free-TV Markt
1.3 Marktstruktur
1.4 Die Wertschöpfungskette von TV Unternehmen
1.5 Die Kostenstruktur von Fernsehunternehmen
1.6 Die Beschreibung von Fernsehunternehmen
1.6.1 Grundlegende Handlungsmuster und Entwicklungsphasen
1.6.2 Möglichkeiten der Finanzierung von Medienunternehmen
1.6.3 Die Werbemärkte
1.6.3.1 Der Beschaffungsmarkt
1.6.3.2 Der Zuschauermarkt
1.7 Strategien der Fernsehanbieter im Einzelnen
1.7.1 Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF
1.7.2 ProSiebenSat. 1 Media AG
1.7.3 Das Free-TV geht neue Wege
1.7.4 Der Blick in die Zukunft
1.7.5 Neue elektronische Medienmärkte: Das Internet
1.7.5.1 Google
1.7.5.2 YouTube
1.7.5.3 Das Bedrohungspotenzial durch YouTube
1.8 Die Aufgabenstellung der Fallstudie
1.8.1 Literaturhinweise
1.8.2 Anhang zur Fallstudie
2 Teachingnote
2.1 Zusammenfassung der Fallstudie
2.2 Mögliche Zielgruppen der vorliegenden Fallstudie
2.3 Methodik
2.4 Relevanz der Thematik
2.5 Lernziele und Erwartungshorizont
2.5.1 Ziel des Verfassers
2.5.2 Lernziele
2.5.3 Die analytische Ebene
2.5.4 Analysen
2.5.5 Problemstellung
2.6 Der theoretische Rahmen der Fallstudie
2.7 Untersuchung der Fallstudie
2.7.1 Strategieoptionen nach Porter
2.7.2 Fokussierungsstrategien
2.7.3 Integrationsstrategien
2.8 Branchenstrukturanalyse des deutschen Fernsehmarktes
2.8.1 Verschärfte Rivalität am Fernsehmarkt:
2.8.2 Bedrohung durch andere Anbieter:
2.8.3 Zunehmende Bedeutung von Substitutionsprodukten
2.8.4 Steigende Lieferantenmacht
2.9 YouTube und der theoretische Ansatz von Disruptiven Technologien
2.10 SWOT-Analyse des Fernsehmarktes
2.11 Stärken-Schwächen-Analyse des traditionellen Rundfunkmarktes
2.12 Die Konsequenzen der SWOT-Analyse für die ProSiebenSat.1 Media AG
2.12.1 Die Ziele des Unternehmens
2.12.2 Konsequenzen aus der SWOT-Analyse
2.12.2.1 Zusammenfassung der Chancen und Risiken:
2.12.2.2 Zusammenfassung der Stärken und Schwächen:
2.12.2.3 Priorisierung
2.13 Herausforderungen für die Zukunft
2.13.1 Innovation
2.13.2 Neue Geschäftsmodelle
2.14 Free-TV bleibt das Kerngeschäft der ProSiebenSat. 1 Media AG
2.15 Diversifizierung der Senderfamilien
2.16 Digital–TV
2.17 Kritische Würdigung: Idealtypische Strategie
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die strategische Ausrichtung traditioneller Fernsehsender im Angesicht disruptiver onlinebasierter Geschäftsmodelle. Die Forschungsfrage untersucht, wie Fernsehunternehmen auf den veränderten Medienkonsum und sinkende Werbeeinnahmen reagieren können, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern.
- Strukturanalyse des deutschen Fernsehmarktes
- Untersuchung von Innovationsprozessen und neuen Erlösmodellen
- Strategische Einordnung mittels SWOT-Analyse
- Bewertung der Rolle von Plattformen wie YouTube und Google
- Ableitung marktorientierter Handlungsoptionen für Medienhäuser
Auszug aus dem Buch
1.1 Die Fernsehlandschaft in Deutschland
In Deutschland existieren neben den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten im Bereich Privatfernsehen mit der ProSiebenSat.1 Media AG und der RTL Group zwei dominante Senderfamilien. Die Verteilung der Marktanteile ist in Abbildung 4 dargestellt.
Die Fernsehlandschaft hat sich in den letzten Jahren schnell verändert. Etablierte Geschäftsmodelle sind zunehmend in Frage gestellt: Werbung im TV wird Umsatzschwierigkeiten attestiert. Die Ursachen sind unterschiedlich, meist wird die Zurückhaltung der Unternehmen in Sachen Werbung und die allgemeine wirtschaftliche Lage angeführt. Das Modell der klassischen Werbung verliert an Einfluss. Um die Auswirkungen für die Fernsehsender verstehen zu können lohnt sich zunächst ein Blick auf die Struktur des Fernsehmarktes.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Fallstudie Fernsehmarkt: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über den deutschen Fernsehmarkt, dessen Marktstruktur, Wertschöpfungsketten sowie die dominierenden Sendergruppen und deren Finanzierungsmodelle.
2 Teachingnote: Dieser Abschnitt erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit, definiert Lernziele und bietet eine theoretische Grundlage für die Analyse der Strategieentscheidungen von Medienunternehmen in einem volatilen Wettbewerbsumfeld.
Schlüsselwörter
Fernsehmarkt, ProSiebenSat.1 Media AG, Free-TV, Werbemarkt, Wertschöpfungskette, Disruptive Technologien, Online-Geschäftsmodelle, SWOT-Analyse, Strategisches Management, Mediennutzung, Digitalisierung, Werbeeinnahmen, Senderfamilie, Wettbewerbsstrategie, Innovationsmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der strategischen Lage des deutschen Fernsehmarktes angesichts des zunehmenden Einflusses neuer, onlinebasierter Medienangebote.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die Struktur des deutschen TV-Marktes, die Finanzierungsmechanismen, die Bedeutung neuer Technologien (disruptive Ansätze) sowie die strategischen Antwortmöglichkeiten der etablierten Fernsehsender.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Frage: Wie reagieren traditionelle Fernsehsender auf onlinebasierte Geschäftsmodelle und welche Strategien sollten sie verfolgen, um wettbewerbsfähig zu bleiben?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Analyse stützt sich auf eine Kombination aus qualitativen Experteninterviews mit Branchenvertretern sowie einer umfassenden Literaturrecherche, ergänzt durch theoretische Modelle wie die Branchenstrukturanalyse nach Porter und die SWOT-Analyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Marktanalyse, die Darstellung strategischer Handlungsoptionen für Fernsehunternehmen sowie eine fallstudienbasierte Untersuchung der ProSiebenSat.1 Media AG.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Free-TV, Werbemarkt, Wertschöpfungskette, disruptive Technologien, Digitalisierung und strategisches Medienmanagement.
Warum ist der Tausend-Kontakt-Preis (TKP) für Fernsehsender so relevant?
Der TKP dient als entscheidende Messgröße zur Vergleichbarkeit von Werbeträgern hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und Effizienz bei der Vermarktung von Werbekontakten an die Werbeindustrie.
Wie bewertet die Arbeit das Bedrohungspotenzial durch Videoplattformen wie YouTube?
Die Arbeit stellt fest, dass Videoplattformen als hybride Akteure fungieren, die von den Sendern teilweise als Konkurrenz, teilweise als strategische Chance zur Synergienutzung und Reichweitensteigerung wahrgenommen werden.
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- Diplom Kauffrau (FH) Kerstin Dittmann (Author), 2009, Fallstudie deutscher Fernsehmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141371