Die Dotcom-Blase im Jahr 2000 war ein weltweites Phänomen. Mit Platzen der Blase fand eine umfassende Marktbereinigung im Technologiesektor statt. Für Technologieunternehmen war und ist die amerikanische Nasdaq der größte Markt. Somit hatte die Krise im Jahr 2000 verheerende Auswirkungen für den Nasdaq. Dies gipfelte in einem massiven Vertrauensverlust der Anleger in den Technologiesektor. Dieses negative Image ist auch heute noch zu spüren und durch die aktuelle Krise nach wie vor präsent. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll die Entwicklung des Nasdaq aufgezeigt werden. Um das Bild abzurunden werden drei am Nasdaq gelistete Unternehmen und deren Entwicklung in die Betrachtung einbezogen. Zur Klärung der Frage, wie sich die Zukunft der Nasdaq gestaltet und welche Rolle der Wettbewerb insbesondere in Hinblick auf die NYSE gestaltet, werden die Ursachen für die Entwicklungen am Börsenmarkt herausgearbeitet. Darauf aufbauend erfolgt eine Branchenstrukturanalyse um die strategischen Optionen der Nasdaq aufzeigen und bewerten zu können.
In Zeiten globalisierten Wirtschaftens rücken Börsen stärker in den Fokus und zugleich werden Fragen hinsichtlich der Bedeutung internationalisierter Märkte für den Handel von Wertpapieren aufgeworfen. Welche Rolle spielt der grenzüberschreitende Wertpapierhandel für Unternehmen und die Börsenbetreiber selbst? Welchen Veränderungen ist er unterworfen und wie beeinflusst er die Internationalisierung anderer Akteure? Welche organisatorischen und regulativen Konsequenzen ergeben sich aus den Veränderungen des Wertpapierhandels? Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen der vorliegenden Arbeit die Zukunft der Nasdaq analysiert und beurteilt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Entwicklung von Firmen in Zeiten der Krise
1.1 Auswirkungen der Dotcom-Blase im Jahr 2000
1.2 Finanzkrise – Auswirkung auf die Nasdaq allgemein
1.3 Microsoft
1.4 Amazon
1.5 Google
2. Ursachen des Börsenwandels
2.1 Der technische Fortschritt in der Informationstechnologie
2.2 Die Liquidität der Börsenplätze
2.3 Die Globalisierung der Kapitalmärkte
2.4 Die Deregulierung der Finanzmärkte
2.5 Die Börsenbetreiber als Aktienunternehmen
2.6 Die Entstehung des Interbörsenwettbewerbes
2.6.1 Verschärfte Rivalität unter den Börsenbetreibern
2.6.2 Bedrohung durch andere Anbieter
2.6.3 Zunehmende Bedeutung von Substitutionsprodukten
2.6.4 Steigende Lieferantenmacht
3. Handlungsoptionen
3.1 Umfassende Kostenführerschaft
3.2 Differenzierung
3.3 Nischenstrategie
3.4 Internationalisierung
3.4.1 Kostenreduzierung
3.4.2 Marktzugang
3.5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die Entwicklung der Nasdaq in einem sich wandelnden globalen Umfeld und untersucht, wie Börsenbetreiber auf die Herausforderungen durch technologischen Fortschritt, Deregulierung und zunehmenden Wettbewerb reagieren. Das primäre Ziel ist die Identifikation strategischer Handlungsoptionen, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Nasdaq im Vergleich zu anderen Handelsplätzen wie der NYSE zu sichern.
- Analyse der Auswirkungen von Finanzkrisen auf Technologieunternehmen und Börsen.
- Untersuchung der strukturellen Ursachen des Börsenwandels (Digitalisierung, Globalisierung).
- Bewertung strategischer Optionen nach Michael Porter im Börsenkontext.
- Fallbeispiele zur Resilienz von Technologiefirmen in Krisenzeiten.
Auszug aus dem Buch
2.1 Der technische Fortschritt in der Informationstechnologie
Die schnelle voranschreitende technische Entwicklung durch Digitalisierung, Automatisierung und durch das Internet hat längst die Kapitalmärkte erreicht. Hier finden alle Formen von elektronischen Märkten verstärkte Aufmerksamkeit, da diese gegenüber konventionellen Märkten normalerweise eine größere Effizienz aufweisen können. Unter diesen Märkten erscheinen Wertpapierbörsen aufgrund der starken Standardisierung der Transaktionsprodukte und der Prozesse für eine Automatisierung besonders geeignet, insbesondere auch deshalb weil der Handel von wertpapieren ohne die Notwendigkeit eines physischen Transports des gehandelten Produktes auskommt. Eine weitere Ursache für die Eignung stellt die Informationsintensität der börsenmäßigen Wertschöpfungskette dar, d.h. die Feststellung, dass Börsen insbesondere auch Informationsmärkte darstellen. Diese Informationen sind über das Internet jederzeit und nahezu kostenlos verteilbar.
Darin liegt auch begründet, dass Börsen für die Nutzung des Internets und anderer moderner Informationstechnologien geradezu prädestiniert sind. Marktteilnehmer wünschen zunehmend die Möglichkeit, Finanzprodukte rund um die Uhr und weltweit handeln zu können. Diesem Wunsch kann nur durch die Nutzung moderner Kommunikationstechnologien entsprochen werden, da die Notwendigkeit der physischen Anwesenheit am Ort der Böse überflüssig geworden ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Entwicklung von Firmen in Zeiten der Krise: Dieses Kapitel beleuchtet den Einfluss der Dotcom-Blase und der Finanzkrise auf den Technologiesektor und analysiert exemplarisch die Entwicklung von Microsoft, Amazon und Google.
2. Ursachen des Börsenwandels: Hier werden die treibenden Faktoren des Strukturwandels im Börsenwesen identifiziert, darunter technologische Innovationen, Globalisierung, Deregulierung und der wachsende Interbörsenwettbewerb.
3. Handlungsoptionen: Das Kapitel überträgt klassische Wettbewerbsstrategien auf die Nasdaq, um aufzuzeigen, wie Börsenbetreiber ihre Marktposition durch Differenzierung, Kostenführerschaft oder Internationalisierung behaupten können.
Schlüsselwörter
Nasdaq, NYSE, Börsenwandel, Dotcom-Blase, Finanzkrise, Informationstechnologie, Globalisierung, Deregulierung, Wettbewerbsstrategie, Kostenführerschaft, Differenzierung, Nischenstrategie, Interbörsenwettbewerb, Kapitalmärkte, Wertpapierhandel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Strukturwandel im globalen Börsenwesen, speziell mit der strategischen Ausrichtung der US-Technologiebörse Nasdaq unter Berücksichtigung ihrer Entwicklung im Kontext von Markt- und Wirtschaftskrisen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Finanzkrisen auf den Technologiemarkt, die technologischen Treiber des Börsenwandels, die zunehmende Globalisierung der Kapitalmärkte und die strategische Positionierung der Börsenbetreiber.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Hauptziel ist es, die Zukunftsfähigkeit der Nasdaq zu analysieren und zu bewerten, welche strategischen Maßnahmen (wie Internationalisierung oder Differenzierung) notwendig sind, um im Wettbewerb gegen die NYSE langfristig zu bestehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Wettbewerbsfaktoren (Branchenstrukturanalyse nach Porter) sowie eine deskriptive Analyse der Geschäftsentwicklung ausgewählter, an der Nasdaq gelisteter Unternehmen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Krisenentwicklungen der 2000er Jahre analysiert, gefolgt von einer Untersuchung der Ursachen des Börsenwandels und einer abschließenden Bewertung von Strategieoptionen für Börsenbetreiber.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Nasdaq, Börsenwandel, Globalisierung, Wettbewerbsstrategie, Technologiemarkt und finanzielle Krisenbewältigung.
Wie unterscheidet sich der Wettbewerb zwischen Nasdaq und NYSE laut der Arbeit?
Die Arbeit hebt hervor, dass die NYSE auf ein zentralisiertes Handelssystem setzt, während die Nasdaq mit einer Vielzahl von Market Makern arbeitet, was unterschiedliche Auswirkungen auf die Volatilität der Aktien hat.
Welchen Einfluss spielt der technische Fortschritt für den Börsenhandel?
Der technische Fortschritt gilt als maßgebliche Ursache für den Strukturwandel, da er durch Effizienzsteigerungen, die Eliminierung physischer Handelsbarrieren und die Bereitstellung globaler Informationsmärkte den Wettbewerb unter Börsen erst ermöglicht hat.
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- Diplom Kauffrau (FH) Kerstin Dittmann (Author), 2009, Zukunft der Nasdaq, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141383