Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung 1
2 Grundlagen. 2
2.1 Definition und Abgrenzung 2
2.2 Konzeptioneller Rahmen 4
2.3 Theorien zur Preisfairness 6
2.3.1 Equity Theorie. 7
2.3.2 Dual Entitlement Theorie 8
2.3.3 Attributionstheorie 9
3 Vorgehensweise 10
4 Befunde der empirischen Studien 18
4.1 Determinanten der Preisfairness. 21
4.1.1 Preishöhe 21
4.1.2 Transparenz bei Preissteigerungen. 24
4.1.3 Motivfairness. 26
4.1.4 Preisdifferenzierung 28
4.1.5 Verfahrensgerechtigkeit 31
4.2 Konsequenzen der Preisfairness 33
4.2.1 Preisbewusstsein und Preisbeurteilung 34
4.2.2 Kaufabsicht. 35
4.2.3 Kundenzufriedenheit 37
4.2.4 Verhaltensreaktionen während und nach der Transaktion 39
I
4.3 Zwischenfazit. 41
4.4 Limitationen der analysierten Studien. 42
5 Implikationen 43
5.1 Implikationen für weitere Forschung 43
5.2 Implikationen für die Praxis 45
6 Zusammenfassung. 48
II
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Relevante Charakteristika der identifizierten Studien
Tab. 2: Zuordnung der Studien
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Konzeptioneller Rahmen.
Abb. 2: Formale Darstellung von Equity und Inequity.
Abb. 3: Verwendungsanzahl der theoretischen Grundlagen.
Abb. 4: Häufigkeit der Analyseverfahren
Abb. 5: Beziehung zwischen Preishöhe und Preisfairness.
Abb. 6: Beziehung zwischen Preissteigerung und Preisfairness.
Abb. 7: Beziehung zwischen Motivfairness und Preisfairness
Abb. 8: Beziehung zwischen Preisdifferenzierung und Preisfairness.
Abb. 9: Beziehung zwischen Verfahrensgerechtigkeit und Preisfairness.
Abb. 10: Beziehung zwischen Preisfairness und Preisbewusstsein/-beurteilung
Abb. 11: Beziehung zwischen Preisfairness und Kaufintention
Abb. 12: Beziehung zwischen Preisfairness und Kundenzufriedenheit.
Abb. 13: Beziehung zwischen Preisfairness und beobachtbaren Verhaltensreaktionen
III
Abkürzungsverzeichnis
ANOVA Analysis of Variance ANCOVA Analysis of Covariance AMOS Analysis of Moment Structures BGH Bundesgerichtshof bish. bisherig B2B Business to Business B2C Business to Consumer ggü. gegenüber Kap. Kapitel LISREL Linear Structural Relationships MANOVA Multivariate Analysis of Variance MW Mittelwert unverb. unverbindlich
IV
1 Problemstellung
Der Preis ist ein elementares Entscheidungskriterium für oder gegen ein Produkt und für oder gegen einen Anbieter. Aus diesem Grund hat jener einen direkten Einfluss auf die Umsatz- und somit auch auf die Gewinnsituation eines Unternehmens. Gerade in Zeiten der Globalisierung, gesättigter Märkte und sinkender Einkommen gewinnt der Preis für Konsumenten an Gehalt. Händler sind hochgradig daran interessiert, wie sie gegen ein neutrales oder negatives Preisimage ankämpfen können, um neue Kunden für sich zu gewinnen und bisherige Kundenbeziehungen zu festigen. Um dieses Ziel zu verwirklichen ist es wichtig zu verstehen, wie Menschen Preise wahrnehmen und auf jene reagieren. In dieser Arbeit wird auf ein wichtiges Element der Preiswahrnehmung eingegangen: die Preisfairness. Aufgrund sozialer Motive verzichten Menschen oftmals darauf, ihre eigene finanzielle Situation zu optimieren und verhalten sich demnach nicht rein opportunistisch. 2 Neben der monetären Analyse spielt auch die Preisfairness eine wichtige Rolle, wenn es darum geht einen Preis zu beurteilen.
Es ist zu beobachten, dass das Element der Fairness in der Praxis immer mehr Zuwendung findet. Die 2001 gegründete Fairnessstiftung verleiht jährlich einen renommierten Preis für Persönlichkeiten, die eindringlich und überzeugend für ein faires Handeln in Wirtschaft und Gesellschaft eintreten. 3 Ein internationales Fairtrade-Siegel soll Konsumenten darüber informieren, welche Produkte zu fairen Bedingungen hergestellt werden. 4 Ein aktuelles BGH-Urteil beschäftigt sich mit fairen Preismechanismen der Gaslieferanten. 5 Der Aufmerksamkeitsgrad der Öffentlichkeit nimmt zu und auch Wissenschaftler beschäftigen sich immer mehr mit diesem Thema.
Die Analyse der Preisfairness lässt sich dem relativen jungen Gebiet der Behavioral Pricing-Forschung zuordnen. Die klassische Preistheorie unterstellt einen rationalen Nachfra-
1 Han/Yoon/Cameron2001, S. 435.
2 Vgl. Max Planck Gesellschaft 2009.
3 Für weitere Informationen: http://www.fairness-stiftung.de/Index.htm.
4 Für weitere Informationen: http://www.transfair.org/.
5 Vgl. Focus Money Online 2009.
1
ger, bekannt als homo oeconomicus. Jene Theorie wird durch verhaltenswissenschaftliche und psychologische Ergänzungen untermauert. 6
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die aktuellen Erkenntnisse über das Konstrukt der Preisfairness in einem Modell zu vereinen. Um ein einheitliches Verständnis der Grundlagen zu erlangen, wird zunächst der Begriff der Preisfairness näher definiert (Kapitel 2.1), bevor das konzeptionelle Modell dieser Arbeit vorgestellt wird (Kapitel 2.2). Anschließend werden theoretische Erklärungsansätze für die Entstehung von Preisfairnessbewertungen dargestellt (Kapitel 2.3).
Im nachstehenden Kapitel wird eine Übersicht der identifizierten Forschungen dargeboten, in welchem ebenfalls eine Erläuterung der Vorgehensweise der empirischen Studien erfolgt (Kapitel 3).
Darauf folgt eine Zuordnung der Studien zu den zwei Hauptforschungssträngen (Determinanten und Konsequenzen). Im nachfolgenden Verlauf werden jene Stränge in weitere Dimensionen aufgeteilt. Die zentralen Befunde werden ihnen zugeordnet und zusammengefasst (Kapitel 4.1, 4.2) ehe die Limitationen der analysierten Forschungen aufgedeckt werden (Kapitel 4.4).
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit befasst sich mit Implikationen für Forschung und Praxis. Der Sinn des ausgiebigen Untersuchens dieses Gebietes liegt darin, Konsequenzen für das unternehmerische Handeln abzuleiten. Forschungslücken werden aufgedeckt und Umsetzungsempfehlungen werden vorgeschlagen (Kapitel 5), bevor die Arbeit mit einer grundlegenden Zusammenfassung abschließt (Kapitel 6).
2 Grundlagen
2.1 Definition und Abgrenzung
Der Begriff der Preisfairness entzieht sich einer einheitlichen, allgemeingültigen Definition. Je nach Zusammenhang, Schwerpunkt oder Intention werden verschiedene Begriffsbestimmungen vorgenommen. Die Definition, die folgender Arbeit zu Grunde liegt, lautet in Anlehnung an Diller:
6 Vgl. Homburg/Koschate 2005, S. 2.
2
Preisfairness als die „(…) bewusst oder unbewusst von Gerechtigkeitsüberlegungen geprägten Wahrnehmungen der Transaktionsbedingungen und -abläufe.“ 7
Das Wort "Fairness" ist ein anglizistischer Begriff, welcher durch die häufige Verwendung beim Sport in die deutsche Sprache überführt wurde. Fairness lässt sich mit Anstand, Angemessenheit und akzeptierter Gerechtigkeit umschreiben.
Das Forschungsgebiet der Preisfairness basiert auf der Annahme, dass Kunden ein Angebot nicht nur rein monetär im Sinne von „günstig oder teuer“ wahrnehmen, sondern darüber hinaus auch die Gerechtigkeit eines solchen bewerten. 8 Das rein ökonomische Eigeninteresse des Kunden wird demnach um das soziale Gewissen erweitert. 9
Wortähnlichkeit besteht mit dem Konstrukt der Preiszufriedenheit, welches Augenmerk auf den Vergleich zwischen Erwartungen und dem tatsächlichen Preis legt. Preisfairness basiert auf einer Bewertung von Transaktionsergebnissen, den Prozessen und den Umständen, die zu dem Ergebnis führen, während das Modell der Preiszufriedenheit Vergleichsvorgänge darstellt. 10 Beide Konstrukte stehen in einem Bezug zueinander und wirken positiv auf die allgemeine Zufriedenheit des Kunden. 11
Weiter abzugrenzen ist Preisfairness von Preisvertrauen. Konsumenten vertrauen darauf, dass Anbieter sich trotz eines Informationsvorteils nicht selbstsüchtig verhalten. 12 Dieses Vertrauen kann sich durch stetige Erfahrungen im Zeitablauf bilden und wird durch die Preisehrlichkeit, d. h. durch die Preiswahrheit und -klarheit des Anbieters beeinflusst. Das Konstrukt der Preisfairness überschneidet sich mit dem Konstrukt des Preisvertrauens. Die Ehrlichkeit des Anbieters bildet die Schnittstelle. 13
7 Diller 2000b, S.572.
8 Die Begriffe Fairness und Gerechtigkeit werden im Folgenden bedeutungsgleich verwendet.
9 Vgl. Kahneman/Knetsch/Thaler 1986b, S.729ff.
10 Vgl. Diller 2000a, S. 168.
11 Vgl. Diller 2000b, S. 167ff.
12 Vgl. Diller 1999, S. 41f.
13 Vgl. Diller 1997a, S. 760; Diller 1998, S. 266f.; Diller 2000a, S. 181ff.
3
2.2 Konzeptioneller Rahmen Konzeptioneller Rahmen
Abb. 1: Konzeptioneller Rahmen : Konzeptioneller Rahmen Quelle: Eigene Darstellung
Die Abbildung veranschaulicht den konzeptionellen Rahmen Die Abbildung veranschaulicht den konzeptionellen Rahmen dieser Arbeit. Dieses Modell Arbeit. Dieses Modell
illustriert alle direkten Effekte der Determinante illustriert alle direkten Effekte der Determinanten, welche Preisfairness Preisfairness auslösen und alle Konsequenzen, die aus empfundener Gerechtigkeit bz , die aus empfundener Gerechtigkeit bzgl. des Preises resultieren resultieren. Beginnend mit den Determinanten Beginnend mit den Determinanten werden die Effekte im Folgenden näher beleuchtet: näher beleuchtet:
Die Preishöhe wirkt negativ auf die Preisfairness. Dieser Effekt wird negativ auf die Preisfairness. Dieser Effekt wird durch die Preisinform durch die Preisinformation, die Auswahlmöglichkeit keit wie auch durch das Preisimage des Geschäftes moderiert. Preisimage des Geschäftes moderiert. Des Weiteren wirkt die Profitwahrnehmung als Mediator Weiteren wirkt die Profitwahrnehmung als Mediator zwischen dem Effekt der Preishöhe auf zwischen dem Effekt der Preishöhe auf
die Preisfairness. Je höher der Preis, desto höher die Profitwahrnehmung und je geringer die Je höher der Preis, desto höher die Profitwahrnehmung und je geringer die Je höher der Preis, desto höher die Profitwahrnehmung und je geringer die Preisfairness. Der Effekt wird eb Preisfairness. Der Effekt wird ebenfalls durch die Preisinformation moderiert. enfalls durch die Preisinformation moderiert.
4
Als weitere Determinante wirkt eine Preissteigerung negativ auf die Gerechtigkeitswahrnehmung. Diese Beziehung wird durch Kostengründe, Nachfragesteigerungen, Gewinnverteilung des zusätzlichen Profits und durch die Höhe des Preisanstieges beeinflusst. Außerdem wirkt eine Preiserhöhung auf den Affekt eines Menschen, wobei die Stärke des Affektes abhängig von der Informationsquelle ist. Je größer dieser bei einer Preissteigerung ist, desto stärker wird der negative Zusammenhang beeinflusst.
Die Motivfairness ist positiv mit der Preisfairness verknüpft. Sie wird ihrerseits positiv durch eine empfundene Preispolitikfairness und durch die bisherige Zufriedenheit des Kunden mit dem Anbieter determiniert.
Neben den bereits genannten Determinanten wird auch der Einfluss der Preisdifferenzierung durch empirische Untersuchungen ausgiebig getestet, da sie eine entscheidende praktische Relevanz hat. Diese resultiert daraus, da Händler oftmals das gleiche Produkt oder die gleiche Leistung zu verschiedenen Konditionen anbieten. Preisunterschiede wirken negativ auf die wahrgenommene Preisfairness. Jedoch gibt es sehr viele Faktoren, welche diese negative Beziehung manipulieren. Zu ihnen zählt die Art und Weise der Bekanntmachung der Preisunterschiede, die Höhe der Preisdifferenzen an sich, das bestehende Kundenverhältnis, der Kaufzeitpunkt, die Qualitäts- und Leistungsunterschiede, die Rabatthöhe wie auch das Einsetzen von Coupons.
Als letzte Determinante ist die Verfahrensgerechtigkeit anzusehen. Mit welchem Verfahren ein Preis gebildet wird hat einen positiven Einfluss auf die Bewertung von jenem. Auch diese Wirkung wird durch verschiedenste Faktoren moderiert. Die Preisbildung, die Selbstverant-wortung des Käufers durch Mitbestimmung bei der Preisfestsetzung, die Interaktionsgerechtigkeit und Priming Fairness 14 haben entscheidenden Einfluss auf die Beziehung. Neben den Determinanten bearbeitet dieses Schriftstück ebenfalls die Konsequenzen, die empfundene Preisfairness auslöst:
Wahrgenommene Preisgerechtigkeit wirkt negativ auf das Preisbewusstsein und positiv auf die Preisbeurteilung. Es handelt sich um direkte Effekte, welche durch keine weiteren Einflüsse moderiert wird.
Eine zusätzliche Konsequenz ist die Kaufabsicht, welche ebenfalls positiv von der Preisgerechtigkeit beeinflusst wird. Diese Beziehung wird durch die Kundenzufriedenheit und durch die Information über ein faires Angebot beeinflusst. Je höher die Fairnessempfindung ist, des-
14 Maxwell/Nye/Maxwell1999, S. 549; Priming: “Priming effects are achieved by highlighting for participants
information that otherwise would not come to mind as quickly or strongly.” Unter Priming Fairness ist der
Hinweis auf Fairness vor einer Verhandlung gemeint.
5
to positiver ist die Haltung gegenüber dem Verkäufer, was wiederum die Kaufabsicht steigen lässt. Die Haltung gegenüber dem Verkäufer ist demnach ein Mediator zwischen dieser Verbindung.
Preisfairness wirkt neben den genannten Effekten ebenfalls positiv auf die Kundenzufriedenheit. Empfundene Zufriedenheit wirkt ihrerseits auf die Loyalität eines Kunden und auf die Kaufintention, das heißt, sie wird direkt beeinflusst, dient aber ebenfalls als Mediator. Zusätzlich (aus Gründen der Übersichtlichkeit in der Grafik nicht eingezeichnet) wirkt die Kundenzufriedenheit ebenfalls auf die Determinante Motivfairness.
Zuletzt sei der Effekt der Fairness auf die beobachtbaren Verhaltensweisen erwähnt. Beobachtbare Verhaltensweisen lassen sich weiter dimensionieren. Der Wechselwillen des Käufers wird negativ durch wahrgenommene Preisfairness beeinflusst. Diese negative Verbindung wird durch die Reziprozitätsnorm 15 und die Höflichkeit des Verkäufers beeinflusst. Daneben wirkt sich empfundene Gerechtigkeit bzgl. des Preises positiv auf das Kooperationsverhalten des Konsumenten während einer Verhandlung aus. Ein positiver Effekt der Preisgerechtigkeit auf die Wiederkaufabsicht des Konsumenten bei einem speziellen Händler kann ebenfalls bestätigt werden. Dieser Effekt wird durch die Kundenzufriedenheit moderiert. Als letzte Dimension des beobachtbaren Verhaltens sei die Weiterempfehlungsrate genannt, welche ebenfalls positiv mit der Preisfairness verknüpft ist.
2.3 Theorien zur Preisfairness
Auf Grund von theoretischen Grundlagen werden Hypothesen aufgestellt, welche in experimentellen Forschungen auf Korrektheit unterprüft werden. Die Wissenschaftler der identifizierten Studien nutzen jene Fundamente als Basis für ihre Behauptungen. Die drei häufigsten theoretischen Erklärungsansätze für die Entstehung von Preisfairnessbewertungen werden im Folgenden dargestellt. Sie decken spezielle Begründungen für das Empfinden von Unfairness auf.
15 Reziproziätsnorm= Gegenseitigkeit der Zugeständnisse. Bei einer Reziprozitätsnorm von 100% reagiert der-
Verkäufer exakt im gleichen Maße, wie der Käufer. Erhöht Käufer sein Angebot um 10 Euro, so senkt Ver-
käufer seine Preisvorstellung ebenfalls um 10 Euro.
6
2.3.1 Equity Theorie
Die Equity Theorie oder auch die Theorie zum Gleichheitsprinzip der Gerechtigkeit findet Die Equity Theorie oder auch die Theorie zum Gleichheitsprinzip der Gerechtigkeit findet Die Equity Theorie oder auch die Theorie zum Gleichheitsprinzip der Gerechtigkeit findet ihren Ursprung in der Sozialpsychologie. ihren Ursprung in der Sozialpsychologie. Adams erklärt, dass es zur empfundenen Fairness erklärt, dass es zur empfundenen Fairness kommt, wenn das Output/Input Verhältnis /Input Verhältnis in einer Austauschbeziehung von zwei P in einer Austauschbeziehung von zwei Personen im Wesentlichen übereinstimmt. im Wesentlichen übereinstimmt. Steht das Verhältnis im Ungleichgewicht, so wird der Ku Steht das Verhältnis im Ungleichgewicht, so wird der Kunde die Situation unfair empfinden. nden.
Abb. 2: Formale Darstellung von Equity und Inequity : Formale Darstellung von Equity und Inequity
in Anlehnung an Adams 16 Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Adams
Adams konzipierte diese Idee auf Grund von Befunden im Bereich der industriellen Entlo konzipierte diese Idee auf Grund von Befunden im Bereich der industriellen Entlo konzipierte diese Idee auf Grund von Befunden im Bereich der industriellen Entlohnung. 17 Dieses Modell wurde von wurde von Walster/Walster/Berscheid auf diverse soziale Interaktionen auf diverse soziale Interaktionen übertragen. In dem Zusammenhang eines Kaufes wird d In dem Zusammenhang eines Kaufes wird der Wert der erhaltenen Leistung er Wert der erhaltenen Leistung und dessen ökonomischer und sozialer Nut dessen ökonomischer und sozialer Nutzen durch das Output definiert. Input beschreibt in di Input beschreibt in diesem Kontext den Kaufpreis und jeglichen wahrgenommenen Aufwand, der mit dem Kauf in den Kaufpreis und jeglichen wahrgenommenen Aufwand, der mit dem Kauf in den Kaufpreis und jeglichen wahrgenommenen Aufwand, der mit dem Kauf in Verbindung steht (Anfahrt, Informationskosten,…). 18 Verbindung steht (Anfahrt, Informationskosten,… Der Kunde setzt sein Verhältnis in Relation zu ltnis in Relation zu dem Verhältnis seines direkten (Verkäuferseines direkten (Verkäufers)
anderer Kunde) Interaktionspartners. 19 Da Konsumenten oftmals kein Wissen oder indirekten (anderer Kunde) Interaktionspartners. Da Konsumenten oftmals kein Wissen über den In- oder Output des anderen haben oder Output des anderen haben, mutmaßen sie, ziehen Rückschlüsse und mutmaßen sie, ziehen Rückschlüsse und stellen
Annahmen an. Die verglichenen Verhältnisse basieren demnach auf subjektiver Wahrne Die verglichenen Verhältnisse basieren demnach auf subjektiver Wahrne Die verglichenen Verhältnisse basieren demnach auf subjektiver Wahrnehmung.
Weiterhin nimmt die Equity Theorie an, dass bei empfundener Ungleichheit Weiterhin nimmt die Equity Theorie an, dass bei empfundener Ungleichheit Weiterhin nimmt die Equity Theorie an, dass bei empfundener Ungleichheit die Ausräumung jener angestrebt wird. Individuen versuchen einen Zustand der Gerechtigkeit herzustelle jener angestrebt wird. Individuen versuchen einen Zustand der Gerechtigkeit herzustelle jener angestrebt wird. Individuen versuchen einen Zustand der Gerechtigkeit herzustellen, falls sie die Austauschbeziehung als unfair empfinden. Beispielsweise verringert sie die Austauschbeziehung als unfair empfinden. Beispielsweise verringert sie die Austauschbeziehung als unfair empfinden. Beispielsweise verringert der Konsument sein Input, indem er nur bereit ist sein Input, indem er nur bereit ist, einen geringeren Kaufpreis zu zahlen oder er versucht einen geringeren Kaufpreis zu zahlen oder er versucht
16 In Anlehnung an Adams 1965, S. In Anlehnung an Adams 1965, S. 280ff.
17 Vgl. Adams 1963, S. 424ff.
18 Vgl. Walster/Walster/Berscheid 1978, S. 18 1978, S. 18.
19 Vgl. Adams 1965, S. 276.
7
sein Output zu maximieren, indem er höhere Serviceleistungen fordert. Ein Preisanstieg (Inputerhöhung) wird daher nur toleriert, wenn damit eine Outputerhöhung verbunden ist und somit das vorherige Verhältnis wieder hergestellt wird. Eine weitere Möglichkeit Gerechtigkeit in einer unfair empfundenen Situation wieder herzustellen, ist der Wechsel des Vergleichsmaßstabs. Die Theorie teilt die Auffassung, dass Menschen ihre Fairnessbewertung von einem Vergleich mit ähnlichen Individuen abhängig machen. Durch die Gegenüberstellung einer anderen Referenzgruppe (welche ein anderes Output-Input-Verhältnis als die bisherige Referenzgruppe hat) kann das Ungleichgewicht möglicherweise aufgehoben werden.
2.3.2 Dual Entitlement Theorie
Während die Equity Theorie die Gleichheit der Output-Input Verhältnisse betont, so legt die Dual Entitlement Theorie ihren Fokus auf das Anspruchsempfinden der Menschen. Diese Theorie ist mit der Equity Theorie eng verwandt und wurde von Kahneman/Knetsch/Thaler vor dem Hintergrund zweier Studien entwickelt. 20 Kern dieser Theorie ist, dass eine Referenzgröße als Prüfstein für die Beurteilung der Fairness dient. Eine Referenzgröße aus Sicht des Konsumenten kann beispielsweise der Kaufpreis sein, zu dem er das Produkt in der Vergangenheit erworben hat. 21 Beide Transaktionspartner empfinden einen Anspruch auf diese Referenzgröße. Der Kunde ist nicht gewillt mehr zu zahlen, und der Verkäufer besteht auf seinen Referenzprofit (basierend auf bspw. dem Gewinn, den er in der Vergangenheit erzielt hat). Diese Theorie vertritt ebenfalls die Ansicht, dass die Fairnessbeurteilung subjektiver Natur ist. Die Referenzgröße wird bspw. je nach Erfahrung des Kunden oder je nach Vergleichsmaßstab gebildet. Das Dual Entitlement Prinzip geht davon aus, dass Kunden den Ertrag von Unternehmensleistungen vergleichen und es als fair empfinden, wenn der zu leistende Kaufpreis mit dem dadurch generierten Profit des Unternehmers in etwa übereinstimmt. Verschiedene Ereignisse können dieses Gleichgewicht stören. Eine Preiserhöhung führt zu einer Abweichung vom Referenzpreis des Konsumenten und eine Kostensteigerung bedroht den Referenzprofit des Anbieters. Werden im selben Augenblick beide Ansprüche der Ver-handlungspartner verletzt, so hat der Anspruch des Verkäufers Vorrang. Als Folge dessen kann eine Preissteigerung auf Grund von Kostenerhöhungen fair empfunden werden, da der Verkäufer seinen Referenzgewinn lediglich beibehält und nicht erhöht. Wächst hingegen der
20 Vgl. Kahneman/Knetsch/Thaler 1986a, 1986b.
21 Vgl. Kahneman/Knetsch/Thaler 1986b, S. 730.
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Arbeit zitieren:
Sarah Kirchen, 2009, Preisfairness - Zusammenfassung der aktuellen Forschung , München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
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