Inhaltsverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Einleitung 1
1. Der Präsentationszusammenhang I 3
1.1 Entdeckungs-, Begründungs- und Präsentationszusammenhang
erfahrungswissenschaftlicher Forschung 3
1.2 Der Präsentationszusammenhang im Lichte der Wissenschaftsforschung. 6
1.3 Die Rhetorik wissenschaftlicher Rationalität im Präsentationszusammenhang 7
1.4 Präsentationszusammenhang, Simulation und der Übersetzungsprozess
zwischen Wissenschaft und Praxis 9
2. Der Präsentationszusammenhang II - alternative Überlegungen 11
2.1 Defizite der Metapher der „Ko-Simulation“ 11
2.2 Der Präsentationszusammenhang im Lichte von Kommunikationstheorien. 12
2.2.1 Kommunikation als Prozess der Signalübertragung 12
2.2.2 Kommunikation als interaktiver Vorgang. 14
Schlussbetrachtung und Ausblick. 17
Literaturverzeichnis 19
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Entdeckungs-, Begründungs- und Präsentationszusammenhang.
Abb. 2: Ränder der Forschung und deren Rückwirkungen auf den
Forschungsprozess
Abb 3: Das Shannonsche Kommunikationssystem
Einleitung
Einleitung
Zwischen Wissenschaft und Praxis besteht ein erhebliches Übersetzungsproblem aufgrund von Inkommensurabilität der Kontexte. Kirsch (A-2003: 176f.) unterscheidet diesbezüglich vier Sprachsphären: (1) die Sphäre der Grundlagenforschung, (2) die Sprachsphäre der anwendungsorientierten (Beratungs-) Konzepte, (3) die durch Anwendung entstehende Sprachform des individuellen Anwenders und (4) die gewachsene Sprach- und Lebensform der einzelnen Unternehmen. 1
Mit Hilfe des Präsentationszusammenhangs kann der Übersetzungsprozess zwischen Wissenschaft und Praxis näher beschrieben werden und liefert insofern einen erheblichen Beitrag zu diesem Thema. Daher soll die vorliegende Arbeit einen Versuch darstellen, sich der Problematik der Außendarstellung des Forschungsprozesses - dem Präsentationszusammenhang - zu nähern.
Doch was versteht man eigentlich unter dem Präsentationszusammenhang? Um diese Frage zu beantworten, wird auf die von Kirsch/Weber (A-2000) vorgeschlagene Definition zurückgegriffen:
„Mit dem Präsentationszusammenhang ist (...) die Außendarstellung des Forschungsprozesses gegenüber anderen Akteuren, wie beispielsweise Wissenschaftlern, Praktikern oder Journalisten angesprochen. Die Präsentation gibt nicht die gesamte Komplexität des Forschungsprozesses (im Sinne des Entdeckungs- und Begründungszusammenhangs) wieder und blendet insbesondere dessen ‚naturwüchsige’ und ‚menschliche’ Elemente zugunsten einer rationalen und systematischen Darstellung aus. Mit dem Präsentationszusammenhang wird das ‚Verkaufen’ bzw. das ‚Marketing’ der wissenschaftlichen Ergebnisse aus dem Entdeckungs- und Begründungszusammenhang beschrieben.“ (Kirsch/Weber A-2000: 160)
Den Präsentationszusammenhang kann man somit auch als logische Fortsetzung von Entdeckungs- und Begründungszusammenhang sehen, quasi als dritte Stufe des Forschungsprozesses bei der es um die Außendarstellung der Forschungsergebnisse geht.
Die vorliegende Arbeit ist in zwei Hauptkapitel gegliedert. Im ersten Kapitel geht es um Grundsätzliches rund um den Präsentationszusammenhang. Hierbei wurde vorwiegend mit dem von Kirsch/Weber (A-2000) verfassten Arbeitstext gearbeitet und
1 Vgl. ausführlich hierzu Kirsch (A-2003: 175ff.) oder Kirsch (2001: 287ff.).
Einleitung
läuft letztlich darauf hinaus, dass das Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Praxis durch eine Art „Ko-Simulation“ gehandhabt werden kann. Kapitel zwei hat hingegen den Schwerpunkt, zu zeigen, dass das Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Praxis auch ohne eine Simulation auskommt. Mit Hilfe von Kommunikati-onstheorien wird zu verdeutlichen versucht, dass auch eine authentische Präsentation der Forschungsergebnisse denk- und machbar ist.
Der Präsentationszusammenhang I
1. Der Präsentationszusammenhang I
Wie einleitend schon erwähnt, handelt es sich bei dem Präsentationszusammenhang um die Außendarstellung des Forschungsprozesses und kann damit als dritte Stufe der erfahrungswissenschaftlichen Forschung klassifiziert werden. Dies wird nun im Folgenden vertieft betrachtet. Zu diesem Zweck wird der Präsentationszusammenhang zunächst in den Forschungsprozess eingeordnet (Kapitel 1.1), dann einer Betrachtung unterschiedlicher Wissenschaftsforschungen unterworfen (Kapitel 1.2), um schließlich über die Rhetorik wissenschaftlicher Rationalität (Kapitel 1.3) zu der Metapher der Ko-Simulation und den damit verbundenen Folgen zu kommen (Kapitel 1.4). 2
1.1 Entdeckungs-, Begründungs- und Präsentationszusammenhang
erfahrungswissenschaftlicher Forschung
Der Forschungsprozess unterliegt in der Literatur der klassischen Untergliederung von Entdeckungszusammenhang und Begründungszusammenhang. 3 In der ersten Phase - dem Entdeckungszusammenhang - geht es um die Gewinnung bzw. die „Entdeckung“ von wissenschaftlich neuem Wissen, wobei soziologische, psychologische und andere empirische Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Die zweite Phase des Forschungsprozesses - der Begründungszusammenhang - dient der „Begründung“ der gefundenen Ergebnisse aus dem Entdeckungszusammenhang und unterliegt einer strengen wissenschaftlichen Disziplin. Einfach gesagt, geht es beim Entdeckungszusammenhang um die Frage, wie man zu Hypothesen bzw. Theorien gelangt, und beim Begründungszusammenhang, wie diese überprüft werden können.
Der Präsentationszusammenhang gilt nun als Erweiterung bzw. logische Fortsetzung des Forschungsprozesses (als „dritte Phase“ der erfahrungswissenschaftlichen Forschung). Es geht nicht mehr darum, wie man zu Theorien kommt oder wie man diese begründet, vielmehr steht hier die Außendarstellung der gefundenen und begründeten Hypothesen bzw. Theorien im Mittelpunkt.
2 Vgl. zum Folgenden - wenn nicht anders angegeben - Kirsch/Weber (A-2000: 160ff.).
3 Vgl. ausführlich hierzu z.B. Albert (1967) oder Ritsert (1996: 64ff.).
Arbeit zitieren:
Matias Bronnenmayer, 2005, Der Präsentationszusammenhang, München, GRIN Verlag GmbH
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