Inhaltsverzeichnis
1. Begriffserklärung
1.1. Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) 3
1.2. Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) 3
1.3. Kurze Erklärung zum Unterschied zwischen § 4 Abs. 1
und § 5 EStG 3
2. Gewerbetreibender Freiberufler
2.1. Anhand der GbR 4
2.2. Anhand der GmbH 4
3. Gewinnermittlung
3.1. Gewinnermittlung nach § 4 Abs.3 EStG 5
3.1.1. Wesen der Einnahmen-Überschußrechnung 6
3.2. Gewinnermittlung § 4 Abs.1 i.V.m. § 5 EstG 7
3.3. Wechsel der Gewinnermittlungsarten
3.3.1. Wechsel zum Betriebsvermögensvergleich 8
3.3.2. Wechsel zur Einnahmenüberschußrechnung 9
4. Umsatzsteuer
4.1. Versteuerung bei der Gewinnermittlung nach § 4 Abs.3 EstG 9
4.2. Versteuerung bei der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 oder
§ 5 EStG 10
5. Übergangsrechnung 11
5.1. Auswirkungen auf die Umsatzsteuer 12
5.2. Auswirkungen auf die Einkommensteuer 13
5.3. Auswirkungen auf das Anlagevermögen und Bewertung in der
Er öffnungsbilanz 13
6. Unterbliebene oder fehlerhafte Ermittlung der Korrekturposten 14
2
Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen, Symbole u.Ä.
EStG Einkommensteuergesetz EstR Einkommensteuerrichtlinie EstH Einkommensteuerhinweise Ust Umsatzsteuer UstG Umsatzsteuergesetz UstR Umsatzsteuerrichtlinien UstH Umsatzsteuerhinweise UstDV Umsatzsteuerdurchführungsverordnung AO Abgabeordnung BGB Bürgerliches Gesetzbuch HGB Handelsgesetzbuch GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbHG Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gesetz GbR Gesellschaft bürgerlichen Rechts z.B. zum Beispiel i.V.m. in Verbindung mit ff fortfolgende AfA Absetzung für Abnutzung u.s.w. und so weiter VoSt Vorsteuer BFH Bundesfinanzhof BStBl Bundessteuerblatt S Seite
3
1. Begriffserklärung
1.1. Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
Die GbR ist laut § 705 BGB ff eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts und muß aus mindestens zwei Personen bestehen. Die Gesellschafter verpflichten sich durch einen Gesellschaftsvertrag zur Erreichung eines gemeinsamen Zwecks. Beide Gesellschafter sind gemeinsam zur Geschäftsführung befugt, soweit nichts anderes im Gesellschaftsvertrag festgelegt ist (§ 709 + 710 BGB). Der Gewinn oder Verlust wird, soweit nichts anderes vertraglich festgelegt wurde, zu gleichen Anteilen zwischen den Gesellschaftern aufgeteilt (§ 722 BGB). Die GbR muß nicht ins Handelsregister eingetragen werden.
1.2. Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
Eine GmbH kann nach § 1 GmbHG zu jedem gesetzlichen Zweck von einer oder mehreren Personen gegründet werden. In Gegensatz zur GbR bedarf der Gesellschaftsvertrag nach § 2 GmbHG der notariellen Form. Das Stammkapital einer GmbH muß laut § 5 Abs.1 GmbHG mindestens 25.000 Euro aufweisen und die Stammeinlage eines jeden Gesellschafters muß mindestens 100 Euro betragen. Die Gesellschaft muß einen oder mehrere Geschäftsführer haben (§ 6 Abs.1 GmbHG), außerdem ist eine Eintragung ins Handelsregister erforderlich (§ 7 Abs.1 GmbHG). Nach den Verhältnissen der Geschäftsanteile erfolgt die Gewinnverteilung (§ 29 Abs.3 GmbHG). Die Geschäftsführer sind verpflichtet, für eine ordnungsgemäße Buchführung der Gesellschaft zu sorgen (§ 41 GmbHG). Durch § 42 Abs.1 GmbHG muß eine GmbH eine Bilanz im Sinne der § 242, 264 HGB aufstellen. Dieser Jahresabschluß beinhaltet auch den Lagebericht (§ 42a Abs.1 GmbHG).
1.3. Kurze Erklärung zum Unterschied zwischen § 4 Abs.1 und § 5 EStG
Bei der Ermittlung des Gewinns nach § 5 EStG ist das Betriebsvermögen anzusetzen, das nach handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Grundsätzen vorgeschrieben ist. Es gelten also die handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bewertungsvorschriften. Grundlage ist für die Ausstellung der Steuerbilanz die Handelsbilanz. Bilanzansätze der Handelsbilanz sind für die steuerrechtliche Gewinnermittlung maßgebend, wenn der Ansatz steuerrechtlich zulässig ist. Bei der Gewinnermittlung nach
4
§ 4 Abs.1 EStG gelten nur die steuerrechtlichen Bewertungsvorschriften, d.h. maßgebend ist nicht die Handelsbilanz. Deshalb werden bei der Gewinnermittlung nach § 4 Abs.1 EStG bestimmte steuerrechtliche Bewertungswahlrechte nicht durch handelsrechtliche Vorschriften eingeschränkt z.B. Niederstwertprinzip. Es sind aber auch hier die handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung zu beachten.Bei der Gewinnermittlung nach § 4 Abs.1 EStG sind an der Bildung von gewillkürtem Betriebsvermögen strenge Anforderungen gestellt.
2. Gewerbetreibender ≠ Freiberufler
2.1. Anhand der GbR
Die GbR ist, soweit sie kein Gewerbe betreibt, unter freiberuflichen Gesichtspunkten zu bewerten, d.h. sie ist nicht nach § 140 AO buchführungspflichtig. Sie ist nicht nach anderen Gesetzen buchführungspflichtig ist (nur aufzeichnungspflichtig). Sobald die GbR ein Gewerbebetrieb ist, ist sie Kaufmann nach § 1 HGB und somit buchführungspflichtig (§ 238 Abs.1 HGB). Somit ist der Gewerbebetrieb auch nach § 140 AO für steuerliche Zwecke buchführungspflichtig. Sofern Gewerbetreibende nicht schon nach § 140 AO buchführungspflichtig sind, sind die Grenzen nach § 141 AO maßgebend.
Die Grenzen sind z.B. Umsätze von mehr als 500.000,- DM im Kalenderjahr, ein Gewinn von 48.000,- DM für ein Gewerbebetrieb dessen Wirtschaftsjahr nach den 31.12.199 begonnen hat, oder einen Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft von mehr als 48.000,- DM hat.
2.2. Anhand der GmbH
Die GmbH ist nach den GmbHG zur Buchführung verpflichtet, somit gelten auch hier die Vorschriften nach § 140 AO, da sie nach anderen Gesetzen dazu verpflichtet ist. Im Gegensatz zur GbR ist hier die Gesetzeslage eindeutiger definiert.
5
Arbeit zitieren:
Kerstin Kiessler-Schmidt, 2000, Unterschiede einer GbR zu einer GmbH, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Bilanzpolitische Möglichkeiten der IAS/IFRS-Rechnungslegung
Referat (Ausarbeitung), 32 Seiten
Latente Steuern nach HGB und IAS im Vergleich
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Seminararbeit, 22 Seiten
Enforcement in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise
Reaktionen und Reaktionsmöglic...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Seminararbeit, 35 Seiten
Trainer für Cardiofitness - Trainingssteuerung
Sport - Bewegungs- und Trainingslehre
Hausarbeit, 12 Seiten
Die Kapitalstruktur multinationaler Unternehmungen
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 25 Seiten
Zur Entwicklung des Enforcement in Deutschland
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Hausarbeit, 33 Seiten
Planung eine Gesundheitssport-Kurskonzeptes
Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
Hausarbeit, 29 Seiten
Die Auswirkungen des BilMoG- Entwurfs auf die Bilanzierung aktiver lat...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Hausarbeit, 19 Seiten
Praxisbeispiel: DaimlerChrysle...
Seminararbeit, 23 Seiten
Der Stand und die Fortbewegung in der Rückenschule: Aufbau und Inhalte...
Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Wirtschaftlichkeitsanalyse des Qualitätsmanagements für Dienstleistung...
Seminararbeit, 37 Seiten
Neue nationale Entwicklungen bei den Regelungen zur Prüfung von Jahres...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Seminararbeit, 19 Seiten
Der Einsatz von bilanzpolitischen Gestaltungen nach IAS/IFRS beim Einz...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Diplomarbeit, 77 Seiten
Konzept für einen Herz-Kreislauf-Kurs für ein Fitness-Studio
Sport - Bewegungs- und Trainingslehre
Hausarbeit, 21 Seiten
Trainingsplanung und -steuerung im Krafttraining nach der ILB-Methode
Sport - Bewegungs- und Trainingslehre
Hausarbeit, 50 Seiten
Marketing für ein Fitness-Studio (Marketingmanager BSA)
Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
Hausarbeit, 26 Seiten
Kerstin Kiessler-Schmidt's Text Unterschiede einer GbR zu einer GmbH ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Kerstin Kiessler-Schmidt hat den Text Unterschiede einer GbR zu einer GmbH veröffentlicht
Kerstin Kiessler-Schmidt hat einen neuen Text hochgeladen
Über die Unterschiedlichkeit von Vorstellungen beim Gleichungslösen
Untersuchung individueller Unt...
Ansgar Striethorst
Kritik der gesellschaftlichen ...
Pierre Bourdieu, Bernd Schwibs, Achim Russer
Warum Frauen und Männer anders...
Sabina Riedl, Barbara Schweder, Smoky Riedl
' Jesus und Mohammed - erstaunliche Unterschiede und überraschende Ähn...
Mark A. Gabriel, Christian Rendel
Über die Unterschiedlichkeit kognitiver sowie metakognitiver Prozesse ...
Empirische Untersuchungen mit ...
Silke Brinkschmidt
Schriften Im Umkreis Mitteleuropaischer Universitaten Um 1400: Lateini...
Fritz Peter Knapp, Jurgen Miethke, Manuela Niesner
Kulturelle Unterschiede in der Europäischen Union
Ein Vergleich zwischen Mitglie...
Jürgen Gerhards
0 Kommentare