Inhaltsverzeichnis
1. Begriffsdefinitionen und Fakten über Slowenien S.5
2. Sloweniens Weg in die EU S.7
3. Infrastruktur Sloweniens S.8
3.1 Energieversorgung S.8
3.2 Verkehr S.12
3.2.1 Schieneninfrastruktur S.12
3.2.2 Luftverkehrsinfrastruktur S.14
3.2.3 Straßeninfrastruktur S.15
3.2.4 Maut S.20
3.2.5 Modal Split S.21
3.3 ehemalige und geplante Infrastrukturkonzepte S.22
3.3.1 Infrastrukturausbau durch nationale Mittel S.22
3.3.1.1 Finanzierung S.22
3.3.1.2 Konzepte S.24
3.3.2 Infrastrukturausbau durch Mittel der EU S.24
3.3.2.1 Finanzierung S.24
3.3.2.2 Konzepte S.25
4. Infrastruktur als Werkzeug des internationalen Wettbewerbs S.31
5. Bibliographie S.34
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Tabellenverzeichnis
- Tab.1: Energieproduktion, -import und -verbrauch (in Mtoe) ……..… S.9
- Tab.2: Personentransport & Güterumschlag am Flughafen ……….. S.15 Quelle: eigene Darstellung nach http://www.lju-airport.si/eng/vsebina.asp?IDM=153
- Tab.3: Länge der Straßen in Slowenien ………..………………..…... S.16 Quelle: eigene Darstellung nach statistical office of the republic of Slovenia
- Tab.4: Vignettenarten und deren Preis ………………………………. S.20 Quelle: verändert nach DARS. www.dars.si (Abruf: 1.8.2009)
- Tab.5: Mauttarife für die Nutzung des Karawankentunnels ……...… S.21 Quelle: verändert nach DARS. www.dars.si (Abruf: 1.8.2009)
- Tab.6: Personenbeförderung nach Verkehrszweigen 2007 ……..… S.22
- Tab.7: Güterverkehr nach Verkehrszweigen 2007 ………………….. S.22
Quelle: verändert nach Eurostat. http://epp.eurostat.ec.europa.eu (Abruf: 5.8.2009)
- Tab.8: nationale Mittel nach Verkehrsträger (Mio. Euro) …………... S.22
Abbildungsverzeichnis
- Abb.1: Übersicht über Slowenien …………………………………….… S.6
- Abb.2: slowenisches Stromnetz ……………………………………..… S.10 Quelle: Elektro-Slovenija. www.eles.si (Abruf: 20.7.2009)
- Abb.3: Energieerzeugung nach Erzeugungsart ………...……….….. S.11 Quelle: Elektro-Slovenija. www.eles.si (Abruf: 20.7.2009)
- Abb.4: Schienennetz Sloweniens ……………………………………... S.12
- Abb.5: Güterverkehr auf der Schiene ……………………………….... S.13 Quelle: verändert nach Eurostat
- Abb.6: Flugverbindungen ……………………………………….……... S.14 Quelle: Aerodrom Ljubljana. http://www.lju-airport.si/
- Abb.7: Slowenien kreuzende Transport Korridore ………………….. S.16
- Abb.8: Güterverkehr auf der Straße ………………………………..… S.17 Quelle: verändert nach Eurostat
- Abb.9: Autobahnen in Slowenien ……………………………………... S.19 Quelle: www.dars.si (Abruf: 13.8.2009)
- Abb.10: Art der TEN-T Straßen für die einzelnen Länder der EU ... S.26
- Abb.11: Verlauf der Achse des Prioritäten Projekts Nr. 6 ………….. S.27 Quelle: European Commission Transport.
- Abb.12: Autobahnabschnitt Vrba-Peracica ……………………..……. S.30 Quelle: DARS. www.dars.si (Abruf:1.8.2009)
- Abb. 13: Hauptverkehrsrouten in Slowenien ………………….…….. S.32
1. Begriffsdefinitionen und Fakten über Slowenien
Der Begriff Infrastruktur setzt sich aus dem lateinischen Wort „infra“ , was soviel wie „unten“, „unterhalb“, „darunter“ und dem Wort „strucuts“, übersetzt „(er)bauen“, „errichten“, zusammen. Semantisch betrachtet ist diese „die Gesamtheit der materiellen, institutionellen und personellen Gegebenheiten, die der arbeitsteiligen Wirstchaft (Unternehmen, Haushaltungen, Behörden) zur Verfügung stehen.“ (NUHN, HESSE (2006): S.20)
Das Land Slowenien, über dessen Infrastruktur im Verlauf der Arbeitet berichtet wird, ist seit dem 25. Juni 1991 eine parlamentarische Republik und EU-Mitglied seit dem 1. Mai 2004. Mit einer Fläche von 20.273 km 2 ist Slowenien etwa so groß wie das deutsche Bundesland Sachsen-Anhalt (20.447 km 2 ). Es ist somit ein sehr kleines Land. So befinden sich etwa Flugzeuge, die auf der Flugroute „Upper Blue Five“ von Frankfurt oder München nach Istanbul, Sydney oder anderen Städten Slowenien überqueren, im Durchschnitt 3,75 Minuten im Flugraum des Landes. Der Umfang Sloweniens beträgt nur 3,7 % des Umfangs von Frankreich, dem größten Flächenstaat der EU, ist aber um das achtfache größer als Luxemburgs, dem reichsten EU-Mitglied. Die Länge der Staatsgrenzen beträgt 1.370 km, wobei 318 km davon im Norden an Österreich grenzen, 102 km an Ungarn im Osten, 670 km an Kroatien im Süden und 280 km an Italien im Westen. Im Osten grenzt Slowenien mit einer Meeresküstenlänge von 46,6 km an die Adria. Die größten slowenischen Städte sind Ljubljana, die Landeshauptstadt mit 260.000 Einwohnern, Maribor, Celje und Kranj. Slowenien an sich hatte im Dezember 2006 eine Einwohnerzahl von 2.010.377, was einer Besiedlungsdichte von 99,1 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht (vgl. KOMMUNIKATIONSAMT DER REGIERUNG DER REPUBLIK SLOWENIEN (2007): S.8). In der folgenden Abbildung 1 wird ein Überblick über die oben beschriebene Topographie gegeben:
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Abb.1: Übersicht über Slowenien
Slowenien wird zusammen mit Böhmen aufgrund seiner meridionalen Lage 13° E als das am westlichsten liegende Gebiet der slawischen Sprache und Kultur ausgewiesen. Einmalig für Europa treffen sich an den Grenzen des Landes vier Kulturen: die romanische, slawische, germanische und die finnisch-ugrische (magyarische) (vgl. GOSAR (2008): S.22).
Geographisch lässt sich das Land in vier verschiedene Landschaftsformen unterteilen: der alpine Raum im Norden, der eine Fläche von 42,1 % des Staatsgebiets ausmacht, das Pannonische Becken im Osten mit einer Fläche von 21,2 % des Staatsgebiets, die Dinariden im Süden mit 28,1 % und schließlich das Mittelmeergebiet im Westen mit 8,6 % der Fläche. In Slowenien sind drei verschiedene Klimatypen vorherrschend: kontinentales Klima in Zentralslowenien, alpines im Nordwesten und submediterranes im Bereich der Küste und des Hinterlandes (vgl. PRESSEAMT DER REGIERUNG (2005): Slowenien. S.1). Was die makroökonomischen Kennzahlen für Slowenien betrifft wurde 2006 ein Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Höhe von 14.377 Euro erwirtschaftet. Dieser
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Wert liegt über dem von Griechenland und Portugal und beträgt 76 % des EU-Durchschnitts. Somit ist Slowenien seit Beginn der 1990er Jahre eine Verdreifachung des BIP gelungen (vgl. HILPERT (2007): S.40).
2. Sloweniens Weg in die EU
Der Zeitraum, in dem Slowenien seinen EU-Beitrittswunsch bekundete, kann in drei Zeitabschnitte eingeteilt werden:
1990-1993: in diesem Zeitraum sind erstmals Stimmen laut geworden, die eine
Unabhängigkeit Sloweniens forderten. Nach einem Volksentscheid im Jahr 1990, bei dem mit 87 % für eine Unabhängigkeit gestimmt wurde, wurde am 25.6.1991 schließlich Sloweniens Souveränität ausgerufen. Mitte Januar 1992 wurde der neue Staat von der Europäischen Union offiziell anerkannt. 1993-1996: während dieser Zeit vollzog sich eine Wende vom Kommunismus zur
Demokratie, was mit klassischen Problemen wie zum Beispiel der Umstrukturierung und Privatisierung der Wirtschaft und der Liegenden einherging. Die damaligen Politiker stuften diese Probleme nur als zweitrangig ein, was zu dieser Zeit einen dramatischen Rückgang der Löhne, des Realproduktionswertes und einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf über 17 % (derzeit 7 %) zur Folge hatte. Das Land erholte sich jedoch rasch und so wurden während dieser Zeit in Einklang mit Brüssel mehrere staatlich finanzierte Großprojekte gestartet, wie etwa der Plan zur Verbesserung der Infrastruktur durch den Bau von Autobahnen quer durch Slowenien, bzw. entlang der europäischen Entwicklungs- und Verkehrsachsen E-5 (Barcelona - Budapest - Kiew) und E-10 (Hamburg - Athen). Weiterhin wurden Kredite der Europabank aufgenommen, um das Eisenbahnnetz zu verbessern und eine direkte Verbindung in Richtung Ungarn und Budapest zu erneuern. 1996-2004: es kam zu einer Intensivierung der Beitrittsverhandlungen. So muss
gemäß den Kopenhagener Kriterien ein Kandidatenland gewährleisten, dass „eine funktionierende Marktwirtschaft [gegeben ist] sowie die Fähigkeit, dem Druck des Wettbewerbs und den Marktkräften innerhalb der Union standzuhalten“ (SCHOLZ (1999): S.132). Im März 2003 organisierte die slowenische Regierung ein Referendum über den Eintritt des Landes in die EU und NATO. Dabei kam es bei
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Arbeit zitieren:
Ramona Orth, 2009, Slowenien – Stand und Konzepte der Infrastrukturentwicklung, München, GRIN Verlag GmbH
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