II
Entwicklung und Struktur im internationalen Tourismus
Inhaltsverzeichnis
Seite
Inhaltsverzeichnis. II
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis. IV
1 Einleitung. 1
2 Begriffliche Grundlagen 1
3 Die Entwicklung im internationalen Tourismus 3
3.1 Die Entwicklung der Rahmenbedingungen 3
3.1.1 Bedürfnissituation 3
3.1.2 Gesellschaftliche Einflüsse 4
3.2 Die historische Entwicklung im internationalen Tourismus 5
3.2.1 Von den Anfängen bis in das 18. Jahrhundert. 6
3.2.2 Der moderne Tourismus im 19. Jahrhundert. 7
3.2.3 Tourismus im 20. und 21. Jahrhundert. 8
4 Wirtschaftsfaktor Tourismus 10
5 Die Struktur im internationalen Tourismus 12
5.1 Determinanten und Struktur der Nachfragegruppen 13
5.1.1 Erholungs- und Freizeittouristen/ Freizeitreisende. 14
5.1.2 Geschäftstouristen 14
5.1.3 Kurtouristen. 15
5.1.4 Gesundheitsbetonte- und Wellness-Touristen 15
5.1.5 Privat-Touristen. 15
5.1.6 Die Nichtreisenden. 16
5.2 Determinanten und Struktur der Anbietergruppen 16
5.2.1 Beherbergungsgewerbe. 17
5.2.2 Transportbetriebe. 18
5.2.3 Reiseveranstalter 21
5.2.4 Reisemittler 22
6 Trends und Prognosen für die Zukunft. 23
6.1 Trends auf der touristischen Nachfrageseite. 24
6.2 Trends auf der touristischen Anbieterseite. 25
7 Zusammenfassung 26
Literaturverzeichnis 29
III Entwicklung und Struktur im internationalen Tourismus
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Seite
Abb. 1: Branchensegmentierung nach touristischer Absatzquote (geschätzt) ..12
Abb. 2: eigene Darstellung; Ankünfte/Einnahmen im internat. Tourismus ........14
Abb. 3: eigene Darstellung; Reisezweck aus internat. Sicht .............................16
Abb. 4: eigene Darstellung; Verkehrsmittelnutzung im internat. Tourismus......19
Abb. 5: eigene Darstellung; Passagierzahlen der größten Flughäfen weltweit .20
Abb. 6: Die Struktur im Reisemittlermarkt- Anteile an der Anzahl an Büros......23
Tab. 1:eigene Darstellung; Die umsatzstärksten Reiseveranstalter in Europa .22
IV Entwicklung und Struktur im internationalen Tourismus
Abkürzungsverzeichnis
bzw. beziehungsweise ca. circa etc. et cetera CRS Computerreservierprogramm f. folgende ff. fortfolgende Jh. Jahrhundert OECD Organization for Economic Cooperation and Development o. ä. oder ähnlichen u. a. unter anderem s. siehe S. Seite TUN´s Transnationale Unternehmen usw. und so weiter v. Chr. vor Christus u. v. m. und viele mehr vgl. vergleiche WTO World Tourism Organization z. B. zum Beispiel
1 Entwicklung und Struktur im internationalen Tourismus
1 Einleitung
Die Tourismusbranche gilt als die Zukunftsindustrie des 21. Jahrhunderts. Schätzungen der World-Tourism-Organization (WTO) sagen weltweit über 900 Millionen Reisende bis zum Jahr 2010 voraus. Die Entwicklung zum größten Wirtschaftszweig der Welt mit einem momentanen Bruttosozialprodukt von mehr als zehn Prozent zeigt die Bedeutung der Tourismusbranche (Vgl. Breidenbach 2002, Geleitwort).
Doch wie kam es zu solch einer enormen Entwicklung des Tourismus? Welche Akteure stehen im Mittelpunkt des Geschehens? Mit diesen beiden sowie noch anderen Fragen setzt sich diese Studienarbeit auseinander. Um zu wissen, was genau hinter den Begriffen rund um den Tourismus steht, werden im zweiten Abschnitt die wichtigsten Schlagwörter definiert. Im nächsten Punkt wird die Entwicklung des Tourismus näher betrachtet. Dabei wird speziell auf die Veränderung der Rahmenbedingungen sowie die historischen Etappen des Tourismus eingegangen.
Der Punkt vier befasst sich mit dem Wirtschaftsfaktor Tourismus und der Frage, welchen Stellenwert dieser in der Weltwirtschaft hat. Im Abschnitt fünf wird die Struktur der Branche in seine Einzelteile zerlegt. Die Nachfragegruppen sowie die verschiedenen Anbieter werden einzeln dargestellt und analysiert. Der sechste Punkt befasst sich mit den Trends und Prognosen für die Zukunft. Auch hier werden Nachfrage- und Anbietertrends getrennt voneinander betrachtet. Eine Zusammenfassung wird im Abschnitt sieben vorgenommen.
2 Begriffliche Grundlagen
Da es sich bei Tourismus um eine relativ weitläufige Thematik handelt, ist es sehr wichtig, dass man den Begriff so genau wie möglich abgrenzt. Dabei kommen einige Fragen auf, die geklärt werden sollten. Was ist Tourismus eigentlich? Was unterscheidet Tourismus von den Begriffen Fremdenverkehr bzw. Reiseverkehr?
Seitdem sich die Wissenschaft mit dem Thema Tourismus beschäftigt, sind verschiedene Versuche gestartet worden, diesen Begriff eindeutig
2 Entwicklung und Struktur im internationalen Tourismus
abzugrenzen. Dies erwies sich aber als äußerst schwierig, da das Phänomen „Reisen“ vielerlei Gestalt annehmen kann. (Vgl. Steinecke, 2006 S.12) Das Wort Tourismus stammt vom griechischen Wort „tornos“ , was soviel bedeutet wie zirkelähnliches Werkzeug und kam über das lateinische Wort „tonare“ (runden) sowie das französische Wort „tour“ in die englische und deutsche Sprache. All diese Wörter haben den Begriff der Rundung bzw. der zum Ausgangspunkt zurückkehrenden Wendung gemeinsam. Zusammengefasst kann man also sagen, dass eine Tour eine Reise vom üblichen Wohnort hin zu einem anderen Ort ist. An diesem anderen Ort bleibt man eine gewisse Zeit und kehrt letztendlich wieder zu seinem Ausgangspunkt zurück. Ein Tourist ist also jemand, der solch eine Tour macht (Vgl. Mundt, 2006 S. 2). Aus dem Wort „Tour“ ist nach dem deutsch-französischen Krieg im neuen deutschen Reich „Reise“, „Wanderung“ geworden, einzig die Bezeichnung „Tourist“ hat sich durchgesetzt. Beim Begriff „Reise“ allerdings ist das Wiederzurückkommen undefiniert. Dementsprechend wird auch der Begriff „Reiseverkehr“ definiert: Er umfasst alles Verlassen des eigentlichen bzw. ursprünglichen Wohnortes. Damit gehört der Umzug von einem Ort in einen anderen ebenso dazu wie das Auswandern oder die Flucht“ (s. Mundt, 2006 S. 2).
Der Begriff Fremdenverkehr ist ähnlich dem des Tourismus, mit dem kleinen Unterschied, dass beim Fremdenverkehr der Fremde aus der Unbekannten kommt und nach einer gewissen Zeit wieder als Fremdgebliebener dorthin verschwindet. Tourismus ist eher die Mobilität des Nichtfremden, der aus der eigenen Umwelt kommt und dahin auch wieder verschwindet. Eindeutig ist dies aber auch nicht, da es wieder der Tourist ist, der einen Ort aufsucht und bzw. sich seinem Ort abwendet (Vgl. Mundt, 2006 S. 3).
Mundt (2006, S.3) definiert Tourismus folgendermaßen: „Unter dem Oberbegriff Tourismus fasst man also alle Reisen, unabhängig von ihren Zielen und Zwecken, zusammen, die den zeitweisen Aufenthalt an einem anderen als den Wohnort einschließen und bei denen die Rückfahrt Bestandteil der Reise ist“. Als Vorteil wird allgemein angesehen, dass der Begriff „Tourismus“ in fast allen europäischen Sprachen ebenso Verwendung findet.
Auch der Begriff „Tourist“ wird auf unterschiedliche Weisen abgegrenzt. Die World Tourism Organization definiert ihn wie folgt: „Touristen sind
3 Entwicklung und Struktur im internationalen Tourismus
vorübergehende Besucher, die wenigstens eine Nacht und weniger als ein Jahr im Besuchsland verbringen“. Nach der Organization for Economic Cooperation and Development (OECD) versteht man unter Touristen „Personen, die sich mindestens 24 Stunden außerhalb ihres Wohnortes zu beruflichen, vergnüglichen oder anderen Zwecken aufhalten“ (s. Luft 2005, S. 19). Allerdings ist es fragwürdig, die Termini Tourismus und Tourist an die Bedingung einer Übernachtung festzumachen. Bei den heutigen Möglichkeiten, welche zu einer höheren Mobilität beigetragen haben, ergeben sich auch Gelegenheiten, Tagesausflüge in die Ferne zu unternehmen. Diese wären dann zum Teil auch ohne Übernachtung bzw. in weniger als 24 Stunden möglich (Vgl. Luft, 2005, S. 19).
3 Die Entwicklung im internationalen Tourismus
Neben der Festlegung der begrifflichen Grundlagen ist es notwendig die Veränderungen der Rahmenbedingungen sowie die historische Entwicklung des Tourismus näher zu betrachten. Diese beiden Punkte werden im folgenden Abschnitt ausführlich dargestellt.
3.1 Die Entwicklung der Rahmenbedingungen
Der Einfluss der Rahmenbedingungen ist ausschlaggebend für die Entwicklung im Tourismus. Rahmenbedingungen können in verschiedene Kategorien eingeteilt werden. Auf zwei dieser Bereiche wird hier das Hauptaugenmerk gelegt.
3.1.1 Bedürfnissituation
Ganz allgemein kann man sagen, dass für das Reisen individuelle Bedürfnisse verantwortlich sind. „Maslow´s Bedürfnispyramide“ verdeutlicht, dass man das Phänomen Reisen nicht ausschließlich einer einzigen Bedürfnisebene zuschreiben kann, sondern das diese die komplette Entwicklungsstruktur betrifft. So kann z. B. eine Kurreise als eine Art Existenzsicherung angesehen werden, wenn sie zur Wiederherstellung der Gesundheit dient. Religiöse
4 Entwicklung und Struktur im internationalen Tourismus
Menschen sehen Wallfahrten bzw. Pilgerreisen als eine Art Grundbedürfnis an, ihren Glauben zu stärken (Vgl. Luft 2005 S. 52). Gehobene Bedürfnisse können beispielsweise Reisen zu Verwandten oder Bekannten sein, um Kontakte aufrechtzuerhalten und mit vertrauten Personen zu kommunizieren. Zu den Luxusbedürfnissen kann man Urlaubsreisen zählen, obwohl die Bedeutung solch einer Reise auch vom Wohlstand der Personen abhängig ist. Nicht für jedermann bedeutet heutzutage Urlaub auch Luxus, denn die Einen sparen jahrelang für einen teuren Urlaub, für Andere sind mehrere Urlaube im Jahr schon die Normalität (Vgl. Luft 2005, S. 53). So lassen sich touristische Grundbedürfnisse heutzutage in fünf Gruppen unterteilen (s. Luft 2005, S. 54):
o Bedürfnis nach Erholung/Regeneration
o Bedürfnis nach Abwechselung und Ausgleich
o Bedürfnis nach Befreiung und Bindungen
o Bedürfnis nach Selbsterfahrung/Selbstfindung
o Bedürfnis nach Kommunikation
Durch den Einfluss der jeweiligen sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Situation, gepaart mit den Marketingaktivitäten der touristischen Anbieter entwickeln sich aus den touristischen Grundbedürfnissen die tatsächlichen Reisemotive sowie Reiseerwartungen (Vgl. Luft 2005, S. 54).
3.1.2 Gesellschaftliche Einflüsse
Zwar wird in Zukunft die Weltbevölkerung weiter zunehmen, aber im Gegensatz zu den Entwicklungsländern werden in einigen Ländern, wie z. B. in Deutschland, die Bevölkerungszahlen zurückgehen. Dies führt in solchen Ländern dazu, dass Nachfragepotentiale geringer werden und die Bevölkerung nach und nach überaltert. Die Folgen sind erhöhte Kosten für Gesundheit und Pflege sowie das Aus für den sogenannten Generationsvertrag der Alterssicherung, welcher dann nicht mehr zu finanzieren ist. Damit steigen die Ausgaben für private Altersvorsorgen und sonstige Absicherungen. Dies hat dann auch auf den Bereich Freizeit und Vergnügen Auswirkungen, da für diese Zwecke weniger Geld zur Verfügung steht (Vgl. Schröder, Widmann, Widmann 2005, S. 9).
5 Entwicklung und Struktur im internationalen Tourismus
Auch ändern sich die bisherigen Haushaltsstrukturen. Kleine kinderlose Haushalte, welche in ihrer Freizeit sehr aktiv und spontan sind, nehmen zu. Dagegen werden Familien mit Kindern immer weniger. Die Konsequenz daraus ist, dass sich die Nachfrage für Familien und Freizeitangebote durch andere Interessen verändert (Vgl. Luft 2005, S. 55).
Andererseits vollzieht sich schon seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein eindeutiger Wandel in Bezug auf Arbeit und Freizeit, denn die Verkürzung der Wochenarbeitszeit, gesetzlich festgelegter Urlaubsanspruch, eine höhere Lebenserwartung bei zeitgleicher Beschränkung der Lebensarbeitszeit sowie steigende Realeinkommen in breiten Bevölkerungsschichten eröffnen neue Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung der Freizeit (Vgl. Schröder, Widmann, Widmann 2005, S. 9).
Ein höheres Bildungsniveau bzw. ein höherer Bildungsgrad hat in den letzten dafür gesorgt, dass die Reiseintensität gestiegen ist. Ein direkter Zusammenhang ist eindeutig zu erkennen. Die Spanne zwischen denjenigen, die hohe Einkommen beziehen und denjenigen, die eher niedrige Einkommen erzielen, wird immer größer. Dies hat zur Folge, dass es auch im Tourismus zu Veränderungen kommt. Die Spanne zwischen Billigtourismus und anspruchsvollem Tourismus klafft immer weiter auseinander (Vgl. Luft 2005, S. 55).
Aber nicht nur das Bildungsniveau hat sich verändert, auch die Lebenseinstellung ist eine andere geworden. „Heutzutage arbeitet man, um zu leben und seine Freizeit zu genießen“ (s. Luft 2005, S.55). Dabei werden Begriffe wie Erlebnis, Genießen, Wellness und Wohlbefinden immer wichtiger, speziell für die Akteure im Marketing.
3.2 Die historische Entwicklung im internationalen Tourismus
Warum der heutige Tourismus so zum Phänomen in der Neuzeit geworden ist, zeigt ein historischer Rückblick auf die in den verschiedenen Abschnitten herrschenden politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Dabei ist eindeutig zu erkennen, dass die uns heute bekannten Motive teilweise auch schon im Altertum existierten (Vgl. Hafner 1998, S. 17).
Arbeit zitieren:
Dipl. Betriebswirt (FH) Dirk Holzapfel, 2007, Entwicklung und Struktur im internationalen Tourismus, München, GRIN Verlag GmbH
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