Vorwort 1
I. Charakteristik des Unternehmens 5
1.1 Eigentums- und Beteiligungsverhältnisse 5
1.2 Organe und Organisation des Unternehmens. 5
1.2.1 Organisation 5
1.3 Unternehmensleitbild der Süddeutschen Verlag GmbH 7
1.4 Stadien der Unternehmensentwicklung. 7
1.5 Charakteristik der Ausgangslage. 8
II. Struktur und Entwicklung des Gesamtmarktes und wichtiger Teilmärkte. 10
2.1 Marktvolumen 10
2.2 Marktanteil 12
2.3 Marktausschöpfung und Marktpotential 14
2.4 Endabnehmer (Verbraucher/Verwender) 16
2.4.1 Art und Struktur der Abnehmer insgesamt 16
2.4.2 Spezifische Merkmale der Verbraucher 16
2.5 Konkurrenten insgesamt. 25
2.5.1 Art und Struktur der Konkurrenz insgesamt 25
2.5.2 Spezifische Merkmale der Konkurrenz. 27
2.5.3 Perspektiven der Konkurrenten und des Wettbewerbs 30
2.5.4 Potentielle Wettbewerber 31
2.6. Handel - Handelsstruktur des Zeitungs- und Zeitschriftenmarktes. 31
III. Bedingungen und Perspektiven relevanter Umweltbereiche 34
3.1 Gesamtwirtschaftlichen Bedingungen und Veränderungen. 34
3.1.1 Die Allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland. 34
3.1.2 Die Entwicklung wichtiger Konjunkturdaten in Deutschland im Einzelnen 35
3.1.3 Gesellschaftliche Bedingungen und Veränderungen 37
3.1.4 Gesellschaftlicher Wertewandel. 39
2
IV. Situation und Position des Unternehmens. 41
4.1 Marktpositions- und Marktpsychologische Analysen. 41
4.1.1 Absatzentwicklung im Gesamtmarkt und Teilmarkt 41
4.2 Chancen und Bedrohungen (Risiken) im Markt 42
4.3 Stärken und Schwächen des Unternehmens. 45
4.4 SWOT-Analyse 45
V. Festlegung der Marketing- und Unternehmensziele (Zielprogramm) 47
5.1 Meta-Ziele des Unternehmens 47
5.1.1 Basic Beliefs: 47
5.1.2 Mission und Vision: 48
5.2 Unternehmensziele bzw. Oberziele des Unternehmens (Gewinn, Kapitalrentabilität,
Umsatzrentabilit ät, Kapitalumschlag) 48
5.3 Marketingziele. 49
5.3.1 Marktökonomische Ziele. 49
5.3.2 Marktpsychologische Ziele (Kommunikationsziele) 50
VI. Wahl der marketing-strategischen Optionen (Strategieprofil) 53
6.1. Bestimmung des marketing-strategischen Basiskonzepts. 53
6.1.1 Marktfeld-strategische Festlegung 53
6.1.2 Marktstimulierungs-strategische Festlegung (Präferenz- oder Preis-Mengen
Strategie ) 55
6.1.3 Festlegung der Marktparzellierungsstrategie 57
6.1.4 Festlegung der Marktarealstrategie 57
6.2 Bestimmung des Strategieprofils insgesamt. 58
6.3. Wettbewerbsstrategische Handlungsmuster. 59
VII. Einsatz der marketing-politischen Instrumente. 61
7.1 Produkt- und Programmpolitik. 61
7.1.1 Produktpolitik. 61
7.1.2 Programmpolitik. 65
3
7.1.3 Preis und Konditionenpolitik 66
7.2 Festlegung der distributionspolitischen Instrumente. 68
7.2.1 Absatzwege 69
7.2.2 Aufbau und Steuerung der Absatzorganisation. 71
7.2.3 System der Absatzlogistik. 71
7.3 Festlegung der kommunikationspolitischen Instrumente. 72
7.3.1 Werbung 73
7.3.1.1 Copy-Strategie. 73
7.4 Kommunikationsmittelstrategie 74
7.4.1 Klassische Werbung. 74
7.4.1.1 Anzeigen. 75
7.4.1.2 Fernsehwerbung 77
7.4.1.3 Außenwerbung 79
7.4.2 Direktmarketing 86
7.4.3 Verkaufsförderung 86
7.6 Ansatzpunkte und Einsatzstufen des Electronic bzw. Multimedia-Marketing 88
7.6.1 Computer-orientiertes Marketing, als „Marketinginstrument“ 89
VI,I. Marketingplanung. 91
8.1 Kurzfristige Planung 91
8.1.1 Mediadatenpreisliste. 92
8.2 Mittelfristige Planung. 93
8.3 Langfristige Planung 93
IX. Aktivitätenplanung 94
Literaturverzeichnis. 95
Offline Medien 95
Online Medien. 96
Abbildungsverzeichnis : 97
4
I. Charakteristik des Unternehmens
1.1 Eigentums- und Beteiligungsverhältnisse
Die Süddeutsche Verlags GmbH ist in Deutschland einer der führenden Medienkonzerne, der in der Bundesrepublik an 52, davon an 38 mehrheitlich, und im europäischen Ausland an sieben Unternehmen beteiligt ist.
Die Eigentümerstruktur stellt sich wie folgt dar:
N Familienstamm Friedmann: 18,75 %
N Familienstamm Goldschagg: 18,75 %
N Familienstamm von Seidlein: 18,75 %
N Südwestdeutsche Medien Holding: 18,75 %
N Familienstamm Schwingenstein: 16,67 %
N Familienstamm Dürrmeier: 8,33 %
1.2 Organe und Organisation des Unternehmens
Als überwiegend national tätige GmbH mit Sitz in München unterliegt die Süddeutsche Verlags GmbH den Vorschriften des GmbH Gesetzes und des Handelsgesetzbuches, sowie den Bestimmungen der Satzung. Als Organe einer GmbH sind der Aufsichtsrat, die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung zu nennen. Der Konzern wird von zwei Geschäftsführern geleitet.
1.2.1 Organisation
Im Jahr 2002 beschäftigte die Mediengruppe knapp 5.000 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 719,9 Mio. € (2001: 808,0 Mio. €). 1
1 Vgl.: http://www.sueddeutscher-verlag.de/index.php?idcat=224
5
Dieser Umsatz verteilt sich auf fünf Geschäftsfelder.
Zeitungen
Zeitungen sind das wichtigste und größte Geschäftsfeld des Süddeutschen Verlages. Der in der Vergangenheit erzielte Erfolg mit den Zeitungen, wie etwa der „Süddeutschen Zeitungen“, ermöglichte der Mediengruppe über die Jahrzehnte zu einem der größten deutschen Verlagshäuser zu wachsen. 2
Fachzeitschriften
Der Unternehmensbereich Fachinformationen ist nach den Zeitungen das wichtigste und umsatzstärkste Standbein der Mediengruppe. In der Konzerntochter Süddeutscher Verlag Hüthig Fachinformationen GmbH (SVHFI) sind alle Aktivitäten, die Fachzeitschriften betreffen, gebündelt. Der SVHFI ist einer der führenden deutschen Fachinformationsverlage. Mit seinen fast 30 Tochterunternehmen verlegt er ca. 150 Zeitschriften, tausende Bücher, Loseblatt-Werke, CDs und DVDs. 3
Drucktechnik
Der Konzern bietet an zwei Standorten drucktechnische Dienstleistungen an. Hierzu gehören der reine Zeitungsdruck sowie die Vorstufentechnik, Satz und Repro. 4 , In München werden die „Süddeutsche Zeitung“ und Teilauflagen von anderen Verlagshäusern (Bild, Die Zeit, Die Welt) gedruckt.
Elektronische Medien
Der Süddeutsche Verlag engagiert sich sehr stark am Onlinemarkt, da er dies als Investition in die Zukunft ansieht. Es gibt für fast jeden Print Titel einen Onlineauftritt, der eigenständig, aber printbegleitend und crossmedial auftritt. Eigens hierfür hat die Mediengruppe die Tochtergesellschaft sueddeutsche.de gegründet um printunabhängige Geschäftsfelder im Onlinebereich aufzubauen. Hierzu gehören Onlineanzeigenmärkte für Stellen, Kraftfahrzeuge und Immobilien.
2 Vgl.: http://www.sueddeutscher-verlag.de/index.php?idcat=2
3 Vgl.: http://www.sueddeutscher-verlag.de/index.php?idcat=35
4 Vgl.: http://www.sueddeutscher-verlag.de/index.php?idcat=33
6
TV und Radio
Der Süddeutsche Verlag hält über die SV Teleradio GmbH verschiedene Beteiligungen an lokalen und regionalen Radiosendern in Süddeutschland, u.a. an Radio Gong und dem Radio Fürstenfeldbruck.
Darüber hinaus ist der Konzern mit der Süddeutsche TV GmbH auch im Markt der Fernsehproduktionen tätig. 5
Dienstleistungen
Das fünfte Standbein des Konzerns sind Dienstleistungen, die Tochterfirmen ursprünglich nur für das eigene Haus erbracht haben. Allerdings haben sich die Tochterfirmen auch außerhalb der Unternehmensgruppe erfolgreich etabliert und erbringen Leistungen wie etwa moderne Archivlösungen, das Betreiben einer der größten deutschen Pressedatenbanken, sowie Logistikdienstleistungen. 6
1.3 Unternehmensleitbild der Süddeutschen Verlag GmbH
N Der Süddeutsche Verlag sieht sich als eine unabhängige Mediengruppe. N Das Kapital und das Management sind getrennt.
N Der Süddeutsche Verlag versteht sich als parteipolitisch und weltanschaulich ungebunden und versucht durch Verbreitung von Information eine freie Meinungsbildung und eine liberale und tolerante Grundhaltung zu fördern.
Es ist das Ziel, das sich die Produkte des Verlages durch hervorragende journalistische Arbeit, eine hohe gestalterische und technische Qualität und einer überdurchschnittlichen Kundenzufriedenheit auszeichnen. 7
1.4 Stadien der Unternehmensentwicklung
Am 06. Oktober 1945 erhalten die Verleger August Schwingenstein, Edmund Goldschagg und Dr. Franz Josef Schöningh die sogenannte Licence No.1 von der US-Militärregierung und verlegen mit der Süddeutschen Zeitung die erste Zeitung in Bayern nach dem Krieg.
5 Vgl. : http://www.sueddeutscher-verlag.de/index.php?idcat=97
6 Vgl. : http://www.sueddeutscher-verlag.de/index.php?idcat=105
7 Vgl. : http://www.sueddeutscher-verlag.de/index.php?idcat=117
7
Werner Friedmann wird am 02. August 1946 vierter Lizenzträger. 1947 gründen die vier Lizenzträger die Süddeutsche Verlags GmbH und beschließen einen Gesellschaftervertrag. Bereits drei Jahre später werden die Buchverlage gegründet. 1952 wird Verlagsdirektor Hans Dürrmeier fünfter Gesellschafter.
Die Jahre 1960-1974 sind geprägt durch zahlreiche Akquisitionen, wie beispielsweise die Karl Wenschow GmbH oder der Südwest-Verlag GmbH & Co KG. Auch wird in dieser Zeit ein Netz von Auslandskorrespondenten aufgebaut.
In den Folgejahren veröffentlicht die Süddeutsche Zeitung sieben Landkreisausgaben für die Regionen um München.
Von 1982-1988 wird die Expansion des Konzerns weiter vorangetrieben. Es wird ein neues Druckzentrum in München-Steinhausen aufgebaut und zahlreiche Beteiligungen erworben, u.a. 12,5 % an der Verlagsgruppe Münchner Merkur und der Erwerb der F. Rehm GmbH. Darüber hinaus werden auch neue Gesellschaften unter dem Dach des Konzerns gegründet (SV-Kommunalschriften-Druckerei GmbH, Süd-DATA Verlagsrechenzentrum GmbH). Im Jahr 1990 nutzt der Verlag die Wiedervereinigung und übernimmt mehrere Ostdeutsche Verlage (Vogtländisches Verlagshaus GmbH, Westsachsen Verlag GmbH, Sachsenpost Verlag GmbH, Thüringenpost Verlag GmbH, Dresdner Zeitungsverlag GmbH). Mit der Gründung der SV Teleradio Produktions- und Beteiligungsgesellschaft für elektronische Medien mbH baut der Konzern ein neues Geschäftsfeld auf und versteht sich mehr und mehr als breit aufgestellter Medienkonzern.
Bis heute hat der Konzern seine Strategie der zahlreichen Beteiligungen oder kompletten Übernahmen anderer Unternehmen fortgeführt und hat sich daher zu einem der zehn größten Medienhäusern in Deutschland entwickelt. 8
1.5 Charakteristik der Ausgangslage
Das Jahr 2002 war, genauso wie das Jahr 2001, ein unbefriedigendes Jahr für die Süddeutsche Verlag GmbH. Bei sinkenden Umsätzen in Höhe von 719,9 Mio. € (Vorjahr: 808,0 Mio. €) erwirtschaftete der Konzern einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 76,6 Mio. € (Vorjahr: -43,9
8 Vgl.: http://www.sueddeutscher-verlag.de/index.php?idcat=224
8
Mio. €). Bemerkenswert ist, dass obwohl das Kernprodukt des Konzerns, die „Süddeutsche Zeitung“, eine kontinuierliche Steigerung der Auflage verzeichnet, das Unternehmen aber trotzdem sinkende Umsätze in diesem Geschäftsfeld verzeichnen muss. Dies ist auf die allgemein schlechte Konjunktur zurückzuführen und damit einhergehend, den stark sinkenden Einnahmen aus dem Anzeigengeschäft. Bei der Süddeutschen Zeitung betrug der Rückgang 50 Prozent.
Deshalb war das Jahr 2003 von Restrukturierungen sowie einer Kapitalerhöhung und Neuaufnahme eines sechsten Gesellschafters geprägt.
Die bisher veröffentlichten Daten lassen den Schluss zu, dass der Konzern 2003 in die Gewinnzone zurückgekehrt ist.
9
II. Struktur und Entwicklung des Gesamtmarktes und wichtiger
Teilmärkte
2.1 Marktvolumen
Der Begriff Marktvolumen wird nach Meffert als „...die gegenwärtig realisierte Absatzmenge der Produktgattung einer ganzen Branche“ definiert. In der folgenden Analyse des Marktvolumens gehen wir vom Umsatzvolumen aus.
Der Umsatz im Printmedienbereich setzt sich zusammen aus Anzeigen, Beilagen und dem Vertrieb.
Abb.1: Kosten- und Erlösstruktur: Durchschnittswerte der Abonnementzeitungen in der Bundesrepublik Deutschland 2002 (alte Bundesländer) in Prozent Quelle: BDZV
Das Umsatzvolumen aller periodischen Druckerzeugnisse, die sich mit Sport beschäftigen, lag 2002 bei 8,83 Mrd. €, der durch die Tageszeitungen erreicht wurde. 9 Davon wurden allein durch die Werbeinnahmen 4,1Mrd. € erwirtschaftet. 10 Sportzeitschriften erwirtschafteten 2003 durch Anzeigen Bruttoumsätze von 153,6Mio. €. Damit haben sie im Teilmarkt der
9 http\\ www.bdzv.de, zur Lage der Zeitungen in Deutschland
10 Medien &Trends, Bauer Verlag
10
Publikumszeitschriften, die aus Werbeeinnahmen einen Jahresumsatz von ca. 1,9 Mrd. € erwirtschaften einen Anteil von 8,1 %.
Da für diesen Bereich keine zuverlässigen Erhebungen gefunden werden konnten berechnen wir den Gesamtumsatz der Sportzeitschriften mit der o.g. Formel. Demnach sind 153,6 Mio. € aus Werbeeinnahmen 48,3% vom Gesamtumsatz.
Weitere 135 Mio. € werden durch den Vertrieb umgesetzt und 29 Mio. € entsprechen 9,2% und werden durch Fremdbeilagen eingenommen. Demnach erwirtschafteten die Sportzeitschriften einen Gesamtumsatz von 318 Mio. €. Das ergibt ein Umsatzvolumen des Gesamtmarktes von näherungsweise 9 Mrd. €.
Der relevante Teilmarkt setzt sich aus allen, wöchentlich und zweiwöchentlich erscheinen Sportzeitschriften zusammen. Das sind:
- Kicker (Montag)
- Kicker (Donnerstag)
- Sport Bild (wö)
- Bravo Sport(14-tägig)
Abb. 2: Aufstellung der Zahlen zur Ermittlung des Umsatzes aus Vertrieb
Quelle: Eigene Darstellung
Diese erwirtschaften durch den Vertrieb ca. 48,10 €. Auch hier konnten keine konkreten, zuverlässigen Daten ermittelt werden und behelfsweise wurde ein ungefährer Orientierungswert berechnet.
11
So ergibt sich, gemäß der Formel vom Bundesverband deutscher Zeitschriftenverleger ein Gesamtumsatzvolumen aus Anzeigen, Vertrieb und Fremdbeilagen von 114 Mio. €. 11
2.2 Marktanteil
Die Tageszeitungen haben mit Werbeeinnahmen von 4,1 Mrd. € den größten Marktanteil im Bezug auf den gesamten Medienmarkt.
Abb. 3: Werbevolumen aller Medien in der BRD
Quelle: www.bdzv.de
Vertrieb (42,6%) Anzeigen (48,3%)
Fremdbeilagen (9,2%)
12
Den Marktanteil einzelner Titel stellen wir hier anhand der täglichen Auflagenzahlen dar. In Deutschland gibt es, laut dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (kurz BDZV), 349 Zeitungen mit einer Gesamtauflage von 28,8 Mio. Einheiten. Diese 28,8 Mio. Einheiten bilden dementsprechend bei der Darstellung der Marktanteile einzelner Tageszeitungstitel die Basis von 100%.
Abb. 5: Marktanteile einzelner Tageszeitungstitel
Quelle: Eigene Darstellung nach Daten des IVW
13
Des weiteren gibt es laut der Informationsgesellschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (kurz: IVW) 214 Zeitschriften (davon allerdings nur 69 IVW-analysiert), die sich periodisch mit dem Thema Sport auseinandersetzen.
Diese haben laut IVW eine jährliche Gesamtauflage von 78,1 Mio. Einheiten, die ebenfalls als Basis von 100% definiert werden.
Im Bezug auf den relevanten Teilmarkt der bis zu zweiwöchentlich erscheinenden Sportzeitschriften sehen die Marktanteile wie folgt aus.
Abb. 6: Marktanteile des relevanten Teilmarktes.
Quelle: Eigene Darstellung nach Daten des IVW
2.3 Marktausschöpfung und Marktpotential
Jeden Tag erscheinen tägliche Sportzeitschriften und machen den großen politischen Tageszeitungen kräftig Konkurrenz in der Gunst der Käufer am Kiosk - die Sporttageszeitungen: Beispielsweise „La Gazetta dello Sport“ in Italien, „L’Equipe“ in Frankreich, „Marca“ in Spanien, „FotoMac“ in der Türkei oder „Sport“ in Polen. Die täglich erscheinende Sportzeitung - ein publizistisches Phänomen, das es im sportbegeisterten Deutschland interessanterweise nicht gibt, obwohl der Sportteil von 42 % der Tageszeitungsleser, mit wachsender Tendenz, im allgemeinen immer gelesen wird und die
14
regelmäßig (wöchentlich, zweiwöchentlich) erscheinenden Sportzeitschriften insgesamt einen Marktanteil von 40% haben.
Abb. 7: Was in der Tageszeitung interessiert -Vergleich 1991 und 2003
Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach, IfD Archiv 5049/7040
So liegen die Sportzeitschriften mit ihrer Kernleserschaft bei 3% der gesamten Zeitschriftenleser, d.h. im relativen Mittelfeld.
15
Abb. 8: Kernleser von Special-Interest-Zeitschriften Quelle PZ-online
2.4 Endabnehmer (Verbraucher/Verwender)
2.4.1 Art und Struktur der Abnehmer insgesamt
Die „Kunden“ einer Zeitung können in zwei Gruppen geteilt werden. Auf der einen Seite gibt es die Leser, auf der anderen die Inserenten.
Leser
Bei der pz-online Verbraucheranalyse 2003/3 werden auf einer Basis von 64,43 Mio. Verbrauchern (14 Jahre und älter), diese auf verschiedene Kriterien hin untersucht. Zunächst muss festgestellt werden, dass an der Untersuchung zu 47,9 % Männer und zu 52,1% Frauen beteiligt sind. Diese sind unterteilt in Altersgruppen, Familienstand, nach ihrer geographischen Zugehörigkeit, sowie nach ihren Einkommensklassen und ihrem Bildungsstand.
2.4.2 Spezifische Merkmale der Verbraucher
Im Folgenden wird der Gesamtmarkt der BRD auf ein Marktsegment mit potentiellen Abnehmern reduziert. Dabei werden geographische, soziodemographische und soziökonomische Kriterien berücksichtigt.
16
Geographisch
Vergleicht man zunächst die alten mit den neuen Bundesländern, so stellt man fest, dass Tageszeitungen in beiden Teilen gerne bzw. besonders gelesen werden, wobei allerdings ein etwas größeres Interesse in den alten Ländern besteht. Betrachtet man das Leseinteresse in Bezug auf Sportberichte, so stellt man gleiches fest.
Untersucht man die einzelnen Bundesländer nach den selben Kriterien, stellt man fest, dass NRW zahlenmäßig an erster Stelle steht. Das hängt vor allem damit zusammen, dass NRW die höchste Bevölkerungsdichte in der BRD hat und damit 21,3 % der gesamten Bevölkerung ausmacht. Bezieht man die Zahlen der Interessierten jeweils auf die Größe der Bundesländer, so steht Sachsen-Anhalt beim Interesse an Sportberichten an erster Stelle und Bayern in Bezug auf das Leseinteresse an einer Tageszeitung (vgl. Abb. 9). Um den Markt noch genauer zu betrachten, teilt man die Bevölkerung in Gemeindegrößenklassen auf. Generell kann man sagen, dass durch alle Gemeindegrößenklassen hindurch gerne eine Tageszeitung gelesen wird, sowie auch speziell die Sportberichte. Allerdings kann man eine leicht steigende Tendenz in den kleineren Klassen erkennen (bis unter 50.000 Einwohner).
17
Abb. 9:Leseinteresse Sport und Tageszeitungen in den Bundesländern Quelle: http://145.243.189.193/start/mp/start.asp?va
Soziodemographisch
N Geschlecht:
Vergleicht man Frauen und Männer miteinander, so stellt sich heraus, dass mit 46,3 % bis 53,7 % von beiden Geschlechtern gerne Tageszeitungen gelesen werden. In Bezug auf Sportberichte zeichnet sich hingegen eine starke Tendenz ab, denn von allen, die an Sportberichten interessiert sind (23,65 Mio.), sind über 80% Männer. N Alter
Weiterhin wurde die Basis von 64,43 Mio. in Altersgruppen eingeteilt. Zahlen-, sowie verhältnismäßig ist das Lesen einer Tageszeitung besonders beliebt bei der Bevölkerung ab 40 Jahren aufwärts (bis über 70 Jahre).
18
Beim Interesse an Sportberichten stellt sich die Situation anders dar. Verhältnismäßig sind es die 14-19 jährigen, die ein besonderes Interesse an Sportberichten haben. Die 30-49 jährigen liegen zahlenmäßig an der Spitze.
Abb. 10:Leseinteresse Sport und Tageszeitungen in den Altersklassen
Quelle: http://145.243.189.193/start/mp/start.asp?va
N Familienstand
Mit 37,6 Mio. sind die Verheirateten die am stärksten vertretene Gruppe aus der Basis. zahlenmäßig, sowie in Bezug auf ihre Größe haben sie im Vergleich zu den anderen Gruppen das größte Interesse an einer Tageszeitung.
Ebenfalls in Bezug auf Sportberichte sind sie zahlenmäßig vorne (14,25 Mio. von 37,6 Mio. =37,9%) allerdings stehen die Ledigen im Verhältnis zur Größe ihrer Gruppe an erster Stelle (42,9%).
19
Abb. 11: Leseinteresse Sport und Tageszeitungen in den Altersklassen Quelle: http://145.243.189.193/start/mp/start.asp?va
Sozioökonomisch
Bei der Sozioökonomischen Betrachtung der Verbraucher wurden diese auf ihr persönliches Netto-Einkommen (im Folgenden PN-Einkommen) und ihre Schulbildung bzw. Berufsausbildung untersucht.
N Einkommen
Auch hier muss wieder in eine zahlenmäßige und verhältnismäßige Betrachtungsweise unterschieden werden.
Mit 3,8 Mio. liegt das größte Interesse an Sportberichten bei der Bevölkerungsgruppe, die ein PN-Einkommen von 1.250 € bis unter 1.500 € pro Monat zur Verfügung haben. Schaut man sich die Zahlen wiederum im Verhältnis an, also Größe der Bevölkerungsgruppe zur Anzahl der Interessierten dieser Gruppe, so wird deutlich, dass das größte Interesse bei denjenigen besteht, die ein PN-Einkommen von 3.000 € bis unter 4.500 € haben.
Zahlenmäßig liegt die Gruppe der Bürger, die sehr gerne eine Tageszeitung lesen, mit einem PN-Einkommen von 1.000 € bis unter 1.250 € vorne. Verhältnismäßig handelt es sich aber um diejenigen, die 4.000 € und mehr verdienen.
20
Arbeit zitieren:
Sascha Vogel, 2004, Marketingkonzeption der täglichen, national erscheinenden Sportzeitung "TagesSport", München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Das Handelsblatt - Profil und Portrait
Medien / Kommunikation - Printmedien, Presse
Hausarbeit, 16 Seiten
Weblogs in der externen Unternehmenskommunikation
Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management
Hausarbeit, 25 Seiten
Marketingkonzept für die Barrierefreiheit von persönlichen Gesundheits...
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Diplomarbeit, 132 Seiten
Marketingstrategien Rosenbauer AG
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 15 Seiten
Ein Marketingkonzept für Einzelsportler
Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
Hausarbeit (Hauptseminar), 14 Seiten
Entwurf eines Sponsoring-Konzepts für einen Breitensportverein
Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
Hausarbeit, 27 Seiten
Des Fußballs neue Kleider - Eine interpretative Diskursanalyse über da...
Am Beispiel von „11 Freunde“, ...
Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Diplomarbeit, 189 Seiten
Sascha Vogel hat einen neuen Text hochgeladen
National Image & Competitive Advantage: The Theory and Practice of Pla...
Eugene D. Jaffe, Israel D. Nebenzahl
Boomwhackers im Kreis Das DrumCircle-Konzept mit Boomwhackers
Das DrumCircle-Konzept mit Boo...
Andreas von Hoff
0 Kommentare