Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Zeittafel 3
3. Die Zeit der Kelten. 5
4. Die Ausbreitung des Christentums. 7
5. Das goldene Zeitalter 9
6. Das Hochkönigtum und die Wikingerkriege. 12
7. Literatur. 15
2
1. Einleitung
Kennzeichnend für die irische Geschichte von der Einwanderung der Kelten bis zum Ende der Wikingerkriege sind die Sonderwege, die die irische Gesellschaft im Gegensatz zu den Gesellschaften auf dem europäischen Kontinent gegangen war.
Die nach Irland eingewanderten Kelten gehörten zwar einer großen Kulturgemeinschaft an, entwickelten jedoch eine andere Form des Zusammenlebens als die auf dem europäischen Festland lebenden Kelten. Auch nach der Christianisierung Irlands entwickelte sich auf der Insel eine besondere Form der Kirchenstruktur. Während sich auf dem europäischen Kontinent die diözesane und episkopale Kirchenstruktur entwickelte, setzte sich in Irland rasch die monastische Form durch. 1 „Thereafter it developed a highly literate society which has left a substantial corpus of literature in both Latin and irish, alloweing us to form a mental picture of dark-Age Irland that is clearer than that offered by most other European countries.” 2 Auf Ereignisse, sowie auf bedeutende Personen der irischen Geschichte wird hier, aufgrund der Größe des zu behandelnden Zeitraums, nur vereinzelt eingegangen. Stattdessen soll ein Überblick über die verschiedenen Strukturen der irischen Gesellschaft und deren Besonderheiten gegeben werden.
2. Zeittafel
¾ 6.-3. Jh. v. Chr. Einwanderung der Kelten
¾ 4.-6. Jh. n. Chr. Iren greifen vermehrt die Westküste Britanniens an, Beginn der Christianisierung Irlands, älteste Schriftzeugnisse in irischer Sprache
¾ 431 Palladius Missionar in Irland
¾ 432-457/493 Missionstätigkeit des hl. Patrick in Irland
¾ 563 Hl. Columba gründet das Kloster Iona
¾ um 590 Beginn der Missionstätigkeit des hl. Columban auf dem Kontinent
¾ 6.-7. Jh. Blütezeit der irischen Kultur
¾ 664 Synode von Whitby, Übernahme der röm. Osterfestrechnung für angelsächsische Gebiete in Britannien, Rückzug irischer Mönche aus Britannien nach Irland
------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 1.Jürgen Elvert, Geschichte Irlands. München, 1999, 87
2. Sean Duffy, Atlas of Irish History. Dublin, 1997, 11
3
¾ 7.-9. Jh. Missionstätigkeit irischer Missionare auf dem Kontinent und in Britannien
¾ 8. Jh. Bildung verschiedener Dynastien in Irland: Munster (Eóganacht), Connacht (Uí Briúin), leinster und Armagh (Uí Néill)
¾ 807 Neuerrichtung des Klosters von Kells
¾ 9.-10. Jh. Wikingereinfälle und Siedlungsgründungen
¾ 841 Wikinger gründen Dublin
¾ 846-862 Maelsechnaill I. Oberkönig der Uí Néill, Hochkönig von Irland
¾ 919 Schlacht von Dublin
¾ 10. Jh. Gründung der Bistümer Dublin, Waterford und Limerick
¾ 997 Irland wird zwischen dem König von Munster, Brian Ború und Maelsechnaill II, Oberkönig der Uí Néill aufgeteilt
¾ 999 Schlacht von Glenn Máma
¾ 1002-1014 Brian Ború Hochkönig von Irland
¾ 1014 Schlacht von Clontarf, Tod Brian Borús
¾ 1093-1114 Muirchertach O´Brien, König von Munster und Hochkönig von Irland
¾ 1101 Synode von Cashel
¾ 1106-1156 Turlough O´Conor, König von Connacht, irischer Hochkönig
¾ 1142/1157 In Mellifont Gründung des ersten Zisterzienserklosters auf irischem Boden
¾ 1152 Synode von Kells
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 3.Jürgen Elvert, Geschichte Irlands (s. Anm1), 481-482
4
3. Die Zeit der Kelten
Bis heute fehlen aufschlussreiche archäologische Nachweise über Art und Zeitpunkt der keltischen Einwanderung nach Irland. Die ersten keltischen Siedler gehörten jedoch nicht zu der großen Einwanderungswelle des 5. vorchristlichen Jahrhunderts, welche die britische Insel überflutete. Dies kann aufgrund sprachlicher Untersuchungen belegt werden. Möglich wäre auch eine Wanderung iberischer Kelten nach Irland im 6. Jahrhundert vor Chr. 4 Die irischen Kelten gehörten ebenso wie die britischen Kelten einer großen Kulturgemeinschaft an, die sich über weite Teile Europas ausbreitete. (Balkan, Alpen, südwestliche Gebiete in Deutschland, Frankreich, Spanien und eben Großbritannien und Irland). Im Gegensatz zu der kontinentalen keltischen Kultur konnten für das vorchristliche Irland bisher keine stadtähnlichen, befestigten Siedlungen nachgewiesen werden. 5
„Stattdessen scheinen unzählige regionale und lokale Führer in eher bescheidenen befestigten „Herrensitzen“ gelebt zu haben, denen sicher keine urbanen Funktionen zugesprochen werden können.“ 6
Für die irischen Kelten war die Grundform des Zusammenlebens die Familie (fine), der bis zu vier Generationen angehören konnten. „Eine vollständige Familie wurde in Irland als deirbhfine bezeichnet und umfasste vier Generationen vom cenn fine (Vater, Familienoberhaupt) bis zum Großneffen. Hier lag die Grenzlinie, hinter der eine neue Familienstruktur begann.“ 7 Mehrere Familien lebten zusammen in einem größeren Territorium und bildeten dann den Stamm (tuath) dem ein König (ri) vorstand. Die Familie war verantwortlich für die Taten ihrer Mitglieder und war auch der Rache verpflichtet, wenn ein Familienangehöriger getötet wurde. Oftmals wurde anstelle der Blutrache die Zahlung von Blutgeld akzeptiert. 8 Mehrere „tuatha“ konnten sich zu einer größeren Einheit zusammenschließen. Dies geschah öfter in Gebieten, in denen sich überregional bedeutende sakrale Stätten befanden. Bündnisse zwischen verschiedenen „tuatha“ aufgrund gemeinsamer Interessen waren meist nur von kurzer Dauer. So entstand schon in frühester keltischer Zeit in Irland ein ausgedehntes, aber auch sehr wechselhaftes Bündnissystem oberhalb der Stammesebene, aus dem sich im Laufe der Zeit die vier Provinzen Ulster, Leinster, Munster und Connacht herausbildeten. Grund und Boden befanden sich in keltisch-irischer Zeit in Familienbesitz, so dass der Besitz ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 4.J. Elvert, Geschichte Irlands (s. Anm. 1), 36
5. J. Elvert, Geschichte Irlands (s. Anm. 1), 37
6. J. Elvert, Geschichte Irlands (s. Anm. 1), 37
7. J. Elvert, Geschichte Irlands (s. Anm. 1), 4
8. T. W. Moody and F.X. Martin, The Course of Irish History. Dublin 1994, 49
5
Arbeit zitieren:
Andreas Plug, 2004, Die Geschichte Irlands von der Einwanderung der Kelten bis zur Erneuerung der irischen Kirche im 12. Jahrhundert, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Andreas Plug's Text Die Geschichte Irlands von der Einwanderung der Kelten bis zur Erneuerung der irischen Kirche im 12. Jahrhundert ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Andreas Plug hat den Text Die Geschichte Irlands von der Einwanderung der Kelten bis zur Erneuerung der irischen Kirche im 12. Jahrhundert veröffentlicht
Andreas Plug hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare