1. Die Entwicklung des Freizeitsports 3
1.1 Das Freizeitangebot jetzt und vor 40 Jahren 3
1.2 Folgerungen für das Sporttreiben allgemein 4
2. Was ist eine Erlebnisgesellschaft? 5
2.1 Vermehrung der Möglichkeiten und Entscheidungssog 5
2.2 Wandel der Lebensauffassung: Innenorientierung statt Außenorientierung 6
2.3 Der kategorische Imperativ unserer Zeit: „Erlebe dein Leben“ 6
2.4 Von der Unsicherheit zu Enttäuschung 6
3. Die Erlebnisgesellschaft und Risikosport 7
3.1 Einordnung des Risikosports 7
3.2 Mögliche Risikosportarten 8
3.3 Was macht eine Sportart zum Risikosport 9
3.4 Warum treiben Menschen Risikosport? Erklärungsversuche 9
3.4.1 Motivbündel der 3 Faktoren 9
3.4.2 theoretisch psychologische Erklärungsansätze 10
3.5 Folgerungen für den Freizeitsport in der Erlebnis- und in der Risikogesellschaft 12
3.6 Ausgewählte Risikosportarten und ihre Bedeutung für den Freizeitsport 13
3.6.1 Wildwasserkajak 13
3.6.2 Windsurfen 14
4. Zusammenfassung 16
5. Literatur 17
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1. Die Entwicklung des Freizeitsports
1.1 Das Freizeitangebot jetzt und vor 40 Jahren
In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts begann sich die Erlebnisgesellschaft herauszubilden. Der Arbeitsprozess begann sich technischen Fortschritten anzupassen, die materielle Knappheit wurde nach und nach beseitigt und es begann eine Umstrukturierung der gesamten Arbeitsplanung. Viele Tätigkeiten wurden durch Technologien ersetzt und soziale Modelle setzten sich durch, woraufhin die Arbeitszeiten kürzer wurden. Weiterhin wurden immer mehr Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor geschaffen, die vor allem damit verbunden waren, und sind, Tätigkeiten im Sitzen auszuführen. Die neu strukturierten Arbeitszeiten führten zu einem höheren Zeitangebot, das sich individuell gestalten lässtdabei sind Trends zu verzeichnen, die in der Gesellschaft gut zu beobachten sind. Zum einen gibt es die Hinwendung zur gesundheitsorientierten Fitness und dabei einen Wertewandel der Gesellschaft weg von der Leistung hin zum alternativen Sport. Zum anderen muss natürlich auch die Bevölkerungsstruktur und das oben schon genannte höhere Maß an Freizeitgestaltung in die Betrachtung mit einbezogen werden.
Die Bevölkerungsstruktur entwickelt sich dahingehend, dass es in unserer Gesellschaft immer mehr ältere Menschen gibt. So wird zwar das Alter mit dem der Ruhestand erreicht wird, immer mehr angehoben, es gibt aber auch immer mehr ältere Menschen, die sehr viel Zeit und auch Motivation besitzen sich und ihren Körper durch sportliche Aktivitäten gesund zu erhalten.
Ein wichtiger Aspekt ist weiterhin, dass sich in den letzten Jahrzehnten die Wohlstandsgesellschaft immer mehr ausgebildet hat. So besteht in heutiger Zeit zum Beispiel kaum noch Mangel an Lebensmitteln. Dieser Wohlstand bewirkt aber auch, dass ein Überangebot an vor allem fettreicher Nahrung in Kombination mit Bewegungsmangel Risikofaktoren für die Gesundheit entstehen lassen können. Viele Menschen wollen sich vor potentiellen Risikofaktoren schützen. Dabei unterscheidet man kardiovaskuläre Risikofaktoren, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Cholesterinämie, Übergewicht, Rauchen und Bewegungsmangel und die Risikofaktoren chronischer Erkrankungen wie zum Beispiel veränderte Blutzuckerwerte, Harnsäure- und Gamma GT Werte. Vor allem die Menschen, die sich dieser Risiken bewusst sind wenden sich daher dem Sport zu, mit der Aussicht diese Risikofaktoren zu vermindern oder auch zu verhindern.
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1.2 Folgerungen für das Sporttreiben allgemein
Immer mehr Menschen wollen ihrem Körper etwas Gutes tun und potentielle Risikofaktoren für schwerwiegende Krankheiten senken. Schon 1959 wurde vom DSB ein Aktionsprogramm verabschiedet, um den Sport für jedermann attraktiv zu machen. Dies geschah vorerst im Rahmen des Breitensports und wurde als spielerisch-sportliche Betätigung der breiten Bevölkerung neben dem Spitzensport verstanden. Später änderte sich das Sportverständnis und ab den 70er Jahren verwendet man den Begriff Freizeitsport. Dieser ist sehr breit gefächert und umfasst jegliche organisierte und nicht-organisierte Betätigung im sportlichen Bereich sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene und Senioren. Die Vereine hatten mehr und mehr Zulauf und wurden auch ab 1987 durch die Kampagnen des DSB unterstützt. Die Angebote für allgemeines Sporttreiben nehmen immer mehr zu und so sind die Vereine meist nicht nur leistungsorientiert, sondern binden auch Mitglieder im Rahmen des Freizeitsports an die sportliche Betätigung.
Einen großen Zulauf erlebten in den letzten Jahren auch die Fitnessstudios, die sich immer mehr auf ihre Kundschaft und deren Wünsche ausrichtet und somit eine sehr gute Alternative zum Sporttreiben im Verein bieten. Zum einen werden dort Kurse angeboten, die vor allem auf Kräftigung und Ausdauer ausgerichtet sind und damit auch einen hohen Stellenwert im alltäglichen Leben haben, zum anderen sind diese Kurse meist nicht bindend und können freiwillig und ohne Zeitdruck besucht werden. Vor allem beim eigenständigem Gerätetraining ist diese freie Zeiteinteilung für Berufstätige sehr von Nutzen.
Diese genannten Sporteinrichtungen sind neben dem selbständigen Sporttreiben (zum Beispiel Walken oder Joggen) die am häufigsten genutzten Einrichtungen. Es gibt allerdings immer mehr Menschen, die beim Sporttreiben ihre Grenzen austesten wollen und ein sogenanntes Flow-Erlebnis anstreben. Diese Tendenz wird durch den Trend hin zu einer Erlebnisgesellschaft erklärt.
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Arbeit zitieren:
Nada Lohschmidt, 2003, Die Erlebnisgesellschaft und Folgerungen für das Sporttreiben im Freizeitsport, München, GRIN Verlag GmbH
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