Inhaltsverzeichnis
Teil 1
E i n l e i t u n g 5
1. Voruntersuchungen/Anamnese 6
1.1. Allgemeine Grundlagen 6
1.1.1. Fragebögen für Sportler/Patienten 7
2. Indikationen 9
2.1. Anwendung von Belastungstests 9
2.1.1. Als Diagnostik 9
2.1.2. Als Therapieüberwachung 9
2.1.3. Zur Prognoseabschätzung 9
3. Definierte Kontraindikationen für Leistungstests 9
4. Zu bestimmende Standartparameter (allgemein) 10
5. F e l d t e s t s 1 0
5.1. Cooper-Test 10
5.2. Conconi-Test 11
6. Laktatbestimmung 12
6.1. Anaerobe Schwelle (ANS, anaerobic threshold, Laktatschwelle) 12
6.1.1. LTP (iANS, individuelle aerobe Schwelle) 12
6.2. Energiebereitstellung in Abhängigkeit von der Belastungsintensität 12
6.3. LTP 1 (aerobe Schwelle) 13
7. Physical Working Capacity (PW)C 14
7.1. Definition 14
7.2. A u s w a h l k r i t e r i e n 1 4
7.3. Abbruchkriterien 14
7.4. Interpretation und Ergebnisrelevanz 15
8. Spiroergometrie (Goldstandart der Leistungsdiagnostik) 15
8.1. Anwendungsgebiete 15
8.2. Standartparameter 15
8.3. VO 2 m a x 1 7
8.3.1.Definition 17
8.3.2.Durchschnittswerte 17
8.3.3.Fick-Gleichung 17
8.3.4. Wertetabellen VO 2 m a x 1 8
9. Ergometrie („Arbeitsmessung“) 18
9.1.Aussagemöglichkeiten ergometrischer Untersuchungen (Ziele) 18
9.2.Untersuchungsbedingungen/Anforderungen 19
9.3.Übersichttests 19
9.3.1.Submaximaltest (Stufen- oder Dauertest) 19
9.3.2.Maximaltest (Stufentest) 20
9.3.3.Borg-Skala und RPE (received perception of exertion) 20
9.4. Ausbelastungszeichen/Abbruchkriterien ergonomischer Untersuchungen 21
9.4.1.Beurteilung der Ausbelastung 21
9.4.2.Hilfsgrößen 21
9.5.Beurteilung der laufenden EKG-Kontrolle 22
9.5.1.Beurteilung des pathologischen Belastungs-EKG 22
9.6.Fahrradergometrie (cycle-ergometry) 22
9.6.1.Bedingungen (basierend auf den DGSP Leitlinien) 22
9.6.2. Allgemeine Richtlinien zum Testdesign 23
3
Die Prüfung der individuellen Leistungsfähigkeit (Belastungsuntersuchung) ist Teil der sportmedizinischen Untersuchung und Funktionsdiagnostik. Die wesentlichen Parameter Ergometrie, Belastungs-EKG, Laktatbestimmung und Spiro(ergo)metrie liefern Aussagen über die Ausdauerfähigkeit, Herzleistung, Lungen- und die Stoffwechselfunktion, einschließlich einer indirekten Kalorimetrie, von Sportlern, Probanden oder Patienten. Sie erfordert allerdings entsprechende Voraussetzungen hinsichtlich der Laborkapazitäten, der apparativen Ausstattung und des Wissenstandes des Personals!
Um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, Verlaufsuntersuchungen nach Interventionen und eine valide, evaluierbare Trainingsanalytik zu ermöglichen sind Methoden mit adäquatem Vorgehen notwendig. Deshalb sind Standards erforderlich.
Basis des Untersuchungsprogrammes können die Leitlinien der DGSP, Ebene IV-03/2002 sein.
Sowohl bei der Betreuung von Hochleistungssportlern (A-Kader) als auch bei Hobbysportlern und Patienten, in der Rehabilitation nach verschiedensten Erkrankungen oder Operationen. Aber auch bei Kaderuntersuchungen, Aufnahmeuntersuchungen für Sportgymnasien oder Sportstudium und bei allgemeinen Sport- und Wettkampftauglichkeitsuntersuchungen, kann darauf aufgebaut werden.
Die Praxis zeigt, dass sowohl im ambulanten als auch im stationären und rehabilitativen Bereich, die sportmedizinische Belastungsuntersuchung mit einem standardisierten integrativen Konzept noch häufiger genutzt werden kann.
Die exakte Bestimmung der individuellen Leistungsfähigkeit des kardiopulmonalen, und muskulären Systems, des Stoffwechsels und damit der Belastbarkeit von Sportlern und Patienten, mit dem Resultat der kontrollierbaren Verordnung von Belastungsreizen ist nicht nur notwendig im Sinne einer nahtlosen Einbindung in Gesamttherapiekonzepte, sondern vor allem auch ein wesentlicher Part im Kontext der primären, sekundären und tertiären Prävention und Rehabilitation. Es sind dabei Längs- und Querschnittuntersuchungen möglich, Gruppenvergleiche und ebenso Vergleiche verschiedener medizinischer Behandlungszentren bzw. Untersucher.
Im repititorischen Teil werden zunächst wichtige Grundlagen der Belastungsuntersuchungen und ihre Aussagefähigkeit wiederholt und daraus entsprechende Empfehlungen abgeleitet, die in der Regel durch eigene Erfahrungen in der Praxis, im Sprechstunden- und Trainingsalltag, entstanden sind.
Hinweise und Informationen sind oft zusätzlich mit „Merke“ und gelegentlich auch mit „cave“ gekennzeichnet.
Bereits hier sei aber darauf verwiesen: Diese kleine Broschüre kann nicht und soll auch nicht das breite Feld der Möglichkeiten der klinischen und ambulanten sportmedizinischen Belastungsuntersuchungen und ihre komplexen wissenschaftlichen Hintergründe erklären und darstellen! Sie könnte vielleicht aber eine mögliche praktische Hilfe für die/den sportmedizinisch interessierte/n Kollegin/en sein.
Eben nur ein Repetitorium, das Grundkenntnisse nicht unbedingt neu vermittelt, sondern einen Überblick versucht und wo man rasch nachsehen kann. Das Literaturverzeichnis gibt Anregung zum Weiteren recherchieren. August 2009
5
Merke: Diese sind Grundsatz vor einer weiteren Leistungsdiagnostik und Basis für die Indikationsstellung!
x Anamnese allgemein und mittels Fragebögen DGSP x Klinische Untersuchung mit Befunderhebungen (Diagnostik), (DGSP) x Ruhe-EKG (zu beachten sind ausdauerinduzierte Veränderungen -bei trainierten Patienten/Probanden ohne pathologische Wertigkeit) x Blutdruck x Medikamentenanamnese
x Mögliche zusätzliche „haemodynamische“ Vortests :siehe auch Abschnitt 4 x Feldtests siehe Abschnitt 5und 9.3
merke: Physiologische EKG-Varianten sind bei Ausdauer gewöhnten oder trainierten Patienten und bei Leistungssportlern nicht selten zu beobachten (Adaptogenese!)
Tab.: Veränderungen im EKG bei Sportlern (selv)
Die Fragebögen sind in der Deutschengesellschaft für Sportmedizin und Prävention von einem Expertengremium entwickelt worden und inzwischen in breiter sportmedizinischer Anwendung. Wir haben ebenfalls die Effizienz festgestellt und in unserer Praxis werden diese Bögen ebenfalls als Standard verwendet.
6
Die anschließenden Bögen sind Standards in der sportmedizinischen Routine und praxisrelevant gut und vielseitig verwendbar.
Abb.: Fragebogen (Grundlage auch für die spätere individuelle Trainigsplanung, DGSP)
7
x Bei Sportärztlichen Vorsorgeuntersuchungen/ Tauglichkeiten x Zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit (Vergleiche) x Vor Trainingsbeginn, nach Traingsende (Periode, Trainingssteuerung) x Zur Objektivierung von Belastungsgrenzen bei Patienten (z.B. nach HI, nach PTCA, nach Herzoperationen, in der Phase der Tumornachsorge…) x Bei Patienten mit kardialen oder pulmonalen Krankheiten (Herzgruppen etc.) x Zur Beratung von Sportlern und Patienten (Sportgruppen Asthma, Diabetes, Adipositas etc.)
x Zum Ausschluss cardialer Dysfunktionen und koronarer Herzkrankheiten x Ischämienachweis
x Nachweis belastungsinduzierter Arrhythmien x Abklärung des Belastungshochdruckes x Abklärung eines Hyperkinesiesyndroms Weitere siehe „Leitlinien der DGSP, Literatur“
x bei medikamentöser Therapie
x Rehabilitationsmaßnahmen x Nach Interventionen z.B. PTCA, Schrittmacher
x Allgemein und Leistungsziel orientiert bei Athleten, Sportlern
x Nach coronaren und cardialen Erkrankungen x Postoperativ x Postrehabilitativ
x Akuterkrankungen und floride Infektionskrankheiten (insbes. Viruserkrankungen sowie Strepto/Staphylokokkeninfektionen) x Fieber
x Zeichen der Rechtsherzinsuffizienz
x Blutdruckwerte über 200 (systolisch) und/oder 120 diastolisch in Ruhe x Verdacht auf Herzwandaneurysma x haemodynamisch bedeutsame Vitien x Zustand nach frischem Infarkt, instabile Angina pectoris
9
Arbeit zitieren:
Ass. Prof. Dr. med. Rolf Gassel, 2009, Sportmedizinische Grundlagen und Empfehlungen - Kleines Repititorium für die Praxis, München, GRIN Verlag GmbH
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