II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis IV
1 Einleitung 1
2 Theoretische Grundlagen 2
2.1 Unternehmenskrise. 2
2.1.1 Begriff 2
2.1.2 Krisenursachen 2
2.1.3 Krisenverlauf 3
2.1.4 Krisenwirkungen. 4
2.2 Kennzahlen 5
2.2.1 Begriff 5
2.2.2 Aufgaben 5
2.3 Unterscheidung zwischen Frühwarnung, Früherkennung und
Fr ühaufklärung. 6
3 Einsatz von Kennzahlen als Früherkennungsinstrumente. 7
3.1 Strukturelle Analysen 7
3.2 Detailanalyse 8
3.3 Kennzahlensysteme. 9
3.4 Statistische Verfahren zur Krisenfrüherkennung. 10
3.4.1 Multivariate Diskriminanzanalyse 10
3.4.2 Künstliche Neuronale Netzanalyse. 12
3.4.3 Baetge-Bilanz-Rating 14
4 Schlussbetrachtung 15
Literaturverzeichnis 17
III
Abbildungsverzeichnis
Abb. 2-1: Phasen des Krisenprozesses.
Abb. 2-2: Abgrenzung der Begriffe Frühwarnung, Früherkennung und Frühauf-
kl ärung.
Abb. 3-1: Hierarchischer Aufbau einer Gap-Analyse
Abb. 3-2: Du-Pont-Kennzahlensystem/ROI-Baum
Abb. 3-3: Verteilung von gesunden und kranken Unternehmen
Abb. 3-4: Aufbau eines biologischen Neurons.
Abb. 3-5: Aufbau eines künstlichen Neurons.
Abb. 3-6: Schichten eines KNN
Abb 3-7: Zusammenhänge im BBR
IV
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
Aufl. Auflage BBR ® Baetge.Bilanz-Rating ®
bspw. beispielsweise
bzw. beziehungsweise
DA Diskriminanzanalyse
d. h. das heißt
EKR Eigenkapitalrentabilität
etc. et cetera (und so weiter)
f. (PL. ff) folgende (Plural: fortfolgende)
GKR Gesamtkapitalrentabilität
GmbH Gesellschaft mit begrenzter Haftung
Hrsg. Herausgeber
JA Jahresabschluss
KNN Künstlich Neuronale Netze
KNNA Künstlich Neuronale Netzanalyse
MDA multivariate Diskriminanzanalyse
ROI Return on Investment
S. Seite
sog. so genannt
u. ä. und ähnlich
UR Umsatzrentabilität
u. v. m. und vieles mehr
Vgl. Vergleiche
z. B. zum Beispiel
ZM Zahlungsmittel
1
1 Einleitung
Seit dem Ausbruch der Finanzkrise im September 2008 häufen sich die Negativmeldungen deutscher Unternehmen. Viele Traditionsunternehmen, wie bspw. die Märklin GmbH, der Nähmaschinenhersteller Pfaff oder der Handelskonzern Arcandor, aber auch sehr viele kleine und mittelständische Unternehmen mussten Konkurs anmelden. Laut dem Statistischen Bundesamt registrierten die deutschen Amtsgerichte allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 16142 Unternehmensinsolvenzen. Das entspricht einem Anstieg um 14,8 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008. 1
Umso wichtiger ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen durch eine frühzeitige Identifikation der Illiquidität zu sichern. Da die Einleitung von Gegenmaßnahmen nur in einem bestimmten Zeitraum möglich ist, erhält das Krisenmanagement eine immer größere Bedeutung, und vor allem die Implementierung eines Krisenfrüherkennungssystems wird unabdingbar. Hierbei können Kennzahlen als wichtige Warnsignale dienen.
Der Staat hat dem Management mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) im Jahre 1998 ebenfalls die Vorschrift auferlegt, ein Risikofrüherkennungssystem zu installieren. Das Gesetz bezieht sich zwar hauptsächlich auf Aktiengesellschaften, hat jedoch eine große Ausstrahlungswirkung auf andere Gesellschaftsformen. Durch das Gesetz sind Vorstände verpflichtet, durch die Implementierung eines Überwachungssystems, Existenz bedrohende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, damit der Untergang der Gesellschaft verhindert werden kann. 2
Die vorliegende Arbeit ist in vier Kapitel untergliedert. Die Einleitung, das erste Kapitel, weist auf die Notwendigkeit und Aktualität der Krisenfrüherkennung hin und skizziert den Aufbau der Arbeit. Kapitel 2 ist den theoretischen Grundlagen gewidmet: Neben dem Begriff der „Unternehmenskrise“ mitsamt ihren Ursachen, Verläufen und Wirkungen wird der Kennzahlenbegriff, sowie dessen Aufgaben erläutert. Weiterhin wird in diesem Kapitel eine Unterscheidung zwischen Frühwarnung, Früherkennung und Frühaufklärung getroffen. Das 3. Kapitel behandelt den Einsatz von Kennzahlen als Früherkennungsinstrumente. Dabei werden die zu den strukturellen Analysen gehörenden Cash Flow-Analyse, Rentabilitätsanalyse und Liquiditätsanalyse vorgestellt. Die Brücke zur Detailanalyse wird mit Hilfe der Gap-Analyse geschlagen. Des Weiteren werden in diesem Kapitel Kennzahlensysteme und statistische Verfahren zur Krisenfrüherkennung vorgestellt. Zu diesen modernen Verfahren gehört zum einen die multivariate Diskriminanzanalyse (MDA), die auf der Analyse von Gruppenunterschieden beruht, und zum anderen die Künstlich Neuronale Netzanalyse (KNNA), welche das
1 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 334 vom 09.09.2009 im Internet:
www.destatis.de/Presse/Pressemitteilungen (2009-10-02).
Die Zahl bezieht sich auf 15 Bundesländer, ohne Nordrhein-Westfalen.
2 Vgl. Aktiengesetz, § 91 Abs. 2.
2
menschliche Gehirn als Vorbild hat. Schließlich wird in diesem Kapitel ein empirisches Modell, das Beatge-Bilanz-Rating ® (BBR ® ) vorgestellt, welches auf der Basis eines Künstlich Neuronalen Netzes (KNN) funktioniert. Die Arbeit endet mit einer Schlussbetrachtung im 4. Kapitel.
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Unternehmenskrise
2.1.1 Begriff
Der Ursprung des heutigen Krisen-Begriffs liegt im griechischen Wort „krisis“ und bedeutet übersetzt „Entscheidung“ oder „Wendepunkt“. 3
Eine Definition des Krisenbegriffs kommt aus der Medizin und bezeichnet ein bestimmtes Stadium einer Krankheit. Bezogen auf eine Unternehmenskrise ist sowohl die Krankheit, als auch die Unternehmenskrise nicht immer verhinderbar und kaum vorhersehbar. Wie das menschliche Immunsystem, sollte auch ein Unternehmen gut gerüstet sein, um solch kritische Situationen meistern zu können, damit es daran nicht zugrunde geht. 4 Nach Meinung von Krystek ist eine Unternehmenskrise ein ungeplanter und ungewollter Prozess, der über Untergang und Weiterführung eines Unternehmens entscheidet. Sie kann beeinflusst werden und beinhaltet dadurch die Chance zur positiven Wende. Falls jedoch wichtige Ziele nicht erreicht werden, droht der Untergang. 5 Diese, in der Betriebswirtschaftslehre meist verbreiteste Meinung, soll auch für die vorliegende Arbeit gelten.
Der Gesetzgeber definiert Krise im § 32a Abs. 1 GmbHG, demnach befindet sich eine GmbH in der Krise, wenn die Gesellschafter der GmbH der Gesellschaft als ordentliche Kaufleute Eigenkapital zugeführt hätten. 6
2.1.2 Krisenursachen
Bei den Ursachen wird häufig zwischen endogenen und exogenen unterschieden. Die Hauptursache des endogenen Bereichs, also solche, die vom Unternehmen beeinflusst werden, sind Führungsfehler. Exogene Ursachen hingegen können nicht vom Unternehmen beeinflusst werden. Ihnen liegen meist konjunkturbedingte Entwicklungen zugrunde. 7 Eine wirkliche Unterscheidung ist jedoch schwer zu treffen, da oftmals endogene als auch exogene Ursachen gemeinsam auftreten und eine Krise hervorrufen.
3 Vgl. Krystek, U., Moldenhauer R., (Krisenmanagement 2007), S. 24.
4 Vgl. Staples, O., (Kommunikation 2007), S.461.
5 Vgl. Krystek, U., (Unternehmungskrisen 1987), S. 6.
6 Vgl. GmbH-Gesetz, §32a Abs. 1.
7 Vgl. Macharzina, K., (Unternehmensführung 2003), S. 612.
Arbeit zitieren:
Sebastian Krißgau, 2009, Krisenfrüherkennung in Unternehmen durch die Anwendung von Kennzahlen, München, GRIN Verlag GmbH
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