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Das Kreislaufwirtschaftsgesetz als rechtlicher Rahmenfaktor für das ökologieorientierte Marketing

Title: Das Kreislaufwirtschaftsgesetz als rechtlicher Rahmenfaktor für das ökologieorientierte Marketing

Seminar Paper , 2002 , 27 Pages , Grade: Gut

Autor:in: Oliver Bartsch (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Bis vor einigen Jahren galt der Bereich der Umwelt- und Ressourcenökonomie unter den meisten Ökonomen noch als „exotische Spezialdisziplin“. Lediglich in den USA gab es bereits in den 70er Jahren in Zusammenhang mit der Angst vor einer bevorstehenden Rohstoffknappheit erste Ansätze zu ökologieorientierten Marketing- und Unternehmensführungskonzepten. Hervorgerufen durch die Erweiterung der betriebswirtschaftlichen Zielkonzeption um ökologische Zielgrößen und getragen durch die Erkenntnis, daß ein Wirtschaften auf Kosten der Natur, wie etwa die Nutzung fossiler Brennstoffe keine dauerhafte Grundlage für das ökonomische System darstellen kann, rückten in den 80er und 90er Jahren auch in Deutschland bzw. Europa Begriffe wie „Nachhaltigkeit“, „Sustainable Development“ und „Kreislaufwirtschaft“ mehr und mehr in den Mittelpunkt (wirtschafts-)wissenschaftlicher Forschung. Das stetig zunehmende Interesse an dem Konfliktfeld zwischen Ökonomie und Ökologie und die wachsende Bereitschaft zum interdisziplinären Dialog führte von anfangs eher durch Aktionismus getriebenen Einzelansätzen zu ersten vielversprechenden Globalvereinbarungen. Die Erkenntnis, daß Umweltprobleme neben nationalen und zeitlichen auch diziplinäre und Umweltmedien-Grenzen überwinden, ist Grundlage der internationalen Maßnahmen der letzten Jahre. Während sich bis Anfang der 80er Jahre Umweltschutz noch auf Reinigungsmaßnahmen nach dem Produktionsvorgang und hinter bestehenden Anlagen (end-of-pipe-Technologien) beschränkte, wird heute vermehrt der integrierte Umweltschutz, der sich auf allen Ebenen der betrieblichen Wertschöpfungskette wiederfindet, gefordert. Vor allem durch die Tatsache, daß umweltverträgliche Produktion und Umweltbewußtsein der Unternehmen zu wesentlichen Wettbewerbsfaktoren geworden sind, finden diese integrierten Ansätze in der modernen Unternehmungsführung auch immer mehr Anwendung. Durch die grundlegende Änderung der Wahrnehmung und Auffassung von Umweltproblemen, dem Wertewandel zu Gunsten eines sensibilisierten Umweltbewußtseins und den spezifischen Problemen, wie steigender Abfallmenge bei gleichzeitiger Verknappung von Deponieraum gilt vor allem Deutschland bis heute weiterhin als einer der Vorreiter eines staatlichen, europäischen und weltweiten Umweltbewusstseins.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Begriffliche Abgrenzung

2.1. Kreislaufwirtschaft des ökonomischen Systems

2.2. Kreislaufwirtschaftsgesetz

3. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz als rechtlicher Rahmenfaktor

3.1. Aufbau und Inhalt

3.2. Konkretisierung durch Rechtsverordnungen am Beispiel „Dosenpfand“

4. Anforderungen und Ansätze der betrieblichen Umsetzung

4.1. Erweiterung der klassischen Wertschöpfungskette

4.2. Implikationen für das Marketing

4.2.1. Betriebsspezifische Anforderungen

4.2.2. Strategische Chancen

4.2.3. Strategische Risiken

4.2.4. Instrumentelles Marketing

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert das Kreislaufwirtschaftsgesetz als rechtlichen Rahmenfaktor und dessen Auswirkungen auf das ökologieorientierte Marketing. Ziel ist es, die betriebswirtschaftlichen Anforderungen, Chancen und Risiken zu untersuchen, die sich aus der notwendigen Umstellung von einer Durchlauf- zu einer Kreislaufwirtschaft für produzierende Unternehmen ergeben.

  • Grundlagen der Kreislaufwirtschaft und des Kreislaufwirtschaftsgesetzes
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und deren Konkretisierung durch Verordnungen
  • Anpassung der Wertschöpfungskette an kreislaufspezifische Anforderungen
  • Betriebswirtschaftliche Implikationen für Marketing-Strategien und -Instrumente

Auszug aus dem Buch

4.2.4. Instrumentelles Marketing

Die Gestaltung der Marktprozesse erfolgt den Aufgaben entsprechend mit dem Einsatz eines marktpolitischen Instrumentariums. Resultierend aus der Wahrnehmung der Produktverantwortung über den gesamten Lebenszyklus bedingt die Gestaltung von Stoffkreisläufen auch hinsichtlich des Marketing-Mix eine Vielzahl neuer Herausforderungen. Im Bereich der Produktpolitik steht durch die Forderung nach Langlebigkeit der Produkte (§ 22), die Entwicklung ressourcensparender recyclinggerechter und emissionsarmer Produkte und Verpackungen im Vordergrund. Durch die Einführung von qualitativ hochwertigen Langzeitprodukten, die den Wertschöpfungskreislauf in der Verwendungsphase dehnen und den Ressourcendurchfluß verringern, ist mit verlängerten Marktstandzeiten zu Lasten der Umschlaggeschwindigkeit und –häufigkeit einzelner Produktarten zu rechnen. Diese Problematik kann durch den Einsatz von Sekundärrohstoffen bzw. dem Baukastenprinzip abgefedert werden, da so die gestiegene Produktqualität auch dem Unternehmen direkt zu Gute kommt in dem es gebrauchte Teile wiederverwendet. Indem nur einzelne Bausteine eines Produktes im Bedarfsfall getauscht werden, können Anpassungen auf den technisch neuesten Stand ohne Neuerwerb erfolgen. So sollte ein mögliches späteres Hochrüsten auf neue umweltgerechtere Technologien schon mit in die Produktplanung bzw. F&E eingehen.

Ebenso wie eine Reihe von Autoren die Bewertung der Umweltwirkungen bestehender oder neu zu gestaltender Produkte durch eine lebenszyklusbezogene Analyse fordern, sind auch die Umweltauswirkungen jeder neuen Tätigkeit, jedes neuen Verfahrens frühzeitig zu beurteilen. Als hierfür geeignet werden eine ganze Reihe von Informations-, Planungs- und Kontrollinstrumenten erachtet, die eine Bewertung/ einen Vergleich von Produkten, Produktlinien und produktpolitischen Maßnahmen ermöglichen. Beispielhaft seien hier Öko-Audits, Öko-Bilanzen und Life-Cycle-Assessments genannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung der Umweltökonomie ein und erläutert die Notwendigkeit des Übergangs zur Kreislaufwirtschaft sowie die Einführung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes.

2. Begriffliche Abgrenzung: Es wird der Begriff der Kreislaufwirtschaft im ökonomischen System definiert und von natürlichen Kreisläufen abgegrenzt, zudem wird das Kreislaufwirtschaftsgesetz als gesetzliche Grundlage eingeführt.

3. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz als rechtlicher Rahmenfaktor: Dieses Kapitel analysiert den Aufbau und die zentralen Inhalte des Gesetzes sowie dessen praktische Konkretisierung durch Rechtsverordnungen anhand des Beispiels „Dosenpfand“.

4. Anforderungen und Ansätze der betrieblichen Umsetzung: Hier werden die organisatorischen und strategischen Anpassungen an der Wertschöpfungskette untersucht sowie die Auswirkungen auf die verschiedenen Bereiche des Marketings dargestellt.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Herausforderungen und Chancen zusammen und plädiert für eine proaktive, freiwillige Anpassung der Unternehmen an die ökologischen Anforderungen.

Schlüsselwörter

Kreislaufwirtschaftsgesetz, Ökologieorientiertes Marketing, Nachhaltigkeit, Wertschöpfungskette, Produktverantwortung, Stoffkreisläufe, Entsorgung, Recycling, Umweltmanagement, Wettbewerbsfähigkeit, Betriebsorganisation, Ressourcen, Abfallvermeidung, Umweltorientierung, Strategische Planung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Kreislaufwirtschaftsgesetz als rechtlicher Rahmen wirkt und Unternehmen dazu zwingt, ihre Produktion und ihr Marketing in Richtung ökologischer Nachhaltigkeit umzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die juristischen Grundlagen der Abfallwirtschaft, die betriebliche Umgestaltung von Wertschöpfungsketten und die Anpassung der Marketing-Instrumente an ökologische Anforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die betriebswirtschaftlichen Chancen und Risiken aufzuzeigen, die durch die Implementierung einer Kreislaufwirtschaft entstehen, und Wege für ein ökologieorientiertes Marketing abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die betriebswirtschaftliche Theorien mit den rechtlichen Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die inhaltlichen Aspekte des Gesetzes, die Erweiterung der betrieblichen Wertschöpfungskette und die strategischen sowie instrumentellen Implikationen für das Marketing.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kreislaufwirtschaftsgesetz, Produktverantwortung, Stoffkreisläufe und ökologieorientiertes Marketing.

Welche Rolle spielt das „Dosenpfand“ im Dokument?

Das Dosenpfand dient als konkretes Praxisbeispiel für eine Rechtsverordnung, durch die das übergeordnete Rahmengesetz (Kreislaufwirtschaftsgesetz) für einen speziellen Sektor spezifiziert wurde.

Warum ist die Einbeziehung der Mitarbeiter für den Erfolg entscheidend?

Da ein innerbetriebliches Sammelsystem ohne die Akzeptanz und Mitarbeit aller Beschäftigten nicht sortenrein funktioniert, ist die Schulung und Integration des Personals ein kritischer Erfolgsfaktor für das Umweltmanagement.

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Details

Title
Das Kreislaufwirtschaftsgesetz als rechtlicher Rahmenfaktor für das ökologieorientierte Marketing
College
University of Hannover  (Institut für Betriebsforschung - Marketing I: Markt und Konsum)
Course
Seminar Sustainable Marketing
Grade
Gut
Author
Oliver Bartsch (Author)
Publication Year
2002
Pages
27
Catalog Number
V14222
ISBN (eBook)
9783638196864
ISBN (Book)
9783638678278
Language
German
Tags
Kreislaufwirtschaftsgesetz Rahmenfaktor Marketing Seminar Sustainable Marketing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Bartsch (Author), 2002, Das Kreislaufwirtschaftsgesetz als rechtlicher Rahmenfaktor für das ökologieorientierte Marketing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14222
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