Marktdarstellung Augenoptik Retail Seite 3 von 43
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis 4
Abbildungsverzeichnis S. 5
1. Einleitung „Augenoptikmarkt - eine rasante Marktentwicklung “ 6
2. Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen 8
2.1. Begriffsdefinition Markt, Betriebsformen und -typen 8
2.2. Produktdefinitionen des Optikmarktes 10
2.3. Strategische Analyse, Positionierung, Wettbewerbsdifferenzierung 11
3. Strategische Analyse der Augenoptik-Branche 15
3.1. Funktionen und Leistungsmerkmale des Optik-Marktes 15
3.1.1. Funktionen und Wertschöpfungsprozesse im Optik-Retail 15
3.1.2. Leistungsmerkmale in der Optik-Branche 17
3.1.3. Zusammenfassung 18
3.2. Marktstruktur des Optik-Retail 18
3.3. Betriebstypologien des Optik-Retailmarktes 20
4. Alternative Positionierungskonzepte im Optik-Retailmarketing 22
4.1. Differenzierende Positionierungsmerkmale 22
4.1.1. Kernkompetenzen 22
4.1.2. Produkt und Preis 25
4.1.3. Bevorzugte Distributionslösungen der Betriebstypen 25
4.1.4. Kommunikationsinstrumente 26
4.1.5. Mitarbeiter als Teil des Marktauftritts 28
4.2. Möglichkeiten und Grenzen der wettbewerbsdifferenzierende
Positionierungen am Beispiel von vier unterschiedlichen Betriebstypen 28
4.2.1. Die Unternehmen im Überblick 29
4.2.2. Strategische Möglichkeiten der Differenzierung 30
4.2.3. Grenzen der wettbewerbsdifferenzierenden Positionierung 31
5. Vision und Ausblick auf den Optikmarkt 2020 32
6. Literaturverzeichnis 33
7. Anhang S 35
Marktdarstellung Augenoptik Retail Seite 4 von 43
Abkürzungsverzeichnis
a.a.o. auch an anderen Orten Abb. Abbildung
AGB Ann. bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise etc. et cetera
ggf. GfK HWO Handwerksordnung i.d.R. in der Regel i.S. im Sinne MWSt Mehrwertsteuer S. Seite sog. so genannte vgl. Vergleiche vs. versus WS Wintersemester www World Wide Web / Internet z.B. zum Beispiel
Marktdarstellung Augenoptik Retail Seite 5 von
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
Abb. 1: Umsatzentwicklung in der Augenoptik in Mrd. Euro
Abb. 2: Aufbau der Arbeit
Abb. 3: Abgrenzung Betriebsform vs. Betriebstyp
Abb. 4: Produkte der Optikbranche
Abb. 5: Elements of Industry Structure
Abb. 6: Schema zur Erstellung einer Marktanalyse
Abb. 7: Optikmarkt innerhalb der 5 Marktkräfte
Abb. 8: Wertschöpfungsprozess
Abb. 9: Funktionen im Einzelprozess des Optik-Retail
Abb. 10: Leistungsmerkmale in der Optik
Abb. 11: Übersicht und Zusammenhänge von Funktionen und Leistungsmerkmale des
Optikermarktes
Abb. 12: Marktsegmentierung für die Optik
Abb. 13: Customer-Life-Cycle-Value
Abb. 14: Leistungskennzahlen nach Umsatzgrößenklassen
Abb. 15: Überblick möglicher Kernkompetenzen im Optik-Retail
Abb. 16: Grundsätzliche Gestaltungsoptionen der Produkt-Preis-Positionierung
Abb. 17: Bedeutung einzelner Kommunikationsinstrumente
Abb. 18: Betriebstyp und Merkmale an Beispielen
Abb. 19: Preis-Qualitätsbeurteilung von Optikbetrieben als Beispiele
Abb 20: Strategische Möglichkeiten der Differenzierung
Marktdarstellung Augenoptik Retail Seite 6 von 43
1. Einleitung „Augenoptikmarkt - eine rasante Marktentwicklung!“
Das heutige Retailgeschäft von Augenoptikern fundiert auf einem alten, bodenständigen Handwerk. Ende des 13. Jh. wurde die Brille in Italien erfunden und noch bis vor ca. 60 Jahren als typisches Handwerk in Einzelbetrieben mit einem Handwerksmeister verkauft. Noch heute ist der Optik-Einzelhandel und die Ausbildung den Handwerkskammern zugeordnet und unterliegt somit der Handwerksordnung (HWO).
Vor ca. 60 Jahren begann die echte Filialisierung 1 von Optikgeschäften. Nach einer Studie vom 31.12.2007 des Zentralverbands der Augenoptik (ZVA) besitzen heute die zehn größten Filialisten ca. 15,5 % der Ladengeschäfte und vereinen knapp 40% des Branchenumsatzes auf sich (vgl. Anhang 1). Die Branchengrößen behaupten von sich, dass heute zwei von drei Brillen über ihre Ladentheke abgegeben werden.
Im Zeitraum von 1999 bis 2002 umfasste der Optik Retailmarkt jährlich ein Volumen von ca. 3,9 - 4,0 Mrd. Euro. Im Geschäftsjahr 2003 kam es aufgrund der Ankündigung des Wegfalls der Kassenleistungen zu vorgezogenen Käufen und einem ca. 10% Anstieg und in der Folge darauf zu drastischen Einbrüchen auf ca. 3 Mrd. Euro Jahresumsatz in 2004 3 und den Folgejahren.
Erst im Jahr 2008 haben die Optiker wieder das Umsatzniveau erreicht, das vor Streichung der Krankenkassenzuschüsse in 2004 vorherrschte 4 . Im Jahr 2007 wuchs der Gesamtmarkt gegenüber 2006 laut GfK 5 um 3,7%. Der ZVA meldet gleichzeitig einen Rückgang des Betriebsergebnisses im Gesamtdurchschnitt in Höhe von 0,8% 6 bei nahezu konstanten Stückzahlen in 2007(vgl. Anhang 3). Nach aktuellen Meldungen der GfK befinden sich die Stückzahlen bereits wieder auf dem Niveau von 2005 (d.h.
1 Von einer echten Filialisierung spricht der Verfasser, wenn mehr als 10 unabhängige Niederlassungen betrieben werden.
2 Köhler, 2006, S. 9.
3 Köhler, 2006, S. 9.
4 May, 2008, S. 1.
5 GfK Marktbericht für Panelteilnehmer Optik 2007, S. 3.
6 Seinsche, 2008, in DOZ 5-2008, S. 10.
Marktdarstellung Augenoptik Retail Seite 7 von 43
ca. 3,6 Mio Stück) nach einem absoluten Hoch im Januar 2008 (ca. 4 Mio Stück, vgl. Anhang 5). Es stehen bedrohliche Marktveränderungen an. Die vorherrschenden konjunkturellen Erwartungen 7 , steigende Preise 8 , Kaufzurückhaltung 9 und Ängste durch die internationale Bankenkrise, sowie eine daraus von vielen erwartete restriktive Kreditvergabepolitik 10 , lassen die Befürchtung aufkommen, dass die leichte Steigerung von ca. 3,7% im Optikmarkt und die allgemeine Besserungstendenz im Einzelhandel nun 2009 wieder zum Erliegen kommt 11 (vgl. Anhang 2 und 3). Nach Meinung des Verfassers ist eine klare Marketingkommunikation, eine klare Positionierung und ein klares Konzept für Betriebe der Optik-Branche dringend erforderlich.
In dieser Studie wurde aus dem Blickwinkel einer Typologisierung des Marktes in Großfilialisten, Filialisten und traditionelle Optiker der Marktauftritt, die Positionierung, dreier Gruppenvertreter untersucht und daraus Konsequenzen und
Handlungsempfehlungen für die unterschiedlichen Teilnehmer am Gesamtmarkt abgeleitet. Im Rahmen der Typologisierung ist der Bereich der Online-Brillenhändler als eigene Gruppe aufgefallen und wurde als solche ergänzend betrachtet.
7 „Rezessionsangst“ als Leittitel, Handelsblatt, Nr. 209, 28.10.2008, S. 1.
8 Vgl. Markt- und Consumerstudie 2007, Anhang 4.
9 „Consumers cut back sharply“, Consumerspending -3,1%, Herald Tribune, 31.10.2008, S. 1.
10 „Verlieren Häuser jetzt ihren Wert?“, Kredite in Gefahr, Welt am Sonntag, Nr. 38, 21.09.2008, S. 41.
11 Der Spiegel, Nr. 34/2008, S. 60 - 62.
Marktdarstellung Augenoptik Retail Seite 8 von 43
2. Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen
2.1 Begriffsdefinition Markt, Betriebsformen und -typen
Nach gängiger Definition treffen sich auf dem Markt Angebot und Nachfrage. Früher war damit der konkrete Ort bezeichnet worden, heute umfasst der Marktbegriff stationäre und mobile Handelseinheiten ebenso wie mediale Vertriebssysteme (z.B. über das Internet) und Direktvertriebe. Unter dem modernen Marktbegriff wird ferner das Potenzial aus Sicht der Nachfrager und der Anbieter verstanden 12 .
Der Markt der deutschen Optikbranche lässt sich in Industrie und in Handel aufteilen. Die augenoptische Industrie umfasste 2007 ca. 150 Betriebe mit über 20 Mitarbeitern. Der Umsatz des Industriebereichs erreichte 2007 weltweit insgesamt 3,77 Mrd. Euro, davon werden 1,85 Mrd. Euro im Inland verkauft 13 . Der Handel umfasste im gleichen Zeitraum 10.016 Augenoptiker-Betriebe 14 und laut dem ZVA ein Marktvolumen von 3,158 Mrd. Euro netto Umsatz 15 in 2007 im Inland. In der vorliegenden Studie werden ausschließlich der Retailmarkt (der Einzelhandel) und die darin agierenden Betriebe betrachtet.
Eine Aufteilung dieser Betriebe kann aus dem Blickwinkel Typisierung oder Betriebsform erfolgen. Als Kategorien zur Bildung von Aufteilungen nach Betriebsformen werden nach Meffert/Burmann/Kirchgeorg konstitutive Merkmale, wie Umfang des Sortiments, Größe der Verkaufsfläche etc., verstanden, sofern diese „aus der Perspektive der Nachfrager als gleichartig wahrgenommen werden“. Betriebstypen dagegen sind Varianten bestimmter Betriebsformen und „können als typologische Zusammenfassungen von Handelsunternehmen beschrieben werden, die sich hinsichtlich der eingesetzten Marketinginstrumente ähneln“ 16 .
Nach Oehme sind Standort, Sortiment, Andienungsform, Preisniveau,
Ladenausstattung und Profil geeignete Kriterien, bzw. Marketinginstrumente, zur Typisierung 17 . Jedoch gibt es keine verbindliche Definition und kein „durchgängiges System der Betriebsformen des Einzelhandels auf der Basis einheitlicher Kriterien“ 18 .
12 Vgl. Zollondz 2008, S. 10.
13 May, 2008, S. 1.
14 DHZ 4-2008, S. 10.
15 ZVA-Info, 31.12.2007.
16 Meffert/Burmann/Kirchgeorg 2008, S. 571.
17 Becker 2006, S. 533.
18 Becker 2006, S. 532.
Marktdarstellung Augenoptik Retail Seite 9 von 43
Der Verfasser hat in Abb. 3 die Fülle der Betriebsformen für den Optikbereich dargestellt und mit den gängigen Kriterien nach Meffert und Oehme typisiert.
(Abb. 3: Abgrenzung Betriebsform vs. Betriebstyp, in Anlehnung an Wöllenstein in 19 Meffert/Burmann/Kirchgeorg 2008. , siehe auch Anhang 9)
Heute agieren auf dem Optik-Retailmarkt zwar auch Discounter, Kaufhäuser, Versandhandel und mobile Vertriebe, der zahlenmäßig häufigste Betriebstyp ist aber immer noch der Einzelunternehmer.
Eines der von Oehme genannten Kriterien ist das Sortiment, die Produkte. Hier kann bei Betrachtung des Optik-Retail ganz deutlich zwischen Betrieben unterschieden werden, die optische Produkte nur als Neben- oder als Hauptsortiment führen. Typisch ist z.B. dass heute Lebensmitteldiscounter, Kaufhäuser, SB-Warenhäuser etc. anbieten 20 . Optische Kontaktlinsen, Sonnenbrillen und Fertiglesebrillen
Individualprodukte werden i.d.R. nicht angeboten 21 . In den folgenden Ausführungen wird deshalb weitgehend nicht mehr auf dieses Segment eingegangen.
19 Meffert/Burmann/Kirchgeorg 2008, S. 572.
20 Beispiele dafür sind Lidl, Netto oder Globus Märkte.
21 Ein Beispiel für eine Ausnahme ist Schlecker, dort werden in einigen Schleckerfilialen Korrektionsbrillen mit individueller Stärke angeboten.
Arbeit zitieren:
Jürgen Donhauser, 2012, Die Strategische Marktanalyse, Positionierung und Wettbewerbsdifferenzierung im Optiker-Retailmarkt - 2009, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung: Die Strategische Marktanalyse, Positionierung und Wettbewerbsdifferenzierung im Optiker-Retailmarkt - 2009 ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung: neuer Titel erschienen: Die Strategische Marktanalyse, Positionierung und Wettbewerbsdifferenzierung im Optiker-Retailmarkt - 2009
Jürgen Donhauser hat einen neuen Text hochgeladen
Neue Anforderungen an die strategischen Positionierungen deutscher Ret...
Analyse und Darstellung von We...
Frank Wegner
Jahrbuch Strategisches Kompetenz-Management 03. Der kompetenzbasierte ...
Heike Proff, Christoph Burmann, Jörg Freiling
Marktanalyse, Konzeption und Umsetzung eines Intranet-Auskunftsystems ...
Auf Basis von Open Source Soft...
Hanno Rahn
Eingeführt und ergänzt durch h...
Johannes Kepler, Rolf Riekher, F. Plehn
Marktanalyse des Video on Demand Marktes in Deutschland
Aussichten und Potentiale
Markus Bühler
0 Kommentare