Organisationsstrukturen zwischen Flexibilität und Kontrolle Januar 2002
4.) MITTEL UND WEGE DER DURCHFÜHRUNG VON
FLEXIBILIT ÄT UND KONTROLLE 10
4.1.) Führungsprinzipien: 10
4.2.) Strukturprinzipien: 12
4.3.) Organisationstypus: 14
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Organisationsstrukturen zwischen Flexibilität und Kontrolle Januar 2002
Abstract:
In der nachfolgenden Arbeit möchten wir auf die Bedeutung von Flexibilität und Kontrolle in Organisationsstrukturen näher eingehen. Hierbei erfassen wir ebenfalls die Mittel und Wege der Durchführung .
Weiters stellten wir uns die Frage, warum das eine (Flexibilität)das andere( Kontrolle) nicht ausschließt, welches wir ebenfalls versuchen in dieser Arbeit zu beantworten.
Mit Beispielen aus der Praxis werden erarbeitete Theorien und Behauptungen belegt. Auch die Auswirkungen des 11.Septembers 2001in Unternehmen werden in dieser Arbeit erläutert.
1.) Welche Bedeutung hat Flexibilität in Organisationen?
Da das Zusammentreffen von Konsumenten und Produzenten auf dem Markt statt findet, halten wir es für nötig sich vorerst der Bedeutung des Marktes für die Flexibilität in Organisationen bewußt zu werden.
à Die Marktanforderungen ändern sich immer schneller, da sich neue Märkte, neue Arbeitsorganisationskonzepte, neue Produkte und Dienstleistungen, sowie neue Techniken und Technologien entwickeln.
Weiters sind auch neue gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu vermerken wie zum Beispiel neue Gesetze und Normen dadurch, herrscht ein ständig steigender Wettbewerbsdruck; um konkurrenzfähig zu bleiben, sollte das gesamte Leistungspotential eines Unternehmens genutzt werden. Resultat:
Es ist ein hohes Maß an Flexibilität notwendig!
Ein Beispiel aus der Praxis zur Veranschaulichung:
Der Markt und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ändern sich, dass wurde uns durch eigene Erfahrungen bewusst. Ein passendes Beispiel hierfür ist der landwirtschaftliche Sektor. Die Marktanforderungen (mehr BIO) und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (kein Tiermehl, Gesetze für BIO-Bauern) haben sich in den letzten 3 Jahren stark verändert.
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Organisationsstrukturen zwischen Flexibilität und Kontrolle Januar 2002
Kunden legen bedeutend mehr Wert auf Produkte von BIO-Bauern. Sie h aben durch bestimmte gesetzliche Bestimmungen für BIO-Betriebe mehr Sicherheit, dass das gekaufte Produkt in Ordnung ist. Die Konsumenten haben unter anderem große Angst vor BSE, was sie eher dazu bewegt BIO-Produkte zu kaufen.
Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen sich die Bauern an diese Anforderungen anpassenvom „normalen“ Bauern bis hin zum BIO-Bauern. Hierbei müssen viele Gesetze beachten werden, wie zum Beispiel: keine chemische Düngung der Felder, selbst angebautes Futter... 1.1) Was bedeutet Flexibilität konkret für eine Organisation?
Flexibilität bedeutet die Fähigkeit sich an die sich ständig ändernde Umwelt des Unternehmens, das heißt an den Markt und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, anzupassen. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf die individuellen Kundenwünsche gerichtet. Darunter versteht man unter anderem: à Qualitätssteigerung und zugleich à Kostenminimierung à kürzere Reaktionszeiten und à kürzere Lieferzeiten
Die Flexibilität eines Unternehmens zu messen ist sehr schwierig, da jedes Unternehmen auf eine andere Art und Weise flexibel agiert. Daher ergeben sich Schwierigkeiten bei einem Vergleich von Unternehmen hinsichtlich ihrer Flexibilität. Die OECD schuf jedoch ein Modell, das die Unternehmensflexibilität in vier Bereiche aufteilt: à Internal Flexibility: Veränderungen in der internen Unternehmensstruktur
à External Flexibility: Kontakte zu anderen Märkten und Firmen
à Numerical Flexibility: je nach Arbeitsanfall variierende Mitarbeiterzahl, flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeitarbeit, Outsourcing
à Functional Flexibility: breitgefächerte Aufgabenübernahme, vielseitige Fähigkeiten, hohes Maß an Aus- und Weiterbildung, Selbstmanagement
Die OECD-Definition der Unternehmensflexibilität bildet die Grundlage zur Bewertung von Flexibilität und ermöglicht einen Vergleich verschiedener Unternehmen. Dafür erstellte die OECD einen 15-seitigen Fragebogen zur Erfassung der Unternehmensflexibilität.
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Organisationsstrukturen zwischen Flexibilität und Kontrolle Januar 2002
Der Fragebogen wurde in 140 Betrieben [Branchen: Automobilzulieferer (N = 15), Metall/Elektro/Maschinenbau (N = 25), Verkehr/Versorgung (N = 19), Papier/Verpackung (N = 21), Chemie/Pharma (N = 8), Banken/Versicherungen/Dienstleister (N = 13), Verlag/Druck (N = 7), Textil (N = 5), Nahrung/Genuß (N = 5), Sonstige/Anonym (N = 22)] der unterschiedlichsten Größen eingesetzt. Mit einer durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 1.150 handelte es sich hierbei in erster Linie um mittlere und große Unternehmen. Resultat:
Die Branche der Automobilzulieferer erwies sich als diejenige mit der höchsten Gesamtflexibilität. Weiters ist zu sagen, dass alle Unternehmen großen Wert auf die funktionale Flexibilität legen, gefolgt von der numerischen Flexibilität. Ebenfalls erwähnenswert ist die externe Flexibilität, die jedoch eine untergeordnete Rolle spielt.
Organisationsstrukturen zwischen Flexibilität und Kontrolle Januar 2002
2.)Welche Bedeutung hat Kontrolle in Organisationen?
à Die Marktsituation verlangt ein gewisses Maß an Kontrolle.
Die Globalisierung und das ständige Wachstum der Wirtschaft in der heutigen Zeit gehören zu den Faktoren, die eine Veränderung von Wettbewerbsbedingungen auslösen. Durch das Wachsen der Konkurrenz und die Anforderungen an Qualität und Gewährleistung eines attraktiven Preis/Leistungs-Verhältnisses, erweist es sich als unumgänglich sich dem Markt anzupassen. Die Möglichkeiten zur Erfüllung dieser Aufgaben sind branchenbedingt und abhängig von der Unternehmensstruktur. Damit dies möglich ist, bedarf es an Kontrolle in der Unternehmensstruktur. Resultat:
Es ist ein hohes Maß an Kontrolle notwendig! Ein Beispiel aus der Praxis zur Veranschaulichung:
Die Wichtigkeit von Kontrolle in dieser Marktsituation, läßt sich zum Beispiel anhand des Baugewerbes, dessen Leistungen indirekt zu den Grundausstattungen in zivilisierten Ländern gehört, gut veranschaulichen.
Betrachtet man als Beispiel dafür einen Betrieb für Innenraumausbau, so kann eine flexible Preisgestaltung als Ausgleich an den Wettbewerbsdruck nur durch Planung und Kontrolle ermöglicht werden.
2.1.) Was bedeutet Kontrolle konkret für eine Organisation?
Die Planung „so früh wie möglich und so früh wie notwendig für die Schaffung und Erhaltung der besten Voraussetzungen für anhaltende und weit in die Zukunft reichende Erfolgsmöglichkeiten, das heißt für Erfolgspotentiale zu sorgen“ (A. Gälweiler, Strategische Unternehmensführung, Frankfurt/New York, 1987, S.23 f.)
Die Kontrolle ist eine ständige, gegenwartsnahe Beaufsichtigung betrieblicher Vorgänge und ein Vergleich zwischen SOLL und IST. Dadurch wird eine Anpassung ermöglicht.
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Arbeit zitieren:
Julia Greunz, 2002, Organisationsstrukturen zwischen Flexibilität und Kontrolle, München, GRIN Verlag GmbH
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