Literaturverzeichnis
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-Wehnes, Franz-Josef: Theorien der Bildung - Bildung als historisches und aktuelles Problem, In: Roth, Leo (Hrsg.): Pädagogik. Handbuch für Studium und Praxis, Oldenbourg Schulbuchverlag, München, 2001
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bildung als historisches Problem
2.1 Einführung
2.2 Klassischer Bildungsbegriff - Einführung
3. Geschichtliche Ausgangssituation
4. Humboldts Bildungsbegriff
4.1 Wer war Humboldt?
4.2 Bildungsbegriff
4.2.1 Theorie der Bildung des Menschen
4.2.2 Verhältnis Mensch - Welt
4.2.3 Zweck / Bestimmung des Menschen
4.3 Bildungsreform
4.3.1 Einführung
4.3.2 Neue Institutionen
4.3.2.1 Zentrale Organisation
4.3.2.2 Allgemeinbildung
4.3.2.3 Gliederung des Bildungsganges
4.3.2.3.1 Einführung
4.3.2.3.2 Elementarunterricht
4.3.2.3.3 Schulunterricht
4.3.2.3.4 Universitätsunterricht
4.3.2.4 Lehrerbildung
4.3.3 Neues Selbstverständnis der Wissenschaften
4.4 Resümee
5. Hegels Bildungstheorie
5.1 Wer war Hegel?
5.2 Bildungstheorie
5.2.1 Einführung
5.2.2 Hegels Auffassung von Bildung
5.2.3 Erziehung und Bildung
5.2.4 Allgemeinbildung
5.3 Resümee
6. Schlussbemerkungen
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1. Einleitung
Bildung stellt sich gleichzeitig als aktuelles und als historisches Problem dar (Wehnes, 2001, S. 278). In dieser Hausarbeit wird ein Teil der Historie betrachtet, denn die Problematik des klassischen Bildungsbegriffs steht im Vordergrund. Wie stellt sich also dieser klassische Bildungsbegriff dar? Welche wichtigen Vertreter gab es? Und welche Rolle kam dabei den Bildungsinstituten zu?
2. Bildung als historisches Problem
2.1 Einführung
Bildung ist nicht nur der Schlüsselbegriff der Erziehungswissenschaft schlechthin, denn schon immer bestand ein „Wettstreit der pädagogischen Grundbegriffe, in denen sich die zeitbedingten Auffassungen vom Menschen und seiner Humanisierung widerspiegelten“ (Wehnes, 2001, S. 279). Beim Wechsel vom 18. zum 19. Jahrhundert und besonders im 19. Jahrhundert selbst stand der Bildungsbegriff vor dem Erziehungsbegriff (a.a.O.). 1780 fand man erstmals eine wissenschaftliche Beziehung der begriffe Erziehung, Unterricht und Bildung, wobei die Erziehung noch an erster Stelle stand (a.a.O.). Ein viertel Jahrhundert später, also 1805, wurde der Zusammenhang von Erziehung und Unterricht in der Form thematisiert, das nicht zu klären war, „wozu sie sich vereinigen“ und welche Rolle der Begriff der Bildung dabei spielte (a.a.O.). Bei Herbart stand 1806 wieder der Erziehungsbegriff als Grundkategorie im Vordergrund und ihm kam es auf einen „erziehenden Unterricht“ an (a.a.O.). Nach Wehnes stellte Humboldts Bildung eine Art „Gegen[...]mittel gegen die Zerrissenheit seines Zeitalters“ dar, da der Mensch immer mehr als Objekt bzw. Zweck angesehen wurde (a.a.O.). Aber im Gegensatz dazu entwickelte Schleiermacher eine Erziehungstheorie ohne direkten Bezug zum Bildungsbegriff (a.a.O.). Im 20. Jahrhundert wechselte ebenfalls die Bedeutung von Erziehung und Bildung hin und her, das einerseits das „bürgerliche Bildungsdenken“ immer wichtiger wurde und Bildung dadurch sozial-elitär erschien (a.a.O.). Andererseits wurde Bildung als kognitive Formung sowie Erziehung als sittliches Verhalten betrachtet und dabei getrennt, was dazu führte, dass Erziehung als Grundbegriff der Pädagogik angesehen wurde, da hierbei die
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Existenz betreffende Prozesse (Entscheidung, Verantwortung, Gewissen, Charakter) einbezogen werden mussten (a.a.O.).
Der Bildungsbegriff ist aber auch heute noch aktuell, was Spranger in seinem Stufenmodell („Grundlegende Bildung, Berufsausbildung, Allgemeinbildung“) und Kerschensteiner mit einem „Berufsbild als Pforte zur Menschenbildung“ deutlich machen (a.a.O.). Und durch stetig wandelnde gesellschaftliche Umstände knüpft der Bildungsbegriff neue Beziehungen mit Technik, Arbeit usw. (a.a.O.).
Bei Bildung als historisches Problem geht es also u.a. darum, zu klären, wie der Mensch, der Sinn des Lebens und die Humanität definiert werden (a.a.O.). Somit wird auf den Ernst der Lage hingewiesen, um Überlegungen zu fördern, die eine wirkliche Veränderung des Bildungsbegriffs herausarbeiten (a.a.O.).
Bei der Betrachtung der Bildung als historisches Problem gibt es drei große Bereiche: erstens den vorklassischen Bildungsbegriff, zweitens den klassischen Bildungsbegriff und drittens Bildung im 19. Jahrhundert (a.a.O., S. 279 ff). Hier wird nur auf den klassischen Bildungsbegriff eingegangen; ersteres und letzteres steht hier nicht zur Debatte.
2.2 Klassischer Bildungsbegriff - Einführung
Des weiteren gibt es den klassischen Bildungsbegriff, der etwa um 1800 aus den genannten Konzeptionen hervorging (Wehnes, 2001, S. 282). Vorbereiter dieser Idee waren Rousseau und Pestalozzi mit ihrer Idee einer allgemeinen Menschenbildung, in der die Beziehungen zwischen Individualität und Kollektivität, von Bildung und Beruf und von Mensch und Gesellschaft mitdenkt (a.a.O.). Dies liegt aber nicht an einer Gleichgültigkeit an der gesellschaftlichen und beruflichen Realität, sondern an der Zerrissenheit und Verzweckung des Menschen (a.a.O.). Die Gesellschaftsentwicklung bewirkte, das das Individuum immer mehr spezialisiert und abgegrenzt wird, wodurch es seiner „vollen Menschlichkeit“ beraubt wird (a.a.O.). Dies rechtfertigt das Herausstellen von Ganzheit und Allseitigkeit sowie von Autonomie und Freiheit und der Abwehr früher beruflicher Eingepasstheit und gesellschaftlicher Nützlichkeit (a.a.O.).
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Arbeit zitieren:
Nancy Kunze-Groß, 2002, Klassischer Bildungsbegriff an den Beispielen Humboldt und Hegel, München, GRIN Verlag GmbH
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