Antisemitismus und Antizionismus in der DDR
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis................................................................................................................... 2
1. Einleitung 3
2. Begrifflichkeiten. 4
2.1 Antisemitismus. 4
2.2 Zionismus 6
3. Das allgemeine Verhältnis der DDR gegenüber den Juden und dem Zionismus 7
4. Interview. 10
5. Klärung der Schuldfrage 11
6. Chronologische Skizzierung 11
6.1 Nachkriegszeit. 11
6.2 50er Jahre bis Anfang der 80er Jahre 12
6.3 80er Jahre 13
Schlusswort 14
8. Quellen 15
2
1. Einleitung
Seit Jahrhunderten versuchen Menschen, die dem Judentum angehören, sich in unserer Gesellschaft zu integrieren. Dabei mussten sie sehr viel Leid erfahren. Verächtung, Verleumdung, Vertreibung und letztendlich sogar der Versuchung der Ausrottung in der NS- Zeit von 1933 bis 1945 mussten sie über sich ergehen lassen. Ob in der Antike, im Mittelalter oder in der Neuzeit wurden sie nie anerkannt. Das Leben der Juden in Deutschland nach Kriegsende 1945 entsteht auf Grund einer langen aber jedoch auch sehr wechselvollen deutsch- jüdischen geschichtlichen Beziehung. Zwei entscheidende Faktoren für diese Beziehung ist zum Einen die aufkommende Judenemanzipation in Europa jedoch auch die schon sehr lang zurückliegende Erscheinung des Antisemitismus.
Zunächst werde ich diese Grundlagen, wie zum Beispiel die Begrifflichkeit des Antisemitismus und des Zionismus überblicksartig präsentieren, bevor ich speziell auf die Situation der Juden in der DDR nach der Zeit des Nationalsozialismus eingehen werde. Insbesondere werde ich die Art und Weise der Bewältigung dieser düstersten Zeit der deutschen Geschichte beleuchten. Meine Aufmerksamkeit wird dabei besonders der gesamtgesellschaftlichen sowie der politischen Perspektiv gelten. Man muss jedoch erwähnen, das diese Arbeit lediglich ein Auszug sowie der Versuch einer Skizzierung des jüdischen Leben in der DDR sein kann, da der Rahmen für eine detaillierte Aufarbeitung der jüdischen Geschichte nach 1945 in Deutschland bei weitem nicht ausreichen 1
kann! Als Einführungsliteratur zum Thema wäre das Buch „Jüdisches Leben in der DDR“ von Robin Ostow zu empfehlen.
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1 Richard Peter: 1895 in Schlesien geboren und 1977 in Dresden gestorben.
3
2. Begrifflichkeiten
2.1 Antisemitismus
der, (m.), eigentl. Judenfeindschaft. Antisemitismus bedeutet wörtlich die gegen eine semitische Rasse eingestellte Haltung und suggeriert die Existenz einer semitischen Rasse, die bekämpft werden muß. Durch die Beschränkung des Antisemitismus auf Juden wird der Antisemitismus eigentlich zum Antijudaismus, der Judenfeindlichkeit. 2
Der Begriff des Antisemitismus entstand im frühen 19. Jahrhundert. Er bezeichnet den Hass einzelner Menschen beziehungsweise ganzer Völker gegen Juden. Diesen Hass gibt es seit die Juden außerhalb Palästinas, also in der Diaspora (Ursprünglich wurden mit "Diaspora" geschlossene Siedlungen der Juden bezeichnet, die nach dem Untergang des Reiches Juda 584 v.Chr. zunächst in Mesopotamien entstanden und sich in den folgenden Jahrhunderten von hier und von Palästina aus ausbreiteten, die jüdische Diaspora. Seit der frühen Neuzeit wird der Begriff auch auf konfessionelle Minderheiten des Christentums bezogen. 3 ) leben. Nach Aufständen der Juden im Jahre 70 n.Chr. gegen die römischen Besatzer wurde Jerusalem erobert und zerstört. Die jüdische Bevölkerung, welche in der Stadt lebten sowie auf dem Land wurden getötet oder vertrieben. So hörte der jüdische Staat plötzlich auf zu existieren. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte assimilierten sich viele der Vertriebenen in den Ländern, in die sich geflüchtet waren. Jedoch die meisten hielten an der Religion ihrer Ahnen und ihrem Volkstum fest. So bildeten sie in vielen Staaten der Welt eine religiöse und ethnische Minderheit, welche noch bis zur heutigen Zeit existieren. Der sogenannte Antisemitismus hat jedoch keineswegs erst mit der Zeit der Nationalsozialsten begonnen. Schon im Mittelalter gab es in großem Ausmaß
Judenverfolgung. So wurden zum Beispiel im Jahre 1096 in viele Städten ganze jüdische Gemeinden ausgerottet. Tausende Juden fanden ihren Tot. Der Hass auf die Juden und die darausfolgenden Progrome (wörtlich „Zerstörung“) entstanden größtenteils aus religiöser Überzeugung. Es wurde gesagt, sie seien Feinde der Christen, denn sie seien es gewesen, die Jesus getötet haben. Deshalb liege auf ihnen ein Fluch. So wurden sie zum Sündenbock abgestempelt und mit Naturkatastrophen, Hungersnöten und Seuchen in Verbindung gebracht und als Auslöser identifiziert. Juden wurden verleumdet als Mörder kleiner Kinder und Brunnenvergifter. 1348 suchte Europa ein verheerende Pest heim. Die Europäer sahen diese Pest als Zorn und Strafe Gottes dafür, das sie es immer noch nicht geschafft hatten die Juden aus ihren Städten zu vertreiben und zu entfernen. Ab diesem Zeitpunkt mussten die Juden in speziellen abgetrennten Stadtteilen in sogenannten Ghettos leben und sich als Juden kennzeichnen.
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2 Meyers Standard-Lexikon (1980), S.48
3 http://de.wikipedia.org/wiki/Diaspora (letzter Zugriff am 05.02.2007)
4
Eine weitere Ursache für den Antisemitismus war ein wirtschaftlicher Grund. Man warf den Juden bereits im Mittelalter vor, sich an Nichtjuden finanziell zu bereichern. Denn die Geldgeschäfte blieben meist ihnen vorbehalten, da Christen zu dieser Zeit aus religiösen Gründen keine Zinsen erheben durften. Des Weiteren war den Juden die Ausübung der meisten Berufe sowieso verboten, da sie zum Beispiel als Nichtchristen kein Mitglied einer Zunft werden durften. Und so blieb ihnen meistens nur das Geschäft mit dem Geld. In diesem Beruf waren sie jedoch sehr erfolgreich und so dauerte es nicht lange, bis sich Viele Christen bei Juden verschuldet hatten.
In Folge der Aufklärung im 18 Jahrhundert gab es eine Zeit, in der Juden immer mehr Toleranz erfuhren. Doch diese Zustand währte nicht lange. Schon im 19.Jahrhundert entstand besonders in Deutschland eine neue Welle der Judenfeindschaft. Diesmal war sie keineswegs religiöser Art sondern eher nationalistischer Art. Später konnten die Nazis auf diesem nationalistisch geprägten Antisemitismus aufbauen.
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Arbeit zitieren:
B.A. Andreas Lilienthal, 2006, Antisemitismus und Antizionismus in der DDR, München, GRIN Verlag GmbH
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