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Die Uno-Milleniumsentwicklungsziele: Wasser und Frieden

Eine Implementierungs-Studie anhand des Nahostkonflikts

Title: Die Uno-Milleniumsentwicklungsziele: Wasser und Frieden

Seminar Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Samuel Schmid (Author)

Politics - Topic: Development Politics
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Die Wasserproblematik im Nahen Osten wird mit jedem Tag brisanter. Die Relevanz dieser Thematik ist grösser, als man üblicherweise annimmt. Die Vereinten Nationen haben sich diesem Problem – und zahlreichen anderen entwicklungspolitischen Themen – mit den MDGs angenommen. Unter dem Ziel der „nachhaltigen Entwicklung“ wird unter anderem das Thema Wasser aufgegriffen. Bis 2015 soll der Anteil der Weltbevölkerung, der keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, halbiert werden. Wie sieht die Situation im Nahen Osten bezüglich dieser Zielsetzung aus?
In einer ersten theoretischen Betrachtung wird klar, dass es sich bei den MDGs um „soft law“ handelt. Ferner werden Überlegungen zur Implementierung im Allgemeinen skizziert. Die Schlagwörter: Institutionen, Regime, compliance.
Vor diesem Hintergrund wird der Wasserkonflikt im Nahen Osten genauer erläutert. Die aride Region leidet unter akutem Wassermangel auf der Angebotsseite und einem steigenden Bedarf auf der Seite der Nachfrage. Die hauptsächlichen Wasserquellen sind das Jordanbecken, die Golanhöhen und der See Genezareth,
die Aquifere im Westjordanland und Gaza und ein Wasserabkommen zwischen Israel und der Türkei. Grösster Wasserkonsument ist die Landwirtschaft. Die Verteilung der Ressourcen ist ausgesprochen ungleich. Die Infrastruktur und Organisation ist weitgehend in israelischen Händen. Mögliche Lösungsansätze sind das Peace Canal
Project, der Import von „virtuellem Wasser“ sowie die Meerwasserentsalzung. Letztgenanntes wird bereits praktiziert.
Den Palästinensern wird das Recht auf Wasser grundsätzlich anerkannt. Jedoch schlägt sich dies nicht in konkreten Massnahmen Israels nieder. Das grundlegende „Wassergesetz“ datiert aus dem Jahre 1959. Spezielle Regelungen für die Verbesserung der Situation in den besetzten Gebieten gibt es nicht. Auch der
internationalen Verpflichtung Israels im Rahmen der MDGs wird bis heute nicht Folge geleistet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Vorwort

3. Einleitung

4. Die UNO Millennium Development Goals (MDGs)

4.1 Überblick

4.2 Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung

5. Die MDGs – soft oder hard law?

5.1 Zur Theorie von soft und hard law

5.2 Was heisst das für die MDGs?

6. Zur Theorie der Implementierung

7. Die Wasserproblematik im Nahen Osten

7.1 Überblick

7.2 Wasserquellen

7.2.1 Jordanbecken, Golanhöhen, See Genezareth

7.2.2 Aquifere im Westjordanland und Gaza

7.2.3 Wasserabkommen Israel-Türkei

7.3 Wassernutzung

7.4 Verteilung

7.5 Infrastruktur und Organisation

7.6 Mögliche Lösungsansätze

8. Die israelische Wasserpolitik im Lichte der MDGs

8.1 Geschichtlicher Überblick

8.2 Aktuelle Gesetze

8.3 Der Implementierungsprozess

9. Zusammenfassung

10. Ergebnis

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Wasserkonflikt im Nahen Osten unter dem Aspekt der Implementierung der UNO Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs). Das primäre Ziel besteht darin, zu analysieren, ob die israelische Wasserpolitik in den besetzten Gebieten mit den Vorgaben der MDGs, insbesondere im Hinblick auf den Zugang zu sauberem Wasser, im Einklang steht.

  • Analyse der UNO Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) als "soft law"
  • Theoretische Grundlagen zur Implementierung internationaler Richtlinien
  • Detaillierte Untersuchung der Wasserproblematik und -quellen im Nahen Osten
  • Vergleich der Wassernutzung und -verteilung zwischen Israel und den Palästinensergebieten
  • Bewertung der israelischen Wasserpolitik anhand des MDG-Regimes

Auszug aus dem Buch

7. Die Wasserproblematik im Nahen Osten

Die semi-aride bis aride Region um Israel, Jordanien und die Palästinensergebiete ist geprägt durch eine der grössten Wasserknappheiten der Erde und starke politische Spannungen. Die Region hat ein sehr geringes natürliches Wasseraufkommen pro Kopf; dieses Problem wird durch starke hydrologische Schwankungen innerhalb des Jahres und durch Dürreperioden verstärkt. Zudem führt der Klimawandel zu mehr Dürre in der Region. Deshalb ist das Wasserproblem eine hochexplosive Zeitbombe – und sie tickt unaufhaltsam.

Die Wassernutzung ist damit eine der Kernfragen im Nahostkonflikt, neben den Territorial- und Souveränitätsfragen, Jerusalem, den Siedlungen und der Flüchtlingsfrage. Die traditionell schlechten Beziehungen mit seinen Nachbarstaaten eskalierten 1967 im Sechs-Tage-Krieg, der Israel die Kontrolle über wichtige Wasserressourcen einbrachte (z.B. Golan-Höhen). Auch der Verlauf des Sperrzauns um das Westjordanland festigt Israels Kontrolle über die Wasserressourcen. Wasser und Territorialfragen sind daher eng miteinander verknüpft. Eine Lösung des Nahostkonflikts ohne Einigung über die Wassernutzung erscheint ebenso wenig möglich wie eine Lösung der Wassernutzung ohne Einigung und Anerkennung der Konfliktparteien.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation, sich mit dem brisanten Thema Wasser im Kontext des Nahostkonflikts zu beschäftigen, und bedankt sich bei Unterstützern.

3. Einleitung: Es wird die globale Bedeutung von Wasser als Lebensgrundlage und Konfliktfaktor sowie das Ziel der Arbeit, diese Problematik anhand der MDGs im Nahostkonflikt zu vertiefen, dargelegt.

4. Die UNO Millennium Development Goals (MDGs): Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehung und Zielsetzung der MDGs sowie das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung.

5. Die MDGs – soft oder hard law?: Es wird theoretisch analysiert, ob die MDGs als "soft law" oder "hard law" einzustufen sind und welche Konsequenzen dies für ihre Verbindlichkeit hat.

6. Zur Theorie der Implementierung: Hier werden theoretische Grundlagen dargelegt, wie internationale Regime wirken und wie Implementierungsprozesse auf nationalstaatlicher Ebene definiert und untersucht werden können.

7. Die Wasserproblematik im Nahen Osten: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der regionalen Wasserknappheit, der Wasserquellen, der ungleichen Verteilung sowie möglicher Lösungsansätze.

8. Die israelische Wasserpolitik im Lichte der MDGs: Dieses Kapitel prüft die israelische Gesetzgebung und den Implementierungsprozess unter Bezugnahme auf die MDG-Vorgaben.

9. Zusammenfassung: Die zentralen Erkenntnisse der theoretischen und praktischen Analyse der Wasserproblematik und des MDG-Implementierungsprozesses werden zusammengefasst.

10. Ergebnis: Der Autor zieht das Fazit, dass Israel bisher keine echten Anstrengungen unternimmt, die MDGs in den besetzten Gebieten umzusetzen.

Schlüsselwörter

Nahostkonflikt, Wasserproblematik, UNO Millenniums-Entwicklungsziele, MDGs, Soft Law, Implementierung, Wasserressourcen, Israel, Palästinensergebiete, Nachhaltige Entwicklung, Wasserverteilung, Compliance, Regime, Naher Osten, Wasserrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen den UNO Millenniums-Entwicklungszielen (MDGs) und der Wasserproblematik im Nahen Osten, wobei der Fokus auf dem israelisch-palästinensischen Konflikt liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen internationales Wasserrecht, die Theorie von "soft law" und "hard law", die Implementierung internationaler Richtlinien durch Staaten sowie die spezifische wasserpolitische Lage im Nahostkonflikt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob die israelische Wasserpolitik in den besetzten Gebieten den internationalen Vorgaben der Millenniums-Entwicklungsziele zur Wasserversorgung entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein deduktives Vorgehen gewählt, bei dem internationale Richtlinien (MDGs) auf eine spezifische Fallstudie (Nahostkonflikt) angewandt und anhand von nationalen politischen Maßnahmen und Gesetzen auf ihre Implementierung hin untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte zur Implementierung von internationalem Recht und eine umfangreiche empirische Analyse der Wasserquellen, der Wassernutzung und der israelischen Wasserpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Nahostkonflikt, Wasserproblematik, MDGs, Soft Law, Implementierung, Nachhaltige Entwicklung und Wasserverteilung.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der MDGs im Nahostkonflikt?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die MDGs als "soft law" zwar einen normativen Rahmen bieten, Israel jedoch bisher keine echten Anstrengungen unternommen hat, diese in den besetzten Gebieten umzusetzen.

Welche Rolle spielt das "Wassergesetz" von 1959?

Es dient als das maßgebliche israelische Gesetz, auf das sich alle anderen Richtlinien stützen. Der Autor stellt fest, dass es sich jedoch primär um innenpolitische Angelegenheiten kümmert und die Situation in den besetzten Gebieten nicht ausreichend regelt.

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Details

Title
Die Uno-Milleniumsentwicklungsziele: Wasser und Frieden
Subtitle
Eine Implementierungs-Studie anhand des Nahostkonflikts
College
University of Luzern  (Politikwissenschaftliches Seminar)
Grade
1.0
Author
Samuel Schmid (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V142915
ISBN (eBook)
9783640525416
ISBN (Book)
9783640525737
Language
German
Tags
UNO Milleniumsentwicklungsziele Nachhaltige Entwicklung Wasser Frieden Nahost Israel Palästina Implementierung Compliance internationale Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Samuel Schmid (Author), 2008, Die Uno-Milleniumsentwicklungsziele: Wasser und Frieden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142915
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