INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis I
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis I
1. Einleitung 1
2. Die Börse und Börsentechniken 2
3. Die Katastrophentheorie am Beispiel der Börse 6
4. Resümee und Ausblick 18
Literaturverzeichnis 19
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis
Tabelle 1: Die sieben Elementarkatastrophen. 7
Abb. 1: Die Spitzenkatastrophe. 9
Abb. 2: Die Spitzenkatastrophe anhand der Börse 12
I
1. Einleitung
Die Börse ist ein Phänomen, welches bis in das 12. Jahrhundert zurück datiert werden kann. Der Börsenhandel und insbesondere seine Kursbewegungen haben die Menschen immer in Erstaunen versetzt. Obgleich es ein Markt ist wie jeder andere auch, geprägt durch Angebot und Nachfrage und einem direkten Austausch von Gütern, ist der Kursverlauf ein unbestimmbares, nicht planbares Ereignis.
Die Geschichte der Börse ist einerseits durch besonders gewinnreiche Phasen andererseits auch von sogenannten „Crashs“ geprägt. Diese Kursausschläge, -stürze oder -einbrüche zeigen, dass diese nicht aufgrund von zufallsbedingten Fluktuationen auftreten, sondern vielmehr Ausdruck menschlicher Reaktionen auf ganz bestimmte Ereignisse sind.
Die Überlegungen dieser Arbeit richten sich auf Verhaltensweisen und Einstellungen von Menschen am Aktienmarkt. Anhand der Katastrophentheorie soll gezeigt werden, was passiert, wenn zwei „Börsianer“ mit unterschiedlichen Einstellungen aufeinander treffen.
Einleitung 1
2. Die Börse und Börsentechniken
Die Börse und ihr europäischer Ausdruck „Bourse“ hat ihren Ursprung im 16. Jahrhundert, als das Haus der holländischen Familie van der Beurse zum Zentrum des örtlichen Finanz-und Wertpapierhandels wurde 1 . Demnach wird der Begriff Börse wie folgt definiert:
„...Orte ständiger Zusammenkünfte von Kaufleuten, an denen Waren und Wertpapiere
von Angebot und Nachfrage abgehalten. Die nach bestimmten Regeln sich abwickelnden Geschäfte führen zu einer Preisbildung, die der Marktlage am besten gerecht werden.“
Unter dem Begriff Wertpapier fallen jegliche Urkunden, die private Vermögensrechte verbriefen. Dies können Aktien, Pfandbriefe, Investmentzertifikate, Effekten, Rentenpapiere (festverzinsliche Wertpapiere) etc. sein. Man unterscheidet hier nach der Art des verbrieften Rechts, in den Formen von Forderungspapieren, Sachenrechtlichen Wertpapieren und Mitgliedschaftspapieren. Neben diesen klassischen Wertpapierbereichen (Aktien) gibt es auch noch Sonder- und Zwischenformen. Dazu zählen z.B. Investmentfonds, Optionsscheine, Wandelschuldverschreibungen, Genussscheine, Termingeschäfte etc.
Die Börse bietet Anlegern die Möglichkeit, Teileigentümer von Unternehmen zu werden und den Unternehmen Kapital zu veräußern. Es gibt es verschiedene Arten von Anlegern, die nach ihren Interessen unterschieden werden können, wie z.B. der Staat (Bundesanleihen, Staatsbriefe), einzelne Privatanleger, Spekulanten oder juristische Personen
(Investmentgesellschaften). Jeder Anleger benötigt eine Anlagestrategie oder Taktik, um sein Vermögen sinnvoll anzulegen. In den seltensten Fällen finden wir reine Spekulationen ohne jegliche Informationsaktivitäten, denn jede Person verfolgt eigentlich das Ziel der Gewinnmaximierung. Doch gerade ein so unplanbares System wie die Börse erschwert dieses Ziel. Zukünftige Prognosen über einen längeren Zeitraum sind kaum machbar bzw. die Aussagen entsprechen nicht immer der Realität und den eingetreten Ereignissen.
1 Vgl. Harter, W./Franke, J./Hogrefe, J./Seger, R. 1988, S.36
Die Börse&Börsentechnicken 2
Wissenschaftler unterschiedlicher Fachdisziplinen haben sich mit Analysen und Ansätzen zur Erklärung von komplexen und dynamischen Modellen befasst. Es zeichnete sich jedoch ab, dass derartige Modelle nie in der Lage sein werden, Langzeitentwicklungen in irgendeiner Weise vorherzusagen. Denn nicht umsonst sind dynamische Systeme durch größte Unordnung und Nichtvorhersagbarkeit gekennzeichnet 2 .
Ist das Ziel aber nur eine kurzfristige Prognose, so ist es möglich einige Techniken zur Bewertung von Aktien einzusetzen. Die zwei klassischen und zugleich gegensätzlichen Bewertungsmethoden sind die Fundamentalanalyse und die Charttechnische Analyse 3 . In Widerspruch zu diesen beiden Analysen steht die Randon Walk-Hypothese, welche besagt, dass die Aktienkurse einem Zufallspfad (Random walk) folgen und demnach keine der oben genannten Analysen einen messbaren Nutzen für den einzelnen Anleger erbringen kann. Diese Hypothese ist jedoch nur eine Form zur Erklärung von Kursprognosen. In der Praxis werden die Fundamentanalyse und die Chart-Analyse dennoch eingesetzt 4 . Beide Techniken werden zum Verständnis der Arbeit kurz erläutert.
• Fundamentalanalyse
Die Basishypothese dieser Analyse geht davon aus, dass der Kurs einer Aktie um seinen inneren Wert schwankt. Demnach ist das Ziel die Suche nach dem inneren Wert. Um diesen zu ermitteln werden Faktoren wie die Weltkonjunktur, das Land, die Branche und alle Daten des Unternehmens in Betracht gezogen. Die Methodik der Fundamentalanalyse wird auch als „Top-down“ bezeichnet 5 . Dies bedeutet, dass zunächst die bedeutenden übergeordneten Ebenen vor den einzelwirtschaftlichen Aspekten analysiert werden Daher wird die Fundamentalanalyse des öfteren unterteilt in die Globalanalyse, Branchenanalyse und Unternehmensanalyse. Letztere errechnet zur Messung der Qualität der Aktiengesellschaft meistens folgende Kennzahlen: Dividendenrendite, Gewinn, Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV),
2 Vgl. Tvede, L. 1991, S.19
3 Vgl. Steiner, M./Bruhns, C. 1996, S.186
4 Vgl. Jamroz, M./Schmitz, A. 2002, S.32
5 Vgl. Steiner, M./Bruhns, C. 1996, S.188
Die Börse&Börsentechnicken 3
Arbeit zitieren:
Sarah Kniel, 2002, Die Katastrophentheorie und ihre Auswirkungen am Beispiel der Börse, München, GRIN Verlag GmbH
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