Inhaltsverzeichnis
Seite
Abk ürzungsverzeichnis III
Symbolverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Ausgangsituation 1
1.2 Zielsetzung der Arbeit 2
2. Grundlagen des Human Capital Managements 3
2.1 Begriffsbestimmungen und -abgrenzungen 3
2.1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände,
intellektuelles Kapital, Humankapital 3
2.1.2 Human Capital Management 5
2.2 Einfluss von Humankapital auf den Unternehmenserfolg 6
2.3 Messung und Bewertung von Humankapital 7
2.4 Bestehende Ansätze zur Bewertung von Humankapital 10
2.4.1 Marktwertorientierte Ansätze 10
2.4.2 Accounting-orientierte Ansätze 11
2.4.3 Indikatorenbasierte Ansätze 13
2.4.4 Value-Added Ansätze 15
2.4.5 Ertragsorientierte Ansätze 16
2.4.6 Die Saarbrücker Formel 18
2.5 Grundprobleme der Humankapitalbewertung 20
3. Darstellung und Bewertung des Human Potential Index 21
3.1 HPI - Human Potential Index 21
3.1.1 Idee und Zielsetzung des HPI 22
3.1.2 Entwicklung und Beschreibung des HPI 23
3.1.3 Ausblick und weitere Entwicklung des HPI 27
3.1.4 Möglichkeiten des HPI 29
3.1.5 Grenzen des HPI 30
I
4. Anwendungsbereiche der HCM-Modelle 32
4.1 HR-Due-Diligence für Mergers & Acquisitions 32
4.2 Rating und Risikomanagement im Rahmen von Basel II 35
5. Fazit 38 Literaturverzeichnis 41
II
Abkürzungsverzeichnis
AV Anlagevermögen
BMAS Bundesministerium für Arbeit und Soziales bzw. beziehungsweise
CIV Calculated Intangible Value
d.h. das heißt
ebd. ebenda etc. et cetera e.V. eingetragener Verein EVA Economic Value Added evtl. eventuell
f. folgende
HC Human Capital HCM Human Capital Management HCMV Human Capital Market Value HGB Handelsgesetzbuch HPI Human Potential Index HR Human Resources HRA Human Resource Accounting Hrsg. Herausgeber
i.d.R. in der Regel IAS International Accounting Standards
III
k.A. keine Angabe (wird verwendet wenn kein
Erscheinungsjahr angegeben ist.) K.I Kreditinstitut
M&A Mergers & Acquisitions
ROA Return on Assets
S. Seite sog. sogenannten SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands
u.a. unter anderem US-GAAP United States General Accepted Accounting Standards
Vgl. Vergleiche
www world wide web
z.B. zum Beispiel
IV
Symbolverzeichnis
€ Euro ∑ Summe & und % Prozent = gleich f(x) Funktion
V
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abbildung 1: Human Capital als Bestandteil des
Unternehmenswertes
Abbildung 2: Investitionsrechnung für den Personalbereich
Abbildung 3: Die Betrachtungsebenen des Skandia Navigator
Abbildung 4: Die Saarbrücker Formel
Abbildung 5: Beschreibung des Projektziels und des
Verwendungsnutzens des HPI
Abbildung 6: Architektur des HPI
Abbildung 7: Ergebnis-Beispiel - Gesamt HPI
Abbildung 8: Ergebnis-Beispiel - HPI der Treiberbereiche
Abbildung 9: Die drei Phasen des M A Prozesses
Abbildung 10: Die 3 Säulen von Basel II
VI
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
Ein wichtiges Ziel der Unternehmen ist es, gemäß dem Wirtschaftlichkeitsprinzip, den Unternehmenswert dauerhaft zu erhöhen. Es gibt verschiedene Ansätze, wie z.B. das Shareholder Value Management, die unterschiedliche Möglichkeiten zur Steigerung des Unternehmenswertes aufzeigen. Diese i.d.R. auf wirtschaftlichen Kennzahlen basierenden Ansätze vernachlässigen jedoch einen in der heutigen Zeit für viele Branchen und Unternehmensbereiche sehr bedeutenden Faktor: Die Mitarbeiter. Mitarbeiter werden nach wie vor häufig als austauschbare Ressource, die im Rahmen der betrieblichen Leistungserstellung „verbraucht“ wird, betrachtet. 1 Diese Auffassung wird der wichtigen Rolle der Mitarbeiter für den Unternehmenserfolg jedoch nicht gerecht: Mitarbeiter schaffen und verändern nicht nur die Vermögensgegenstände, sondern stellen selbst ein immaterielles Vermögen des Unternehmens dar, das bewertet und entwickelt werden sollte. 2 Aber diesen Beitrag der Mitarbeiter zum Unternehmenswert zu messen hat sich als schwierig erwiesen. In den letzten Jahren wurden verschiedene Ansätze zur Humankapitalbewertung entwickelt. Jedoch weisen die meisten Modelle Schwächen auf und konnten sich daher bislang nicht in der Praxis etablieren.
Fraglich ist also, ob es möglich ist ein einheitliches Modell für die Humankapitalbewertung von Unternehmen zu entwickeln, das für alle Branchen, Unternehmen und Bereiche einheitlich gültig ist und so eine Vergleichbarkeit schafft die z.B. für die Unternehmenswertermittlung wichtig wäre.
1 Vgl. Friedmann, B.S., Hatch, A.H., Walker, D.M. (1999), S. VIII.
2 Vgl. ebd., S.73.
1
1.2 Zielsetzung der Arbeit Ziel der Arbeit ist es:
• Die Wichtigkeit des Humankapitals für den Unternehmenserfolg und die damit verbundene Notwendigkeit eines gut
funktionierenden Human Capital Managements darzustellen.
• Bestehende Ansätze zur Humankapitalbewertung vorzustellen und diese zu beleuchten.
• Den Human Potential Index als allgemeingültiges Messinstrument zur Humankapitalbewertung kritisch zu analysieren.
• Schlussfolgerungen für die zukünftige Entwicklung des Human Capital Managements und der Humankapitalbewertung abzuleiten.
Diese Bachelor Thesis beschäftigt sich zunächst mit den Grundlagen und Grundbegriffen des Human Capital Management. Außerdem wird auf die Fragestellung eingegangen, wie sich Humankapital auf den Unternehmenserfolg auswirkt und welche Ansätze zur
Humankapitalbewertung bereits existieren.
Kapitel 3 setzt sich kritisch mit dem Human Potential Index (HPI) auseinander. Einem relativ neuen Instrument der Humankapitalbewertung, welches mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales entwickelt wird. Ziel ist es damit ein allgemeingültiges Modell für ein Humanvermögensrating zu etablieren. 3
In Kapitel 4 geht es um die Darstellung der Möglichkeiten des Human Capital Managements, die HCM-Messmodelle und in welchen Bereichen diese angewendet werden können.
Abschließend wird ein Fazit gezogen. Die in den vergangenen Kapiteln dargelegten Sachverhalte werden nochmals reflektiert und
Schlussfolgerungen für die zukünftige Entwicklung des Human Capital Managements werden getroffen.
3 Vgl. Jassl, R. (2009 a), S. 12.
2
2. Grundlagen des Human Capital Managements
2.1 Begriffsbestimmungen und -abgrenzungen
2.1.1 Humankapital, intellektuelles Kapital, immaterielle Vermögensgegenstände
Humankapital wurde erstmals einer breiten Öffentlichkeit bekannt als die Gesellschaft für deutsche Sprache den Begriff zum „Unwort des Jahres“ 2004 wählte. Das Wort degradiere nicht nur Arbeitskräfte in Betrieben, sondern Menschen überhaupt „zu nur noch ökonomisch interessanten Größen“ 4 , lautete die Begründung des sechsköpfigen Gremiums. Aber was verbirgt sich wirklich hinter dem Begriff Humankapital? Darauf soll an dieser Stelle eingegangen werden.
Der Begriff Humankapital (im Englischen auch Human Capital) ist nicht sehr einfach einzugrenzen. Eine eindeutige Definition der Begrifflichkeit ist in der Literatur schwer zu finden, da es sich auf verschiedene Disziplinen wie die Betriebswirtschaft, die Volkswirtschaft oder auch die Arbeits- und Sozialpsychologie bezieht. Zudem werden die Begriffe Human Capital, Human Resource, Human Assets, intellektuelles Kapital
Personalvermögen oder auch Humanvermögen oftmals synonym verwendet. 5
Nachhaltig geprägt wurde der Begriff des Humankapitals durch Theodor Schultz, der im Jahr 1979 zusammen mit Sir Arthur Lewis den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für ihre Arbeit auf dem Gebiet des Human Capitals erhielt. Er definierte Humankapital folgendermaßen 6 : „Every person is born with a particular set of genes, which determines his innate ability. Attributes of acquired population quality, which are valuable and can be augmented by appropriate investment, will be treated as human capital” 7
4 Vgl. Gesellschaft für deutsche Sprache, 2004, http://www.gfds.de.
5 Vgl. Friederichs, P., Labes, M. (2006), S. 18.
6 Vgl. Wucknitz, U.D. (2002), S.2.
7 Wucknitz, U.D. (2002), S.2..
3
Kern der meisten Ansätze zum Human Capital ist der Beitrag der Belegschaft zur direkten oder indirekten Zielerreichung. 8 Der Human Capital Club e.V. definiert Human Capital als „intellektuelle, motivationale und integrative Leistung der Mitarbeiter sowie Prozesse und Unternehmen die sie unterstützen.“ 9 Somit richtet sich aus Sicht des Personalmanagements der Fokus des Humankapitals auf die mitarbeitergebundenen immateriellen Vermögensgegenstände wie z.B. deren Wissen und Eigenschaften wie Intelligenz oder Energie die Mitarbeiter in Ihre Arbeit einbringen. Ob die Individuen ihr „Vermögen“ in die Organisation einbringen oder nicht, hängt z.B. von extrinsischen Motivatoren ab. Diese kann man durch Strukturen und Prozesse im Unternehmen beeinflussen und somit auch den Wert des Humankapitals. 10
Aus Sicht der Unternehmen ist das Humankapital ein Bestandteil der unternehmerischen Kapitalressourcen: Diese bestehen darüber hinaus aus dem finanziellen Kapital, dem physischen Kapital, dem organisatorischen Kapital sowie dem Beziehungskapital. 11 Der gesamte Unternehmenswert setzt sich aus dem Bilanzvermögen und dem Intellectual Capital, welches aus Human Capital und sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen besteht, zusammen.
Abbildung 1: Human Capital als Bestandteil des Unternehmenswertes
8 Vgl. Scholz, C., Stein, V., Bechtel, R. (2004), S.23.
9 Vgl. Schubert, A., Haferburg, M. (2009), S. 7.
10 Vgl. Friederichs, P., Labes, M. (2006), S. 18.
11 Vgl. Scholz, C., Stein, V. Bechtel, R. (2004), S.23.
4
Arbeit zitieren:
Kathrin Kalbfleisch, 2009, Human Capital Management - Bewertung von Humankapital in Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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