Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3
Einleitung 4
1. Kultur in der internationalen Unternehmung, Terminologische und in-
haltliche Grundlagen der Kulturproblematik und Unternehmenskultur
internationaler Unternehmungen 5
1.1 Kultur 5
1.2 Unternehmenskultur 7
1.3 Das Modell von Schein. 7
2. Landeskultur in internationalen Unternehmungen 11
2.1 Kulturdimensionen nach Hall 11
2.2 Kulturdimensionen nach Hofstede. 13
3. Kulturgeprägte Unternehmensformen 14
3.1 Die japanischen Kereitsu. 15
3.2 Die koreanischen Chaebol 15
3.3 Die chinesischen Family Business Networks 17
4. Internationale Unternehmen in ihrer Multikulturalität. 18
4.1 Die Universalisten 18
4.2 Die Kulturisten 19
5. Fazit 19
Literaturverzeichnis 20
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Das Eisbergmodell.
Abbildung 2: Unternehmenskulturebenen - Das Modell von Schein.
Abbildung 3: Studien zur Landeskultur in internationalen Unternehmungen.
Abbildung 4: Strukturübersicht über Betrachtungen zu kulturgeprägten Unternehmensformen.
Abbildung 5: Die Kernaktivitäten der größten Chaebol.
Abbildung 6: Gegenüberstellung der drei Kulturgeprägte Unternehmensformen
Einleitung
Ziel dieser Arbeit soll es sein, einen Allgemeinen Überblick über die Begriffe Kultur und Unternehmenskultur zu geben, sowie darauf aufbauend die Bedeutung der Unternehmenskultur für internationalen Unternehmung, die Terminologische und inhaltliche Grundlagen der Kulturproblematik, die Unternehmenskultur internationaler Unternehmungen, die Landeskultur in internationalen Unternehmungen, die kulturgeprägte Unternehmensformen und schließlich internationale Unternehmen in ihrer Multikulturalität zu erläutern.
Durch die wachsende Internationalisierung der Unternehmen fand bereits seit Beginn der 70er Jahre zunehmend eine Auseinandersetzung mit kulturellen Fragestellungen statt. Die Suche nach dem Grund für den Erfolg japanischer Unternehmen, welcher mit dem ausgeprägten „Commitment“ der Mitarbeiter erklärt wurde, führte dazu, dass die Unternehmenskultur Mitte der 80er Jahre, als eine der zentralen Einflussgrößen für den unternehmerischen Erfolg in der internationalen Unternehmungstätigkeit anerkannt wurde. 1
Im ersten Abschnitt der Arbeit werden die zum Verständnis der Kultur, beziehungsweise Unternehmenskultur, notwendigen Definitionen erklärt. Die Darstellung einiger wichtiger Modelle der Unternehmenskultur wird einen Überblick über die Vielschichtigkeit der Kulturproblematik geben.
Im zweiten Teil wird die Landeskultur der internationalen Unternehmung dargestellt und insbesondere auf zwei Kulturdimensionen eingegangen. Im dritten Teil werden anhand der drei gewählten asiatischen Unternehmensformen die kulturellen Unterschiede besonders deutlich dargestellt und ergeben somit die kulturgeprägte Unternehmensformen.
Im letzten Teil wird die Unternehmung in ihrer Multikulturalität präsentiert, das auf Grund der immer ausgeprägten Internationalisierung zu Bedeutung nimmt.
1 Vgl. Macharzina/Wolf (2005): Unternehmensführung. Das Internationale Management, 5. Auflage,
Wiesbaden, S. 238.
4
1. Kultur in der internationalen Unternehmung, Terminologische und inhaltliche Grundlagen der Kulturproblematik und Unternehmenskultur
internationaler Unternehmungen
1.1 Kultur
Bevor man die Kultur der Unternehmen begrifflich definiert, sollte man zuerst erläutern, was unter der Kultur im Allgemeinen zu verstehen ist. Kultur ist ein weit greifendes Thema der über 160 verschiedenen Definitionen verfügt. 2 Kultur ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt. Es betrifft somit die Technik, die Kunst, das Recht, die Moral, die Religion, die Wirtschaft, usw. Die Merkmale einer Kultur liegen den handelnden Personen unbewusst vor und sind durch Verhaltensweisen erfahrbar. Kultur ist ein kollektives Phänomen, das dem einzelnen dennoch die Möglichkeit der freien Entfaltung der Persönlichkeit gibt. Die Erlernbarkeit und Anpassungsfähigkeit der Kultur bleibt begrenzt da Kultur kein statisches sondern ein dynamisches Konstrukt ist. 3 „Kultur ist die Gesamtheit der Grundannahmen, Werte, Normen, Einstellungen und Überzeugungen einer sozialen Einheit, die sich in einer Vielzahl von Verhaltensweisen und Artefakten ausdrückt und sich als Antwort auf die vielfältigen Anforderungen, die an diese soziale Einheit gestellt werden, im Laufe der Zeit herausgebildet hat“. 4 Die Konfrontation mit unterschiedlichen Kulturen, gerade auch mit Kulturen in weiter entfernten Regionen führt immer mehr Wissenschaftlern vor Augen, dass Kultur einen Einfluss auf das Verhalten in und von Unternehmungen hat bzw. haben kann. Man geht sogar einen Schritt weiter und bezeichnet die Kultur als die zentrale Einflussgröße der internationalen Unternehmenstätigkeit 5 . So schreibt der niederländische Wissenschaftler Geert Hofstede: „ The business of International Business is Culture“. (Hofstede 1984)
2 Vgl. Kroeber, Alfred (1952): The Nature of Culture, The University of Chicago Press, Chicago, Lon-
don.
3 Vgl. Kutschker, Michael/Schmid, Stefan (2005): Internationales Management, 4. Auflage, München,
S.666f.
4 Kutschker, Michael/Schmid, Stefan (2005): Internationales Management, 4. Auflage, München,
S.672.
5 Vgl. Kutschker, Michael/Schmid, Stefan (2005): Internationales Management, 4. Auflage, München,
S.670f.
5
Kultur besteht aus zwei Ebenen:
Einer eher unsichtbaren Ebene: die Concepta (immateriellen Elementen):
Dies sind Grundannahmen, Werte, Normen, Einstellungen…. 6 Einer eher wahrnehmbar Ebene: die Percepta (materiellen Elementen): Dies
sind die Verhaltensweise und Artefakte in denen sich die Grundannahmen, Werte, Normen… ausdrücken. 7
Zur Unterstützung dieser Definition gilt das Eisbergmodell als konkrete Darstellung.
Abb.1: Das Eisbergmodell
Die Percepta-Ebene stellt den Teil des Eisbergs dar, der aus dem Wasser herausragt und den man sehen kann. Doch dies zeigt nur „die Spitze des Eisbergs“. Die Fundamente des Eisbergs liegen unter Wasser: dies bezeichnet das Concepta-Ebene.
6 Hofstede, Geert (1998): Attitudes, Values and Organizational Culture: Disentanging the Concepts,
S477-493.
7 Schmid, Stefan(1996): Multikulturalität in der internationalen Unternehmung. Konzepte - Reflexionen
- Implikationen, Gabler, Wiesbaden,S.145-151.
6
Arbeit zitieren:
Philippe Roger, 2009, Kultur in der internationalen Unternehmung, München, GRIN Verlag GmbH
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