Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Hintergrund der unterschiedlichen Preise 2
3. Zollbestimmungen der USA und der BRD 4
4. Durchführung einer Fallstudie am Beispiel des BMW X5
xDrive48i 7
4.1 Konfiguration über die deutsche Webseite www.bmw.de 7
4.2 Konfiguration über die amerikanische Webseite
www.bmwusa.com und technische Komplikationen 7
5. Kauf und Einfuhrabwicklung durch einen spezialisierten
H ändler 9
6. Risiken beim Kauf in den USA 13
7. Fazit 14
Quellenverzeichnis 15
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1. Einleitung
Im Zuge der globalen Handelsströme und durch die Möglichkeit des freien Warenverkehrs ergeben sich im Bezug auf den Erwerb von Kraftfahrzeugen aus den USA mögliche Preisvorteile durch positive Wechselkurseffekte und regional unterschiedliche Verkaufspreise.
Im Verlauf dieser schriftlichen Arbeit wird dargelegt, inwieweit der Erwerb von Kraftfahrzeugen aus den USA ein wirtschaftlich sinnvolles Investment ist und ob sich Einsparungen in einer Höhe ergeben, die den damit verbunden Aufwand rechtfertigt. Dabei werden die Zollbestimmungen, die praktischen Voraussetzungen für die Durchführung sowie die möglichen Risiken und auftretenden Probleme aufgezeigt.
Ferner wird auf die Einfuhr in die Bundesrepublik, die Zahlungsweise, den Transport und die möglichen Garantien eingegangen. Anhand des Fallbeispiels eines BMWs X5 xDrive48i wird aufgezeigt, ob sich der Aufwand eines Imports wirtschaftlich lohnt. Da dieses Fahrzeug im US-Werk in Spartanburg, SC für den deutschen als auch für den US-Markt gebaut (BMW AG 2009a) wird, birgt dieser Vergleich eine gewisse Brisanz. Diese schriftliche Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit dem Import von Neufahrzeugen.
Nach intensiver Recherche wird sich diese Hausarbeit mit der Einfuhr eines Luxusfahrzeugs beschäftigen, da hier die Einsparungen, die durch die Wechselkurseffekte erzielt werden, durch die Transportkosten nicht aufgezehrt werden. Dies wird durch die Experteneinschätzung von Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer gestützt (Handelsblatt 2004).
2. Hintergrund der unterschiedlichen Preise
Verbraucher fragen sich, wie die Preisunterschiede zwischen den USA und Europa zustande kommen. Ein vorwiegender Grund ist, dass der Markt in
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den USA Besonderheiten unterliegt, die im unterschiedlichen Kaufverhalten von Amerikanern und Deutschen zu begründen sind. „US-Kunden betreiben den Autokauf rationaler - wo der Deutsche mehrfach die heiligen Hallen des streng in der Hersteller-Vorgabe herausgeputzten Autohauses betritt und ausführlich das Für und Wider verschiedener Lacktöne und Ausstattungspakete abwägt, ordert der Amerikaner einfach von der Stange - so jedenfalls ein gängiges Klischee über den Autokauf „drüben““ (FOCUS online 2004a). Aus diesem Grund werden in den USA viele Fahrzeuge mit den Ausstattungsmerkmalen produziert, die am häufigsten verlangt und daher so verbaut werden. Somit stehen viele Wagen auf Halde und müssen mit starken Preisnachlässen abverkauft werden. Bereits bei einer Konfigurierung über die amerikanische Internetseite von BMW ist die Liste an Sonderausstattungen im Vergleich zur deutschen Konfigurator klein. Es werden reine Ausstattungspakete angeboten, bei der keine Komponenten hinzugefügt werden können. Die Einparkhilfe gibt es ausschließlich im Technologie-Paket zusammen mit Rückfahrkamera und Navigationssystem. Ein weiterer erheblicher Grund ist der seit Jahren starke Euro im Vergleich zum US-Dollar. Nach seinem Tiefstand von 0,8444 $ am 6. Juni 2001 (Handelsblatt.com 2001) hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar bis zum 15. August 2009 auf 1,4200 US-$ verteuert. Würde zwischen beiden Währungen eine Parität bestehen, wären die Autopreise in den USA für die klassischen US-Marken aus europäischer Sicht um 20 % höher (FOCUS online 2004b). Deutsche Modelle hingegen, wie ein BMW der 3-er Serie wären aber so teuer wie auf dem deutschen Markt. Dank des starken Euros war z.B. im Jahr 2004 ein BMW 325i 6.000 € günstiger als auf dem deutschen Markt (FOCUS online 2004c). Nach Angaben von BMW besitzen die Modelle für den amerikanischen Markt zumeist eine noch bessere Ausstattung. Leider sind hier die europäischen Hersteller im Oberklassesegment, wie Mercedes-Benz, Audi oder BMW, nicht gerade sehr auskunftsfreudig. Vor allem bei Mercedes „wird mit klaren Antworten gespart - aus Wettbewerbsgründen“ (Santer 2007a). Es wird zugegeben, dass die Preisdifferenzen nicht alleine durch die
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unterschiedlichen Ausstattungsvarianten zustande kommen. Lediglich Audi lässt sich ein wenig in die Karten schauen und gibt zu, dass Begriffe wie „Marktpreisniveau“ und „Umfeldpositionierung“ (Santer 2007b) eine Rolle spielen. So verweist Audi darauf, dass US-Konsumenten in Ihrer Kaufentscheidung viel rationaler, als ihre Pendants in Europa sind und überwiegend Fahrzeuge direkt vom Hof des Händler kaufen, anstatt sich in einem Verkaufsgespräch Gedanken über die Farbe des Becherhalters, oder über die dritte Kopfstütze im Fontbereich zu machen. Somit fallen bei der Produktion zeitaufwendige Individualisierungen ab Werk weg. Auch in Ingolstadt verweist man auf den momentan starken Euro. Das Preisgefüge innerhalb der USA habe sich in den letzten Jahren nicht grundlegend verändert und mit Blick auf die schwierige Absatzlage in den USA können die Preise aufgrund des Wechselkurses nicht angehoben werden. Einen weiteren Erklärungsversuch liefert Chrysler; Modelle wie der Chrysler 300er werden in Österreich speziell mit anderen Features für den europäischen Markt gebaut. Der Wagen sei in Europa viel besser ausgestattet und habe eine höhere Sicherheitsausstattung als sein amerikanischer Bruder. Auch in Sachen Komfort sei der Österreicher besser. Die Gründe liefert Chrysler gleich mit: In Europa und vor allem in Deutschland wird schneller gefahren und stärker gebremst (Santer 2007a). Dort beträgt auf den Highways und Interstates in der Regel die Höchstgeschwindigkeit von ca. 110 km/h. Schnelles Fahren ist nur mit der Inkaufnahme von hohen Bußgeldern möglich.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass vor allem deutsche Fabrikate in den USA günstiger und in der Ausstattung attraktiver sind. Nach objektiver Einschätzung liegt dies zum überwiegenden Teil an günstigen Wechselkurs.
3. Zollbestimmungen der USA und der BRD
Generell ist bei dem Kauf in den USA eine Sales Tax, oder auch VAT (value added tax) genannt zu entrichten. Diese schwankt von Bundesstaat zu
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Arbeit zitieren:
Tobias Isenberg, 2009, Der Import von Kraftfahrzeugen aus den US - Die praktischen Voraussetzungen und zolltechnischen Bestimmungen, München, GRIN Verlag GmbH
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