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Stadtplanentwicklung

Der Bebauungsplan

Titel: Stadtplanentwicklung

Hausarbeit , 2005 , 30 Seiten , Note: 2

Autor:in: Michael Habermann (Autor:in)

Raumwissenschaften, Stadt- und Raumplanung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Wurzeln der Stadtplanung reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Im Zuge der Industrialisierung
und dem damit verbundenen Bevölkerungszuwachs kam es in den Städten
unter Aufsicht der staatlichen Baupolizei zu Stadterweiterungen. Ab 1870 wurde die Verantwortung
jedoch in einer Vielzahl von Ländern den Kommunen übertragen. Im Laufe
der 90er Jahre wurden so genannte „Stadterweiterungsbüros“ oder „-ämter“ gebildet. Aus
ihnen gingen später die „Stadtplanungsämter“ hervor. Die Aufgaben der Stadterweiterungsbüros
waren der Bau von Straßen, die Ver- und Entsorgung mit bzw. von Wasser und
die Anbindung an das Strom- und Gasnetz.
In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts fand ein Umdenken in der Stadtplanung statt.
Die Stadt wurde nun nicht mehr als ein Ganzes gesehen, sondern als ein zusammengesetztes
Gefüge aus kleinen Einheiten. Die Aufmerksamkeit richtete sich zunächst auf die einzelnen
Wohnungen, welche die kleinsten Einheiten repräsentierten und ein Stadtviertel, das
Gefüge, bildeten. Diese neue Sichtweise um die Jahrhundertwende schlug sich in dem
„Bauzonenplan" nieder, welcher über mehrere Zwischenstufen zum heutigen Flächennutzungsplan
wurde.
In der Zeit des Nationalsozialismus änderte sich an der Stadtplanung nichts Wesentliches.
Nach dem Krieg und im Zuge des Wiederaufbaus gab es in den Jahren 1949 und 1950 in
den Ländern verschiedene Länder-Aufbaugesetze, die 1960 mit dem Bundesbaugesetz unter
eine einheitliche Rechtsgrundlage gestellt wurden.
In den 70er Jahren setzte ein neuer Trend ein. Hierbei verlagerte sich die Stadtentwicklung
von der Stadterweiterung zur Stadterneuerung. Im Mittelpunkt der Stadterneuerung stand
das Prinzip der „erhaltenden Erneuerung“ durch Punkt- und Flächensanierungen.
Das wachsende Umweltbewusstsein in den 80er Jahren bestimmte die Richtung der Stadtplanung
dieser Zeit. Die großen Erwartungen in die Stadtentwicklungsplanung wurden
enttäuscht, zu große Verkehrsanlagen mussten wieder verkleinert werden und verkehrsberuhigte
Zonen wurden eingerichtet. In der Stadtplanung wurde nun in kleineren Schritten
gedacht und die Umweltpolitik wurde zunehmend mehr in den Verlauf der Planung mit
einbezogen und berücksichtigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis der städtebaulichen Grundlagen

1. Die Geschichte der Stadtplanung

2. Verwaltungskompetenzen

2.1. Kompetenzen des Staates

2.2. Kompetenzen der Kommunen

3. Instrumente der kommunalen Stadtplanung

3.1. Entwicklung der Bauleitplanung

3.2. Flächennutzungsplan

3.3. Bebauungsplan

4. Praktisches Anwenungsbeispiel der kommunalen Stadtplanung

5. Umweltpolitik und Stadtplanung

5.1. Zielsetzung

5.2. Einleitung

5.3. Aufgabenfelder

5.3.1. Dienstleistungsaufgaben

5.3.2. Räumliche Entwicklungsaufgaben

6. Akteure der kommunalen Umweltpolitik

6.1. Konflikte zweichen den Akteuren

6.2. Schlussfolgerung

7. Akutelle Tendenzen der Stadtentwicklung

7.1. Die heutige Situation der Städte

7.2. Technische Entwicklungen und deren Folgen auf die Stadtentwicklung

7.3. Stadtstrukturen

8. Stadtentwicklungsplanung (STEP)

8.1. Definition

8.2. Stadtentwickungsplanung in Frankfurt am Main

8.3. Ausgangslage und ursprüngliche Zielsetzung

8.4. Probleme der Stadtentwicklungsplanung

8.5. Die unterschiedlichen Formen der Stadtentwicklung

8.5.1. Eingrenzungen in räumlicher und sektoraler Hinsicht

8.5.2. Stadtmarketing und Projektplanung

8.5.3. Diskursive Planungsansätze und strategische Planung

8.6. Zukünftige Entwicklungsplanung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die vielschichtige Verbindung zwischen kommunaler Stadtplanung, Stadtentwicklung und Umweltpolitik. Dabei wird analysiert, wie städtische Planungsinstanzen auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren und welche Instrumente zur Steuerung räumlicher und sozialer Prozesse zur Verfügung stehen, um eine nachhaltige Stadtentwicklung zu gewährleisten.

  • Historische Entwicklung der Stadtplanung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
  • Rechtliche Grundlagen und Instrumente der Bauleitplanung (Flächennutzungs- und Bebauungsplan).
  • Integration von Umweltpolitik in städtische Aufgabenfelder und Entscheidungsprozesse.
  • Identifikation der Akteure in der kommunalen Umweltpolitik und deren Konfliktpotenziale.
  • Analyse aktueller Tendenzen wie Gentrifikation und technologische Einflüsse auf die Stadtstruktur.

Auszug aus dem Buch

3.1. Entwicklung der Bauleitplanung

Gegenwärtig nimmt die Stadtentwicklung einen großen Stellenwert in der kommunalen Verwaltung ein. Diese Entwicklung beruht auf den Anforderungen der Bürger, die in den letzten Jahrzehnten eine prägnante Steigerung aufweisen. Hierzu lohnt eine Betrachtung der Geschichte.

Bis zum zweiten Weltkrieg war die Bevölkerung in der Wahl ihres Wohnorts sehr eingeschränkt, da der Standort des Arbeitsplatzes diesen festlegte. In den Jahren nach 1945 wurde diese Barriere durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und dem Auto beseitigt. Die Bürger wurden flexibler und hatten mehr Wahlmöglichkeiten. Bahn und Auto überbrückten die Distanz z.B. zur Stadt, sodass ein „Landleben“ realisierbar erschien. Im Zuge dieser Veränderung haben sich auch die Anforderungen an den Wohnsitz verändert. Die Bürger erwarten gegenwärtig eine Wohnsituation, in der sie sich wohlfühlen. Freizeiteinrichtungen wie Kinos, Hallenbäder und öffentliche Grünanlagen werden als selbstverständlich vorausgesetzt. Die Trennung von z.B. reinen Wohngebieten und Kerngebieten mit Ladenpassagen und Lokalen für die Freizeitgestaltung der Bürger ist ein entscheidendes Kriterium sich in diesem Ort niederzulassen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss der Bauleitplanung immer mehr Bedeutung zugemessen werden. Nur durch die optimale Nutzung des vorhanden Gemeindegebiets kann dies gewährleistet werden. Daher nutzen alle Großstädte und die meisten kleineren Gemeinden die Möglichkeit mithilfe des BauGB den Anforderungen gerecht zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Geschichte der Stadtplanung: Beschreibt den Wandel der Stadtplanung von der frühen Stadterweiterung im 19. Jahrhundert bis hin zur erhaltenden Stadterneuerung und der Einbeziehung ökologischer Aspekte ab den 1980er Jahren.

2. Verwaltungskompetenzen: Erläutert die Aufgabenverteilung zwischen Staat (Baugesetzbuch als Rahmen) und Kommunen (lokale Gestaltungshoheit).

3. Instrumente der kommunalen Stadtplanung: Detaillierte Betrachtung von Flächennutzungsplan und Bebauungsplan als zentrale Steuerungsinstrumente der Bauleitplanung.

4. Praktisches Anwenungsbeispiel der kommunalen Stadtplanung: Analysiert am Beispiel Bambergs die Sanierung einer historischen Altstadt und die Einbindung von Städtebauförderprogrammen.

5. Umweltpolitik und Stadtplanung: Untersucht die zunehmende Bedeutung der Umweltpolitik in Kommunen, unterteilt in Dienstleistungs- und räumliche Entwicklungsaufgaben.

6. Akteure der kommunalen Umweltpolitik: Identifiziert verschiedene Interessengruppen wie Haushalte, Unternehmen und Verwaltung und deren Konfliktlinien im lokalen Raum.

7. Akutelle Tendenzen der Stadtentwicklung: Erörtert soziologische Phänomene wie Gentrifikation und den Einfluss technischer Entwicklungen auf die heutige Stadtstruktur.

8. Stadtentwicklungsplanung (STEP): Diskutiert Definitionen, Probleme und verschiedene Strategietypen der strategischen Stadtentwicklungsplanung sowie zukünftige Prognosen.

Schlüsselwörter

Stadtplanung, Bauleitplanung, Flächennutzungsplan, Bebauungsplan, Umweltpolitik, Stadtentwicklung, Gentrifikation, Kommunalverwaltung, Siedlungsstruktur, Stadtmarketing, Nachhaltigkeit, Partizipation, Infrastruktur, Stadtumbau, Baugesetzbuch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Mechanismen und Instrumente, mit denen Kommunen ihre Stadtentwicklung steuern und dabei zunehmend Umweltbelange und soziale Faktoren berücksichtigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen der Bauleitplanung, die Einbindung der Umweltpolitik in städtische Prozesse, die Rolle verschiedener Akteure und aktuelle Herausforderungen wie die Gentrifikation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Stadtplanung von einer rein technischen Disziplin zu einem komplexen Prozess entwickelt hat, der wirtschaftliche, soziale und ökologische Interessen ausbalancieren muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen mit praktischen Anwendungsbeispielen (wie der Stadt Bamberg und Frankfurt am Main) verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der rechtlichen Steuerungsinstrumente, die Analyse von Umweltaufgaben, die Untersuchung lokaler Akteurskonflikte sowie eine tiefgehende Diskussion aktueller Stadtentwicklungstendenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bauleitplanung, Umweltpolitik, Gentrifikation, Stadtentwicklungsplanung (STEP) und kommunale Selbstverwaltung.

Welche Rolle spielt die Stadt Bamberg in der Untersuchung?

Bamberg dient als praktisches Beispiel, um den Sanierungsprozess einer historischen Altstadt unter Nutzung von Städtebaufördergeldern und die Anwendung des Baugesetzbuchs zu illustrieren.

Wie beeinflusst die Gentrifikation die Stadtstruktur in Frankfurt?

Der Autor beschreibt, wie kaufkräftige Schichten in citynahe Viertel drängen und dort weniger wohlhabende Bewohner verdrängen, was zu einer verstärkten sozialen Polarisierung innerhalb Frankfurts führt.

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Details

Titel
Stadtplanentwicklung
Untertitel
Der Bebauungsplan
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Einführung in die Kommunalpolitik
Note
2
Autor
Michael Habermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
30
Katalognummer
V143372
ISBN (eBook)
9783640526680
ISBN (Buch)
9783640526819
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stadtplan Stadtplanentwicklung Bebauungsplan Kommunalpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Habermann (Autor:in), 2005, Stadtplanentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143372
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Leseprobe aus  30  Seiten
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