Inhaltsverzeichnis Seite
Inhaltsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Grundlagen der allgemeinen Kostenträgerrechnung 2
3. Krankenhausspezifische Kostenträgerrechnung 6
3.1 Gründe für die Einführung der
Kostentr ägerrechnung 6
3.2 Allgemeinen Merkmale 9
3.3 Vorgehensweise der Kostenträgerrechnung
im G-DRG-System 11
3.4 Weitere Auswertungsmöglichkeiten 18
3.5 Gemeinsamkeiten der allgemeinen und der
krankenhausspezifischen Funktionen
der Kostenrechnung 19
4. Praktische Umsetzung der Kostenträgerrechnung im
Krankenhaus 20
4.1 Anforderungen an das Krankenhaus bei der
Implementierung der Kostenträgerrechnung 20
4.2 Datenübermittlung 23
5. Zusammenfassung 23
Literaturverzeichnis IV
II
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung Abs. Absatz Aufl. Auflage bzw. beziehungsweise DRG Diagnosis Related Groups d. h. das heißt etc. et cetera f. folgende (Seite) ff. fort folgende (Seiten) F & E Forschung und Entwicklung G-DRG German - Diagnosis Related Groups InEK Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus GmbH KHBV Krankenhaus - Buchführungsverordnung KHG Krankenhausfinanzierungsgesetz KoTräRe Kostenträgerrechnung sog. sogenannte s. siehe S. Seite Tab. Tabelle u. a. unter anderem u. U. unter Umständen usw. und so weiter Vgl. vergleiche z. B. zum Beispiel
Abbildungsverzeichnis Seite
Abbildung 1: Wesentliche Arbeitsschritte der G-DRG-Kalkulation 12
Abbildung 2: Kostenmodule im fallbezogenen Datensatz 17
III
1 Einleitung
Das deutsche Gesundheitswesen steht vor großem Umbruch und die Rahmenbedingungen ändern sich grundlegend, so dass es für jedes Krankenhaus besonders wichtig ist, seinen
betriebswirtschaftlichen Aufgaben wichtige Stellung einzuräumen. Das Überleben vieler deutscher Krankenhäuser wird von einem funktionsfähigen Controllingsystem abhängen, welches der Klinikleitung wichtige Entscheidungsgrundlagen u. a. bezüglich des kurz- und langfristigen Erfolges einzelner Leistungen liefert.
Die Wirtschaftlichkeit von Krankenhäusern und Kliniken hatte in früheren Jahren eine untergeordnete Bedeutung, was vor allem an den verschiedenen Finanzierungssystemen lag. Heute aber
gewinnen insbesondere wegen der pauschalisierten Finanzierung von stationären und künftig auch ambulanten Krankenhausleistungen die Kostenorientierung und
Prozessoptimierung zunehmend an Bedeutung. Vor dieser Tatsache darf sich heutzutage kein modernes Krankenhaus-Controlling verschließen. 1 Das Ziel ist ein dienstleistungsorientiertes
Unternehmen, und zur Umsetzung des genannten Ziels bedarf es neu entwickelter Management- und Controllingmethoden, die effizient einsetzbar sind.
Für die Vergütung der allgemeinen Krankenhausleistungen wurde für die deutschen Krankenhäuser gemäß § 17b KHG ein durchgängiges, leistungsorientiertes und pauschalierendes
Vergütungssystem eingeführt. Grundlage hierfür bildet das G-DRG-System (German-Diagnosis Related Groups-System, Diagnosebezogene Fallgruppen), wodurch jeder stationäre
1 Vgl.: www.gob-tauch.de
1
Behandlungsfall mittels einer entsprechenden DRG-Fallpauschale vergütet wird. 2 Das führt in den Krankenhäusern zu der Notwendigkeit, die Kosten-und Leistungssteuerung
weiterzuentwickeln. Die bisher praktizierte Kostenarten- und Kostenstellenrechnung ist als alleiniges Steuerungsinstrument nicht mehr ausreichend. Es besteht die Notwendigkeit, als Grundlage eine Kostenträgerrechnung zu etablieren, um die Kosten pro Behandlungsfall auszuwerten, zu steuern und Einsparpotenziale zu identifizieren. 3
Dadurch hat die patientenbezogene Kostenträgerrechnung als Element des Controllings zunehmend an Bedeutung gewonnen und ist in den Krankenhäusern ein unverzichtbares Instrument, um auf detaillierte Kosteninformationen zuzugreifen. 4
Vorliegende Arbeit versucht die Besonderheiten der
krankenhausspezifischen Kostenträgerrechnung, insbesondere im Hinblick auf das G-DRG-System, sowie deren praktische Umsetzung zu erläutern.
2 Grundlagen der allgemeinen Kostenträgerrechnung
In der Kostenträgerrechnung als letzter Stufe der Kostenrechnung erfolgt eine Verrechnung der entstandenen Kosten auf die erstellten Güter und Dienstleistungen. Mit der Kostenermittlung je Leistungsart (bzw. je Einzelleistung) werden unterschiedliche Zwecke, z.B. Ermittlung von Angebotspreisen, insbesondere der kostenmäßigen Preisuntergrenzen, Bestimmung interner
Verrechnungspreise, Kosten- und Wirtschaftlichkeitskontrolle, Bewertung von Beständen usw. verfolgt. Sie liefert auch
2 Vgl.: www.g-drg.de/cms/index.php/inek_site_de/das_institut
3 Vgl.: www.andreeconsult.de/pdf/kernkompetenzen.pdf
4 Vgl.: www.innovations-report.de/html/berichte/seminare_workshops/bericht-79458.html
2
Informationen für kostenträgerbezogene Plan-Ist-Vergleiche sowie für Planung, Steuerung und Analyse des Produktions- und Absatzprogramms. Sie kann als Kostenträgerzeitrechnung
(Betriebsergebnisrechnung oder kurzfristige Periodenrechnung) oder Kostenträgerstückrechnung (Kalkulation) durchgeführt werden.
Kostenträgerrechnung weist die zunächst in der Kostenartenrechnung erfassten, teilweise über die
Kostenstellenrechnung weiterverrechneten Kosten für die einzelnen Kostenträger(-gruppen) eines Unternehmens aus und klärt, wofür welche Kosten in welcher Höhe entstanden sind. Den unterschiedlichen Zweckbestimmungen, betrieblichen Voraussetzungen sowie Prinzipien der Kostenzurechnung
entsprechend sind eine Vielzahl von Verfahren entwickelt worden, die in der betrieblichen Praxis nebeneinander eingesetzt werden. 5
Es wird zwischen dem „Verursachungs- oder Kausalitätsprinzip“ und dem „Tragfähigkeitsprinzip“ unterschieden.
Nach dem erstgenannten Prinzip wird als Ursache der tatsächliche Vorgang der Leistungserstellung und als Wirkung das unmittelbar durch die Leistungserstellung verursachte Entstehen von Kosten angesehen. Dem Kostenträger sind daher nur jene Kosten zuzuordnen, die bei der Erstellung einer zusätzlichen Kostenträgereinheit zustande kommen. D.h. bei der Verrechnung der Fixkosten wird das Prinzip nicht immer eingehalten.
Im Rahmen des Tragfähigkeitsprinzips verrechnet man die nicht verursachungsgemäß zuzurechnenden Kosten im proportionalen Verhältnis zu bestimmten Basisgrößen (etwa Herstellkosten, Erlöse oder Deckungsbeiträgen) auf
5 Vgl. Nissen (2007), S. 17ff.
3
Kostenträger. Für Kontroll- und dispositive Zwecke sind solche Kalkulationsergebnisse sehr problematisch, da sie nicht mehr das Spiegelbild des innerbetrieblichen
Kombinationsprozesses sind und nicht als Grundlage betrieblicher Entscheidungen geeignet sind. 6
Als Kostenträger werden die betrieblichen Leistungen oder Output, der den Güter- und Leistungsverzehr und damit letztendlich die Kosten ausgelöst hat. Auch Kundenaufträge als Ganzes, Projekte oder innerbetrieblich erstellte Anlagen etc. kommen als Kostenträger in Betracht.
Nachdem im Rahmen der Kostenstellenrechnung die Gemeinkosten auf die Hauptkostenstellen verteilt wurden, werden die Kalkulationssätze ermittelt, die dem Zweck dienen, den zu kalkulierenden Produkten Gemeinkosten möglichst
verursachungsgerecht zuzuordnen. Das Hauptproblem dabei ist das Herausfinden der zweckmäßigsten Bezugsgröße pro Kostenstelle, also der genauen Maßstäbe der Kostenverursachung. Die Sätze ergeben sich dann als Quotient der relevanten Kosten dividiert durch die Bezugsgröße (z.B. bei Fertigungskostenstellen dann als Stundensätze oder Tarife).
Je nach Durchführungszeitpunkt unterscheidet man die Plan-, Vor-, Zwischen- und Nachkalkulation.
Zu den bedeutenden Kalkulationsverfahren zählen vor allem die
Divisionskalkulation
Im deren Rahmen werden die Gesamtkosten ohne Unterscheidung in Einzel- und Gemeinkosten durch die Menge
6 Vgl.: Schmidt (2005), S.36
4
der hergestellten oder abgesetzten Leistungen dividiert. Voraussetzung ist die Einproduktfertigung.
Äquivalenzziffernkalkulation
Sie geht davon aus, dass bei Sortenfertigung die Kosten der verschiedenen Produktarten aufgrund fertigungstechnischer Ähnlichkeiten in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Dies wird durch Äquivalenzziffern abgebildet, die angeben, in welchem Verhältnis die Kosten eines Produktes zu denen eines Bezugsproduktes mit Äquivalenzziffer 1 stehen. Sie werden empirisch und meistens nur einmal ermittelt.
Zuschlagskalkulation
Diese ist dadurch gekennzeichnet, dass immer eine Trennung von Einzel- und Gemeinkosten vorgenommen wird. Während man die Einzelkosten den Kostenträger direkt zurechnet, werden die Gemeinkosten mit Hilfe von Zuschlägen auf Einzelkosten den Kostenträgern zugeordnet. Basis dazu ist der Betriebsabrechnungsbogen.
Je höher der Anteil der indirekten Kosten (Gemeinkosten), desto ungenauerer ist die Kalkulation. Deswegen ist man in der Praxis bemüht, sowohl bei der Voll- als auch bei der Teilkostenrechnung entweder den Umfang der umzulegenden Gemeinkosten möglichst niedrig zu halten oder auf andere Kalkulationsverfahren zu setzen.
Kuppelkalkulation
Ziel dieser ist, in der industriellen Produktion, bei der zwangsläufig verschiedene Produkte entstehen (z. B. in der chemischen Industrie), die Gesamtkosten des jeweiligen
5
Arbeit zitieren:
Irina Flach, 2008, Einführung einer Kostenträgerrechnung im Krankenhaus, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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