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Streetwork am Beispiel der Drogenszene

Title: Streetwork am Beispiel der Drogenszene

Seminar Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Isabell Louis (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

In der folgenden Arbeit möchte ich eine Methode der Sozialen Arbeit, die Straßensozialarbeit oder auch Streetwork genannt, näher erläutern. Hierbei werde ich, nach einigen allgemeinen Fakten, im Speziellen die Straßensozialarbeit in der Drogenszene charakterisieren.
Vor allem in deutschen Großstädten ist es zur Normalität geworden, dass gerade öffentliche Plätze von „auffälligen“ Gruppen besetzt werden. Hierzu zählen unter anderem Junkies, Obdachlose, als problematisch angesehene Jugendkulturen, wie zum Beispiel Punks und Skins, usw. All diesen Gruppierungen, die nicht mehr im erforderlichen Maße in die Gesellschaft integriert sind, ist gemein, dass sie von traditionellen sozialen Hilfsangeboten nicht mehr erreicht werden können. Um diese Ausgrenzung zu verhindern, hat sich schon seit den 60er Jahren die Methode der Straßensozialarbeit oder auch der aufsuchenden Sozialarbeit entwickelt und schließlich etabliert, da nun nicht mehr darauf gewartet wird, dass die Betroffenen spezielle Institutionen eigenständig aufsuchen, sondern der Sozialarbeiter selbst auf diese Personen zugeht und Hilfe innerhalb der Szene anbietet.
So werde ich diese Arbeit zunächst die Begrifflichkeiten des Streetwork und der Drogenabhängigkeit im Allgemeinen definieren.
Daraufhin folgt die Entstehungsgeschichte der Straßensozialarbeit im Hinblick auf die Entwicklung dieser Methode in der Drogenszene.
Des Weiteren gehe ich im Speziellen auf die besonderen Merkmale des Streetworks, auf die erforderlichen Kompetenzen der Streetworker sowie auf die besonderen Tätigkeitsaspekte und Techniken dieser Methode ein.
Im darauf folgenden Kapitel behandele ich das Beispiel der Straßensozialarbeit innerhalb der Drogenszene.
Schließlich werde ich noch Kritikpunkte und Probleme der aufsuchenden Sozialarbeit benennen, um dann meine Hausarbeit mit einem Fazit abzuschließen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2.1. Streetwork allgemein

2.2. Drogenabhängigkeit

3. Entstehungsgeschichte der Straßensozialarbeit im Hinblick auf die Drogenszene

4. Techniken und Grundannahmen der Straßensozialarbeit

4.1. Merkmale der Straßensozialarbeit

4.2. Erforderliche Kompetenzen der Streetworker

4.3. Tätigkeitsaspekte und Techniken der Straßensozialarbeit

5. Streetwork am Beispiel der Drogenszene

6. Kritikpunkte und Probleme

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Methode der Straßensozialarbeit (Streetwork) zu erläutern und ihre spezifische Anwendung sowie Bedeutung innerhalb der Drogenszene kritisch zu beleuchten.

  • Grundlegende Begriffsbestimmungen von Streetwork und Drogenabhängigkeit
  • Historische Entwicklung der Straßensozialarbeit im Kontext der Drogenhilfe
  • Zentrale Merkmale, Kompetenzanforderungen und Arbeitstechniken
  • Praktische Implementierung des Streetwork-Ansatzes in der Drogenszene
  • Kritische Analyse von Problemlagen und Herausforderungen der aufsuchenden Arbeit

Auszug aus dem Buch

4.1. Merkmale der Straßensozialarbeit

Die Methode der aufsuchenden Sozialarbeit bezieht sich auf Zielgruppen, bei denen institutionalisierte Hilfen nicht greifen, sodass diese Art der Methode nötig wird. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Zielgruppen um „Rand- und Risikogruppen“, wie zum Beispiel Drogenabhängige, Obdachlose, Prostituierte, gewalttätige Jugendliche usw. Somit lässt sich als erstes Merkmal der Straßensozialarbeit die Zielgruppenorientierung aufführen.

Des Weiteren muss der, in die jeweilige Zielgruppe eindringende, Streetworker für die Mitglieder dieser Gruppierung, das heißt also für die Klienten, in irgendeiner Form nützlich sein. Die Nützlichkeit besteht meist in „sachlichen Ressourcen“ wie Schlafplätze, Kontaktläden und Handgeld, die den Klienten dann zur Verfügung stehen. So kristallisiert sich das Merkmal der Versorgungsorientierung heraus. Weiterhin ist es von großer Bedeutung, dass der Straßensozialarbeiter die Szene- und Gruppenstrukturen seiner Zielgruppe, sowie deren Normen und Werte berücksichtigt, da er nur als Gast in seiner Zielgruppe fungiert. Diesbezüglich ist es notwendig, die gegebenen Strukturen und Gruppenregeln sowie „ihre räumliche Einbindung wahrzunehmen, zu verstehen und zu respektieren.“

Ein weiteres Merkmal des Streetworks ist der ganzheitliche Arbeitsansatz, bei dem der Straßensozialarbeiter als Universalansprechpartner für jede Form von Problemen zur Verfügung steht. Hierzu zählen zum Beispiel „psychosoziale Probleme, Hilfe in Notlagen und Krisensituationen, Durchsetzung von Rechtsansprüchen, Schul- Berufs- und Wohnungsprobleme sowie bei Jugendlichen auch Freizeitprobleme.“ Dies bedeutet also, dass der Sozialarbeiter mit den unterschiedlichsten Tätigkeits- und Berufsfeldern konform sein muss.

Bedeutend für die Straßensozialarbeit ist außerdem die spezifische Zielsetzung, wobei der Streetworker immer akzeptierend arbeitet. Er zielt demnach nicht auf die „Befriedung störenden Klientels“, sondern vielmehr versucht er unterstützend zu agieren und gibt seinen Klienten damit Hilfestellungen zur spezifischen Lebensbewältigung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ausgrenzungsgefährdeter Gruppen ein und begründet die Notwendigkeit aufsuchender Sozialarbeit als Antwort auf das Versagen traditioneller Hilfesysteme.

2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die Termini Streetwork als Form der aufsuchenden Sozialarbeit sowie Drogenabhängigkeit als psychosozialer und physischer Zustand definiert.

3. Entstehungsgeschichte der Straßensozialarbeit im Hinblick auf die Drogenszene: Es wird die historische Genese der Methode in den USA sowie deren Übertragung auf die deutsche Suchthilfe nachgezeichnet, wobei der Fokus auf dem Wandel hin zum Streetwork-Ansatz liegt.

4. Techniken und Grundannahmen der Straßensozialarbeit: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Standards, die benötigten persönlichen Kompetenzen der Fachkräfte sowie die zentralen Interventionsformen im Arbeitsalltag.

5. Streetwork am Beispiel der Drogenszene: Hier wird der spezifische Transfer der Straßensozialarbeit in das Drogenmilieu beschrieben, wobei die Akzeptanz des Konsumenten in seiner Lebenswelt im Vordergrund steht.

6. Kritikpunkte und Probleme: Es werden strukturelle Hürden wie das Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle, mangelndes Zeugnisverweigerungsrecht sowie gesellschaftlicher Erwartungsdruck problematisiert.

7. Fazit: Das Fazit fasst den aktuellen Stand der Streetwork-Methodik in Deutschland zusammen und betont die Notwendigkeit einer stärkeren wissenschaftlichen Fundierung und besseren finanziellen Ausstattung.

Schlüsselwörter

Straßensozialarbeit, Streetwork, aufsuchende Sozialarbeit, Drogenszene, Drogenabhängigkeit, akzeptierende Drogenarbeit, Zielgruppenorientierung, Versorgungsorientierung, psychosoziale Hilfe, Lebensweltorientierung, Sozialarbeit, Interventionsstrategien, Prävention, Schadensminimierung, Suchtbegleitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Methode der Straßensozialarbeit, umgangssprachlich Streetwork genannt, und untersucht deren Rolle, Techniken und Herausforderungen bei der Arbeit mit randständigen Gruppen, insbesondere in der Drogenszene.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören die begriffliche Einordnung der Straßensozialarbeit, ihre historische Entwicklung, die erforderlichen Kompetenzen der Streetworker sowie die praktische Umsetzung der Hilfeleistungen direkt im Lebensumfeld der Zielgruppen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Streetwork durch einen akzeptierenden, lebensweltorientierten Ansatz Drogenabhängige erreicht, die durch klassische stationäre Hilfesysteme nicht mehr erfasst werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse und dem theoretischen Vergleich verschiedener Ansätze der Straßensozialarbeit, gestützt durch relevante Fachliteratur zum Thema Sozialpädagogik und Suchthilfe.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Merkmale der aufsuchenden Arbeit, die spezifischen Kompetenzanforderungen an Streetworker, verschiedene Kontaktaufnahmetechniken sowie die praktische Arbeit in der Drogenszene, inklusive der Kritik an bestehenden institutionellen Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die behandelte Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Straßensozialarbeit, akzeptierende Drogenarbeit, Lebensweltorientierung, Szenebeziehungsnetz, Krisenintervention und das Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle.

Wie unterscheidet sich der Ansatz des Streetworks von traditionellen Therapieangeboten?

Im Gegensatz zu stationären Therapieeinrichtungen, die oft Abstinenz als Voraussetzung fordern, geht Streetwork direkt in das Milieu der Klienten. Der Fokus liegt nicht primär auf sofortiger Abstinenz, sondern auf der lebenspraktischen Unterstützung und Existenzsicherung in der aktuellen Lebenssituation.

Welche spezifischen Probleme werden für Streetworker im Kontext ihrer Tätigkeit benannt?

Ein zentrales Problem ist das „doppelte Mandat“ zwischen Hilfe und Kontrolle, der hohe gesellschaftliche Erwartungsdruck, das fehlende strafprozessuale Zeugnisverweigerungsrecht sowie die oft prekären Finanzierungssituationen von Streetwork-Projekten.

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Details

Title
Streetwork am Beispiel der Drogenszene
College
University of Kassel
Course
Einführung in die Methoden der Sozialen Arbeit
Grade
2,3
Author
Isabell Louis (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V143497
ISBN (eBook)
9783640527915
ISBN (Book)
9783640527779
Language
German
Tags
Streetwork Drogenszene Methode der Sozialen Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabell Louis (Author), 2008, Streetwork am Beispiel der Drogenszene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143497
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