Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Das Modell des demographischen Übergangs. 1
3. Ablauf des Transformationsprozess 1
4. Der demographische Übergang in Industrieländern 3
5. Der demographische Übergang in Entwicklungsländern 4
6. Kritik an der Theorie 5
7. Fazit 5
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Das Modell des demographischen Übergangs zeigt den idealtypischen Ablauf des Bevölkerungswachstums europäischer Länder. Inwiefern ist es erlaubt das Modell auf Länder der Dritten Welt zu übertragen? Kann der Transformationsprozess auch zur Erklärung der Veränderungen und zur Prognose künftiger Bevölkerungsentwicklungen in
Entwicklungsländern angewendet werden?
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Basierend auf die Vorarbeiten von W. S. Thompson im Jahr 1929 entwickelt F. W. Notestein 1945 das Modell des demographischen Übergangs. (HEINEBERG 2004: 75) Es bezieht sich auf die Beobachtungen der natürlichen Bevölkerungsentwicklung in Europa, Nordamerika und Australien. (BÄHR 1997: 248-249), (BASILAUTZKIS 2000)
Der Ausgangspunkt des Modells ist ein geringer Bevölkerungszuwachs, bedingt durch hohe Sterbe- und Geburtenziffern. Am Ende des Übergangs steht ein ebenfalls geringes Bevölkerungswachstum, bis hin zur leichten Bevölkerungsabnahme in Folge von Sterbeüberschüssen. (MÜNZ & ULRICH 2002) Bevölkerungswissenschaftler sind der Ansicht, dass die Fruchtbarkeit und Sterblichkeit direkt mit dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungsstand eines Landes, einer Region oder eines Ortes zusammenhängt. Demnach haben die ökonomischen, politischen, sozialen und technologischen Veränderungen in Verbindung mit der Industrialisierung und der Verstädterung zu einer Entwicklung beigetragen, die als demographischer Übergang bezeichnet wird. (KNOX und MARSTON 2001: 145)
Das Modell beschreibt die Veränderung des Verhaltens und der Sterblichkeit in einer menschlichen Population beim Übergang von einer vorindustriellen zu einer industriellen Gesellschaft, bei der hohe Geburten- und Sterbeziffern durch niederige abgelöst werden. (KNOX und MARSTON 2001: 145) Den Transformationsprozess zwischen diesen beiden Phasen bezeichnet man als demographischen Übergang. (MÜNZ und ULRICH 2002)
Der demographische Übergang stellt in den meisten europäisch geprägten Ländern eine parallele Entwicklung zum Industrialisierungsprozess dar. So hat der demographische Übergang, wie die Industrialisierung ihren Ursprung in England/Wales. (KULS und KEMPER 2000: 172) Der Verlauf des Modells trifft weitgehend für Europa, Nordamerika,
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Australien/Neuseeland und Japan zu. (BIRK, S. 2003), (KNOX und MARSTON 2001: 146), Am Ende der demographischen Transformation steht meist auch der Übergang von einer agrarisch geprägten Wirtschaftsform zu einer industriellen. In dem Verlauf ist es zu Veränderungen in der Bevölkerungsverteilung durch das Wachstum der Großstädte und der industriellen Agglomeration gekommen. Bei dem Prozeß des demographischen Übergangs sind Verschiebungen der Altersstruktur und der Sexualproportion zu erkennen. (BIRK, S. 2003), (KULS & KEMPER 2000: 172)
Die Anzahl und Bezeichnungen der Phasen des Modells, demographischer Übergang, variieren je nach Autor. (HEINEBERG 2004: 76)
Der idealtypische Prozess des demographischen Übergangs verläuft in 5 Phasen. In der prätransformative Phase (Vorbereitungsphase) ist die Geburten- und Sterberate hoch, mit einem niedrigen Bevölkerungswachstum. Die frühtransformative Phase (Einleitungsphase) kennzeichnet sich dadurch, dass die Sterberate deutlich fällt, bei einer weiterhin konstanten Geburtenrate. Die Bevölkerungsschere beginnt sich, aufgrund des ansteigenden Bevölkerungswachstums zu öffnen. In der mitteltransformativen Phase (Umschwungphase) beginnt die Geburtenrate zu sinken, bei weiterem sinken der Sterberate. Es ist die Maximale Wachstumsrate erreicht (maximale Öffnung der Bevölkerungsschere). Die spättransformative Phase (Einlenkphase) kennzeichnet eine stark zurückgehende Wachstumsrate, bei stark sinkenden Geburtenraten und einer nur leicht sinkenden Sterberate. Die Bevölkerungsschere beginnt sich zu schließen. In der posttransformativenPhase (Ausklingende Phase) ist eine
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Arbeit zitieren:
Benedikt Breitenbach, 2006, Das Modell des demographischen Übergangs, München, GRIN Verlag GmbH
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