1. Definition Suburbanisierung 1
2. Verlauf der Suburbanisierung in Ost- und Westdeutschland 1
3. Der Prozess der Suburbanisierung 1
3.1. Suburbanisierung von Produktionsstätten 2
3.2. Verlagerung des Handels 2
3.3. Suburbanisierung der Bevölkerung 3
4. Suburbanisierung in Mainz 3
4.1. Bevölkerungsentwicklung 4
4.2. Berufspendler nach Mainz 5
4.3. Siedlungsentwicklungen 6
4.4. Gewerbe und Wirtschaft 6
4.5. Steuerung der Stadt-Umland Entwicklung 7
Fazit 8
II
Inwiefern wird durch die Suburbanisierung, die ökonomische, ökologische und demographische Entwicklung einer Region beeinflusst? Mit welchen Folgenproblemen müssen Kernstadt und Umland rechnen?
1. Definition Suburbanisierung
Unter Suburbanisierung ist die „Verlagerung von Nutzungen und Bevölkerung aus der Kernstadt, dem ländlichen Raum oder anderen metropolitanen Gebieten in das städtische Umland bei gleichzeitiger Reorganisation der Verteilung von Nutzungen und Bevölkerung in der gesamten Fläche des metropolitanen Gebietes” (FRIEDRICHS 1995: 99) zu verstehen. Somit handelt es sich bei der Suburbanisierung nicht nur um eine Expansion der Stadt in das Umland, sondern auch um eine Dekonzentration von Bevölkerung, Produktion, Dienstleistung, Verwaltung und Handel. (KNOW LIBRARY 2004)
2. Verlauf der Suburbanisierung in Ost- und Westdeutschland
Die Verstädterung der Randzonen und Vorstädte zu Lasten der Kernstädte, setzt mit zunehmender Massenmotorisierung und dem Drang der Bevölkerung im ländlichen Raum zu leben 1960 ein. (HEINEBERG ²2001: 40) In der alten Bundesrepublik Deutschland schreitet die Bevölkerungssuburbanisierung der tertiären Suburbanisierung voran. Im Rahmen einer nachholenden Suburbanisierung ist dies in den neuen Bundesländern nach der Wende umgekehrt der Fall. (FISCHER 2000: 112) Großunternehmer aus den alten Bundesländern ergreifen in den neuen Ländern die Entwicklungschance. Die städtische Peripherie ist besonders beliebt, mit klaren Eigentumsverhältnissen und riesigen Flächenpotential. (MATTHIESEN, U. 2002: 82)
3. Der Prozess der Suburbanisierung
Für die Standortverlagerung oder direkte Ansiedlung in das Umland von Produktionsstätten (sekundärer Sektor), Handel (tertiärer Sektor) und Bevölkerung (Haushalte) gibt es zahlreiche gemeinsame Gründe. Die Verfügbarkeit größerer zusammenhängender Flächen und niedrigeren Bodenpreisen, sowie die zunehmende Motorisierung. (KNOW LIBRARY 2004) Zumeist parallel mit der Entwicklung von Massenverkehrsmitteln ist ein Prozess der Ausdehnung städtischer Lebens- und Siedlungsweise aus der Kernstadt in das Ergänzungsgebiet. Die Abwanderung aus den Großstädten oder die Zuwanderung in die
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Ballungsgebiete führt zur Verstädterung ländlicher Gemeinden. (KNOW LIBRARY 2004) „Verkehrserzeugender aber wirkt der Umstand, dass sogar 65,3 % der Bevölkerung in weniger als 30 Minuten Pkw-Reisezeit zum nächsten Verdichtungsraum fahren und dort die Angebote an Arbeitsplätzen, Versorgung, Kultur und sonstigen Freizeitmöglichkeiten etc. nutzen können“. (FRIEDRICHS 1995: 104-105, zit. nach: WÜRDEMANN 1993: 267) Im suburbanen Raum bilden sich in der Folge zunehmende ökonomische, politische und soziale Beziehungen und Netzwerke, die die kaum noch in Verbindungen mit der Kernstadt steht. (MATTHIESEN, U. 2002: 38)
3.1. Suburbanisierung von Produktionsstätten
Es gibt zahlreiche Gründe für die Abwanderung von Industriebetrieben. Der Innenstadt mangelt es an Flächen, um dem Industriebetrieb eine Expansion zu ermöglichen. Gegen eine Erweiterung innerhalb der Stadt sprechen auch die steigenden Grundstückspreise, die Verkehrsverdichtung und die mangelhafte Verkehrsanbindung. (UNIVERSITÄT KL 2001/2002) Ein weiterer Grund für die Suburbanisierung von Produktionsbetrieben, ist die Einführung neuer Produktionstechnologien. (MY GEO 2005) Bei der Standortwahl muss der sekundäre Sektor einen Kompromiss eingehen. Der neue Standort muss weit genug in den suburbanen Raum verlagert werden, um eine ausreichende Senkung des Bodenpreises und eine angemessene Flächengröße zu erzielen. Zum anderen darf der Standort nicht so weit ausgelagert werden, dass das bisherige Arbeitskräftepotential der Kernstadt verloren geht. Deswegen wird der Betrieb den Standort in einem Rahmen wählen, in dem ein ausreichender Einzugsbereich von Arbeitskräften gewährleistet ist. (FREIDRICHS 1995: 105), (UNIVERSITÄT KL 2001/2002)
3.2. Verlagerung des Handels
Die tertiären Einrichtungen bevorzugen als Standort die City, da die Kontaktmöglichkeiten gut mit den Kommunikationsbedürfnissen der Betriebe übereinstimmen. Weitere Gründe für die Standortwahl innerhalb der Stadt sind in dem innerstädtischen Firmensitz (Prestige) und in der wertbeständigen Kapitalanlage (Gebäude und Grundstücke innerhalb der City) zu sehen. (UNIVERSITÄT KL 2001/2002) Dem Handel unterliegt auch ein Suburbanisierungsprozess. Für den Großhandel gelten ähnliche Gründe wie für die Suburbanisierung der Produktionsstätten. (MY GEO 2005) Ähnlich stehen preiswerte verfügbare Flächen und gute Transportwege im Vordergrund. Für den Einzelhandel zählen diese Faktoren ebenso wichtig,
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Arbeit zitieren:
Benedikt Breitenbach, 2006, Suburbanisierung - Verlauf in Ost- und Westdeutschland (Bsp. Mainz), München, GRIN Verlag GmbH
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