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Die Westfassade des Domes in Siena

Title: Die Westfassade des Domes in Siena

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Magistra Artium Silvia Katzenmaier (Author)

Art - Architecture / History of Construction
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Summary Excerpt Details

Die Westfassade des Domes S. Maria Assunta in Siena, die 1284 unter dem Bildhauer und Architekt Giovanni Pisano begonnen wurde, ist Thema dieser Hausarbeit. Ihre Ziele sind, die Baugeschichte der Fassade zu klären, die wichtigsten Aspekte der Bauforschung zu erläutern und die wichtigsten stilistischen Vorbilder und Einflüsse darzulegen. Die Hausarbeit wird sich allein mit der Architektur der Fassade befassen. Das Skulpturenprogramm der Fassade und der Dom an sich sind nicht Gegenstand dieser Arbeit. Würde man diese beiden Punkte zusätzlich behandeln, wäre es nicht möglich der Architektur der Fassade die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die sie benötigt, um umfassend und verständlich vorgestellt und erläutert zu werden. Dass die Besprechung der Fassade soviel Material bietet, um eine ganze Hausarbeit zu füllen, wird sich in den folgenden Kapiteln zeigen.
Zunächst wird die Baugeschichte der Westfassade anhand der vorhandenen und gesicherten Quellen umrissen, worauf ein kurzes Kapitel über den heutigen Erhaltungszustand der Fassade folgt. Diesem schließt sich die Beschreibung an. Das darauf folgende Kapitel beschäftigt sich mit der Bauforschung. Die Bauforschung der Westfassade ist von Problemen und Unklarheiten geprägt, allen voran der Achsenwechsel zwischen Ober- und Untergeschoss und die Frage, ob die Marmorfassade des Giovanni Pisano einer einfachen Fassade, das heißt einer facciata semplice, aufgelegt wurde. Ebenso ist die Datierung der Vollendung der Fassade, die bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts häufig diskutiert wurde, äußerst problematisch. Diese Probleme gilt es in diesem Kapitel zu erläutern und soweit wie möglich zu klären. Das anschließende Kapitel wird sich mit den romanisch- toskanischen Vorbildern der Fassade und den Einflüssen der französischen Gotik, die in ihr zu finden sind, befassen. Gleichzeitig soll geklärt werden, inwiefern bei der Sieneser Westfassade eine eigene „italienische“ Interpretation der französischen Gotik vorliegt. Die Hausarbeit endet mit einer Zusammenfassung der in dieser Hausarbeit gewonnenen Erkenntnisse und mit einem kurzen Abschnitt über die Nachfolge der Sieneser Westfassade.
Mit der Architektur der Sieneser Westfassade befassten sich in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts vorrangig Walter Paatz und Harald Keller . Diesen folgte Renate Wagner- Rieger in den 50er Jahren mit ihrer Untersuchung über die italienische Baukunst zu Beginn der Gotik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Baugeschichte

3) Erhaltungszustand

4) Baubeschreibung

5) Bauforschung

5.1) Der Achsenwechsel zwischen Ober- und Untergeschoss

5.2) Das Problem der Facciata Semplice

5.3) Datierung der Vollendung

6) Kunstgeschichtliche Bezüge

6.1) Romanisch- Toskanische Vorbilder

6.2) Gotische Vorbilder und die Italienische Gotik

7) Schlussbetrachtung

7.1) Zusammenfassung

7.2) Nachfolge der Sieneser Westfassade

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die architektonische Gestaltung und Entstehungsgeschichte der Westfassade des Domes von Siena. Ziel ist es, die komplexen baugeschichtlichen Zusammenhänge zu klären, den umstrittenen Achsenwechsel zwischen Ober- und Untergeschoss zu analysieren und die stilistischen Einflüsse zwischen toskanischer Romanik und französischer Gotik einzuordnen.

  • Baugeschichte und Datierung der Fassadenvollendung
  • Die Problematik des Achsenwechsels und die statischen Hintergründe
  • Untersuchung der "facciata semplice" im Kontext der Bauplanung
  • Vergleichende Analyse romanischer und gotischer Stileinflüsse
  • Rezeptionsgeschichte und Nachfolge der Sieneser Fassadenform

Auszug aus dem Buch

5.1) Der Achsenwechsel zwischen Ober- und Untergeschoss

Wie schon in der Baubeschreibung festgestellt werden konnte, stimmen die Achsen des Obergeschosses nicht mit denen des Untergeschosses überein. Zwischen den beiden Geschossen findet demnach ein Achsenwechsel statt. Diese Tatsache gab Anlass für die verschiedensten Interpretationen innerhalb der Bauforschung. Wie im folgenden Abschnitt festgestellt werden soll, hat jeder Forscher eine andere Meinung zum Verhältnis zwischen Ober- und Untergeschoss. Es muss die Frage gestellt werden, welchen Grund dieser Achsenwechsel wohl gehabt haben könnte. War es Giovannis Plan oder hatten seine Nachfolger, die sein Werk weiterführten „Schuld“ an dem untektonischen Verhältnis zwischen Ober- und Untergeschoss?

Für Walter Paatz, der sich 1937 mit der Sieneser Domfassade auseinandergesetzt hat, ist klar, dass die Baustruktur der Fassade, so wie sie heute ist, Giovannis Feder entstammt. Das heißt, das heutige Verhältnis zwischen den beiden Geschossen war von Giovanni selbst geplant: „Giovanni selbst ist also für alles verantwortlich. Ja wir möchten sogar glauben, daß er sehr wohl wußte, was er tat.“ Paatz meint weiter:

„In dem Augenblick, in dem der Meister [Giovanni] die drei Portale so eng zusammenschloss, wie er es getan hat, musste er unausweichlich die oberen Streben weiter nach außen rücken als die Trennungssäulen zwischen den Portalen, denn das ältere, zu seiner Zeit schon vorhandene, ... Mittelschiff griff nun einmal in den Bereich der Seitenportale über.“

Paatz begründet den Achsenwechsel damit, dass Giovanni Pisano als Bildhauer baute und durch den Wechsel bewusst eine Spannung innerhalb der Fassade erzeugen wollte. Zwar nennt Paatz das untektonische Verhältnis zwischen Ober- und Untergeschoss einen „schwachen Punkt“, doch hält er die gesamte Fassade für Giovannis Werk und zusätzlich für eine sehr dynamische Komposition.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Definiert das Thema, die Zielsetzung der Hausarbeit sowie den Forschungsstand zur Westfassade.

2) Baugeschichte: Analysiert die gesicherten historischen Daten zur Grundsteinlegung und den Bauphasen unter Giovanni Pisano.

3) Erhaltungszustand: Gibt einen knappen Überblick über die Restaurierungsgeschichte und den heutigen Zustand der originalen Bausubstanz.

4) Baubeschreibung: Liefert eine detaillierte architektonische Analyse der Fassadenelemente und ihrer formalen Gliederung.

5) Bauforschung: Diskutiert die Kontroversen um den Achsenwechsel, das Problem der einfachen Vorgängerfassade und die Datierung der Fertigstellung.

6) Kunstgeschichtliche Bezüge: Untersucht die Einflüsse der toskanischen Romanik sowie der französischen Gotik auf die Sieneser Architektur.

7) Schlussbetrachtung: Führt die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und beleuchtet die architektonische Nachwirkung der Sieneser Fassade.

Schlüsselwörter

Dom zu Siena, Westfassade, Giovanni Pisano, Architekturgeschichte, Achsenwechsel, facciata semplice, Italienische Gotik, Bauforschung, Schaufassade, Mittelalter, Toskana, Bautechnik, Stilgeschichte, Fassadenbau, gotische Architektur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Architektur der Westfassade des Domes von Siena, insbesondere ihre Entstehung unter Giovanni Pisano und die stilistische Einordnung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die Baugeschichte, die bauforscherischen Kontroversen um den Achsenwechsel sowie die stilistischen Einflüsse aus Romanik und Gotik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung der Baugeschichte und die Aufarbeitung der Debatte über die Urheberschaft und Absicht des Achsenwechsels der Fassadenachsen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Verfasserin nutzt eine komparative kunsthistorische Analyse sowie eine kritische Auswertung der relevanten Fachliteratur und historischer Dokumente.

Was steht im Zentrum des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse des Fassadenaufbaus, das Problem der facciata semplice und die stilistische Transformation gotischer Motive.

Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Sieneser Dom, Westfassade, Giovanni Pisano, Achsenwechsel und italienische Gotik.

Warum wird der Achsenwechsel in der Fassade als untektonisch bezeichnet?

Weil die tragenden Elemente des Obergeschosses nicht direkt auf den Trennsäulen des Untergeschosses aufliegen, was eine architektonische Spannung erzeugt.

Welche Bedeutung hatte das Baptisterium für die Fassadenplanung?

Das Baptisterium diente später als Korrekturmodell, bei dem man den als "fehlerhaft" empfundenen Achsenwechsel der Domfassade explizit vermied.

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Details

Title
Die Westfassade des Domes in Siena
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,3
Author
Magistra Artium Silvia Katzenmaier (Author)
Publication Year
2003
Pages
26
Catalog Number
V143550
ISBN (eBook)
9783640534913
ISBN (Book)
9783640534678
Language
German
Tags
Westfassade Domes Siena
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Silvia Katzenmaier (Author), 2003, Die Westfassade des Domes in Siena, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143550
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