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Inhaltsverzeichnis:
1. Biographie
2. Der leere Raum
2. 1. Das tödliche Theater
2. 2. Das heilige Theater
2. 3. Das derbe Theater
2. 4. Das unmittelbare Theater
2. 4. 1. Zur Arbeitsweise des Bühnenbildners
2. 4. 2. Kriterien zur Auswahl der Stücke
2. 4. 3. Kriterien zur Auswahl der Kostüme
2. 4. 4. Zur Arbeitsweise des Regisseurs
2. 4. 5. Zur Arbeitsweise des Schauspielers
2. 4. 6. Aufgabe des Publikums
2. 5. Resümee
3. Literaturverzeichnis
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1. Biographie:
Peter Brook wurde am 21. März .1925 in London geboren. Sein Vater war Simon Brook, seine Mutter hieß Ida Johnson. Peter Brook studierte am Magdalen College in Oxford Theaterwissenschaft. Er schloß sein Studium 1944 mit dem Magister Artium ab. Ab 1945 arbeitet Brook als Regisseur im Theater- und Filmbereich. Neben seinen Arbeiten für das Sprechtheater entstehen auch Operninszenierungen. 1944 bis 1950 ist er am Covent Garden, London als Regisseur engagiert. In den 50er Jahren inszeniert Brook die unterschiedlichsten Stücke verschiedener Autoren in zahlreichen europäischen Städten und auch in New York. Er dreht Kinofilme und arbeitet für das Fernsehen. 1955 erregt seine Shakespeare- Inszenierung „Titus Andronicus“ mit Laurence Olivier in der Titelrolle großes Aufsehen. 1962 wird Peter Brook zusammen mit Peter Hall Direktor der Royal Shakespeare Company. Parallel zu diesem Ensemble gründet er eine experimentelle Gruppe, das Lamda Theatre. In der legendär gewordenen Inszenierung des „King Lear“ erfolgt der entscheidende Schritt zu einem Theater des „leeren Raums“: Brook verzichtet weitgehend auf Bühnenbild und andere optische Effekte, er macht den Schauspieler zum Mittelpunkt der Inszenierung. In den 60er Jahren macht Brook die Bekanntschaft mit dem polnischen Theaterexperimentator Jerzy Grotowsky, der Brook nachhaltig beeinflußt. Brooks Arbeit mit dem experimentellen Lamda Theatre steht auch unter Einfluß des französischen Theatervisionärs Antonin Artaud, mit dessen theatertheoretischen Schriften sich Brook intensiv auseinandersetzt. Aus der Arbeit mit dem Lamda Theatre gehen u. a. Peter Weiss‘ „Marat/ Sade“, die Vietnam Collage „US“ und Senecas „Ödipus“ hervor. 1968 wird Brooks Buch „The Empty Space“ veröffentlicht. 1970 zieht sich Brook mit der berühmten Inszenierung des „Sommernachtstraums“ ganz vom konventionellen Theaterbetrieb zurück und gründet zusammen mit Micheline Rozan das Centre International de Recherches Théâtrales (C. I. R. T.) in Paris. Mit einer international zusammengesetzten Gruppe von Schauspielern untersucht er drei Jahre lang die Möglichkeiten sprachunabhängiger Kommunikationsformen im Theater. 1971 entsteht die erste Produktion, die auf diesen Forschungen basiert, die Inszenierung von „Orghast“ in Persepolis, in der eine künstliche, aus diversen Sprachartikeln zusammengesetzte Sprache benutzt wird, die international verständlich sein soll. 1973 unternimmt Brook mit allen
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Beteiligten des C. I. R. T. eine dreimonatige Reise nach Afrika, wo sie für die einheimische Bevölkerung Theater spielen. 1974 ist die Zeit der Forschungen beendet. Das C. I. R. T. nennt sich von nun an Centre International de Créations Théâtrales (C. I. C. T.) und erwählt die Bouffes du Nord zum festen Spielort. Brook knüpft in seiner ersten Produktion in diesem Theater wieder an seine intensive Beschäftigung mit Shakespeare an und inszeniert „Timon von Athen“. In den 70er und 80er Jahren inszeniert Brook mit dem C. I. C. T. u. a. „Les Iks“, „Ubu aux Bouffes“, „Maß für Maß“, „Der Knochen“, „Die Konferenz der Vögel“, „Der Kirschgarten“, „Die Tragödie der Carmen“. 1985 erscheint die „Mahabharata“ als neunstündige Inszenierung nach dem altindischen, religiösen Epos der Menschheitsgeschichte. 1987 erscheint Peter Brooks Buch „The Shifting Point“ (dt. „Wanderjahre“). 1991 erhält Peter Brook den Kyoto- Preis. 1993 geht Brooks Inszenierung „L’Homme qui“, eine Hamlet- Paraphrase mit Texten von Shakespeare, Craig, Meyerhold und Brecht, auf Welttournee. Im selben Jahr wird sein neuestes Buch „The Open Door“ in englischer Originalsprache veröffentlicht, 1994 erscheint es in Deutschland unter dem Titel „Das offene Geheimnis“.
2. Der Leere Raum:
1968 erscheint Brooks theatertheoretische Schrift „The Empty Space“ (dt. „Der Leere Raum“). Sie basiert auf einer vierteiligen Vorlesungsreihe, die Peter Brook an verschiedenen englischen Universitäten gehalten hat. „The Empty Space“ stellt den Versuch einer Theaterdefinition dar. Peter Brook entwirft die Idee von vier verschiedenen Theaterarten: er teilt Theater in „das tödliche Theater“, „das heilige Theater“, „das derbe Theater“ und „das unmittelbare Theater“ auf. Er beschreibt und charakterisiert daraufhin diese vier Theatertypen, wobei „das unmittelbare Theater“ seiner Idealvorstellung des Theaters entspricht. Innerhalb des „unmittelbaren Theaters“ erläutert Brook als abschließendes Resümee das Konzept der „Répétation + Représentation + Assistance“, als eine Formel der idealen Darsteller- Zuschauer-Relation, die ermöglicht, daß die Aufführung eine positive Eigendynamik gewinnt und lebendig wird, und nicht die bloße, statische Wiedergabe einer einstudierten Inszenierung bleibt.
Arbeit zitieren:
Babette Kraus, 1999, Peter Brook: Der leere Raum - Das heilige Theater, München, GRIN Verlag GmbH
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