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Inhaltsangabe :
1. Oskar Schlemmer und die Bauhausbühne:
1. 1. Biographie
1. 2. Leitung der Bauhausbühne
1. 3. Einflüsse durch Tanz Theater des frühen 20.
Jahrhunderts
1. 4. Bühnentheorie: Beziehung Mensch-Raum
2. Das Triadische Ballett:
2. 1. Entstehungsgeschichte des Triadischen Balletts
2. 2. Gestaltungsprinzipien des Triadischen Balletts
2. 3. Die drei Reihen des Triadischen Balletts:
2. 3. 1. Die Gelbe Reihe
2. 3. 2. Die Rosa Reihe
2. 3. 3. Die Schwarze Reihe
2. 4. Schlußbetrachtung
3. Literaturverzeichnis
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1. Oskar Schlemmer & die Bauhausbühne:
1. 1. Biographie
Oskar Schlemmer wird am 4. 9. 1888 in Stuttgart geboren. Er ist das jüngste von sechs Kindern. Sein Vater, Carl Leonhard Schlemmer, ist von Beruf Kaufmann. Erfolgreicher ist er aber als Komödienschreiber, Karnevalist und Laienschauspieler. Oskar Schlemmers Mutter Wilhelmine zeichnet sich hingegen durch Lebensernst und durch ausgeprägten Sinn für Ordnung und Arbeitsdisziplin aus. Oskar Schlemmer absolviert nach Abschluß der Realschule 1903 eine zweijährige Lehre in einer Stuttgarter Intarsienwerkstatt. 1906 erhält Oskar Schlemmer ein Stipendium für die Stuttgarter Akademie der bildenden Künste und studiert dort Freie Malerei. Zu seinen Mitschülern zählen auch Willi Baumeister und der Schweizer Otto Meyer-Amden, der lebenslang Oskar Schlemmers engster Freund bleibt und in späteren Jahren in lebendigem Briefwechsel mit ihm steht. 1910 unterbricht Oskar Schlemmer sein Studium und verbringt zwei Jahre als freischaffender Maler in Berlin. 1912 kehrt er nach Stuttgart an die Akademie zurück und wird dort Meisterschüler bei Adolf Hölzel. Adolf Hölzel ist einer der ersten Verfechter der gegenstandslosen, abstrakten Malerei. Hölzel läßt seinen Schülern in seinem geistig sehr anspruchsvollen Unterricht stets Raum für eine selbständige künstlerische Entwicklung. 1913 erarbeitet Oskar Schlemmer zusammen mit dem befreundeten Tänzerpaar Elsa Hötzel und Albert Burger, beides Solotänzer am Königlichen Hoftheater, Pläne für ein modernes Tanzspiel fern von den starren Konventionen des klassischen Balletts. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges vereitelt die Ausführung dieser Pläne, da sich Oskar Schlemmer freiwillig meldet und kurz darauf in den Krieg zieht. 1915 kehrt er verwundet nach Stuttgart zurück. Von 1916 bis Kriegsende dient er als Kartograph im Elsaß. Während dieser Jahre beginnt er, sich in seiner Malerei auf das Thema der menschlichen Figur zu konzentrieren. Dieses Thema inspiriert ihn auch zu neuen Tanzideen. Zwischen 1916 und 1920 in Zusammenarbeit mit dem Ehepaar Elsa und Albert Burger-Hötzel das Triadische Ballett als ein handlungsloses Kostümballett. 1919 beendet Oskar Schlemmer sein Studium an der Stuttgarter Akademie. Erste Versuche plastischer Gestaltung, Rundplastiken aus Gips und Reliefs aus Gips und Holz entstehen in dieser Zeit. Thema bleibt die nun räumlich ins Dreidimensionale erweiterte Beschäftigung mit der menschlichen Figur. 1920 heiratet Oskar
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Schlemmer Anna Helena Tutein, genannt Tut. Im gleichen Jahr wird Oskar Schlemmer von Walter Gropius an das neugegründete Staatliche Bauhaus in Weimar berufen. 1921 tritt er sein Lehramt an, zu seinen Mitarbeitern zählen u. a. Lyonel Feininger, Johannes Itten, Paul Klee, in den nächsten beiden Jahren kommen auch Lothar Schreyer, Wassily Kandinsky und Laszlo Moholy-Nagy hinzu. Oskar Schlemmer leitet zunächst die Werkstatt für Wandmalerei, dann kurzzeitig die Metall-Werkstatt, von 1922 bis 1925 schließlich die Werkstatt für Holz-und Steinbildhauerei.
1923 übernimmt Oskar Schlemmer als Nachfolger Lothar Schreyers die Leitung der Bauhausbühne. Während dieser Jahre übernimmt Oskar Schlemmer immer wieder bühnenbildnerische Aufgaben an der Volksbühne Berlin, am Nationaltheater Weimar und anderen professionellen Bühnen in Deutschland. Er gestaltet das Bühnenbild für Sprechtheater-, Opern- und Ballettinszenierungen, die in ihrer neuen Bildästhetik bis in die heutige Zeit hinein richtungsgebend wirken. Insgesamt von 1921 bis 1929 lehrt Oskar Schlemmer am Bauhaus in Weimar und Dessau. 1929 verläßt er das Bauhaus, nachdem er dem Druck des neuen Bauhausdirektors Hannes Meyer und auch einer Gruppe sozialistischer Studenten nicht nachgegeben hat, die Bühnenarbeit stärker politisch auszurichten. Diese geforderte Kursänderung ist für Schlemmer nicht machbar, da sich das Theater seiner Auffassung nach prinzipiell für das rein künstlerische Experiment offen halten muß.
Daraufhin unterrichtet er nach Verlassen des Bauhauses bis 1932 an der Breslauer Akademie. Nach Hitlers Machtübernahme fällt Oskar Schlemmer unter das Verdikt der nationalsozialistischen Kulturpolitik, seine Kunst gilt als „entartet“. Er zieht zunächst in die Schweiz, 1938 wieder zurück nach Stuttgart. Ab 1940 arbeitet er für seinen Lebensunterhalt in einer Lackfabrik in Wuppertal. 1941 inszeniert er dort zum fünfundsiebzigjährigen Bestehen der Firma einen "Reigen in Lack“. Am 13. 4. 1943 stirbt Oskar Schlemmer in Baden- Baden.
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1. 2. Leitung der Bauhausbühne:
1921 wird am Bauhaus in Weimar eine Bühnenklasse gebildet, mit der Absicht, eine integrale Lösung für das „vielfältige Phänomen Theater“ zu finden. Die neue Bühnenklasse ist, wie die übrigen Bauhausklassen von dem experimentellen Werkstattcharakter geprägt. Walter Gropius, Gründer und
langjähriger Direktor des Bauhauses, formuliert die inhaltlichen Programmpunkte der Bauhausbühne:
Wir erforschen die einzelnen Probleme des Raumes, des Körpers, der Bewegung, der Form, des Lichtes, der Farbe und des Tones. (...) Wir bilden die Bewegung des mechanischen Körpers, den Sprechton und den Musikton und bauen den Bühnenraum und die Bühnenfiguren. Die bewußte Anwendung der Gesetze der Mechanik, der Optik und der Akustik ist entscheidend für unsere Bühnengestaltung. 1
Nachdem 1923 Lothar Schreyer, erster Meister der Bühnenklasse, aufgrund künstlerischer Differenzen das Bauhaus verläßt, übernimmt Oskar Schlemmer die Leitung der Bauhausbühne.
Oskar Schlemmer hatte bereits während seiner Stuttgarter Zeit verschiedene Theaterexperimente betrieben, und nutzt nun die Möglichkeit, seine bühnenreformerischen Ideen an der Bauhausbühne mit seinen Schülern praktisch zu erproben. Denn trotz eingeschränkter Möglichkeiten, die diese „Werkstattbühne“ eröffnet, kann er hier die grundsätzlichlichen Gesetzmäßigkeiten des Theaters untersuchen und seine Theatertheorie weiterentwickeln. So baut er die Bauhausbühne zu einer Art Theaterlaboratorium aus, in dessen Mittelpunkt die theoretische und praktische Erforschung des Verhältnisses von Mensch und Raum als zentrales Moment theatralischer Inszenierung steht. Oskar Schlemmer äußert sich folgendermaßen über seine Haltung zum zeitgenössischen Theater:
Meine Stellung zum heutigen Theater ist vom Raumkünstlerischen her bestimmt, vom Bühnenbau, der kommen wird und der eine totale Umschichtung der alten Begriffe und Tatsachen bewirken muß, indem er neue Schauplätze, ein neues Verhältnis von Darsteller und Zuschauer schafft und den Dichter zu entsprechend neuen Vorstellungsbereichen zwingt.
Die moderne Technik und die Erfindung (...) werden das Gesicht des alten Theaters völlig ändern. (...) werden alle Elemente des Räumlichen, Konstruktiven, der Form,
1 Eckert, Nora: Das Bühnenbild im 20. Jahrhundert. Berlin: Henschel Verlag 1998, S. 94/95
Arbeit zitieren:
Babette Kraus, 1999, Oskar Schlemmer & die Bauhausbühne - Das Triadische Ballett, München, GRIN Verlag GmbH
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Mittelmäßig.
Ich schreibe derzeit ebenfalls an einer Hausarbeit zum Thema 'Oskar Schlemmer und die Bauhausbühne'. Ich weiß nicht, an welcher Uni man eine Hausarbeit so gut bewertet bekommt, in der es weder einen Einleitungsteil mit These noch eine Beweisführung gibt. Der Schlussteil lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Ich halte das Ergebnis "Sehr gut" für nicht realistisch. Viele Grüße, Christin.
am Wednesday, July 28, 2004-