Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Hauptteil 4
2.1 Definition des Begriffs „Neue Medien“ - Formen und Funktionen 4
2.2 Vorteile und Mehrwerte von E-Learning 5
2.3 Stand des E-Learning im Hochschulbereich 7
2.3.1 Virtuelle Universitäten 7
2.3.2 Aktuelle E-Learning-Angebote an Präsenz- und Fernhochschulen 9
2.4 Dimensionen der Implementierung von E-Learning. 12
2.4.1 Analyse. 13
2.4.2 Erfahrungsberichte 14
3. Schlussbetrachtung. 16
4. Literaturverzeichnis. 17
2
1. Einleitung
In den letzten Jahren haben neue Medien immer mehr Einzug in verschiedene Bildungseinrichtungen gehalten. Es ist die Tendenz erkennbar, dass sich die Neuen Medien 1 zu einem immer bedeutenderen Bestandteil von Bildungsangeboten entwickeln werden. Ein besonderer Schwerpunkt innerhalb dieser Entwicklung wird seitens des Bundes bereits auf den Bereich Neue Medien in der Hochschule gelegt. Das große Interesse an hochschulspezifischen Projekten zeigt sich darin, dass zwischen den Jahren 2000 und 2004 alleine rund 100 Projekte im Hochschulbereich aus dem Förderungs-Gesamtbudget von 200 Millionen Euro finanziert wurden. 2
Aus diesem aktuellen Anlass liegt der Fokus der vorliegenden Arbeit daher auf dem Potenzial der Neuen Medien für den Hochschulbereich. Dabei wird zunächst der Begriff der Neuen Medien zu klären sein (vgl. 2.1). Vor dem Hintergrund der allgemeinen Vorteile bzw. Mehrwerte von E-Learning (vgl. 2.2) stellt sich die Frage, inwieweit E-Learning für den Hochschulbereich nutzbar gemacht werden kann. In Kapitel 2.3 soll daher der aktuelle Stand der E-Learning-Angebote im Hochschulbereich dargestellt werden; dies umfasst die Aspekte der Virtuellen Universitäten, deren Unterschied zu virtuellen Studienangeboten an Präsenzuniversitäten erläutert werden muss, sowie der Angebote für Studierende und Hochschuldozierende an Fern- und Präsenzuniversitäten. In einem nächsten Kapitel werden die Dimensionen der Implementierung von E-Learning in der Hochschule analysiert und die Erfolgsfaktoren anhand konkreter Erfahrungsberichte aufgezeigt. Ausgehend von diesen Darstellungen sollen im Verlauf der Arbeit folgende Fragen beantwortet werden: Welches Potenzial bieten virtuelle Studienangebote? Wo weist das klassische Präsenzstudium eventuell doch mehr Stärken auf? Und worin liegen die Erfolgsfaktoren für die Einführung E-Learning-basierter Veranstaltungen an der Hochschule? Es soll nun versucht werden, alle diese Fragen gebührend und in sich schlüssig zu beantworten. Hierbei wird darauf geachtet, dass die Analyse durchgängig mit aussagekräftigen Zitaten unterschiedlicher Autoren unterstützt wird, um die dargestellten Thesen und Argumente zu belegen.
1 Der Ausdruck „Neue Medien“ wird in dieser Arbeit als Eigenname verwendet. Definition vgl. 2.1.
2 Vgl. Holger Horz, Anja Wessels und Stefan Fries: Gestaltung und zyklische Nutzung virtualisierter
Präsenzlehre. In: Ulrike Rinn und Joachim Wedekind (Hrsg.): Referenzmodelle netzbasierten Lehrens und
Lernens. Virtuelle Komponenten der Präsenzlehre. Münster u.a.: Waxmann, 2002, S. 71.
3
2. Hauptteil
2.1 Definition des Begriffs „Neue Medien“ - Formen und Funktionen
Otto Peters beschreibt die neue Art des Lernens als „Anwendung von Verfahren und Methoden der Informations- und Kommunikationswissenschaft sowie auch der Computertechnologie“. 3 Diese Verfahren und Methoden beinhalten z. B. PowerPoint, Computerprogramme, weiterhin Angebote, die das Internet mit sich bringt, z.B. Internetrecherche, E-Mail, Download, webbased Newsgroups/Foren, E-Assignments/ Homework, Online-Bibliotheken, E-Lecture, E-Assessment, E-Learning-Kurse etc. Diese Liste ließe sich beliebig erweitern, doch bereits die aufgeführten Beispiele verdeutlichen: Die Funktionen der Neuen Medien eröffnen innovative Möglichkeiten des Lehrens und Lernens, im Idealfall mit der Zielsetzung der Optimierung dieser Bereiche. So kann beispielsweise das Internet nicht nur zur Bereitstellung von Informationen und zum Recherchieren in Datenbanken, sondern auch zur Kommunikation und zur „individuellen und gemeinsamen Konstruktion von Wissen“ 4 herangezogen werden.
Laut Ludwig Issing und Jesko Kaltenbaek umfasst E-Learning folgende drei Bereiche: E-Learning als Fernlernen, E-Learning als Interaktion, Kommunikation und Transaktion sowie E-Learning als Unterstützung der Präsenzlehre. 5 Diese Funktionen sind im Hochschulbereich von besonderer Bedeutung und werden im Verlauf der Arbeit noch näher beleuchtet. Man kann also davon ausgehen, dass die „‘Neuen Medien’ [...] neue Lernformen, neue Kommunikations- und Kooperationsformen und neue Möglichkeiten des Wissensmanagements und der Vernetzung“ 6 eröffnen, die man durchaus als Vorteile von E-Learning gegenüber der traditionellen Lehre betrachten kann. Wann von einem Mehrwert der Neuen Medien gesprochen werden kann wird noch zu klären sein. Im folgenden Kapitel soll neben der Erläuterung dieser beiden Aspekte auch der Frage nachgegangen werden, inwieweit die allgemeinen vorteilhaften Aspekte des E-Learning auf den Hochschulbereich übertragbar sind.
3 Otto Peters: Ein didaktisches Modell für den virtuellen Lernraum. In: Grundlagen der Weiterbildung -
Praxishilfen, 34, 5.160, 1999, S. 2.
4 Renate Schulz-Zander: Neue Medien als Bestandteil von Schulentwicklung. In Stefan Aufenanger, Renate
Schulz-Zander und Dieter Spanhel (Hrsg.): Jahrbuch Medienpädagogik 1. Opladen: Leske + Budrich, 2001, S.
266.
5 Vgl. Ludwig J. Issing und Jesko Kaltenbaek.: E-Learning im Hochschulbereich - Stand und Ausblick. In: Rolf
Arnold und Markus Lermen (Hrsg.): E-Learning-Didaktik. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren,
2006, S. 50. (Grundlagen der Berufs- und Erwachsenenbildung, Bd. 48)
6 Dorothee M. Meister: Online-Lernen und Weiterbildung. In: Dorothee M. Meister (Hrsg.): Online-Lernen und
Weiterbildung. Wiesbaden: VS-Verlag, 2004, S. 7.
4
2.2 Vorteile und Mehrwerte von E-Learning
Wie bei jedem didaktischem Konzept muss man sich auch bei E-Learning kritisch die Frage nach der Zweckmäßigkeit und dem Mehrwert stellen. Diese Frage hängt „in erster Linie von der Betrachterperspektive ab“. 7 Strebt man eine didaktische Alternative zur traditionellen Lehre mit dem Ziel ihrer Qualitätsverbesserung an, so sollten ökonomische Überlegungen allerdings zunächst außer Acht gelassen werden und in erster Linie psychologisch-didaktische und lernorganisatorische Aspekte im Mittelpunkt der Überlegungen stehen. Die Vorteile von E-Learning werden nicht selten nur in der Option des mobilen Lernens oder in der höheren Flexibilität von E-Learning im Vergleich zu Printmedien gesehen. Zwar sind diese Aspekte unbestrittene Vorteile des Lernens mit Neuen Medien, jedoch stellen sie keinen tatsächlichen Mehrwert dieses neuen Konzeptes dar. Von einem Mehrwert kann erst dann gesprochen werden, wenn die Neuerung wenigstens genauso effizient ist wie die bisherige Variante, bzw. wenn sich durch das neue Konzept sogar eine Qualitätsverbesserung in der Lehre einstellt. Nur wenn dies der Fall ist, wird sich E-Learning sowohl im Allgemeinen als auch speziell im Hochschulbereich dauerhaft etablieren können. Rolf Schulmeister sieht die Vorteile des E-Learning in der „Überwindung bestehender Schranken“ 8 - in der Überwindung u. a. der Zeit-, Raum- und Normenschranke. Bei Ludwig Issing und Jesko Kaltenbaek finden wir dieselben Überlegungen unter den Stichworten Multimedialität, Multimodalität und Multicodalität sowie Interaktivität, Globalität und Flexibilität. 9 Hierbei bedingen die Begriffe Multimedialität, Multimodalität und Multicodalität einander: Veranschaulichung und Abwechslung durch Medienintegration sowie vernetztes Lernen mit unterschiedlichen Codierungssystemen führen dazu, dass mehrere Sinneskanäle angesprochen werden und unterstützen hierdurch kognitive Verarbeitungsmodi. 10 Unter die Begriffe Interaktivität, Globalität und Flexibilität fallen alle jene Gesichtspunkte, in denen Rolf Schulmeister eine Expansion der Lernchancen als Ergebnis der Überwindung der Normenschranke erkennt. 11 Individualisierung, sozialer und internationaler Austausch, Kooperation, modulare Anwendbarkeit und wiederholte
7 Jasmina Hasanbegovic: Kategorisierungen als Ausgangspunkt der Gestaltung innovativer eLearning Szenarien.
In: Dieter Euler und Sabine Seufert (Hrsg.): E-Learning in Hochschulen und Bildungszentren.
Gestaltungshinweise für pädagogische Innovationen. München: Oldenbourg, 2004, S. 257.
8 Rolf Schulmeister: E-Learning: Einsichten und Aussichten. München/Wien: Oldenbourg, 2006, S. 206.
9 Vgl. Issing und Kaltenbaek 2006, S. 51.
10 Vgl. Karin Naumann und Lothar Lemnitzer: Lernen im Chat: Ergebnisorientierte Kommunikation in einem
synchronen Virtuellen Seminar. In: Ulrike Rinn und Joachim Wedekind (Hrsg.): Referenzmodelle netzbasierten
Lehrens und Lernens. Virtuelle Komponenten der Präsenzlehre. Münster u.a.: Waxmann, 2002, S. 209.
11 Vgl. Schulmeister 2006, S. 207.
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Arbeit zitieren:
Melanie Möger, 2008, Lehren und Lernen mit Neuen Medien , München, GRIN Verlag GmbH
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