Vegetation und Ökologie abgelassener Teiche in der Umgebung von Kirchberg südlich von Zwickau (Sachsen) (1989 - 2006)
Wolfgang Thoß
Zusammenfassung
Von 1989 bis 2006 wurde vom Autor die Vegetation abgelassener Teiche im Kirchberger Teichgebiet südlich von Zwickau erfasst. Einleitend wird das Untersuchungsgebiet einschließlich Naturraum, Geologie und Klima erläutert. Bei der Untersuchung werden die Europäischen Strandling-
Flachwassergesellschaften (Littorelletalia W. KOCH 1926) mit der Zwiebelbinsen-Gesellschaft (Juncus bulbosus-Littorelletalia-Gesellschaft) und der Nadelsumpfsimsen-Gesellschaft (Eleocharition acicularis PIETSCH 1967 em. DIERßEN 1975) sowie die Eisumpfsimsen-Zypergrasseggen-Gesellschaft (Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae KLIKA 1935) ausgewiesen. Die ökologische Auswertung der Vegetationsaufnahmen umfasst Status, Strategietyp, Ausbreitungsart, Hemerobie, Urbanität, Lebensform sowie Licht-, Temperatur-, Feuchte-, Reaktions- und Nährstoffzeiger. Anmerkungen zu Fragen des Naturschutzes beschließen den Beitrag.
0 Einleitung
Der Autor beobachtete 1989 erstmals die Gesellschaften des „nackten Teichschlamms“ am Herrenteich bei Stangengrün. Das war Anlass, sich mit diesen Gesellschaften näher zu befassen. Allerdings waren die Beobachtungsmöglichkeiten stark eingeschränkt, da die Teiche selten abgelassen werden. In den Folgejahren bis 2006 wurde daraufhin ab Mai im Teichgebiet immer wieder nach abgelassenen Stillgewässern gesucht, auf deren Teichböden sich eine Vegetation ausbildete. Die vorliegende Arbeit stellt die Ergebnisse dieser Untersuchungen vor.
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1 Charakteristik des Untersuchungsgebietes
Das Kirchberger Teichgebiet liegt etwa 13 Kilometer südlich von Zwickau (Sachsen) im Kirchberger Becken. Das Untersuchungsgebiet umfasst folgende topografische Karten einschließlich ihrer Viertelquadranten: Zwickau-Süd: 5340/42, 44, Wilkau-Haßlau: 5341/33, Auerbach: 5440/22 und Schneeberg: 5441/11.
Nach BASTIAN & SYRBE (o. J.) gehört das Gebiet naturräumlich zum Westerzgebirge. Das Ausraumbecken hat die Form einer Ellipse mit etwa 12 Kilometern in der Breite und 14 Kilometern in der Länge.
Die untersuchten Teiche liegen in einer Höhe zwischen 345 m und 450 m über NN.
Der geologische Untergrund besteht aus einem Biotitgranit unterschiedlicher petrographischer Härte. Es wird zwischen feinkörnigem, porphyrisch feinkörnigem, mittelkörnigem, meist nicht porphyrischem und mittel-grobkörnigem porphyrischem Biotitgranit unterschieden.
Bei der Verwitterung entstanden Grusschichten unterschiedlicher Mächtigkeit mit relativ hohem Tonanteil, die sich vor allem in Bachtälern und Hohlformen abgelagert haben. Das Anlegen von Teichen wurde dadurch begünstigt. Große Stillgewässer wie Kleiner Filzteich (ca. 9 ha) und Herrenteich (ca. 8 ha) sowie die ehemalige Trinkwassertalsperre Wolfersgrün (ca. 11 ha) sind an einen fischereiwirtschaftlichen Betrieb verpachtet. An diesen Gewässern erfolgt regelmäßig eine Zufütterung. Die kleineren Teiche werden von ihren Besitzern beziehungsweise Pächtern in den letzten Jahren wieder zunehmend für den eigenen Bedarf genutzt. Im Großen Teich bei Irfersgrün (ca. 3 ha) wird keine Fischzucht betrieben. Die Teiche sind flach und können sich deshalb in den Sommermonaten schnell erwärmen. Sie sind meist ganzjährig „bespannt“. Ein Ablassen er- folgt in unregelmäßigen Abständen meist nur für kurze Zeit im Winter.
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Das Klima des Untersuchungsgebiets wird den unteren Lagen zugerechnet. Jährlich fallen im Gebiet zwischen 720 und 800 mm Niederschläge. Die Jahresdurchschnittstemperatur wird mit 7° bis 8° C ausgewiesen (nach Klima-Atlas der DDR, II/7, 1958 ergänzt). Strahlungsnebel, teilweise auch Kaltluftansammlungen treten besonders in den zahlreichen frostgefährdeten Tälern und Senken auf, in denen die meisten Teiche anzutreffen sind.
Die Laichkraut- und Schwimmblattgesellschaften (Potametalia W. KOCH 1926) und Teichlinsen- Gesellschaften (Lemno minoris-Spirodeletum polyrhizae W. Koch 1954) sind vor allem in den größeren Gewässern nur schwach ausgebildet. Die flachen Randbereiche werden meist von Großröhrichten (Phragmition australis W. KOCH 1926) und Zweizahn-Ufergesell-schaften (Bidentetalia tripartitae Br.-Bl. et Tx. ex Klika et Hadac 1944) bestimmt.
Der pH-Wert der bewirtschafteten Teiche liegt im neutralen Bereich. So ergaben Messungen zwischen 1980 und 1990 am Kleinen Filzteich und Herrenteich Durchschnittswerte von 7,2.
Die Lage der untersuchten Stillgewässer ist der folgenden Skizze zu entnehmen. Als Orientierungshilfe sind die wichtigsten Ortschaften und das Netz der Fließ- gewässer eingezeichnet.
Erläuterungen: 1 Herrenteich bei Stangengrün 7 Großer Teich bei Irfersgrün
2 Großer Teich bei Giegengrün 8 Teich zwischen Hartmannsdorf und
Giegengrün
3 Teich südlich des Geyersberges bei 9 Teich unter dem Himmelteich
Kirchberg
4 Kleiner Filzteich 10 Talsperre Wolfersgrün
5 Teich unterhalb des Hauptteiches bei 11 Teich unter dem Hammerliebteich
Hartmannsdorf
6 Teich unter dem Herrenteich bei Stan-12 Himmelteich
gengrün
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2 Methodik
Bei der Nomenklatur der wissenschaftlichen Namen wird HARDTKE & IHL (2000), bei den Moosen MÜLLER (2004) und bei den Vegetationseinheiten BÖH- NERT etal. (2001) gefolgt.
Die Vegetationsaufnahmen wurden nach der Methode der kombinierten Schätzung von Dominanz und Abundanz nach Braun-Blanquet (1964) angefertigt. Die Größe der Aufnahmeflächen beträgt jeweils 4 m 2 . Die Angaben zum Status beziehen sich auf die Angaben des „Atlas der Farn- und Samenpflanzen Sachsens“ (HARDTKE & IHL 2002). Bei den Strategie- und Ausbreitungstypen sowie den Lebensformen wird FRANK & KLOTZ (1990) gefolgt. Ergänzt wurden diese Angaben durch BIOFLOR (KLOTZ et al. 2002). Berechnet sind jeweils die prozentualen Anteile. Die biologisch-ökologische Auswertung der Vegetationsaufnahmen für die Zeigerwerte Licht-, Temperatur-, Feuchte-, Reaktions- und Nährstoffzahl basieren auf den „Zeigerwerte (n) von Pflanzen in Mitteleuropa“ nach ELLENBERG et al. (1992). Erfasst sind jeweils alle Arten der beschriebenen Gesellschaften. Berechnet sind die arithmetischen Mittelwerte. Einige der Teiche wurden im Zeitraum der Untersuchung mehrmals untersucht. Die Hoch- und Rechtswerte (Gauß-Krüger) der untersuchten Stillgewässer sind bei der Herkunft der Vegetationsaufnahmen aufgeführt.
3 Beschreibung der Gesellschaften
Strandlingsgesellschaften sind in Sachsen vor allem im Oberlausitzer Heide-und Teichgebiet reich ausgebildet. So publizierte PIETSCH (1966, 1967) das Lit-torello-Eleocharitetum acicularis und die Juncus bulbosus-Littorelletalia- Gesellschaftmit den Ausbildungsformen von Luronium natans und Coleanthus subtilis sowie die Juncus bulbosus-Littorelletalia-Gesellschaft (Zwiebelbinsen-Gesellschaft), einer Ausbildungsform mit Luronium natans. Das Froschkraut kommt in Sachsen nur in der Lausitz zerstreut vor; das Scheidenblütgras ist
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vorwiegend im Osterzgebirge an den Hüttenteichen in der Umgebung von Freiberg zu beobachten.
Bei den Untersuchungen des Autors im Kirchberger Teichgebiet konnten nur das Eleocharition acicularis PIETSCH 1967 em. DIERßEN 1975 (Nadelsumpfsimsen-Gesellschaft) und die Juncus bulbosus-Littorelletalia-Gesellschaft (Zwiebelbinsen-Gesellschaft) nachgewiesen werden.
Beide Gesellschaften, das Eleocharition acicularis sowie die Juncus bulbosus-Littorelletalia-Gesellschaft benötigen für ihre Entwicklung eine relativ lange li-torale Ökophase. Die Nadelsumpfsimsen-Gesellschaft (Eleocharition acicularis) bildet im flachen Wasser oft dichte rasige Bestände mit flutenden Sprossen. Gleiches trifft auf die Zwiebelbinsen-Gesellschaft (Juncus bulbosus-Littorelletalia-Gesellschaft) zu. Juncus bulbosus ist meist wintergrün und zeigt eine weite ökologische Amplitude.
Die Eisumpfsimsen-Zypergrasseggen-Gesellschaft (Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae) ist in Sachsen relativ selten anzutreffen. Vorwiegend findet man sie in der Lausitz, in den alten Bergwerksteichen in der Umgebung von Freiberg und im untersuchten Gebiet.
Die Erforschung der Zwergbinsengesellschaften bekam in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts durch die Arbeiten von PIETSCH & MÜLLER-STOLL (1968) entscheidende Impulse.
Erste Untersuchungen zur Eisumpfsimsen-Zypergrasseggen-Gesellschaft in Sachsen legte UHLIG (1939) vor. Das Gebiet seiner Untersuchungen erstreckte sich dabei vorwiegend auf das Osterzgebirge und das Mittlere Erzgebirge. Vom Westerzgebirge sind nur wenige, vom eigentlichen Untersuchungsgebiet ist von ihm nur eine Vegetationsaufnahme vom Himmelteich bei Kirchberg 1929 be- legt.
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Die synsystematische Übersicht der untersuchten Gesellschaften zeigt die folgende Übersicht.
K Strandling-Flachwassergesellschaften (Isoeto-Littorelletea Br.-Bl. et Vlieger in Vlieger 1937)
Zeh Zwiebelbinsen-Gesellschaft (Juncus bulbosus-Littorelletalia-Gesellschaft) V Nadelsumpfsimsen-Gesellschaften (Eleocharition acicularis Pietsch 1967 em. Dierßen 1975)
K Zwergbinsen-Gesellschaften (Isoeto-Nanojuncetea Br.-Bl. et Tx. 1943 ex Westhoff et al. 1946)
ASS Eisumpfsimsen-Zypergrasseggen-Gesellschaft (Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae Klika 1935)
(K = Klasse, V = Verband, Ass = Assoziation, Zeh = ranglose Gesellschaft)
3.1 Littorelletalia W. KOCH 1926 (Europäische Strandling-Flachwassergesellschaften)
Wie bereits erwähnt, entwickeln Eleocharis acicularis und Juncus bulbosus in der litoralen Phase ausgedehnte „Unterwasserrasen“. Nach dem Zurückgehen des Wassers stellen sich in den vegetationsfreien Lücken Arten des Nanocyperion, Bidentetalia und Phragmitetalia ein. Nimmt der Feuchtigkeitsgehalt der Böden und bodennahen Luftschichten ab, färben sich die Bestände auf Grund des Austrocknungsprozesses gelblich-grün bis gelb und beginnen abzusterben. Recht artenreich ist die Nadelsumpfsimsen-Gesellschaft (Eleocharition acicularis) ausgebildet. Die Assoziationsart Eleocharis acicularis erreicht eine Dominanz von 1 - 5. Bei den 28 Vegetationsaufnahmen (insgesamt 39 Arten) zeigen eine höhere Dominanz und Stetigkeit:
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Isoeto-Nanojuncetea-Arten: Rorippa palustris (r - 2; III), Gnaphalium uliginosum
(r - +; II), Plantago major subsp. intermedia (r - 4; II) Bidentetalia-Arten: Alopecurus aequalis (r - 1; II), Persicaria maculosa (r - 1; II), Bidens frondosa (r - 1; II) Phragmitetalia-Arten: Alisma plantago-aquatica (+ - 2; II).
Bemerkenswert sind die Ausbildungen mit Elatine hexandra und Limosella aquatica.
E. h. ist in Sachsen stark zurückgegangen. Der Verbreitungsatlas für Sachsen (HARDTKE et al. 2000) vermerkt nur noch Vorkommen im nördlichen Teil des Landes. Letztmalig konnte der Sechsmännige Tännel 1926 im Himmelteich bei Kirchberg von LIEBOLD gesammelt werden. Die Vegetationsaufnahmen stammen von einem darunterliegenden Teich. Gleichfalls sehr selten im untersuchten Gebiet ist Limosella aquatica, das letztmalig 1911 ebenfalls von LIEBOLD in einem Teich bei Wolfersgrün gefunden wurde.
Die Zwiebelbinsen-Gesellschaft (Juncus bulbosus-Littorelletalia-Gesellschaft) ist mit insgesamt 18 Gefäßpflanzen bei 14 Vegetationsaufnahmen artenarm ausgebildet. Juncus bulbosus kommt mit einer Dominanz 3 - 5 und einer Stetigkeit von 100 % vor.
Ebenfalls besiedeln sich beim Trockenfallen der Teichböden die vorhandenen freien Lücken mit Arten des Nanocyperion, Bidentetalia und Phragmitetalia.. Einige wenige Arten erreichen eine höhere Dominanz und Stetigkeit (%): Isoeto-Nanojuncetea-Arten: Eleocharis ovata (+ - 1; II) Bidentetalia-Arten: Alopecurus aequalis (r - 1; II) Phragmitetalia-Arten: Glyceria fluitans (+ - 3; III), Alisma plantagoaquatica (+ - 4; II), Sparganium emersum (+ - 1; II), Ranunculus flam- mula (+ - 1; II).
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3.2 Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae KLIKA 1935 (Eisumpfsimsen-Zypergrasseggen-Gesellschaft)
Die Eisumpfsimsen-Zypergrasseggen-Gesellschaft ist eine typische Gesellschaft des „nackten Teichschlamms“ und kann sich nach dem Trockenfallen der Teiche innerhalb von vier Wochen entwickeln..
Voraussetzungen sind das Vorhandensein einer Diasporenbank, eine Restfeuchte des Substrats sowie hohe Tages- und niedrige Nachttemperaturen. Das belegen unter anderem die Untersuchungen von PIETSCH (1999) und POSCHLOD et al. (1999). Die Diasporen können möglicherweise nicht nur Jahrzehnte, sondern sogar mehr als ein Jahrhundert (POSCHLOD et al. 1999) überdauern. Die geringe Größe und Konkurrenzkraft der Arten des Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae bedingt, dass sie nur an offenen, kaum von anderen Arten besiedelten Standorten vorkommt und der Wasserhaushalt eine Ausbreitung anderer Arten verhindert.
Carex bohemica fand LIEBOLD (Herbar Kirchberg) 1925, 1928 und 1929 in Teichen unterhalb des Himmelteiches und des Kleinen Filzteiches. Von Eleocharis ovata gibt es ebenfalls Herbarbelege von LIEBOLD (1904) vom Himmelteich und Kleinem Pohlteich (1924), beide im Herbar Kirchberg. GULICH (1955) berichtet in seinen Beobachtungen im Kirchberger Teichgebiet von einem Fund in einem der oberen Teiche unterhalb des Schelmberges zwischen Wiesen und Kirchberg. Die 46 Vegetationsaufnahmen weisen insgesamt 59 Arten auf. Eine hohe Dominanz und Stetigkeit (%) erreichen die Assoziationsarten Eleocharis ovata (+ - 4; V) und Carex bohemica (r - 4; IV).
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Bei den weiteren soziologischen Artengruppen sieht es wie folgt aus:
Isoeto-Nanojuncetea-Arten: Rorippa palustris (r - 4; III)
Bidentetalia-Arten: Alopecurus aequalis (r - 4; 65,2), Persicaria maculosa (r - 3; III), Bidens frondosa (r - 3; II), Persicaria lapathifolia (+ - 1; II)
Isoeto-Littorelletea-Arten: Juncus bulbosus (+ - 1; I) Phragmitetalia-Arten: Alisma plantago-aquatica (r - 3; IV), Epilobium ciliatum (r - 2; II), Typha latifolia (r - 3; II)
Hatte sich eine Vegetation in den abgelassenen Teichen in den vorausgegangenen Jahren erst ab Mitte Juli voll entwickelt, fand das 2006 vier Wochen früher statt. Nachdem am Herrenteich bereits im Frühjahr die flachen Randbereiche trocken fielen, waren in der ersten Dekade des Juni die Arten der Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae-Gesellschaft schon voll entwickelt und nahmen eine Fläche von über einem Hektar ein. Eine Samenbildung war bereits Anfang Juli zu beobachten. Eine Erklärung könnte der abweichende Wetterverlauf des Frühjahres 2006 gewesen sein.
Tabelle 1: Temperaturverlauf der Monate April bis August 2006 in Zwickau
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Die Angaben stammen von der privaten Wetterstation René Blank (www.zwickau-wetter.de). Diese liegt am südwestlichen Rand der Stadt Zwickau im Stadtteil Maxhütte 320 m über Normalnull. Die Entfernung bis zur Mitte des Untersuchungsgebietes beträgt ca. 13 Kilometer. Nächtliche Kaltluftansammlungen in den Hohlformen, in denen die meisten Teiche liegen, verbunden mit einer hohen Sonneneinstrahlung tagsüber, dürften die Temperaturunterschiede weiter verstärken.
Die Zahl der sich ansiedelnden Moose nach dem Zurückgehen des Wassers spielte keine wesentliche Rolle. So konnten u.a. Bryum argenteum, Bryum bico-lor, Bryum cyclophyllum, Physcomitrium eurystomum, Pseudephemerum nitidum, Riccia fluitans (Landform) und Riccia sorocarpa mit nur geringer Stetigkeit nachgewiesen werden.
Nicht wieder bespannte Teiche werden schnell von konkurrenzstarken Arten erobert.
An einem Teich unterhalb des Herrenteiches, dessen Wasserzulauf 1999 unterbrochen wurde, konnten 2007 folgende Pflanzen kartiert werden:
Aufkommende Gehölze:
Fraxinus excelsior (+), Populus tremula (+), Salix caprea (r), Salix purpurea (r) Kräuter:
Agrostis capillaris (+), Alchemilla spec. (r), Calamagrostis epigejos (3), Cirsium arvense (r), Cirsium palustre (r), Cirsium vulgare (r), Dactylis glomerata (r), Epilobium ciliatum (+), Glyceria fluitans (+), Juncus effusus (1), Lycopus europaeus (+), Phleum pratense (+), Plantago lanceolata (r), Ranunculus acris (+), Ranunculus repens (1), Scirpus sylvaticus (+), Taraxacum officinale agg. (r), Urtica dioica (1).
Erfolgen keine weiteren anthropogenen Eingriffe, so entwickeln sich letztendlich Waldgesell-schaften, in denen bei entsprechender Bodenfeuchte Alnus glu- tinosa und Betula spec. dominieren.
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4 Ökologische Zeigerwerte
Es erfolgt die Auswertung von Status, Ausbreitungstyp, Strategietyp, Hemerobie, Urbanität, Lebensform und der Mittelwerte der Licht-, Temperatur-, Feuchte-, Reaktions- und Nährstoffzeiger.
4.1 Status
Die Mehrheit der Arten nehmen bei den untersuchten Gesellschaften die Indigenen ein. Neophyten spielen mit 5,1 % eine untergeordnete Rolle. Bidens frondosa wanderte nach 1950 in das Gebiet um Zwickau ein und ist mittlerweile auf Grund seiner breiten ökologischen Amplitude häufiger als Bidens tripartita anzutreffen. Gleichfalls explosionsartig (HARDTKE& IHL 2000) hat sich Epilobium ciliatum in den letzten Jahrzehnten ausgebreitet und dringt in mehrere Gesellschaften ein. Ein ähnlich expansives Verhalten zeigt Solidago canadensis. Einen geringen Anteil verzeichnen die Archäophyten, die nur im Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae vorkommen. Es sind Echinochloa crus-galli, Sonchus oleraceus und Tripleurosperum perforatum
Tab. 2 Status
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4.2 Strategietypen (Abb. 2)
Die Konkurrenzstrategen (c) sind im Eleocharition acicularis und Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae mit Alnus glutinosa, Betula pendula und Salix caprea sowie Phalaris arundinacea und Epilobium ciliatum die dominierenden Pflanzen. Es sind vor allem Bäume und krautige Arten mit hoher Konkurrenzkraft. In der Juncus bulbosus-Littorelletalia-Gesellschaft erreichen sie nur einen Anteil von 6,3%. Hier haben die Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen (csr) mit Alisma plantago-aquatica, Juncus bulbosus und Ranunculus flammula einen weitaus höheren Anteil gegenüber dem Eleocharition acicularis und dem Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae. Es sind vor allem die kleinwüchsigen, kurzlebigen und ausdauernden Rosettenpflanzen, die diesen Typ kennzeichnen. Ursache für den relativ großen Anteil bei der Juncus bulbosus-Littorelletalia-Gesellschaft könnte die geringere Artenzahl sein, die in die statistische Berechnung eingegangen sind.
Die Konkurrenz-Stress-Strategen (cs) sind mit 18,4 % - 25,0 % vertreten. Mit höherer Stetigkeit kommen vor allem Eleocharis palustris, Glyceria fluitans, Lycopus europaeus, Rumex aquaticus und Sparganium emersum vor. Es folgen die Konkurrenz-Ruderal-Strategen (cr), einem Übergangstyp zwischen Konkurrenzstrategen und Ruderalstrategen. Sie erreichen einen Anteil von 17, 5 % - 18,8 % der untersuchten Strategietypen. Sie sind u.a. mit Bidens frondosa, Bidens tripartita, Persicaria maculosa, Rorippa palustris vertreten. Der Übergangstyp zwischen Stress und Ruderalstrategen, die Stress-Ruderal-Strategen (sr) spielen mit 3,5 % - 6,3 % eine untergeordnete Rolle. Nur Alopecurus aequalis zeigt eine höhere Stetigkeit.
Stressstrategen (s) konnten bei den Untersuchungen nicht festgestellt werden.
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4.3 Ausbreitungsarten (Abb. 3)
Bei der Besiedlung der trocken fallenden Teiche zeichnen sich drei wichtige Verbreitungswege ab: die Klett-, die Wind- und die Wasserausbreitung. Die Klettausbreitung (e) mit 33,3 % - 41,2 % wird vermutlich durch anhaftenden Schlamm an den Füßen der Wasservögel stark gefördert. Hierzu gehören vor allem gesellschaftsbestimmende Arten wie Eleocharis acicularis, Juncus bulbosus, Carex bohemica und Eleocharis ovata, aber auch Alisma plantagoaquatica, Alopecurus aequalis, Glyceria fluitans, Bidens frondosa, Plantago major subsp. intermedia, Gnaphalium uliginosum und Ranunculus flammula. Die zweite Stelle nimmt mit 29,4 % - 37,5 % die Windausbreitung (w) ein, die vor allem von den dominanten gesellschaftsbestimmenden Arten Eleocharis acicularis, Juncus bulbosus, Carex bohemica und Eleocharis ovata genutzt wird. Einen dritten Platz nimmt die Wasserausbreitung (h) mit 16,5 - 20,6 % ein. Da die untersuchten Teiche meist in Tälchen kaskadenförmig angelegt sind, werden beim Ablassen die Diasporen in die darunter liegenden Teiche transportiert. Genutzt wir diese Ausbreitungsart vor allem von Alisma plantago-aquatica, Sparganium emersum, Alisma plantago-aquatica und Rorippa palustris. Selbstausbreiung (s), Ameisenausbreitung (a), Menschenausbreitung (m), Verdauungsausbreitung (v) und Verschleppung durch Tiere (t) spielen eine unterge-ordnete Rolle.
4.4 Hemerobie (Abb. 4)
Der Hemerobiezeigerwert bringt den Grad der menschlichen Beeinflussung der Pflanzen zum Ausdruck. Er wird meist durch die Kombination mehrerer Hemerobiestufen ausgewiesen
Mit einem Anteil von 31,4 % bis 33,3 % nehmen die mesohemeroben (m) Arten den ersten Platz ein, Arten die vor allem in Forsten mit entwickeltelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen und Landschaftsparks be-
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siedeln. An zweiter Stelle kommen die oligohemeroben (o) Arten (21,8 % -28,6%). Es sind vor allem Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore. Es folgen die beta-euhemeroben (b) Pflanzen (19,0 % - 23,7 %), Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten, reicher Zierrasen und die alpha-euhemeroben (c) Arten (14,3 % - 16,7 %). Zu diesen 3 Gruppen zählen die gesellschaftsbestimmenden Arten Eleocharis acicularis, Eleocharis ovata und Juncus bulbosus. Eine höhere Stetigkeit erreichen aber auch Alisma plantago-aquatica, Alopecurus aequalis, Glyceria fluitans und Persicaria maculosa. Die polyhemeroben (p) Pflanzen (4,8 % - 6,4 %) weisen nur einen geringen Anteil auf. Zu dieser Gruppe zählen Arten der Sonderkulturen, Abfalldeponien, Abraumhalden und Trümmerschuttflächen. Mit geringer Stetigkeit kommen Persicaria maculosa, Bidens frondosa, Epilobium ciliatum, Persicaria lapathifolia und Plantago major subsp. intermedia vor.
4.5 Urbanität (Abb. 5)
Mit der Urbanität wird „das Verhalten der Arten gegenüber dem Standortkomplex Stadt“ zum Ausdruck gebracht (Frank et al. 1990). Den höchsten Anteil (39,0 % - 51,3 %) nehmen die mäßig urbanophoben (2) Arten ein. Sie kommen vorwiegend außerhalb menschlicher Siedlungen vor. Dazu gehören vor allem Alisma plantago-aquatica, Alopecurus aequalis, Glyceria fluitans, Persicaria maculosa, Plantago major subsp. intermedia und Rorippa palustris.
Es folgen die urbanophoben (1) Arten (30,8 % - 38,9 %), die ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen anzutreffen sind. Dazu zählen gesellschaftsbestimmende Sippen wie Eleocharis acicularis, Juncus bulbosus und Eleocharis ovata.
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Die urbanoneutralen (3) Arten (11,1 % - 25,4 %) bevorzugen weder siedlungsnahe noch siedlungsferne Standorte. Hier sind es vor vor allem Bidens frondosa und Epilobium ciliatum, die eine höhere Stetigkeit erreichen. Mäßig urbanophile (4) Sippen (1,7 %) nehmen nur einen sehr geringen Anteil im Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae ein. Dazu gehört auch Tanacetum vulgare. Urbanophile Sippen fehlen.
4.6 Lebensformen (Abb. 6)
Von Bedeutung bei der Besiedlung der Teichböden ist die Lebensform der Arten.
Hier erreichen die Hemikryptophyten (h) mit ihren nahe der Erdoberfläche liegenden Überwinterungsknospen mit 34,8 % - 41,3 % den ersten Rang. Stetigkeiten mit über 10 % erreichen Eleocharis acicularis (100,0 %), Carex bohemica (73,9 %), Rorippa palustris (45,7 %) und Alopecurus aequalis (65,2 %). In der Juncus bulbosus-Littorelletalia-Gesellschaft nehmen die Hydrophyten (a) mit einem Anteil von 30,4 % den höchsten Anteil in dieser Gruppe ein. Erwähnenswert sind hier vor allem Glyceria fluitans, Sparganium emersum und Eleocharis acicularis.
Eine bedeutende Rolle haben auch die Theropyten (t), die ungünstige Zeiten als Diasporen überdauern. Mit 25,3 % - 26,1 % sind diese in den untersuchten Gesellschaften fast gleich verteilt. Hierzu zählen u.a. Eleocharis ovata, Alopecurus aequalis, Bidens frondosa , Persicaria maculosa und Rorippa palustris. Nur geringe Anteile haben krautige Chamaephyten (c), Nanophanerophyten (n) und Phanerophyten (p).
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4.7 Licht-, Temperatur-, Feuchte-, Reaktions- und Nährstoffzeiger (Abb. 7)
Da eingehende Untersuchungen der Teichböden im Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht möglich waren, erfolgt die Auswertung mit Hilfe der Ellenbergischen Zeigerwerte. Ermittelt wurden dabei die arithmetischen Mittelwerte. Bei den Licht (L)-Zahlen dominieren die Halblichtpflanzen, die volles Licht aber auch Schatten bis 30 % tolerieren.. Die Temperatur (T)-Zahlen zeigen, dass vorwiegend Mäßigwärme-bis Wärmezeiger vorkommen. Bei den Feuchte (F)-Zahlen erreichen erwartungsgemäß die Nässezeiger den höchsten Anteil. Die Reaktions (R)-Zahlen zeigen, dass die Standorte mäßig sauer bis schwach sauer bis schwach basisch sind. Die Nährstoff (N)-Zahlen weisen die Standorte als mäßig nährstoffreich bis nährstoffreich aus.
Bemerkenswert ist, dass sich die Juncus bulbosus-Littorelletalia-Gesellschaft von den anderen Gesellschaften nicht wesentlich unterscheidet. Juncus bulbosus wird von ELLENBERG (1992) als stickstoffärmste Standorte anzeigend und auf nährstoffarmen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen angegeben. Ursachen für diese Abweichung sind vermutlich Kalkungen bei der Bewirtschaftung der Teiche und die landwirtschaftliche Nutzung des Gebietes. Der Nährstoffaustrag durch Niederschläge erreicht über die Fließgewässer letztendlich auch die Teiche und lässt die Stickstoffgehalte dort ansteigen.
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5 Zusammenfassung
Die gesellschaftsbestimmenden Arten des Eleocharition acicularis und der Juncus bulbosus-Littorelletalia-Gesellschaft sind bereits im Litoral in kleinen Beständen vorhanden. Nach dem Ablassen des Wassers beginnen sich die Arten auf den Kies- und Schlammbänken schnell zu ausgedehnten Rasen zu entwickeln. Dazwischen finden sich Arten ein, die aus den Gesellschaften der angrenzenden Biotope stammen.
Das Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae kann sich auf den schlammig, sandigen Böden nur dort entwickeln, wo noch keine andere Gesellschaft Fuß gefasst hat. Im Boden muß eine Diasporenbank vorhanden und das Substrat noch feucht sein. Weitere Voraussetzungen zum Entwicklungszeitpunkt sind tiefe Nachttemperaturen, die sich mit hohen Tagestemperaturen abwechseln. Auch hier siedeln sich Arten an, die zu den Gesellschaften gehören, die die Randbereiche bestimmen. sind. Das sind im wesentlichen die bereits genannten Gesellschaften des Isoeto-Nanojuncetea-, Bidentetalia- und Phragmitetalia. Die Teichböden werden vorwiegend von indigenen Arten besiedelt. Nur die Neophyten Bidens frondosa und Epilobium ciliatum erreichen in den Gesellschaften eine höhere Stetigkeit.
Bei der Auswertung des Strategieverhaltens zeigt sich, dass die Konkurrenz-, die Konkurrenz-Stress-Ruderal- und die Konkurrenz-Stress-Strategen vorherrschen. Am erfolgreichsten sind Pflanzen beim Aufbau der Gesellschaften, deren Dia-sporen sich durch Ankletten, durch den Wind und mit dem Wasser ausbreiten können. Bei den Lebensformen dominieren Pflanzen, die zu den Hemikryptophyten, den Hydrophyten und den Therophyten gehören.
Die Auswertung der Licht-, Temperatur-, Feuchte-, Reaktions- und Nährstoffzeiger ergibt, dass sich die Standorte nur wenig voneinander unterschei- den.
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Die Eleocharis acicularis-Gesellschaft (Nadelsumpfsimsen-Gesellschaft) kommt in Sachsen häufiger vor und hat deshalb keinen Schutzstatus. Das Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae ist durch das gemeinsame Auftreten von Eleocharis ovata und Carex bohemica sehr gut ausgebildet. Auf Grund ihrer Seltenheit ist die Gesellschaft im Freistaat Sachsen als stark gefährdet ausgewiesen.
Von den aufgeführten Sippen in der Roten Liste der Farn- und Samenpflanzen Sachsens (Stand 1999) sind Elatine hexandra als stark gefährdet, Carex bohemica, Eleocharis ovata, Isolepis setacea, Peplis portula, Veronica scutellata, Eleocharis ovata und Limosella aquatica als gefährdet eingestuft. Eleocharis acicularis steht dagegen bisher nur auf der Vorwarnliste. Bei den Moosen ist Bryum cyclophyllum in der Roten Liste der Moose Sachsens (Stand 1998) als stark gefährdet, Fossombronia foveolata, Physcomitrium eu- rystomum und Riccia fluitans als gefährdet ausgewiesen.
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Die Gesellschaften einschließlich Samenpflanzen und Moose sind im Kirchberger Teichgebiet durch Aufgabe des regelmäßigen Wechsels von Ablassen und Anspannen der Teiche sowie einer Intensivierung der Teichbewirtschaftung mit der damit verbundenen Gewässereutrophierung gefährdet. Durch eine neu ent-standene Schweinemastanlage kann es in den nächsten Jahren durch das verstärkte Ausbringen von Gülle unter Umständen zu einem zunehmenden Nährstoffeintrag in die Teiche kommen. Eine weitere Gefährdung ist das Zuschütten von kleineren Stillgewässern. Gab es zur Wende zum zwanzigsten Jahrhundert noch 906 Teiche (Vergleich zwischen den topografischen Karten der Jahre 1990 - 1999 mit den geologischen Karten im 19. sowie Beginn des 20. Jahrhunderts im Maßstab 1 : 25 000) im Gebiet, so sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch 348 Teiche unterschiedlicher Größe vorhanden. Dieser gravierende Rückgang von über 60 % schränkt die Diversität der Gesellschaften zunehmend ein.
Abb. 8 Verlust der Zahl der Teiche im Kirchberger Granitgebiet
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6 Danksagung
Herrn Prof. Pietsch (Dresden) danke ich für die aufschlussreiche Diskussion zu den untersuchten Gesellschaften. Mit Herrn PD Dr. Ing. habil. Sänger diskutierte ich Probleme der Ökologie. Für seine Anregungen bin ich ihm sehr dankbar.
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7 Quellenverzeichnis
BASTIAN, O. & SYRBE, R.-U. (o. J.): Naturräume in Sachsen - eine Übersicht. Landschaftsgliederungen in Sachsen. Hrsg. durch den Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V. Dresden.
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Internet: www.zwickau-wetter.de
Verwendete Karten:
Top. Karten 1 : 25 000:
5341 Wilkau-Haßlau, 5340 Zwickau S, 5440 Auerbach, 5441 Schneeberg.
Geologische Spezialkarten des Königreichs Sachsen (1:25 000): 124 Planitz-Ebersbrunn, 125 Kirchberg-Wildenfels, 135 Auerbach-Lengenfeld, 136 Schneeberg-Schönheide.
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8 Anhang
Vegetationsaufnahmen
Littorelletalia W. Koch 1926 (Europäische Strandling-Flachwassergesellschaften)
ASS Eleocharito ovatae-Caricetum bohemicae Klika 1935 (Eisumpfsimsen-Zypergrasseggen-Gesellschaft)
Bildteil
33
1967 em. DIERßEN 1975 (Nadelsumpfsimsen-Gesellschaften)
Aufn. 29-42: Juncus bulbosus-Littorelletalia-Gesellschaft (Zwiebelbinsen-Gesellschaft)
Aufnahme 5: Cirsium palustre +, Galium palustre s. l. r, Mentha arvensis r Aufnahme 1: Alnus glutinosa, juv. +, Epilobium ciliatum r, Urtica dioica r
Aufnahme 2: Alnus glutinosa, juv. r, Tussilago farfara r
Aufnahme 4: Equisetum fluviatile +, Typha latifolia + Aufnahme 18: Poa trivialis +, Salix fragilis, juv. 2 Aufn. 1-28: Eleocharition acicularis PIETSCH Aufnahme 13: Chenopodium polyspermum + Aufnahme 17: Chenopodium polyspermum + Aufnahme 35: Callitriche palustris agg. + Aufnahme 14: Salix purpurea, juv. r Aufnahme 30: Tussilago farfara 1 Aufnahme 40: Mentha arvensis +
Aufnahme 15: Juncus effusus +
Aufnahme 6: Typha latifolia r Weiterhin in der Feldschicht:
Notizen
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Notizen
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Arbeit zitieren:
Wolfgang Thoß, 2010, Vegetation und Ökologie abgelassener Teiche in der Umgebung von Kirchberg südlich von Zwickau (Sachsen) (1989-2006), München, GRIN Verlag GmbH
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