Gliederung:
1.) 5RVD3DUNVXQGGHU HJLQQGHU3URWHVWH 3
2.) Schwarze Frauen in der Bürgerrechtsbewegung
2.1) Wichtige Eckdaten in der Bürgerrechtsbewegung. 4
2.2) (OOD DNHU 6
2.3) )DQQLH/RX DPHU 10
3.) 'LH61 DOV UXQGODJHI UGHQ)HPLQLVPXV 15
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1.)Rosa Parks und der Beginn der Proteste
Seit Anbeginn der Kolonialisierung in Amerika, mussten Afroamerikaner dort für ihre Rechte kämpfen. Seit dem 17. Jh wurden sie in der neuen Welt in die Sklaverei getrieben, die erst seit dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs 1864 abgeschafft ist. Dennoch blieben Afroamerikaner vor allem in den Südstaaten der USA weiterhin unterdrückt. Die DiffereQ]LHUXQJ ]ZLVFKHQ ÄZHLVV³ XQG ÄVFKZDU]³ setzte sich auch nach der Zeit der Sklaverei foUWLQ GHQÄ5DVVHQWUHQQXQJVJHVHW]HQ³ (Jim Crow Laws), die die afroamerikanische Bevölkerung bis in die 60er Jahre dieses Jahrhunderts politisch entrechtet und sozial separiert hat. Von vielen öffentlichen Einrichtungen wie höheren Schulen und Universitäten wurden sie ausgegrenzt, alle Dinge des öffentlichen Lebens wie Restaurants, Busse, etc. wurden separiert. In dieser Zeit der Unruhen wurde das ÄCivil Rights Movement³JHERUHQGDV in den 50er XQG HU -DKUHQ ÄHLQHQ HQWVFKHLGHQGHQ %HLWUDJ ]XU %HVHLWLJXQJ Ger legalen Rassenschranken geleistet und damit wie keine andere soziale Bewegung das Erscheinungsbild der Vereinigten Staaten verändert hat³ 1 . Die Geschichte von Rosa Parks, eine farbige Amerikanerin, die sich 1954 weigerte ihren Sitzplatz im Bus für einen männlichen weißen Fahrgast zu räumen, und daraufhin verhaftet wurde, ist heute noch weltbekannt, und gilt als offizieller Anfang der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. Am 4. Februar 2005 wurde Rosa Parks 92 Jahre alt, und wurde in ihrem Leben mit einigen Auszeichnungen beehrt: 1996 mit der Freiheitsmedaille, der höchsten zivilen Auszeichnung der USA, 1999 mit der Goldene Medaille des US-Kongresses, und wieder 1999 wurde sie YRP ³7LPH´-Magazin zu den 100 bedeutendsten Menschen des 20. Jahrhunderts gewählt. Die Mutter der Bürgerrechtsbewegung, wie sie genannt wird, wird bis heute verdienter Weise beehrt und bejubelt. Die gesamte Bewegung wurde also von einer Frau gestartet, der unter anderem auch einige Museen im ganzen Land gewidmet sind. Wenn überhaupt ein Name einer weiblichen Bürgerrechtsaktivistin genannt wird, dann ihrer. Aber was ist mit den anderen schwarzen Frauen die maßgeblich am Civil Rights Movement beteiligt waren? Fast jeder kennt die Namen von berühmten Rednern wie Martin Luther King oder Malcom X. Aber wie viele Menschen wissen Bescheid über Ella
1 Wersich, Rüdiger B. (Hg.). USA- Lexikon. Berlin: Erich Schmidt Verlag, 1996. S 160
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Baker oder Fannie Lou Hamer? Schwarzen Aktivistinnen wie ihnen wird in der Fachliteratur viel zu wenig Beachtung geschenkt, obwohl die Frauen das eigentliche Rückrad der Bewegung gewesen sind. Sie haben Grosses geleistet, denn sie waren einer Dreifachbelastung ausgesetzt: nicht nur dass sie Frauen waren, und somit schon als Minderheit gelten, sondern sie waren auch Schwarz, und meist in der sozialen Unterschicht. ,P8QWHUVFKLHG]XLKUHQÄZHLVVHQ6FKZHVWHUQ³PXVVWHQVLHHUVWHLQPDO für ihre Rasse kämpfen, bevor sie ihre Rechte als Frauen einforderten. Im Folgenden werde ich die wichtigsten Erfolge in der schwarzen Protestbewegung genauer erläutern und die Bedeutung der Arbeit dieser zwei schwarzen Bürgerrechts-Aktivistinnen genauer untersuchen.
2.) Schwarze Frauen in der Bürgerrechtsbewegung
2.1) Wichtige Eckdaten in der Bürgerrechtsbewegung
In diesem Abschnitt werde ich in groben Zügen die Entwicklung der Bürgerrechtsbewegung erläutern. Auf einige Punkte werde ich in den folgenden Kaptiteln im Zusammenhang mit den Lebensgeschichten der Aktivistinnen noch genauer eingehen. Die grössten Erfolge erreichte das Civil Rights Movement zwischen 1955 und 1965. Es gab es verschiedene Gruppen und Zusammenschlüsse, die durch gewaltfreie Demonstrationen für die volle Gleichheit und Gleichberechtigung für Afroamerikaner kämpften, sowie totale Integration in die Gesellschaft. Eine dieser Koalitionen war die National Association for the Advancement of Colored People (NAACP), die 1954 vor dem Obersten Gerichtshof den Fall Brown vs. Board of Education of Topeka gewann. Dieser erklärte die Rassentrennung an öffentlichen Schulen für verfassungswidrig und brachte damit einen Grundpfeiler des Systems der Rassentrennung zu Fall. Das Boykott des öffentlichen Transportsystems in Montgomery, Alabama, (Montgomery Bus Boycott) das1955 begann, ausgelöst durch die Verhaftung von Rosa Parks (s.o.), und ein Jahr lang andauerte, bewirkte einen nationalen Aufruhr. Die erfolgreich beendete Aktion (Desegregation in öffentlichen Verkehrsmitteln im Staat Alabama) führte zur Gründung der Southern Christian Leadership Conference (SCLC), die mit ihrem Vorsitzenden, dem jungen charismatischen Martin Luther King, Jr., eine Reihe von
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gewaltfreien Desegregationskampagnen startete. Die Studentenbewegung eröffnete das sit-in movement, das in Greensboro, N.C. 1960 begann und sich über mehrer Staaten ausbreitete: Afroamerikanische College Studenten wurden am Essenscounter im Woolworth nicht bedient, daraufhin weigerten sie sich zu gehen und blieben einfach sitzen. Aus diesem Protest entwickelte sich das Student Nonviolating Coordinating Committee (SNCC). Ein Jahr später starteten schwarze und weisse Bürgerrechtler erste freedom-rides durch die Südstaaten um Desegregation im Reiseverkehr durchzusetzen. Gestartet wurde die Protestaktion von der Koalition Congress of Racial Equaility (CORE) im Jahre 1961, doch auch das SNCC nahm daran teil. Im Jahre 1963 hielt Martin Luther King, Jr. eine der berühmtesten Reden der Geschichte: Ä, KDYH D GUHDP³ hielt er vor 250,000 schwarzen und weissen Menschen am Lincoln Memorial:
Ä,KDYHDGUHDPWKDWP\IRXUOLWWOHFKLOGUHQZLOOone day live in a nation where they will not EHMXGJHGE\WKHFRORXURIWKHLUVNLQEXWE\WKHFRQWHQWRIWKHLUFKDUDFWHU³ 2
Doch neben Martin Luther King, Jr. fand auch eine andere Stimme viele Anhänger: Malcom X. Er gehörte der kompromisslosen Gruppe der Black Muslims an, die mit ihrer sehr radikalen Einstellung die Separatierung zur weissen Gesellschaft forderten. Diese extreme Einstellung der Black Muslims führte zur Gründung einer neuen Bewegung im Kampf um Gleichberechtigung: die Black Power. Sie wurde von der SNCC im Jahr 1966 gegründet. Sie verstanden sich als eine direkte Gegenbewegung zur weissen Macht, und forderten politische ökonomische, soziale und kulturelle Selbstbestimmung 3 . Im Rahmen dieser Black-Power Bewegung, definierten die Afroamerikaner ihre Hautfarbe neu, nicht mehr negativ besetzt, sondern als positives Merkmal:
ÄVROODOVGDV-DKUHULQQHUWZHUGHQLQGHPZLUXQVHUHQDXIJH]ZXQJHQHQ6WDWXVDOV Ä1HJHU³ verlassen haben und Schwarze geworden sind..., in dem Schwarze sich ihres vollen Werts in der Gesellschaft bewusst geworden sind ± ihrer Würde und ihrer Schönheit ± und
2 Norton, Mary Beth. A People and a Nation. Boston: Houghton Mifflin Company, 2001. S 858
3 Wersich, 1996, S.130
4 Wersich, 1996, S.36
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Arbeit zitieren:
Corinna Friedrich, 2005, Schwarze Frauen in der Bürgerrechtsbewegung, München, GRIN Verlag GmbH
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