Verzeichnisse II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. III
1 Einleitung. 1
2 Anforderungen an die Kostenrechnung in Unternehmensnetzwerken. 2
2.1 Allgemeine Anforderungen an die Kostenrechnung. 2
2.2 Besonderheiten der Kostenrechnung in Unternehmensnetzwerken. 4
3 Charakteristika ausgewählter Kostenrechnungsverfahren. 7
3.1 Prozesskostenrechnung. 7
3.2 Target Costing. 9
4 Aspekte der Kostenrechnung in Unternehmensnetzwerken. 10
4.1 Gestaltung der Kostenrechnung in Unternehmensnetzwerken. 10
4.2 Anwendung der ausgewählten Verfahren zur Kostenrechnung in Netzwerken. 12
5 Fazit. 15
Literaturverzeichnis. 17
Eidestattliche Erklärung 19
Verzeichnisse
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Entscheidungsunterstützung der Kostenrechnung.
Abbildung 2: Struktur der Informationsversorgung im Unternehmensnetzwerk
Einleitung 1
1 Einleitung
Vor dem Hintergrund der Globalisierung der Märkte, kürzer werdenden Innovations- und Produktzyklen und steigendem Kostendruck bei gleichzeitig wachsenden Kunden-anforderungen sind produzierende Unternehmen mit hohen Anforderungen in Bezug auf Flexibilität, Qualität und Preisgestaltung konfrontiert. 1 In Anpassung an diese veränderten Rahmenbedingungen ist in den letzten Jahren vermehrt die Bildung von zwischenbetrieblichen Kooperationen in Form von Unternehmensnetzwerken zu beobachten. Aufgrund der Heterogenität dieser Netzwerke und den komplexen Strukturen sind Instrumente des Controllings, insbesondere der Kostenrechnung und des Kostenmanagements, von strategischer Bedeutung für den Erfolg der Kooperationen; obwohl in der Praxis schon häufig realisiert, sind systematische Ansätze in der wissenschaftlichen Diskussion noch in den Anfängen und decken nicht die gesamte Problematik ab. 2
Während in den einzelnen Netzwerkbetrieben Systeme der Kostenrechnung zur Planung und Kontrolle eine lange Tradition haben, stößt die Umsetzung auf Ebene des Netzwerkes auf Grund der unterschiedlichen Systeme der einzelnen Netzwerkpartner und mangelnder Transparenz bezüglich des Prozessstruktur und der Zielorientierung auf Probleme und Hemmnisse. 3
Ziel dieser Seminararbeit soll es sein, bestimmte Aspekte der Anwendung ausgewählter Kostenrechnungsverfahren innerhalb von Unternehmensnetzwerken zu analysieren. Dabei sollen folgende Fragen das Vorgehen leiten:
Was sind die Anforderungen an die Kostenrechnung in Unternehmensnetzwerken? Wodurch charakterisieren sich ausgewählte Verfahren der Kostenrechnung? Wie lässt sich die Kostenrechnung in Unternehmensnetzwerken grundsätzlich durchführen und was sind die Einsatzmöglichkeiten der ausgewählten Instrumente?
1 Vgl. Picot/Reichwald/Wigand [1998], S. 2ff., Seuring [2001], S. 1 und Zimmermann [2001], S. 218
2 Vgl. Veil/Hess [1998 B], S. 40f.
3 Vgl. LaLonde/Pohlen [1996], S. 2ff. und Seuring [2001], S. 65
Anforderungen an die Kostenrechnung in Unternehmensnetzwerken 2
2 Anforderungen an die Kostenrechnung in Unternehmensnetzwerken
2.1 Allgemeine Anforderungen an die Kostenrechnung
Als Teil der Informationsstruktur im Unternehmen ist es im Wesentlichen die Aufgabe der Kostenrechnung, entscheidungsrelevante, quantitative Angaben über die betriebliche Leistungserstellung für die Unternehmensführung bereitzustellen. 1 Dazu lassen sich in Anlehnung an SCHWEITZER/KÜPPER [1998] (S. 38) die zentralen Ziele der Kostenrechnung in folgende Punkte gliedern: 1. Abbildung und Dokumentation 2. Informationsbereitstellung für die Kontrolle 3. Informationsbereitstellung für die Planung 4. Verhaltenssteuerung
Im folgenden werden die diesen Zielen zugrunde liegenden Anforderungen an ein Kostenrechnungssystem zusammengefasst:
Abbilddung und Dokumentation
Im Rahmen der Abbildung und Dokumentation der betrieblichen Leistungserstellung ist eine strukturierte und vollständige Erfassung der anfallenden Kosten erforderlich. Die auf diese Weise erfassten Kosten werden im Rahmen der Kostenverteilung den Kostenträgern zugeordnet. 2
Die Kostenkalkulation erfordert einen eindeutigen Produktbezug der Kosten, um die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit sowohl als Aufgabe der Kontrolle bestehender Produkte als auch der Planung neuer Produkte zu ermöglichen. Dazu gilt es, die Kosten im Vorfeld in Bezug auf mögliche Aufgaben der Kostenrechnung zu strukturieren. So ist z.B. für die Unterscheidung der kurzfristigen und langfristigen Kostenrechnung die Kategorisierung in fixe und variable Kosten hilfreich; zur Erfolgsermittlung einzelner Betriebsbereiche ist die Zuordnung zu Kostenstellen eine wichtige Voraussetzung. 3 Die Kostenrechnung ermöglicht dadurch sowohl eine produkt- als auch organisationsbezogene Abbildung der Unternehmensprozesse.
1 Vgl. Coenenberg [1997], S. 37 und Schweitzer/Küpper [1991], S. 25
2 Vgl. Schweitzer/Küpper [1998], S. 40
3 Vgl. Schweitzer/Küpper [1991], S. 60
Anforderungen an die Kostenrechnung in Unternehmensnetzwerken 3
Informationsbereitstellung für die Kontrolle
Die Kontrolle hat die Aufgabe, die erfassten Daten aufzubereiten und zu aussagekräftigen Informationen über realisierte Unternehmensprozesse zu verdichten. So sind z.B. der Kostenvergleich zu früheren Perioden, der Vergleich zwischen Plan- und Ist-Kosten sowie der innerbetriebliche Vergleich häufige Aufbereitungsmethoden der Kostendaten. 1 Vor allem die kurzfristige Steuerung des Unternehmensprozesses ist auf die Daten der Kontrolle angewiesen. Die daraus erwachsenden Anforderungen an die Informationsbereitstellung für die Kontrolle sind das zeitnahe Zurverfügungstellen der relevanten Daten mit einer hinreichenden Genauigkeit 2 , wobei hier im Rahmen der Trade-Offs zwischen Genauigkeit der Information, Zeit bis zur Bereitstellung und Kosten der Informationsaufbereitung ein Optimum zu finden ist.
Informationsbereitstellung für die Planung und Steuerung
Die Kostenrechnung bereitet als Instrument der Planung und Steuerung Entscheidungen über das Produktionsprogramm, die Verfahrenswahl, „make or buy“-Entscheidungen sowie Entscheidungen über die am Markt zu erzielenden Verkaufspreise für zukünftige Unternehmensprozesse vor und fundiert sie quantitativ. 3
Ebenso wie die Kontrolle basiert die Planung zum Teil auf bereits erfassten und realisierten Kosten. Diese bekannten Kosten werden als Grundlage der Planung auf zukünftige Zeiträume extrapoliert oder für Zwecke der Steuerung des Unternehmensprozesses verwendet. Im Gegensatz zur Kontrolle erfordert die Planung auch mit Unsicherheit behaftetes Datenmaterial aus der Kostenrechnung: Die angenommenen Daten basieren auf erstellten Angeboten, Auftragseingängen bzw. auf Absatzplänen, so dass sich im Laufe der Realisierung noch Änderungen in Bezug auf Menge und Umfang der einzelnen Produkte ergeben können. 4 Um diese Einflüsse berücksichtigen zu können, ist neben den Erwartungswerten der Kostenbestimmungsgrößen die Kenntnis von Kostenfunktionen nötig, die die Zusammenhänge zwischen den Kosteneinflussgrößen und den anfallenden Kosten parametrisiert beschreiben. Auf diese Weise kann ebenfalls die Sensitivität der Kosten auf Änderung der geplanten Produkte erfasst und eine Risikoabschätzung vorgenommen werden.
1 Vgl. Schweitzer/Küpper [1991], S. 68f.
2 Vgl. Schweitzer/Küpper [1991], S. 70
3 Vgl. Coenenberg [1997], S. 37 und Schweitzer/Küpper [1991], S. 65ff.
4 Vgl. Ewert/Wagenhofer [1997], S. 216
Arbeit zitieren:
Christoph Wiard Neemann, 2002, Aspekte der Anwendung ausgewählter Kostenrechnungsverfahren in Unternehmensnetzwerken, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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Der Text von der Stellungnahme
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