Inhaltsverzeichnis Seite
Abbildungsverzeichnis 3
Tabellenverzeichnis 3
Abk ürzungsverzeichnis 4
1 Kosten-Nutzen-Analyse 5
1.1 Entstehung und Herkunft 5
1.2 Zweck 5
1.3 Definitionen 5
1.4 Ablauf der Methode 6
1.5 Beispiel 7
1.6 Probleme der Methode 11
1.7 Bedeutung für die Umweltplanung 13
2 Nutzwertanalyse und ihre Weiterentwicklung 14
2.1 „klassische Nutzwertanalyse“ 14
2.1.1 Einleitendes 14
2.1.2 Begrifflichkeiten 15
2.1.3 Ablauf der klassischen Nutzwertanalyse (am Bsp.: Ausbau Berliner Innenring) 15
2.1.4 Probleme der Nutzwertanalyse 19
2.1.5 Überlegungen zur Weiterentwicklung 20
2.2 Nutzwertanalyse der 2. Generation 21
2.2.1 Ablauf der Methode (am Bsp.: Erholungseignung Sauerland) 22
2.2.2 Probleme der Methode 26
2.3 Bedeutung der Nutzwertanalyse und ihrer Weiterentwicklung für die 26
Umweltplanung
3 Fazit 27
Literaturverzeichnis 28
2
Abbildungsverzeichnis Seite
Abbildung 1: Ablauf der Kosten-Nutzen-Analyse 6
Abbildung 2: Main-Donau-Kanal - Lageübersicht 8
Abbildung 3: Ablaufschema der Nutzwertanalyse 16
Abbildung 4: Zielsystem zum Ausbau Berliner Innenring 17
Abbildung 5: Ablaufschema der NWA der 2. Generation 23
Abbildung 6: Zielsystem der Aktivität Wandern im Sommer 24
Abbildung 7: Aggregation der Verbände 25
Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Zielgewichtung 18 Tabelle 2: Zielerträge 18
Tabelle 3: Wertsynthese und Alternativenreihung 19
Tabelle 4: Bewertungskriterien der Aktivität Wandern im Sommer 24
Tabelle 5: Zielerreichungsgrade 25
Tabelle 6: Wertbeziehungen der Gruppe Kleingliederung der Landschaft 25
Tabelle 7: Gewichtung der Kriterien der Gruppe Kleingliederung der Landschaft 25
3
Abkürzungsverzeichnis KNA Kosten-Nutzen-Analyse (auch Nutzen-Kosten-Analyse NWA Nutzwertanalyse NRW Nordrhein-Westfalen
4
1 Kosten-Nutzen-Analyse
1.1 Entstehung und Herkunft der Methode
Ursprünglich stammt diese Methode aus dem Bereich der Wirtschaftsökonomie. Dort verwendete man sie mit dem Ziel, die „marktliche und nichtmarktliche Allokationsmechanismen nach dem Kriterium Effizienz zu optimieren.“ Im angelsächsischen Raum trägt diese Methode den Namen „cost-benefit-analysis“ (WORCH 1996, 89ff).
Diese Methode ist seit 1969 für alle öffentlichen Maßnahmen in Deutschland vorgeschrieben und daher auch jeweils für die verschiedenen Planungsebenen rechtliche verankert - auf Bundesebene in § 7 Abs. 2 Bundeshaushaltsordnung, auf Länderebene in § 6 Abs. 2 Haushaltsgrundsätzegesetz und auf Ebene der Kommunen in § 10 Abs. 2 der Gemeindehaushaltsordnung (www.laum.unihannover.de).
1.2 Zweck der Methode
Die Methode wird mit dem Zweck angewandt, eine ökonomische Bewertung von Maßnahmen der öffentlichen Hand durchzuführen. Diese Maßnahmen sind häufig Infrastrukturvorhaben, davon im überwiegenden Maße Baumaßnahmen im Verkehrs-, Bildungs- und Gesundheitsbereich. Über die Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) soll geprüft werden, welche Maßnahme zum Erreichen des festgelegten Zieles am effektivsten erscheint. Hierbei richtet sich die Methode nach der ökonomischen Rationalität, die besagt, das Vorhaben auszuwählen, welches mit dem geringsten Geldeinsatz das angestrebte Ziel erreicht (SCHMIDT 1996, S.103ff)
1.3 Definitionen
Kosten-Nutzen-Analyse (oder auch Nutzen-Kosten-Analyse)
Ist eine „mathematisch-statistische Methode zur Ermittlung des wirtschaftlichen Nutzens eines Projekts im Vergleich zu den finanziellen Aufwendungen. N.-K.-A. werden vor allem zur Analy-
5
se und Bewertung öffentlicher Investitionsvorhaben bzw. zur sachgerechten Abwägung mehrere Alternativprojekte durchgeführt“ (LESER 2005, S. 618). Kosten
„Kosten sind in Geld ausgedrückter, betriebsgewöhnlicher Verzehr von Gütern und Diensten zur Erstellung von betrieblichen Leistungen“ (SCHMIDT 1996, S.240). Nutzen
„Eigenschaft bzw. Fähigkeit eines Gutes oder einer Dienstleistung, sich wirtschaftlich positiv auszuwirken bzw. menschliche Bedürfnisse zu befriedigen“ (LESER 2005, S.618).
1.4 Ablauf der Methode
Der Ablauf der Methode ist in verschiedene Schritte unterteilt, welche in Abbildung 1 graphisch dargestellt ist.
Im weiteren Verkauf werden diese Schritte nach und nach an Hand eines Beispiels erläutert.
1.5 Beispiel
Bei dem betrachteten Beispiel handelt es sich um den Main-Donau-Kanal. Für dieses Projekt wurden bereits verschiedene KNA durchführt. Bereits 1976 wurde das Vorhaben, den Main-Donau-Kanal auszubauen, durch das Bundesverkehrsministerium auf seine Wirtschaftlichkeit überprüft. Dieses Projekt war jedoch stark umstritten und somit wurden in den Folgejahren 1981 und 1982 weitere Analysen in Auftrag gegeben. 1981 beauftragte das Bundesverkehrsministerium das Planco-Institut eine zweite Überprüfung der ökonomischen Rentabilität des Bauvorhabens durchzuführen. Des Weiteren führte das ifo-Institut im Auftrag des Deutschen Kanal- und Schifffahrtsvereins Rhein-Main-Donau e.V. eine dritte KNA durch (www.laum.uni-hannover.de). Die beiden letzteren Untersuchungen aus den Jahren 1981 und 1982 stellen eine Ausnahme von der Praxis dar. In der Regel werden durch eine KNA mehrere mögliche Vorhaben, die alle dasselbe Ziel beinhalten, auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft. Das Ziel ist es die ökonomisch sinnvollsten bzw. rentabelste Varianten auszuwählen. Im Falle der Studien des Planco und ifo-Instituts wurde aber die Wirtschaftlichkeit einer einzigen Maßnahme analysiert. Das Ziel dieser beiden Überprüfungen war es, die Wirtschaftlichkeit eines bereits im Bau befindlichen Projekts zu überprüfen (ebd).
Eine KNA beginnt mit der Problemdefinition bzw. der Vorklärung der Aufgabe. Es stellt sich die Frage, was betrachten wird. Im Falle des Beispiels liegt der Bau des Main-Donau-Kanals zwischen Nürnberg und Kelheim (siehe Abbildung 2) im Fokus der Betrachtung. Diesen Vorhaben dient der Schaffung einer Wasserverbindung zwischen Donau und Main und somit auch zwischen Rhein und Südosteuropa. Eine zentrale Rolle spielt hauptsächlich der Güterverkehr, welche mit dieser Maßnahme erhöht werden soll (ebd).
7
Der zweite Schritt der Methode ist die Konkretisierung eines Zielssystems. In diesem Teil kommt es zur Festlegung und Gewichtung der verschiedenen relevanten Entscheidungskriterien. Diese Kriterien werden über monetär erfassbare Indikatoren gemessen. Konkret für das betrachtete Beispiel sind es das Transportaufkommen, der Zinssatz, der verkehrliche Nutzen, der Beschäftigungsnutzen, der wasserwirtschaftliche Nutzen, die Betriebs- und Unterhaltskosten sowie die Investitionskosten, welche als Indikatoren in die Bewertung des Projekts einfließen. Der dritte
8
Arbeit zitieren:
Sebastian Hammer, Marcel Demuth, 2008, Kosten-Nutzen-Analyse und die Nutzwertanalyse, München, GRIN Verlag GmbH
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