Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis. II
1. Einleitung. 1
1.1. Problemstellung 1
1.2. Gang der Untersuchung 1
2. Grundlagen der Unternehmensbewertung 1
2.1. Grundzüge der modernen Unternehmensbewertung 1
2.2. Unternehmensbewertung nach dem IDW S1 2008 3
3. Der IDW S1 i.d.F.2008 im Fokus. 5
3.1. Eine angemessene Unternehmensbewertung im Sinne des IDW 5
3.2. Probleme in der praktischen Anwendung des IDW S1 7
3.2.1. Theorie versus Praxis. 7
3.2.2. Bewertung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) 8
3.3. Unterschiede der Bewertungsgrundsätze nach IDW S1 zu allgemeinen
Bewertungsgrunds ätzen. 9
3.3.1. Unterschiede zum deutschen HGB. 9
3.3.2. Unterschiede zu den IFRS 10
4. Kritische Würdigung des IDW S1. 11
5. Fazit und Ausblick. 12
Literaturverzeichnis 13
I
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
Unternehmensbewertung ist eines der umfangreichsten Gebiete der Betriebswirtschaft. Es ist gekennzeichnet durch eine sehr hohe Methodenvielfalt und eine lebhafte Diskussion in der Literatur über deren Anwendbarkeit. Zum aktuellen Zeitpunkt hat das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland mit der dritten Auflage des Standards Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertung seine Auffassung zu diesem Thema veröffentlicht. Diese Arbeit soll die Vorstellungen des IDW S1 i.d.F. 2008 zur Unternehmensbewertung untersuchen und diskutieren.
1.2. Gang der Untersuchung
Einleitend sollen die Grundlagen der Unternehmensbewertung vorgestellt werden, gefolgt von einer vergleichenden Darstellung der Unternehmensbewertung nach dem IDW S1 i.d.F. 2008. Anschließend wird diskutiert, ob der IDW S1 i.d.F. 2008 angemessene Methoden auswählt und diese zielführend konkretisiert. Darüber hinaus wird die praktische Anwendbarkeit des Standards untersucht. Im Anschluss daran werden Unterschiede zu Bewertungsgrundsätzen herrschender Bilanzierungssystemen aufgezeigt. Die Arbeit schließt dann nach einer kritischen Würdigung des IDW S1 i.d.F. 2008 mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse und einem Ausblick der Entwicklung des IDW S1 i.d.F. 2008.
2. Grundlagen der Unternehmensbewertung
2.1. Grundzüge der modernen Unternehmensbewertung
Bevor detaillierter auf Unternehmensbewertung nach dem IDW S1 2008 eingegangen wird, soll die Thematik der modernen 1 Unternehmensbewertung abstrahiert dargestellt
werden. Im Folgenden wird daher von der funktionalen und der marktwertorientierten Bewertung ausgegangen 2 . Nach mikroökonomischem Kalkül entspricht der Wert eines
Unternehmens oder eines Unternehmensanteils, dem Nutzen, den die Eigentümer aus diesem ziehen können. Der Nutzen ergibt sich dabei aus dem Wert der zukünftigen aus- 1 Auf eine Darstellung der verschiedenen Konzeptionen und Bewertungsauffassungen im Zeitablauf soll hier verzichtet werden. Eine ausführliche Darstellung der verschiedenen Konzeptionen befindet sich in Matschke/Brösel (2007): S. 14ff. Eine Übersicht der verschiedenen Bewertungsauffassungen im Zeitablauf befindet sich in Drukarczyk/Schüler (2007): S. 101.
2 Zentraler Aspekt der funktionalen Unternehmensbewertung ist die Zweckabhängigkeit des Unternehmenswertes. Die angelsächsische marktwertorientierte Bewertung basiert auf der idealisierten Modellwelt der neoklassischen Finanzierungstheorie. Vgl. Matschke/Brösel (2007): S. 14 ff.
1
schüttungsfähigen Überschüsse, die von dem Unternehmen generiert werden 3 . Der Be-wertung dieser Überschüsse geht jedoch eine Bestimmung der Bewertungsfunktion voraus. Nach dem Zweckadäquanzprinzip 4 determiniert die Bewertungsfunktion die Verfahren der Wertermittlung. Zu den bewertungsanlassabhängigen 5 Hauptfunktionen 6 der
Unternehmensbewertung werden in der Literatur die Entscheidungsfunktion, Vermittlungsfunktion und Argumentationsfunktion gezählt. Eine Unternehmensbewertung in der Entscheidungsfunktion ermittelt einen subjektiven Entscheidungswert, der den Grenzpreis und damit die Grenze der Konzessionsbereitschaft einer Verhandlungspartei angibt 7 . Das Ergebnis einer Unternehmensbewertung in der Vermittlungsfunktion ist ein
Arbitriumwert, ein, von einem unparteiischen Gutachter vorgeschlagener, Einigungswert. Aus einer Wertermittlung in der Argumentationsfunktion resultiert ein Argumentationswert, der ein Instrument zur Beeinflussung des Verhandlungspartners darstellt 8 .
Bei allen drei Werten handelt es sich jedoch um Ertragswerte, die sich aus der Gesamtbewertung des Unternehmens ergeben 9 . In der Literatur haben sich die Ertragswertme-
thode und die DCF-Verfahren als dominierende Methoden der Unternehmenswertbestimmung für die dargestellten Hauptfunktionen der Unternehmensbewertung herauskristallisiert 10 . Beide Methoden verfolgen den gleichen Grundgedanken; zukünftige
ausschüttungsfähige finanzielle Überschüsse des Unternehmens werden mit einem Kapitalisierungszinssatz auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Ausgehend von der Vollausschüttungshypothese und einer strikten Zahlungsstromorientierung wird der freie Cashflow 11 als adäquate Bestimmungsgröße für die Unternehmensüberschüsse ermittelt.
Die Prognose der zukünftigen freien Cashflows kann in zwei Phasen eingeteilt werden 12 . In der ersten Phase werden die freien Cashflows bis zum Planungshorizont 13 de-
tailliert geplant, in der sich anschließenden zweiten Phase wird für die Zeit nach dem
3 Vgl. Seppelfricke (2007): S. 1 f.
4 Vgl. Ballwieser (2007): S. 1ff.
5 Bewertungsanlässe sind meist mit der Veränderung der Eigentumsverhältnisse verbunden. Auf eine Darstellung verschiedener Bewertungsanlässe soll hier verzichtet werden. Siehe dazu Drukarczyk/Schüler (2007): S. 94 ff.
6 Davon zu trennen sind Nebenfunktionen, die nicht auf ökonomischen Fragestellungen zurückzuführen sind und meist durch Rechtsvorschriften begründet sind. Vgl. Krag/Kasperzak (2000): S. 3.
7 Die methodisch abgesicherte Bestimmung des Grenzpreises kann nach Krag/Kasperzak, als Hauptzweck der Unternehmensbewertung verstanden werden. Vgl. Krag/Kasperzak (2000): S. 5.
8 Vgl. Matschke/Brösel (2007): S. 50 ff.
9 Vgl. Krag/Kasperzak (2000): S. 29 ff. Die Wertkalküle der Einzelbewertung, der Reproduktionswert und der Liquidationswert, sollen hier nicht betrachtet werden.
10 Hier sollen nur die Ertragswertmethode und die DCF-Verfahren beachtet werden, eine ausführliche Betrachtung der Vielzahl der Bewertungsmethoden findet sich in Matschke/Brösel (2007).
11 Der freie Cashflow wird unter Beachtung der optimalen Investitons- und Finanzierungspolitik des Unternehmens aus der Kapitalflussrechnung oder der Gewinn- und Verlustrechung ermittelt. Vgl. Krag/Kasperzak (2000): S. 38 ff.
12 Das sog. Phasenmodell.
13 I.d.R. drei bis fünf Jahre, Grundlage der Planung ist eine gründliche Analyse der Vergangenheit.
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Arbeit zitieren:
Benjamin Burghardt, 2009, Unternehmensbewertung nach dem IDW S1 2008, München, GRIN Verlag GmbH
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Unternehmensbewertung nach dem IDW S 1 i.d.F. 2008
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