- I -
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis. V
1. Einleitung 1
1.1 Ausgangslage. 1
1.2 Ziel der Arbeit 2
1.3 Vorgehensweise. 2
2. Grundlagen 3
2.1 Internationales IT-Projekt. 3
2.1.1 Projekt. 3
2.1.2 Internationales IT-Projekt. 3
2.1.3 Arten internationaler IT-Projekte 3
2.2 Internationales IT-Projektmanagement 4
2.2.1 Management 4
2.2.2 IT-Projektmanagement 4
2.2.3 Internationales Projektmanagement 6
2.3 Soft Skills 6
2.3.1 Definition. 6
2.3.2 Handlungskompetenzmodell 8
2.4 Emotionale Intelligenz. 9
2.5 Kultur. 9
2.5.1 Definition. 9
2.5.2 Kulturdimensionen nach Hofstede 11
2.5.3 Interkulturelle Kompetenz. 14
3. Problemfelder internationaler Projekte 15
3.1 Rahmenbedingungen 15
3.1.1 Politisch 15
3.1.2 Rechtlich. 15
3.1.3 Vertraglich. 17
3.1.4 Finanztechnisch 18
- II -
3.2 Geografische Probleme. 19
3.2.1 Räumliche Distanzen. 19
3.2.2 Zeitzonen 20
3.3 Sprachliche Probleme 22
3.4 Kulturelle Probleme. 24
3.4.1 Bedeutung kultureller Unterschiede 24
3.4.2 Werte und Normen 24
3.4.2.1 Religion 25
3.4.2.2 Nationalverhalten 25
3.4.2.3 Sozialverhalten 25
3.4.2.4 Bildungsniveau 26
3.4.2.5 Zeitverständnis 26
3.4.3 Unternehmens- und Projektkultur 27
3.4.4 Konfliktentstehung 27
3.4.4.1 Verhalten 28
3.4.4.2 Vorurteile und Stereotypen. 28
3.4.4.3 Missverständnisse. 29
3.4.4.4 Misstrauen 29
3.5 Analyse unterschiedlicher Kulturkreise. 30
3.5.1 Analyse nach Hofstede 30
3.5.2 Vergleich Deutschland / USA / China. 32
4. Einsatzmöglichkeiten von Soft Skills in internationalen Projekten. 35
4.1 Interkulturelle Mitarbeiterführung. 35
4.1.1 Planungsfähigkeit 35
4.1.1.1 Allgemein 35
4.1.1.2 Kulturelle Teamanalyse. 36
4.1.1.3 Projektumfeldanalyse 37
4.1.2 Führungsstile 38
4.1.3 Delegationsfähigkeit. 40
4.1.4 Menschenkenntnis / Einfühlungsvermögen 42
4.1.5 Motivationsfähigkeit. 43
4.1.6 Konfliktfähigkeit 44
- III -
4.1.6.1 Konflikterkennung. 44
4.1.6.2 Möglichkeiten der Konfliktlösung 45
4.1.6.3 Konfliktvermeidung 46
4.1.6.4 Empfehlungen. 47
4.2 Interkulturelle Kommunikation 48
4.2.1 Kommunikationsprozess 48
4.2.2 Kommunikationsmittel 49
4.2.3 Kommunikationsarten 51
4.2.3.1 Unterscheidung. 51
4.2.3.2 Verbale Kommunikation 51
4.2.3.3 Nonverbale Kommunikation 52
4.2.4 Erfolgreiche interkulturelle Kommunikation 53
4.2.4.1 Vermeidung falscher Verhaltensweisen 53
4.2.4.2 Regeln für erfolgreiche Kommunikation. 54
4.3 Teamfähigkeit. 56
4.3.1 Allgemein 56
4.3.2 Flexibilität / Belastbarkeit 57
4.3.3 Selbstmotivation 58
4.3.4 Zeit- und Selbstmanagement 58
4.4 Einfluss von Soft Skills auf den Projekterfolg 58
4.5 Empfehlungen. 59
4.5.1 Projektleiter 59
4.5.2 Team 61
4.5.3 Geschäftsführung / Auftraggeber 62
5. Fazit und Ausblick. 63
Anhang. 65
A Literaturverzeichnis 65
- IV -
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Magisches Dreieck der Projektziele 5
Abbildung 2: Handlungskompetenzmodell 8
Abbildung 3: Elemente des Kulturbegriffs. 10
Abbildung 4: Zeitzonen weltweit 20
Abbildung 5: Überlappung von Arbeitszeiten aus der Sicht von Deutschland 21
Abbildung 6: Stereotyp und Bevölkerung 28
Abbildung 7: Netzdiagramm der Kulturdimensionen und deren Ausprägungen 34
Abbildung 8: Führungsstile 38
Abbildung 9: Aspekte eines internationalen Konfliktmanagements 47
Abbildung 10: Kommunikationsprozess 49
Abbildung 11: Kommunikationsmittel in Projekten 50
Abbildung 12: Kommunikationsebenen. 51
Abbildung 13: Erweitertes Handlungskompetenzmodell. 60
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Beschreibung der Soft Skills 7
Tabelle 2: Kriterien der Kulturdimensionen und ihrer möglichen Ausprägungen. 13
Tabelle 3: Ausprägungen der Kulturdimensionen versch. Länder 31
Tabelle 4: Kulturvergleich zwischen USA / Deutschland / China 33
Tabelle 5: Führungsstilpräferenzen nach Nationen 39
Tabelle 6: Verhaltensmuster unterschiedlicher Kulturen bei Konflikten 45
- V - Abkürzungsverzeichnis
€ Euro $ US-Dollar AG Aktiengesellschaft bspw. beispielsweise d.h. das heißt DIN Deutsches Institut für Normung e.V. ebd. ebenda engl. englisch ERP Enterprise Resource Planning etc. et cetera evtl. eventuell f. folgende ff. fortfolgende ggf. gegebenenfalls GPM Gesellschaft für Projektmanagement Hrsg. Herausgeber i.d.R. in der Regel inkl. inklusive lt. laut o.ä. oder ähnlich o.g. oben genannt(en) PM Projektmanagement PMI Project Management Institute S. Seite sog. so genannte(n) u.a. unter anderem usw. und so weiter vgl. vergleiche www world wide web z.B. zum Beispiel
- 1 - 1.Einleitung
1.1 Ausgangslage
In der heutigen Zeit agieren Unternehmen nicht mehr nur auf lokalen Märkten. Durch die Globalisierung der Märkte nutzen Unternehmen den Weltmarkt, um Roh- bzw. Hilfsstoffe zu beschaffen und Produkte sowie Dienstleistungen zu vertreiben. Dabei müssen sich die Unternehmen den ständigen Veränderungen der globalen Umgebung anpassen. Dies kann z.B. die Einführung eines neuen ERP Systems an allen Standorten eines Unternehmens in verschiedenen Ländern sein. Zur Durchführung solcher Vorhaben hat sich das internationale Projektmanagement durchgesetzt.
Christian Morgenstern (dt. Schriftsteller, 1871 - 1914) sagte bereits: „Einander kennen lernen heißt lernen, wie fremd man einander ist“. Die Wichtigkeit dieser Aussage dürfte Projektleitern, die bereits internationale Projekterfahrung besitzen, bekannt sein. Internationales Projektmanagement bedeutet mehr als sich nur in einer gemeinsamen Sprache und über eine große Distanz hinweg zu verständigen. Die Durchführung internationaler Projekte ist auch heutzutage, trotz moderner Kommunikationsmittel wie E-Mail, Videokonferenzen und Internet, problematisch, da die räumliche Distanz nicht das einzige Problem darstellt.
Ein wichtiges Merkmal für den Projekterfolg in internationalen Projekten ist die erfolgreiche Zusammenarbeit des Projektteams. Bereits in nationalen Projekten müssen fachfremde Teammitglieder miteinander kommunizieren, was zu Missverständnissen und Konflikten führen kann. Im internationalen Umfeld ist diese Gefahr noch größer, da nun Beteiligte aus unterschiedlichen Kulturkreisen zusammenarbeiten. Sie zeigen z.B. Sprach-, Verhaltens- und Denkunterschiede aufgrund unterschiedlicher Sprachen, Werte und Normen auf. Bei sehr großen Entfernungen findet zudem häufig nur eine unzureichende Kommunikation zwischen den verteilten Projektteams statt, da Treffen aufgrund der Entfernung nur selten durchgeführt werden können oder die Absprache wegen unterschiedlicher Zeitzonen nur sehr selten erfolgt.
- 2 - 1.2Ziel der Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist es zu analysieren, wie solche Probleme in internationalen IT-Projekten vermieden oder verringert werden können. Für die Zusammenarbeit und Führung internationaler Projektteams sind vor allem die so genannten Soft Skills von großer Bedeutung. Im Verlaufe dieser Arbeit soll gezeigt werden, ob und wie Soft Skills in internationalen IT-Projekten eingesetzt werden können und wie sie den Projekterfolg beeinflussen. Zusätzlich werden die kulturellen Einflussfaktoren berücksichtigt und dargestellt, wie sie die Wirkung der Soft Skills beeinflussen. Abschließend werden Empfehlungen gegeben, welche Soft Skills der Projektbeteiligten für den Projekterfolg maßgebend sind.
1.3 Vorgehensweise
Nachdem im ersten Kapitel ein Überblick über die Ausgangslage und Ziele dieser Arbeit gegeben wurde, folgen im zweiten Kapitel allgemeine Grundlagen, die für das Verständnis dieser Arbeit erforderlich sind. Dabei werden zunächst Begriffe wie internationales IT-Projekt, internationales IT-Projektmanagement, Soft Skills, emotionale Intelligenz und Kultur definiert. Anschließend werden die interkulturelle Kompetenz und die Kulturdimensionen nach Hofstede erläutert.
Das dritte Kapitel zeigt die Problemfelder internationaler Projekte auf. Dazu werden im ersten Schritt die rechtlichen, politischen, vertraglichen und finanztechnischen Rahmenbedingungen dargestellt. Danach werden die geografischen, sprachlichen und kulturellen Probleme detailliert erläutert. Zum Abschluss des dritten Kapitels werden unterschiedliche Kulturkreise analysiert und speziell die Länder Deutschland, China und die USA verglichen.
Das vierte Kapitel zeigt die Einsatzmöglichkeiten von Soft Skills in internationalen Projekten auf. Dabei sollen besonders die kulturellen Einflussfaktoren berücksichtigt werden. Die Kapitel 4.1-4.3 stellen die Soft Skills, die für die interkulturelle Mitarbeiterführung, Kommunikation und Zusammenarbeit erforderlich sind, dar. Danach wird analysiert, ob und wie Soft Skills den Projekterfolg beeinflussen können. Abgerundet wird das Kapitel, indem Empfehlungen für Projektleiter, Teammitglieder und Auftraggeber abgegeben werden. Das fünfte Kapitel fasst die erarbeiteten Ergebnisse kritisch zusammen und gibt einen Ausblick auf die künftige Entwicklung des Projektmanagements im Hinblick auf die erläuterten Soft Skills.
- 3 - 2.Grundlagen
2.1 Internationales IT-Projekt
2.1.1 Projekt
Der Begriff Projekt wird in Deutschland durch die DIN 69901 definiert. Ein Projekt ist somit „…ein Vorhaben, das im Wesentlichen durch die Einmaligkeit aller Bedingungen gekennzeichnet ist, wie z.B. Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle und andere Begrenzungen, Abgrenzungen gegenüber anderen Vorhaben, projektspezifische Organisation.“ 1 Das amerikanische Project Management Institute (PMI) hingegen definiert den Begriff als „a temporary endeavour undertaken to create a unique product or service“ 2 . Somit kann gesagt werden, dass der Begriff international ähnlich definiert wird.
2.1.2 Internationales IT-Projekt
Ein IT-Projekt ist aus der Sicht eines Kunden ein Projekt, das inhaltlich durch die enge Verzahnung mit Software bzw. Informationstechnologie gekennzeichnet ist. 3 Wird ein IT-Projekt länder-/kulturübergreifend durchgeführt, d.h. Menschen aus unterschiedlichen Kulturen müssen miteinander zusammenarbeiten, so handelt es sich um ein internationales IT-Projekt. 4
2.1.3 Arten internationaler IT-Projekte
Es wird zwischen zwei verschiedenen Arten von Projekten unterschieden. Zum einen kann ein Projekt intern durchgeführt werden oder zum anderen extern. 5 Beide Arten von Projekten können auch als Mischform in einem Projekt zusammengefasst sein. 6 Bei einem internen Projekt ist der Auftraggeber das eigene Unternehmen und entscheidet, ob und wie ein Projekt international durchgeführt wird. Das kann z.B. die Implementierung einer selbst entwickelten Software an verschiedenen Standorten in
1 DIN (Hrsg.) (1987), S. 1.
2 Duncan et al. (1996), S. 4.
3 Vgl. Heilmann et al. (2003), S. 5. und Müller (2004), http://se.inf.ethz.ch.
4 Vgl. Cronenbroeck (2004), S. 99f.
5 Vgl. ebd., S. 100f.
6 Vgl. ebd., S. 104.
- 4 -mehreren Ländern oder die Konsolidierung 7 mehrerer dezentraler IT-Abteilungen zu einer zentralen Abteilung an einem Standort sein. Externe Projekte werden durch den externen Auftragnehmer oder auch Lieferanten definiert, d.h. dass mindestens zwei Unternehmen zusammenarbeiten. Dadurch entstehen größere Risiken als bei internen Projekten und es sollten technische, finanzielle und kaufmännische Risiken betrachtet werden. 8
2.2 Internationales IT-Projektmanagement
2.2.1 Management
Der Begriff Management leitet sich ursprünglich aus dem Lateinischen „manum agere“ ab, was übersetzt „an der Hand führen“ bedeutet. Im unternehmerischen Sinn bezeichnet der Begriff „…das Sicherstellen von günstigen Rahmenbedingungen unter gegebenen Verhältnissen zur Beschaffung und Steuerung des Einsatzes von Ressourcen.“ 9
Weiter kann Management als Funktion oder Institution differenziert werden:
- Funktional: Gesamtheit der Aufgaben zur Führung und Verwaltung von Organisationen
- Institutionell: Bezeichnung einer Personengruppe mit hauptsächlich organisatorischer bzw. leitender Tätigkeit. 10
2.2.2 IT-Projektmanagement
Unter dem Begriff IT-Projektmanagement versteht man das erforderliche Management, um ein IT-Projekt erfolgreich abzuschließen. 11 Die DIN 69901 definiert Projektmanagement folgendermaßen: „Projektmanagement ist die Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisationen, -techniken und -mitteln für die Abwicklung sowohl aller Projekte, als auch eines einzelnen Projektes.“ 12 Das IT-Projektmanagement ist das Projektmanagement eines IT-Projektes. Das PMI definiert auch hier den Begriff folgendermaßen: „Project Management is the application of knowledge, skills, tools and
7 Konsolidierung bedeutet in diesem Zusammenhang das Zusammenführen der Abteilungen.
8 Vgl. Cronenbroeck (2004), S. 99f.
9 Kessler (2004), S. 10.
10 Vgl. Meier (2004), S. 1.
11 Vgl. Kessler (2004), S. 10.
12 DIN (Hrsg.) (1987), S. 1.
- 5 -techniques to project activities to meet project requirements.“ 13 Auch hier kann man erkennen, dass unter dem Begriff etwas Ähnliches verstanden wird. Zum Projektmanagement gehören außerdem die folgenden Komponenten:
- Operative Ebene:
- Problemlösung, Arbeitsorganisation und Steuerung, Gestaltung psychologischer Einflüsse
- Ziel- und Inhaltsmanagement, Festlegung der Vorgehensweise, Steuerung der Kommunikation
- Konzeptionelle Ebene
- Festlegung der Organisation
- Bereithaltung des Vorgehensrahmen, sowie der Methoden und Instrumente 14
Die Ziele des IT Projektmanagements sind die sach-, termin- und kostengerechte Durchführung eines Projektes. Da diese Ziele abhängig voneinander sind, stehen sie häufig im Konflikt zueinander. Der Versuch ein Ziel zu manipulieren bzw. zu ändern, beeinflusst automatisch die anderen Ziele. Deshalb spricht man auch von dem magischen Dreieck des IT-Projektmanagements (siehe Abbildung 1). Viele Projekte scheitern an der Erreichung dieser drei Ziele, so dass sie beispielsweise teurer und/oder später als geplant fertig werden und/oder nicht dem Sachziel entsprechen. 15
13 Duncan et al. (1996), S. 46.
14 Vgl. Kessler (2004), S. 10f.
15 Vgl. Kitz (2004), S. 32.
16 In Anlehnung an: Kiesel (2004), S. 50.
- 6 - 2.2.3Internationales Projektmanagement
Die Definition für Projektmanagement kann auch für internationales Projektmanagement angewendet werden. Die Bedeutung des Begriffs Internationales Projektmanagement ist allerdings umfassender, da es in einem interkulturellen Umfeld durchgeführt werden muss und somit Mitarbeiter mehrerer Kulturen direkt oder indirekt beteiligt sind. 17 Durch diese Erweiterung wird das internationale Projektmanagement deutlich erschwert.
Eine genauere Definition dieses Begriffs findet man in der Literatur bei H.-J. Herten. 18 Laut Herten zeichnet sich internationales Projektmanagement durch die grenzüberschreitende Orientierung bei der Durchführung eines Projektes aus. Dadurch bedingt muss es an die fremdartigen und untereinander heterogenen Rahmenbedingungen anpassbar sein. Somit ist internationales Projektmanagement die Planung, Steuerung und Überwachung eines Projektes, unabhängig von der geografischen Lage der Standorte mit immer unterschiedlichen Umwelteinflüssen. 19
2.3 Soft Skills
2.3.1 Definition
Der Begriff Soft Skills ist empirisch und theoretisch nicht eindeutig fundiert und lässt damit einen großen Spielraum für willkürliche Auslegung und Interpretation. 20 Aus diesem Grund wird in dieser Arbeit der Begriff folgendermaßen definiert: Für jeden Beruf werden bestimmte Skills (engl. Begriff für Fähigkeiten) benötigt. Diese lassen sich in zwei Arten unterteilen. Zum einen wird das fachliche Wissen, auch Hard Skills genannt, benötigt, um die Aufgabe im Unternehmen fachlich adäquat erledigen zu können. Zum anderen besitzt jeder Mensch Soft Skills (engl. für „weiche Fähigkeiten“). Dies sind Fertigkeiten im Umgang mit anderen Menschen, sowie Eigenschaften, die mit einer Person bzw. seiner Persönlichkeit in Verbindung gebracht werden. 21 Auch Techniken sich selbst und die eigene Arbeit zu organisieren gehören dazu. Soft Skills lassen sich in drei Bereiche unterteilen. Die sozialen Kompetenzen bilden den ersten
17 Vgl. Kiesel (2004), S. 8.
18 Vgl. Herten (1988), S. 23.
19 Vgl. ebd.
20 Vgl. Huck-Schade (2003), 16.
21 Vgl. Schiffer / v.d. Linde (2002), S. 13.
- 7 -Bereich, der die Fähigkeiten im Umgang mit anderen Menschen beinhaltet. Der zweite Bereich ist durch die Methodenkompetenzen bestimmt und ist die Fähigkeit Problemstellungen strukturiert anzugehen und zu lösen, in dem bekannte Methoden angewendet werden. Dazu gehören auch Methoden sich selbst zu organisieren, motivieren und Dinge zu planen. Der dritte Bereich umschließt die Persönlichkeitskompetenz, wozu u.a. das Verhalten und Auftreten gehören. 22 Die Tabelle 1 stellt die wichtigsten Soft Skills inkl. einer kurzen Beschreibung kategorisiert nach den drei Bereichen dar.
22 Vgl. Zellweger (2004), S. 14.
23 In Anlehnung an: Zellweger (2004), S. 17ff.
- 8 -Abschließend kann gesagt werden, dass Soft Skills Persönlichkeitsmerkmale sind, die in einem gewissen Umfang verändert und trainiert werden können. Ein Soft Skill ist somit eine anwendbare und erlernbare Fähigkeit. 24 Das Beherrschen der Soft Skills durch den Projektleiter und den Projektbeteiligten ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Projektführung bzw. Zusammenarbeit und Kommunikation im Projekt (siehe auch Kapitel 4.).
2.3.2 Handlungskompetenzmodell
Die in 2.3.1 dargestellten Skills lassen sich nach Zellweger in vier Kompetenzbereiche unterteilen. 25 Dazu gehören zum einen Soft Skills, die in Sozial-, Methoden- und Persönlichkeitskompetenzen unterteilt werden und zum anderen die Hard Skills (Fachkompetenzen). Die Handlungskompetenz einer Person, wie z.B. eines Projektleiters in einem Projekt, resultiert aus der Schnittmenge dieser vier Kompetenzen.
Abbildung 2: Handlungskompetenzmodell 26
24 Vgl. Schiffer / v.d. Linde (2002), S. 14.
25 Vgl. Zellweger (2004), S. 14.
26 In Anlehnung an: ebd., S. 15.
- 9 -Die Abbildung 2 stellt das Handlungskompetenzmodell grafisch dar. Aus den vier auseinander liegenden Kreisen, die die einzelnen Kompetenzen darstellen, entsteht eine gemeinsame Schnittmenge, die für die Handlungskompetenz steht. Dies verdeutlicht, dass es notwendig ist fachübergreifende Fähigkeiten zu besitzen, um eine Aufgabe, wie die Durchführung eines Projektes, erledigen zu können.
2.4 Emotionale Intelligenz
In den letzten 15 Jahren wurde der Begriff der emotionalen Intelligenz geprägt, und er umfasst die Persönlichkeitseigenschaften und Fähigkeiten mit eigenen und fremden Gefühlen umzugehen. 27 Ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz bedeutet, dass eine Person mit den eigenen und fremden Gefühlen klug umgehen kann. Maßgeblich sind die fünf Eigenschaften
- Selbstwahrnehmung,
- Selbststeuerung,
- Selbstmotivation,
- Empathie und
- soziale Kompetenz. 28
Emotionale Intelligenz ist unabhängig von der klassischen Intelligenz. Somit kann eine Person bspw. in der Schule sehr gut sein ohne emotional intelligent zu sein. 29
2.5 Kultur
2.5.1 Definition
Die Definitionen des Begriffs Kultur erstrecken sich über eine Bandbreite von Bedeutungen. 30 Daher wird in dieser Arbeit die Definition von Hofstede genutzt. Laut Hofstede ist Kultur „...die mentale Programmierung der Menschen in ihrem gesellschaftlichen Umfeld“ 31 . Dazu gehören auch Denk- und Handlungsmuster des Menschen gegenüber Natur und Gesellschaft, welche er im Laufe seiner Sozialisation 32 , bewusst
27 Vgl. Huck-Schade (2003), S. 18.
28 Vgl. Goleman (2004), S.53ff.
29 Vgl. ebd., S. 74.
30 Vgl. Horn (2005), S. 22.
31 Hofstede (2001), S. 4.
32 Sozialisation bezeichnet die Entwicklung der Persönlichkeit augrund ihrer Interaktion mit der Umwelt.
Arbeit zitieren:
Mirko Schoffer, 2006, Soft Skills als Erfolgsfaktor in internationalen IT-Projekten mit unterschiedlichen kulturellen Einflussfaktoren, München, GRIN Verlag GmbH
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