Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Medienkompetenz. 4
3. Integration von Medienkompetenz in Politik- und
Wirtschaftsunterricht 5
4. UE: „Internationale Zusammenarbeit und Friedenssicherung“ 6
5. Fazit 7
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1. Einleitung
Der Wahlkampf Barack Obamas, die Piratenpartei und die Online-Petition gegen eine „Indizierung und Sperrung von Internetseiten“ zeigen, dass es in der Zukunft immer häufiger zu Überschneidungen zwischen dem politischen Geschehen und den neuen Medien geben wird.
Und auch im Bereich der Schulen nehmen die Medien eine immer wichtigere Rolle ein. Mittlerweile nutzen in der Altersgruppe von 10 bis 11 Jahren 87 Prozent der Jungen und 84 Prozent der Mädchen den Computer regelmäßig, in der Altergruppe von 12 bis 13 Jahren sind es bereits 91 Prozent. 1
Diese Entwicklung hat sowohl positive als auch negative Folgen für den Unterricht. Informationen werden mittlerweile nicht mehr aus gedruckten Lexika gesammelt, Recherchen finden kaum noch in Bibliotheken statt und an Diskussionen über aktuelle nationale und internationale Politik beteiligen sich Menschen aus ganz Deutschland und der ganzen Welt. Neben den massiven zeitlichen Einsparungen, können Diskussionen über aktuelle politische Ereignisse ein Grad an Komplexität erreichen, wie es in einer Schulklasse alleine nicht möglich ist.
Dem gegenüber steht die Tatsache, dass die Vernetzung der Schüler negative Folgen haben kann. Durch die Bereitstellung von Hausaufgaben im Internet wird den SchülerInnen in den Geisteswissenschaften die Möglichkeit genommen, eigene Standpunkte zu entwickeln. Die kritische Reflexion der fremden Standpunkte und Quellen erfolgt dabei selten.
Betrachtet man die Aufgaben und Ziele des Unterrichtsfaches „Politik und Wirtschaft“, so wird deutlich, dass genau dies eine der Grundanforderungen an den Unterricht darstellt:
„Aufgabe des Faches Politik und Wirtschaft ist es, die Kenntnisse und Einsichten zu vermitteln, die zum Verständnis politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Sachverhalte erforderlich sind und die Grundlage eines politischen Urteils bilden sollen.“ 2
1 Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: „Kim Studie 2008“: http://www.mpfs.de/index.php?id=144
2 Quelle: Hess. Kultusministerium: „Lehrplan für Politik und Wirtschaft“, Jahrgangsstufe 7G bis 12G, 2008.
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Das Ziel des Unterrichtes sollte es also sein, den SchülerInnen neben der Vermittlung von Kenntnissen auf fachlicher Ebene, einen kritischen Umgang mit den Inhalten von Medien zu vermitteln und sie im Hinblick auf Medienkompetenz zu schulen.
Im Rahmen dieser Ausarbeitung wird kurz erläutert, was unter dem Begriff der Medienkompetenz zu verstehen ist und aus welchem Grund es sinnvoll ist die Vermittlung in den Politik- und Wirtschaftsunterricht zu integrieren. Dies erfolgt anhand einer Orientierung am Rahmenlehrplan des Hessischen Kultusministeriums für das Gymnasium.
Des Weiteren wird kurz ein Unterrichtsentwurf vorgestellt, dessen Ziel die Vermittlung von Medienkompetenz darstellt. Im Anschluss erfolgt ein kurzes Fazit.
2. Medienkompetenz
Der Begriff der Medienkompetenz beschreibt die Grundfähigkeit eines Menschen Medien und Medieninhalte im Rahmen der eigenen Ansprüche und Ziele zu nutzen. Dabei wird nach Dieter Baacke der Begriff Medienkompetenz in vier Dimensionen, die in weitere Unterdimensionen unterteilt sind, operationalisiert: Medienkritik:
- Analytische Unterdimension: Das Ziel ist hierbei ein Hintergrundwissen zu erlangen, so dass Inhalte und Medien kritisch hinterfragt werden können. Zum Beispiel, dass die Finanzierung von privaten Fernsehinhalten durch Werbung durchaus Einfluss auf die Inhalte haben kann.
- Reflexive Unterdimension: Hierbei wird darauf hingezielt, dass jedes Individuum sein Wissen und Handeln auch auf sich selbst bezieht und anwendet. Häufig neigen Individuen dazu, sich selbst bei Verallgemeinerungen nicht einzubeziehen, obwohl sie dazugezählt werden müssen.
- Ethische Unterdimension: Die analytische und reflexive Unterdimension ergeben zusammen ein „ethisches Betroffensein“, bei dem analytisches Denken und reflexiver Rückbezug als „sozialverantwortet abstimmt und definiert“. Medienkunde (also das allgemeine Wissen über Medien):
- Informative Unterdimension: Diese Dimension umfasst die klassischen Wissensbestände des Rezipienten, wie zum Beispiel Wissen über technische Hintergründe.
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Arbeit zitieren:
Tim Conrads, 2009, Medienerziehung im Fach Politik und Wirtschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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