Übersicht
Inhaltsverzeichnis............................................................................................................. I
Abbildungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis. II
Abk ürzungsverzeichnis II
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Ökonomische Bedeutung der Zuwanderung von Hochqualifizierten. 1
3 Selbstselektionsprozess und empirische Relevanz 3
4 Status Quo in Deutschland und Kanada 4
4.1. Regelungen in Deutschland 4
4.1.1. Analyse und Evaluation 6
4.2. Das kanadische Punktesystem 8
4.2.1. Analyse und Evaluation 9
5 Unterschiedliche Rahmenbedingungen. 10
5.1. Die Bedeutung des europäischen Kontextes. 10
5.2. Verständnis der Integration und Akzeptanz von Zuwanderern als Folge
historischer Entwicklung und Basis politischer Entscheidungen 12
5.3. Amtssprache. 14
6 Fazit der Arbeit 15
7 Literaturverzeichnis. 17
8 Anhang 21
I
Abbildungsverzeichnis:
Abbildung 1: Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte bei heterogener Arbeit........... 2 Abbildung 2: Vergleich der Qualifikationsstrukturen ausländischer Bevölkerung
im Jahr 2000 .............................................................................................. 4 Abbildung 3: Zu- und Fortzüge nach den häufigsten Herkunft- und Zielländern
im Jahr 2006 .............................................................................................. 23 Abbildung 4: Erwerbsstatus nach Gruppen und Berufsbildung am 30. Juni 2004 ......... 23 Abbildung 5: Ausländer und Inländer mit tertiärer Schulbildung 2004.......................... 24 Abbildung 6: Entwicklung der Arbeitslosenraten in ausgewählten europäischen OECD-Staaten von Einwanderern und Einheimischen im Vergleich ..... 24 Abbildung 7: Eingeborene und Einwanderer mit tertiärer Bildung und im Alter
von über 15 Jahren ................................................................................... 25
Tabellenverzeichnis:
Tabelle 1: Kanadisches Punktesystem. ..................................................................... 22
Abkürzungsverzeichnis
AGG Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz BGB Bürgerliches Gesetzbuch CIC Citizenship an Immigration Canada EU Europäische Union Hg Herausgeber IT-ArGV Verordnung über die Arbeitsgenehmigung für hochqualifizierte ausländische Fachkräfte der Informations- und Kommunikationstechnologie NAFTA North American Free Trade Agreement OECD Organisation for Economic Co-Operation and Development KGSt Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung
II
1. Einleitung
Angesichts des aktuellen Fachkräftemangels wird der Ruf der Wirtschaftsverbände nach aktiver Steuerung der Migration und der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in der Konkurrenz um hochqualifizierte Fachkräfte immer lauter. Temporäre Zuwanderung niedrig qualifizierter Arbeitskräfte, Familiennachzug und Migration aus humanitären Gründen sind nicht Gegenstand dieser Arbeit.
Beschäftigt wird sich mit der Frage, ob und wie sich das kanadische Punktesystem als Referenzmodell zur Steuerung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte in Deutschland eignet. Die Arbeit konzentriert sich auf den Aspekt der Umsetzbarkeit eines flexiblen Punktesystems ausgerichtet an der Situation des Arbeitsmarktes, wobei demographische Aspekte ausgegrenzt wurden. Zunächst werden anhand theoretischer Modelle der Zusammenhang von Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte auf den Arbeitsmarkt des Einwanderungs-landes, makroökonomisches Kalkül, und das mikroökonomische Kalkül des potentiellen Einwanderers dargestellt. In der Individualwanderung qualifizierter Fachkräfte ist der Aspekt der Einwanderung ein wesentlicher Bestandteil dieses Kalküls. Im folgenden Teil wird die Relevanz von Migrationssteuerung durch empirische Daten verdeutlicht. Der vierte Teil der Arbeit befasst sich mit der aktuellen gesetzlichen Regelung in beiden Ländern und evaluiert die Auswirkungen der jeweiligen Migrationspolitik. Danach wird der Unterschiedlichkeit der Rahmenbedingungen Rechnung getragen und aus ihnen Implikationen für ein Punktesystem in Deutschland gefolgert. Das Fazit enthält grundsätzliche und weitergehende Überlegungen.
2. Ökonomische Bedeutung der Zuwanderung von Hochqualifizierten Migrationspolitik und speziell Zuwanderung wird parallel zur öffentlichen Debatte in der Fachliteratur inzwischen viel Aufmerksamkeit geschenkt. Modelltheoretisch und empirisch gestützte Untersuchungen liegen auch im ökonomischen Forschungsbereich vor. Angelehnt an die makroökonomisch theoretischen Analysen der Arbeitsmarkteffekte von Migration bei Bauer (1998) und Zimmermann et al. (2007) auf neoklassischer Basis, bietet sich für Deutschland ein komparativ-statisches Modell mit heterogen betrachtetem Faktor Arbeit an. Die gesamtwirtschaftliche Produktion wird von den Faktoren Kapital und geringbis mittelqualifizierten sowie hochqualifizierten Arbeitern erbracht mit jeweils unterschiedli-chen Grenzproduktivitäten. 1 Die gesamte Produktionsfaktorenaustattung sowie technologi-
1 Eswerden die Begriffe Hochqualifizierte analog zu Arbeiter im Hochlohnsektor, sowie Gering- und Mittelqualifi-
zierte analog zu Arbeiter im Niedriglohnsektor werden als synonyme Qualifikationsgruppen verwandt. Hochqualifi-
zierte sind bei Brücker (2008) nach Bildungsabschlüssen international klassifiziert und als Personen mit tertiärem
Bildungsabschluss mit mindestens 13 Jahre Ausbildungszeit erfasst.
1
sches Wissen und Humankapital wird über die betrachtete Periode konstant gehalten, wobei Mengen und Preise eingesetzter Arbeit von Nachfrageseite aus bestimmt werden. Unternehmen zielen Gewinnmaximierung an und setzen bei vollständigem Wettbewerb Produktions-faktoren ein, bis Grenzkosten den Grenzerträgen gleichen. Kapital und Arbeit sowie Arbeit im Hochlohnsektor und Niedriglohnsektor stellen nach Modellannahme Komplemente dar. Um auf die aktuelle Situation in Deutschland einzugehen, wird anhand Abbildung 1 zum
Für den Niedriglohnsektor ist ein rigider Reallohn pro Kopf von
n W einfluss vorbestimmt. Er liegt über dem Marktgleichgewichtslohn und führt zu einer 0
strukturellen Arbeitslosigkeit
N erreicht. den Fachkräftemangel t 1 Zum Zeitpunkt führt eine gelungene selektive Einwanderungspolitik zur Beseitigung des Fachkräftemangels im Hochlohnsektor. Wegen substitutiver Beziehung zwischen Einheimi- dbce schen und Eingewanderten entsteht ein distributiv negativer Lohneffekt auf inländische
h h N N ef Arbeitseinkommen. Dem steht ein Anstieg der Sektorproduktion von und eine 0 1
dbcf Zunahme der Kapitaleinkommen gegenüber. Die Annahmen der konstanten Kapitalausstattung und der Komplementärbeziehung zwischen Hoch- und Niedrigqualifizierten führt zu steigender Grenzproduktivität des Faktors Arbeit und einer Beschäftigungserhöhung im
Niedriglohnsektor. Die Nachfragekurve verschiebt sich von Arbeit einen höheren Reallohn zugewinn von
Abbildung 1: Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte bei heterogener Arbeit.
W
h W
0
h W
1
= Niedriglohnsektor = Hochlohnsektor
Datenquelle: Eigene Darstellung auf Grundlage von Zimmermann et al. (2007).
2
Die Einkommenseinbußen im Hochlohnsektor, als negativer Aspekt des Verteilungseffektes, können bei Komplementärbeziehung mit Gewinnen im Niedriglohnsektor kompensiert werden. Bauer (1998) und Zimmermann et al. (2007) betonen die Abhängigkeit des geschilderten Prozesses von Lohnflexibilität, qualifikatorischer Zuwandererstromzusammensetzung und dem produktionstechnischen Zusammenhang. Migration reduziere aber nie den Gesamtoutput (Bauer 1998:180). Bei langfristiger und dynamischer Betrachtung kommen zusätzlich indirekte Arbeitsnachfrageeffekte zur Geltung. Bauer (1998) argumentiert, dass durch Zuwanderung Konsumausgaben erhöht werden. Bonin (2002) spricht vom fiskalischen Effekt, wenn Zuwanderer mehr Steuern sowie Sozialabgaben zahlen als sie Transferleistungen erhalten und Steinhardt et al. (2005:9) weisen auf Humankapital und technologisches Wissen, sowie steigende Skalenerträge als verändernde Größen hin, die nach endogener Wachstumstheorie zum langfristigen Wachstum beitragen und die Vorteile von selektiver Migrationspolitik untermauern.
3. Selbstselektionsprozess und empirische Relevanz der Modelle
Eine Schwachstelle des erläuterten Modells ist die Vernachlässigung der Angebotsseite, wo der nach mikroökonomischem Kalkül stattfindende Selbstselektionsprozess potentieller Zuwanderer als gelungen und abgeschlossen gilt. Der Nachfrage der Einwanderungsländer steht ein in der Regel unterschiedlich strukturiertes Angebot an potentiellen Zuwanderer gegenüber. Charakteristika von den Migranten könnten nicht der spezifischen Nachfrage des Einwanderungslandes entsprechen. Die hohe Relevanz dieser Gefahr macht sich empirisch am dargestellten Verteilungseffekt bemerkbar, der einen hohen politischen Druck erzeugen kann, wenn statt komplementärer substitutive Beziehungen zwischen Einheimischen und Zuwanderern bestehen. Dagegen erweisen sich Beschäftigungseffekte und Lohneffekte durch Zuwanderung empirisch als insignifikant oder werden nur sehr gering nachgewiesen (Bauer 1998; Zimmermann et al. 2007:64).
Zur Erklärung des Selbstselektionsprozesses wird oft das von Borjas (1987,1994) und Bauer (1998) aufgegriffene Roy-Modell herangezogen, wonach die Ausprägung der Selbstselektion von Migranten bezüglich ihrer beobachtbaren und unbeobachtbaren Charakteristika, von den Erträgen der Schulbildung, der relativen Streuung der Einkommensverteilung sowie von der Differenz der durchschnittlichen Einkommen zwischen Herkunfts- und Aufnahmeland abhängt (Steinhardt et al. 2005:75). Die Selbstselektion wird somit von der relativen Entlohnung dieser Charakteristika im Einwanderungs- und Herkunftsland bestimmt. Anreize
3
in Form wirtschaftlicher und sozialer Erträge und die Kosten der Wanderung bestimmen die Selbstselektion.
Brücker (2008) nimmt diesen Gedankengang auf, um die Einflussfaktoren auf die Qualifikationsstruktur ausländischer Bevölkerung zu ermitteln. Anhand einer Regressionsanalyse wird geprüft inwiefern ökonomische und institutionelle Variablen den Indikator für die Selektion der Migranten erklären.
Als wichtigster Faktor erweist sich die Einwanderungspolitik, wonach die Qualifikationstrukturen der Migranten steigen, wenn in klassischen Einwanderungsländern wie Kanada die Zuwanderung nach Humankapitalkriterien gesteuert wird. Beim Vergleich der Qualifikationsniveaus von Kanada mit denen aus Deutschland nach Abbildung 2, offenbaren sich klare Defizite, wobei in Kanada die im Ausland geborenen und in Deutschland diejenigen mit deutscher Staatsangehörigkeit als ausländische Bevölkerung erfasst werden. Das kanadische Punktesystem wird konkret als Steuerungsinstrument empfohlen, um „Qualifikationstrukturen spürbar und rasch zu beeinflussen“ und dabei Humankapitalkriterien wie Lebensalter und Berufserfahrung mehr Beachtung zu geben. (Brücker 2008).
Abbildung 2: Vergleich der Qualifikationsstrukturen ausländischer Bevölkerung im Jahr 2000.
Datenquelle: Docquier und Marfouk (2007) mit Darstellungsübernahme von Brückner (2008).
4. Status Quo in Deutschland und Kanada
In diesem Kapitel werden die aktuellen Zuwanderungsregelungen in Deutschland und Kanada dargestellt und ihre Steuerungswirkung auf die Migration von qualifizierten Fachkräften evaluiert.
4.1 Regelungen in Deutschland
Am 1. Januar 2005 trat nach einem äußerst langwierigen Gesetzgebungsverfahren das Zuwanderungsgesetz in Kraft. Erstmals wurde ein Rechtsrahmen vorgegeben, durch den die Migration gesteuert, begrenzt und gleichzeitig die Integration von auf Dauer rechtmäßig in Deutschland lebenden Zuwanderern gesetzlich verankert wird. Als politische Leitlinien gelten die bewusste und transparente Steuerung der Zuwanderung im ökonomischen und
4
Arbeit zitieren:
Martin-Sebastian Koops, Ute Schwarz, 2008, Ein Punktesystem für Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte: Das kanadische Vorbild und mögliche Anwendungen für Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
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Autor:
"Entschuldigung für die schlechte Online-Vorschau.
Natürlich sieht das Original besser aus und die Symbole/Zeichen stehen dort wo sie hingehören. Tabstopps sind richtig und Grafikelemente sind in der Vorschau so gut wie alle unsichtbar."
am Wednesday, March 24, 2010-
Antje Bärmann
Wir werden die computergenerierte Vorschau im Laufe der Woche von Hand überarbeiten. Antje Bärmann (GRIN Verlag GmbH)
am Monday, April 12, 2010-