Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Das Lernen - seine Merkmale und Bedeutungen 5
2.1 Was ist LERNEN? 5
2.2 Warum lernen Menschen? 6
3. Das Spiel - seine Merkmale und Bedeutungen 7
3.1 Was ist SPIELEN? 7
3.2 Warum spielen Menschen? 8
4. Spielend lernen Das Lernspiel 9
4.1 Was genau ist ein Lernspiel? 9
4.2 Geschichtlicher Exkurs 10
4.3 Lernspiele im Unterricht. 11
5. Schlussbemerkungen 13
5. 13
Literaturverzeichnis 14
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1. Einleitung
Den Begriff Lernen verbinden wir automatisch mit Schule und umgekehrt, doch dabei ist es oftmals die Institution Schule, die den Kindern die Lust am Lernen vertreibt. Und gerade diese Lust am Lernen ist ja so wichtig für die Entwicklung und das Weiterkommen in unserer Welt. Eine halbe Million schulberechtigte Kinder und Jugendliche schwänzen die Schule, u.a. weil das Lernen keinen Spaß macht oder sie Ängste gegenüber dem Lernen und der Schule entwickelt haben. Besonders in den ersten fünf Lebensjahren eignen wir uns die Welt forschend, experimentierend, neugierig und mit Freude an. Warum kann es denn nicht so weitergehen? Plötzlich bekommen wir gesagt, wie wir etwas zu Lernen haben und vor allem was. Das Leben und das Lernen werden mit dem Schuleintritt ernst und ernsthafte Dinge haben Strenge, sind steif, laufen nach einem vorgefertigten Plan ab und erscheinen uns vordergründig extrem wichtig. Das raubt den Kindern die Lust am Lernen. „Du musst lernen und gut aufpassen in der Schule, damit später mal was aus dir wird.“, hört man Eltern oft sagen. Das übt enormen Druck auf die kleinen Seelen aus, den sie nicht verstehen, da Kinder gegenwartsbezogen leben und auch lernen. Die Schule hingegen orientiert sich an der Zukunft. Wir alle wissen aus eigener Erfahrung, dass es sich mit Lust und ohne Zwang erfolgreicher lernen lässt. Im Spiel, wo meist alle Sinne angesprochen und gefordert werden, geht das am einfachsten. Dies besagt auch das 8. von 10 Prinzipien, die Carl Rogers über das Lernen aufstellte: „Self‐initiated learning which involves the whole person oft the learner feeling as well as intellect is the most lasting and pervasive.” (Zimring 1999, S. 5). Laut Rogers erzeugt demnach das selbstgewählte Lernen, das die Person im Ganzen erfordert, sowohl emotionell als auch intellektuell, die durchdrungensten und nachhaltigsten Lernerfahrungen.
In meiner Arbeit widme ich mich hauptsächlich der Lebensspanne Kindheit, wobei ich jedoch nicht im Detail auf entwicklungspsychologische Besonderheiten der Kindheit eingehen werde. Zunächst möchte ich die Begriffe Spiel und Lernen klären, bevor ich mir die Frage stelle, warum wir eigentlich lernen bzw. spielen. Anschließend rücke ich das Lernspiel in den Fokus der Betrachtungen, um dann abschließend meine Titelfrage klären zu können. 4
Anm. d. Verf.: Um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen, schreibe ich von Lehrern, Schülern, Pädagogen
etcetera. Lehrerinnen, Schülerinnen, Pädagoginnen usw. mögen sich bitte gleich wohl angesprochen
fühlen.
2. Das Lernen - seine Merkmale und Bedeutungen 2.1 Was ist LERNEN?
Um die Vielschichtigkeit des Begriffs Lernen deutlich zu machen, möchte ich nun ein paar Definitionen anführen:
„Unter Lernen versteht man den absichtlichen […] und den beiläufigen […], individuellen oder kollektiven Erwerb von geistigen, körperlichen, sozialen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Aus lernpsychologischer Sicht wird Lernen als ein Prozess der relativ stabilen Veränderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnenen Einsichten und des Verständnisses […] aufgefasst.“ (Wikipedia, 27.10.2009).
„Lernen ist bei Menschen und Tieren der Vorgang der Aufnahme, Speicherung und Verarbeitung nicht ererbter Informationen, die eine Änderung des Verhaltens ermöglichen oder bewirken.“ (www.wissen.de, 04.11.2009).
Und im Pädagogik‐Lexikon versteht man unter Lernen den „Erwerb von nicht angeborenen Weltorientierungen und Handlungs‐ bzw. Verhaltensmöglichkeiten“ (Pädagogik‐Lexikon 1999, S. 351, zit. n. Tschira 2005, S. 63). Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass man den Begriff Lernen in vielerlei Hinsicht definieren kann. Daher wird es auch keine einheitliche Definition geben, die alle Facetten abdeckt. In vielen Quellen wird Lernen als Aneignung bzw. Veränderung von Verhaltensweisen einer Person definiert, wobei diese Veränderung des Verhaltens durch Übung und Erfahrung zustande kommt. Schulisches Lernen jedoch lässt kaum Raum für selbst gemachte Erfahrung und Entdeckung. Und das wiederum erschwert das Lernen, also die Aneignung bzw. die Verwandlung des Fremdwissens in eigenes Wissen, was ein grundlegendes Problem schulischen Lernens darstellt (vgl. Tschira 2005, S. 63). Im Allgemeinen besteht der klassische Denkfehler darin, dass man das Lernen unmittelbar mit dem Belehrt‐Werden verknüpft. Das Lehren wird mit Lernen gleich
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Arbeit zitieren:
Sarah Wölke, 2009, Spielen und Lernen – das Lernspiel als Widerspruch in sich?! , München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
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DOI
Der Spieltrieb in den ästhetischen Briefen Friedrich Schillers
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Seminararbeit, 23 Seiten
Schleiermacher und seine Zeit
Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Seminararbeit, 15 Seiten
Sarah Wölke's Text Spielen und Lernen – das Lernspiel als Widerspruch in sich?! ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Sarah Wölke hat den Text Spielen und Lernen – das Lernspiel als Widerspruch in sich?! veröffentlicht
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